{"id":167,"date":"2006-06-01T15:59:00","date_gmt":"2006-06-01T14:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/?p=167"},"modified":"2025-10-24T16:29:16","modified_gmt":"2025-10-24T15:29:16","slug":"newsletter-juni-2006-nr-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/","title":{"rendered":"Newsletter Juni 2006 Nr. 1"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anker_Vereinserffnung:22.Mai20\">Vereinser\u00f6ffnung: 22. Mai 2006<\/h3>\n\n\n\n<p>Zur Er\u00f6ffnungsveranstaltung lud der Verein einen Alumnus, der es wie kaum ein anderer versteht, \u00fcber ein Leben zwischen China und Deutschland zu berichten: Tilman Spengler.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"#StudiogespraechTilmanSpengler\">&gt;&gt; zum Studiogespr\u00e4ch<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">China und der Westen &#8211; Projekttage in Bensheim<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Team Schulkooperation des Sinologie Heidelberg Alumni Netzwerk e.V. beteiligt sich vom 10. &#8211; 12. Juli an den Projekttagen am Alten Kurf\u00fcrstlichen Gymnasium (AKG) in Bensheim. Mit einem Kurs zu chinesisch-westlichen Missverst\u00e4ndnissen wird das Team an drei Vormittagen mit Sch\u00fclern der Oberstufe \u00fcber die wechselseitige Wahrnehmung zwischen Fernost und dem Westen diskutieren. Mittelfristig ist eine weitergehende Kooperation mit dem AKG in Form einer China-AG gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Spa\u00df am Unterrichten hat und sich f\u00fcr die Arbeit des Schulteams interessiert, ist jederzeit willkommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zur Arbeit des Teams unter <a href=\"https:\/\/www.cats.uni-heidelberg.de\/studium\/cads.html\">Team Schulkooperation<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anker_China-MarktWettbewerbero\">&#8222;China &#8211; Markt, Wettbewerber oder Rivale?&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein SHAN-Gespr\u00e4ch mit dem Direktor des Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Politik, Prof. Eberhard Sandschneider.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"#InterviewSandschneider\">>> zum vollst\u00e4ndigen Interview<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anker_VivianJeannetteKaplan-Vo\">Vivian Jeannette Kaplan &#8211; Von Wien nach Shanghai<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine bewegende autobiographische Familiengeschichte, ein weiterer guter Beitrag zur immer noch wenig bekannten Exilgeschichte Shanghais.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"#RezensionVonWienShanghai\">&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anker_OstasieninstitutLudwigsh\">Ostasieninstitut Ludwigshafen &#8211; Chinesisch I &#8211; Multimedia Lern-CD<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach Jahren der konzeptuellen D\u00fcrre auf dem Markt endlich ein gelungenes Konzept f\u00fcr Chinesisch-Anf\u00e4nger, erstellt an der Fachhochschule Ludwigshafen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"#RezensionLuChinesischCD\">&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anker_Job\">Job<\/h3>\n\n\n\n<p>Asia Success Company<\/p>\n\n\n\n<p>Head of Sales &amp; Marketing, Region Shanghai<\/p>\n\n\n\n<p>ASC ist eine auf China spezialisierte Personal- und Unternehmensberatung.<br>Die Unternehmens-Gruppe des einstellenden Unternehmens ist weltweit Marktf\u00fchrer in der industriellen Entstaubung\/Umwelttechnologie. Die zu besetzende Stelle geh\u00f6rt zur Tochtergesellschaft in der N\u00e4he von Shanghai. Diese produziert und vertreibt seit ca. 10 Jahren textile Filtermedien f\u00fcr die industrielle Entstaubung inklusive der anwendungstechnischen Beratung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Position<br>Ziel ist der Ausbau und die Steuerung eines m\u00f6glichst schlagkr\u00e4ftigen Vertriebs- u. Marketingteams. Die Stelle ist ab sofort zu besetzen. Budget Sales Domestic derzeit 130 Mio RMB p.a. Nach Einarbeitung und Bew\u00e4hrung besteht Aussicht auf Bef\u00f6rderung zum Deputy.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptaufgaben<br>&#8211; Analyse von M\u00e4rkten u. Wettbewerbern in China (u. ggf. definierten L\u00e4ndern)<br>&#8211; Konzeption, Steuerung u. \u00dcberwachung der Preis-, Produkt-, Distributions- und Kommunikationspolitik<br>&#8211; Planung, Steuerung und \u00dcberwachung von Umsatz, Kosten und Ergebnis<br>&#8211; Vorantreiben des Tages- und Projektgesch\u00e4fts zum weiteren Ausbau der Marktf\u00fchrerschaft<br>&#8211; F\u00fchrung und Entwicklung des zugeh\u00f6rigen Personals, derzeit ca. 25 Personen<br>&#8211; Berichtet an den General Manager China und an das Stammwerk in Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p>Anforderungen<br>&#8211; Deutsch- oder englischsprachiger (Muttersprachler) Expat mit abgeschlossenem Studium<br>&#8211; Mehrj\u00e4hrige Verkaufserfahrung in China (m\u00f6glichst mit Anwendungsberatung)<br>&#8211; Erfahrung in der erfolgreichen F\u00fchrung eines Verkaufs-Teams in China<br>&#8211; Nachgewiesene Affinit\u00e4t zu erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen technischen Produkten\/ Textilien<br>&#8211; Flie\u00dfendes verhandlungssicheres Chinesisch<\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt<br>ASC &#8211; Asia Success Company, Holzweg 40, D-67098 Bad Duerkheim, Germany<br>Tel. 0049-6322-600 58 88, -600 58 89, Fax 0049-6322-600 58 90<br>E-Mail: hr@asc-waldkirch.de, www.ASC-Waldkirch.de<\/p>\n\n\n\n<p>Praktikum<\/p>\n\n\n\n<p>Institut f\u00fcr Asienkunde, Hamburg<\/p>\n\n\n\n<p>In begrenztem Umfang vergibt das Institut f\u00fcr Asienkunde (IFA) Praktikumspl\u00e4tze an Sozialwissenschaftler(innen) sowie Regionalwissenschaftler(innen).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Praktikums besteht die M\u00f6glichkeit zur Erstellung eines selbst\u00e4ndigen wissenschaftlichen Beitrages.<br>Ein Praktikum ist sowohl im wissenschaftlichen Bereich als auch in der Bibliothek m\u00f6glich. Das Praktikum ist unentgeltlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Infos unter www.duei.de<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anker_Tipp\">Tipp<\/h3>\n\n\n\n<p>Workshops, Praktika und Stellenangebote: BASF, Ludwigshafen<\/p>\n\n\n\n<p>Das Chemieunternehmen in Ludwigshafen bietet regelm\u00e4\u00dfig eint\u00e4gige Workshops f\u00fcr Studenten an. Die Themenpalette reicht von Wirtschaft und Ethik, Unternehmenswerbung und journalistisches Schreiben bis hin zum sogenannten Corporate Brand Management ( &gt;&gt; dazu ein SHAN-Erfahrungsbericht).<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Workshopreihe findet im WS 2006\/07 statt. Die Workshops sind kostenlos. Rechzeitiges Bewerben unter www.basf.de\/studicom\/events ist sinnvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchling und Herbst bietet die BASF f\u00fcr Geistes- und Sozialwissenschaftler das viert\u00e4gige SUPrax Seminar zur Unternehmenspraxis an. Das n\u00e4chste Seminar vom 1.-4. August vermittelt betriebswirtschaftliche Grundlagen. Bewerbt euch hierf\u00fcr unter www.basf.de\/studicom\/events.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Praktika und Stellen der BASF k\u00f6nnt ihr euch im Bereich \u201eStep-in\u201c initiativ oder in der Rubrik \u201eJobs bei BASF\u201c direkt unter www.basf.de\/karriere bewerben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"StudiogespraechTilmanSpengler\">\u201eQufu ist weit und Sie sind fett\u201c\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p>Zur Er\u00f6ffnungsveranstaltung lud der Verein einen Alumnus, der es wie kaum ein anderer versteht, \u00fcber ein Leben zwischen China und Deutschland zu berichten: Tilman Spengler, Journalist, Autor, Mitglied des L\u00fcbecker Literatentreffens \u201eGruppe 05\u201c und Mitherausgeber der Zeitschrift \u201eKursbuch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann, den die Wochenzeitung DIE ZEIT einen \u201eMeister der leichten und falschen T\u00f6ne\u201c nennt, nimmt im einst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch mit Oliver Radtke kein Blatt vor den Mund. Unterhaltsam, tiefgr\u00fcndig und mit einer geh\u00f6rigen Menge Ironie berichtet Spengler aus seiner Besch\u00e4ftigung mit China. Am\u00fcsiert vernehmen die rund 50 anwesenden Studenten und Professoren, dass er gar nicht sagen k\u00f6nne, warum er Sinologie studiert habe. \u201eWahrscheinlich wegen meiner chinesischen Amme in Oberhausen\u201c, sagt er und flunkert bereits zu Beginn des Gespr\u00e4chs.<\/p>\n\n\n\n<p>Als verbrieft hingegen gilt, dass der Student Spengler in den sp\u00e4ten 60er Jahren in Taibei dem diplomatischen Nachwuchs Unterricht in Deutsche Sitten und im Walzer tanzen erteilt hat. \u201eBei offiziellen Anl\u00e4ssen erkenne ich heute, wer bei mir Unterricht gehabt hat\u201c, schmunzelt der ehemalige Tanzlehrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sind gerade die Erlebnisse im kulturellen Grenzgebiet zwischen Ost und West, die den 59j\u00e4hrigen zum Schreiben bringen. \u201eZugang zu einem fremden Land findet nicht der, der dort Abenteuer sucht, sondern Alltag\u201c, eine Maxime, die Spengler immer wieder zum Ausdruck bringt, zum Beispiel in seiner Reportagesammlung \u201eDas Gl\u00fcck liegt drau\u00dfen vor der Stadt\u201c. Die Zuschauer im Raum 136 des Sinologischen Seminars hat Spengler endg\u00fcltig auf seiner Seite, als er vom Zusammenbruch seiner japanischen Limousine auf dem Weg zur Geburtsstadt des Konfuzius Ende der 80er Jahre berichtet. Ein vorbeiradelnder Rikschafahrer lehnt den kr\u00e4ftig gebauten Gast aus Deutschland mit einer radikalen Begr\u00fcndung ab: \u201eQufu ist weit und Sie sind fett\u201c. Dass Spengler dennoch die Stadttore passiert, verdankt er schlie\u00dflich seinen eigenen Waden: er radelt sich und den Rikschafahrer selbst vor den Hoteleingang. Es sind Erlebnisse wie diese, f\u00fcr die man als Schriftsteller dankbar sei, die einen gewisserma\u00dfen unweigerlich zum Schreiben bewegten.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzteres ist f\u00fcr ihn \u201ezu 70 Prozent Eitelkeit und zu 30 Prozent Broterwerb\u201c. Dass das Drittel doch einiges abzuwerfen vermag, sieht man daran, dass Spengler dem Ruhrgebiet l\u00e4ngst den R\u00fccken gekehrt hat und am Starnberger See wohnt, wo er haupts\u00e4chlich schreibt und arbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Spengler ist jedoch nicht nur Anekdotensammler, als politischer Mensch reiste er mit Kanzler Schr\u00f6der nach China und Japan. Er ist auf Einladung von G\u00fcnter Grass Gr\u00fcndungsmitglied der L\u00fcbecker \u201eGruppe 05\u201c, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, \u201edas Bed\u00fcrfnis nach politischer Einmischung\u201c in der j\u00fcngeren Generation wachzuhalten. Als Redenschreiber f\u00fcr Schr\u00f6der wei\u00df er von langen K\u00e4mpfen mit der Humorlosigkeit der deutschen Ministerialb\u00fcrokratie zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die einseitige China-Berichterstattung in den deutschen Medien erkl\u00e4rt sich Spengler, der selber regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr DIE ZEIT, Geo und die S\u00fcddeutsche Zeitung schreibt, vor allem \u00fcber wirtschaftliche Gr\u00fcnde der Herausgeber. Chinathemen au\u00dferhalb der Wirtschaft seien etwas f\u00fcr das Feuilleton. \u201eUnd Sie wissen, wie hoch die Attraktivit\u00e4t des Feuilletons f\u00fcr Werbekunden ist\u201c, sagt er.<\/p>\n\n\n\n<p>Tilman Spengler wird weiter Geschichten schreiben \u00fcber die gro\u00dfen und vor allem die kleinen \u00c4nderungen im Reich der Mitte. Wer seine Werke liest, muss nicht alles glauben, was er schreibt. N\u00e4her f\u00fchlt man sich China hinterher aber gewiss.<br><br>Oliver Lutz Radke<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"InterviewSandschneider\">&#8222;China &#8211; Markt, Wettbewerber oder Rivale?&#8220;\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p>&nbsp;<strong>SHAN: Herr Sandschneider, wie sind Sie als Politikwissenschaftler zu China gekommen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eberhard Sandschneider: Wenn es um China geht, bin ich ein Schreibtischt\u00e4ter. Ich habe keine positive Kulturschock-Erfahrung gemacht, auch nicht das alles entscheidende Buch gelesen, das mich nach China gebracht hat. Ich habe zun\u00e4chst in Saarbr\u00fccken Englisch und Latein auf Staatsexamen studiert und mir dann \u00fcberlegt, ob mir Politikwissenschaft nicht mehr Spa\u00df macht. In Saarbr\u00fccken gab es J\u00fcrgen Domes, der in dieser fr\u00fchen Phase einer der wenigen Politikwissenschaftler war, der sich regelm\u00e4\u00dfig mit China besch\u00e4ftigt hat. Da war die \u00dcberlegung aus zwei Gr\u00fcnden nahe liegend: Erstens, wenn ich mich akademisch qualifizieren will, dann doch am besten in dem Gebiet, in dem auch der Betreuer t\u00e4tig ist. Die zweite \u00dcberlegung war eine ganz praktische. Ich hatte eine Familie, zwei kleine Kinder \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8230; bereits w\u00e4hrend des Studiums?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, ich bin recht jung Vater geworden, und da \u00fcberlegt man sich nat\u00fcrlich schon wie man seine Br\u00f6tchen verdient. Ende der 70er Jahre war klar, das China mit seiner Reformpolitik strategisch so an Bedeutung gewinnen w\u00fcrde, dass man immer einen Job findet, wenn man sich halbwegs kompetent aufstellen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sieht das mit der heutigen Sinologen-Generation aus, sehen Sie da \u00e4hnliche Chancen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja und Nein. Es gab dazwischen eine Generation von Sinologen, die hatten sogar deutlich gr\u00f6\u00dfere Chancen. Als die meisten deutschen Unternehmen nach China gegangen sind, hatten sie das Bed\u00fcrfnis jemanden zu haben, der ihnen sagen konnte, was da abgeht. Ihre heutige Konkurrenzsituation hat sich dramatisch versch\u00e4rft. Viele Unternehmen stellen heute nicht mehr den jungen gut ausgebildeten Sinologen ein, sie kaufen den fertig ausgebildeten Chinesen, der flie\u00dfend Englisch, oft auch Deutsch spricht. Einen Einheimischen also, der \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2026 \u00fcber die sogenannten guanxi verf\u00fcgt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genau, der \u00fcber die Verbindungen vor Ort verf\u00fcgt. Ich w\u00fcrde trotzdem sagen, Sie haben keine schlechten Chancen. Die werden nur dann schlecht, wenn Sie sich ganz traditionell ausrichten, denn dort wird geschnitten und eingespart. Leider wird alles, was traditionell sinologische Bereiche wie Kunst, Musik, Literatur anbelangt, Schwierigkeiten bekommen. Sie studieren ein Fach, f\u00fcr das es kein klares Berufsbild gibt. Praktika sind da ganz entscheidend, durch ein Praktikum beweisen Sie einem zuk\u00fcnftigen Arbeitgeber, wof\u00fcr Sie sich wirklich interessieren und was sie zus\u00e4tzlich gelernt haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie w\u00fcrden dieses Studium also dennoch zuk\u00fcnftigen Studenten empfehlen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es muss Ihnen bei aller Strategie Spa\u00df machen. Was Ihnen Spa\u00df macht, machen Sie irgendwann auch gut, und was Sie gut machen, qualifiziert Sie f\u00fcr einen Job.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider muss ich hierbei auch etwas anmerken, was mich beunruhigt. Ich sitze in Berlin an der Schnittstelle zur Politikberatung und zur Politik. Da sehe ich: je wichtiger die Welt f\u00fcr uns wird und je wichtiger deutsche Au\u00dfenpolitik wird, desto weniger regionale Expertise haben wir. Dort schneiden alle Universit\u00e4ten aber zuerst weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Regionalexperte eines politikwissenschaftlichen Instituts wird immer zuerst gestrichen. \u00dcber Regionen wie Russland, China, Indien, Afrika, aus denen alle zuk\u00fcnftigen Herausforderungen, wie Migration, Ressourcenknappheit bis hin zu Terrorismus kommen, wissen wir so gut wie nichts. Es ist eigentlich ein Ausrufezeichen sich als Regionalwissenschaftler zu qualifizieren. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden wir sie h\u00e4nderingend suchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Thema ihres Vortrages am DAI lautete: Markt &#8211; Wettbewerber \u2013 Rivale? Gilt f\u00fcr Sie noch der Ausspruch von Siemens-Chef Heinrich von Pierer \u201eDas Risiko in China nicht dabei zu sein, ist gr\u00f6\u00dfer als das Risiko dabei zu sein\u201c?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein Punkt, \u00fcber den ich mich gerne mit ihm streite. Herr von Pierer hat aus Sicht eines globalen Unternehmens nat\u00fcrlich Recht. F\u00fcr ein Unternehmen wie Siemens bedeutet nicht auf dem chinesischen Markt zu sein einen fatalen Managementfehler. F\u00fcr ein Kleinunternehmen kann das aber m\u00e4chtig in die Hose gehen. Wenn sie nicht aufpassen, haben sie sich innerhalb von nur drei Monaten einen formidablen globalen Wettbewerber in den Pelz gesetzt. Sie m\u00fcssen sehr aufpassen, wie sie in China ihren Joint-Venture-Partner aussuchen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie l\u00e4sst sich dann das Mantra deutscher Wirtschafts-Zeitungen erkl\u00e4ren, dass der Mittelstand unbedingt nach China m\u00fcsse?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich teile die Skepsis, die in Ihrer Frage steckt. Da wird ein China-Hype begr\u00fcndet, der durch nichts gerechtfertigt ist. Achtzig Prozent der Unternehmen, die aus Deutschland nach China gehen, verdienen in China kein Geld. Sie trauen sich aber nicht, es zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie in China ein Patent sichern wollen, kostet Sie das sage und schreibe 100 000 Euro, bis alle Kosten eingerechnet sind. Wie viele Mittelst\u00e4ndler k\u00f6nnen sich 100 000 Euro f\u00fcr nur ein Produkt auf diesem Markt leisten? Wenn Sie es nicht sichern, ist das Produkt weg. Selbst, wenn Sie es sichern, ist es zum Teil auch weg. China ist ein sehr problematischer Markt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann es sein, dass in der gegenw\u00e4rtigen China-Diskussion Sinologen keine Rolle spielen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das liegt an den Sinologen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ob Sie in Heidelberg, M\u00fcnchen oder Dortmund vor einem Konfuziustext sitzen, ist Ihr pers\u00f6nliches Vergn\u00fcgen. Die Nachfrage nach der traditionellen klassischen Sinologie hat klar abgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der China-Boom verlangt jedoch sowohl praktische F\u00e4higkeiten, als auch die F\u00e4higkeit Wissenschaft aus dem Elfenbeinturm zu bringen. Ein Beispiel: Meine Mitarbeiter unterliegen einem simplen Satz: \u201ewenn Sie in 40 Sekunden nichts zu sagen haben, dann haben Sie in 40 Minuten auch nichts zu sagen.\u201c Ein Journalist hat n\u00e4mlich meist nur 40 Sekunden f\u00fcr sein Interview.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich in den Bundestag muss, bekomme ich von einem meiner Mitarbeiter ein zehnmin\u00fctiges Briefing mit allen Informationen, die ich f\u00fcr das Gespr\u00e4ch wissen muss. Dies ist ein \u00dcbersetzungsschritt aus komplexen Daten zur Verwertbarkeit in der Praxis. Sie k\u00f6nnen bei einem abendlichen Empfang nicht weit ausholen, Ihre Empfehlung muss lauten \u201eerstens, zweitens, drittens, Schluss\u201c. Bei Interesse wird Ihr Gespr\u00e4chspartner mit Sicherheit nachfragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kaum ein innerstaatlicher Konflikt in China, kaum ein Bericht \u00fcber Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik findet sich in deutschen Medien. Wie kommt es zu dieser einseitigen Berichterstattung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das liegt an den Medien. Nehmen wir einmal das Jahr 1989. Ohne den Besuch von Gorbatschow und der Tatsache, dass sich so viele westliche Fernsehteams gleichzeitig in China aufhielten, w\u00e4ren den westlichen Medien die Ereignisse gar nicht aufgefallen. 1989 kommt uns dieses Massaker zur Hauptsendezeit auf den Tisch, und wir sind alle f\u00fcrchterlich entsetzt. Dann f\u00e4llt in Berlin die Mauer und China ist wieder vergessen. Menschenrechtsverletzungen in China haben uns bis 1989 \u00fcberhaupt nicht gest\u00f6rt. Die Kulturrevolution war eine einzige Menschenrechtsverletzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Menschenrechte sind f\u00fcr uns nur ein Thema, wenn die Bundeskanzlerin hinf\u00e4hrt oder der chinesische Staatspr\u00e4sident herkommt, also einmal bis zweimal im Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vor kurzem las man in der S\u00fcddeutschen \u00fcber Chen Shuibians Odyssee um die Welt. Er wollte in New York zwischenlanden, erhielt aber von Washington anders als in der Vergangenheit keine Landeerlaubnis. K\u00f6nnte man darin ein Ende des US-Protektionismus gegen\u00fcber Taiwan sehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein, ganz und gar nicht. Der Besuch von Hu Jintao vor vierzehn Tagen hat gezeigt wie schwierig die Beziehungen zwischen den beiden L\u00e4ndern zurzeit sind. Da fiel es den beiden Pr\u00e4sidenten wirklich schwer krampfhaft zu l\u00e4cheln. Die Abh\u00e4ngigkeit der USA von China bez\u00fcglich der Iran-Debatte ist zu gro\u00df, da kann man es sich nicht leisten China mit Chen Shuibian zu \u00e4rgern. Ich bin mir sicher, dass dies Chen Shuibian auch so signalisiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon abgesehen hat Chen Shuibian in der letzten Zeit mit seinen Initiativen viel getan um seine amerikanischen Freunde zu \u00e4rgern, so dass dies als kleine Erziehungsma\u00dfnahme gesehen werden kann. Mehr nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Westliche Investoren zieht es seit Jahren nach China. Indien als Chinas Nachbar wird dabei oft vernachl\u00e4ssigt. K\u00f6nnte man da von einem Vers\u00e4umnis sprechen? Wie wichtig ist Indien als Chinas Konkurrent?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie sprechen von den so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), fr\u00fcher auch bekannt als Schwellenl\u00e4nder. Also L\u00e4nder, die durch Ressourcen, Reformmodelle oder anderes Potenzial die Chance haben, in den n\u00e4chsten Jahrzehnten die Schwelle zum Industrieland zu \u00fcberschreiten. Der Fokus auf China ist nat\u00fcrlich viel zu einseitig. Brasilien darf man nicht vergessen, und der russische Pr\u00e4sident hat ja \u00fcber den Jahreswechsel gezeigt, dass man mit Russland als energiepolitische Weltmacht immer noch zu rechnen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese einseitige Konzentration ist ein Muster an Fehlwahrnehmung. Indien wird allm\u00e4hlich st\u00e4rker wahrgenommen, aber auch hier interessiert die \u00d6ffentlichkeit nur das zweistellige Wachstum. Wenn Indien w\u00e4chst, kommt es in den Fokus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie beraten auch die Bundesregierung. Was geben Sie Frau Merkel mit nach China?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube es gibt kaum ein Feld, dass \u00e4hnlich gequ\u00e4lt ist mit Fehlwahrnehmungen, wie das der Politikberatung. Sie k\u00f6nnen keine Direktiven mitgeben, im dem Sinne: \u201eH\u00f6ren Sie mal, Frau Bundeskanzlerin, das m\u00fcssen Sie unbedingt so machen wie ich das Ihnen sage.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Merkel wird in China das fortsetzen, was sie die letzten Monate in anderen Bereichen der Au\u00dfenpolitik begonnen hat. Das Ansehen deutscher Au\u00dfenpolitik ist unter dieser F\u00fchrung, da darf man Herrn Steinmeier sicher auch nicht vergessen, deutlich gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rolle, die Deutschland derzeit im Irankonflikt spielt, ist sicher eine andere als die, die Gerhard Schr\u00f6der je h\u00e4tte spielen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Rolle geben Sie China in den Iran-Verhandlungen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>China wird aufgrund der energiewirtschaftlichen Interessen in der Region zusammen mit Russland alles M\u00f6gliche tun, um Sanktionen gegen den Iran zu verhindern. Diese zugegebenerma\u00dfen sehr groteske Debatte erinnert mich leider sehr an die Diskussion vor dem Irak- Krieg, wo gerade aus europ\u00e4ischer Sicht h\u00e4nderingend um eine international kooperative L\u00f6sung gerungen wurde. Diese L\u00f6sung wird es im Iran nur geben, wenn die USA bereit sind, direkt mit dem Iran zu verhandeln. Das wird jedoch schwierig, denn seit 1979 hat die USA mit dem Iran nicht verhandelt. Aufgrund dessen gibt es zu viele Verwerfungen, die wegger\u00e4umt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls dies aber nicht geschieht, wird der Iran seine Verschleppungsstrategie beibehalten und Russland und China ihre Hinhaltetaktik, bis der Iran letztlich nuklear wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00c4hnlich dem Fall Nordkoreas?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nordkorea ist nicht ganz so sensitiv, denn Nordkorea h\u00e4ngt buchst\u00e4blich am Tropf der internationalen Gemeinschaft und verf\u00fcgt im Gegensatz zum Iran \u00fcber keine Rohstoffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist allerdings berechtigt, warum beide Staaten so auf nukleare Technologien pochen. Es sind die beiden letzten verbleibenden Staaten auf der sogenannten Achse des B\u00f6sen, und, wenn beide F\u00fchrungen au\u00dfenpolitisch so simpel wie der US-Pr\u00e4sident denken, dann ist leicht erkennbar, dass keine Nuklearmacht von den USA angegriffen wird. Allein deshalb muss man nuklear werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Internationale Staatengemeinschaft ist oft wie ein gro\u00dfer Kindergarten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kann man von der Volksrepublik China eigentlich noch von einem kommunistischen Staat sprechen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am besten passt f\u00fcr mich der Terminus \u201epostleninistisch\u201c, an diesem Begriff kann man nat\u00fcrlich wunderbar dran rumschrauben. Die chinesische Regierung will den Nachweis f\u00fchren, dass das kommunistische Modell in China funktioniert. Dabei w\u00e4hlten sie einen ganz anderen Weg als alle anderen kommunistischen L\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch ist das kommunistische China schon deshalb nicht kommunistisch, weil es erfolgreich ist. Nicht nur der Iran ist der Meinung, dass das westliche Modell gescheitert ist. Selbst in Peking wird \u00fcber einen Beijing Consensus nachgedacht, der besagt, dass ein interventionistischer Staat mit kontrollierter Gesellschaft besser funktioniert als Demokratie und Marktwirtschaft. China hat ein Gegenmodell.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Also gehen Sie nicht davon aus, dass Markt\u00f6ffnung und Liberalisierung zwangsl\u00e4ufig zu Demokratie f\u00fchren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Prinzip Hoffnung sage ich da nur. Dass es eine zwangsl\u00e4ufige Tendenz gibt hin zu Liberalisierung und Demokratie, ist eine ziemlich kecke Vermutung. Da liegen viele Stolpersteine auf dem Weg. Daf\u00fcr ist China eigentlich zu gro\u00df, wir reden hier von einem Staat in der Gr\u00f6\u00dfe eines Kontinents. Auf Taiwan mit Ma\u00dfen wie Baden W\u00fcrttemberg, da funktioniert das, weil es \u00fcberschaubar ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Damit dienen die vier Tigerstaaten nicht als Vorbild?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie dienen nat\u00fcrlich konzeptionell als Vorbild, aber dazu bedarf es \u00fcberschaubaren Dimensionen. Demokratie setzt voraus, dass Sie ein hohes Ma\u00df an Bildung haben. Die entsteht gerade in China, trotz 30 Prozent Analphabetismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweite Voraussetzung ist eine vorhandene Mittelschicht. Die entsteht in China deutlich langsamer, denn die Einkommensschere spreizt sich zu schnell. Die Armen bleiben arm, die Reichen nehmen sehr schnell zu. 47 Prozent der chinesischen Bev\u00f6lkerung haben weniger als zwei Dollar am Tag, das liegt unter der globalen Armutsgrenze. Ein Prozent der chinesischen Bev\u00f6lkerung verf\u00fcgt \u00fcber 60% des Geldes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Sandschneider, herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Interview f\u00fchrte Stefan Schilling.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"RezensionVonWienShanghai\">03 :: Vivian Jeanette Kaplan &#8211; Von Wien nach Shanghai\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p>Nini Karpel genie\u00dft ihre unbeschwerte Jugend als Tochter einer wohlhabenden j\u00fcdischen Familie im Wien der 20er Jahre. Nach der Annexion \u00d6sterreichs 1938 durch NS-Deutschland wird ihre Familie jedoch zunehmend Zeuge und Opfer eines wachsenden Judenhasses. Nach dem Tod des Vaters fl\u00fcchten die vier mittlerweile erwachsenen Kinder und ihre Mutter in letzter Minute an einen der wenigen Orte, der noch j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge ohne Visum aufnehmen will: Shanghai.<br><br><strong>Leben in der Fremde<\/strong><br><br>Ein harter \u00dcberlebenskampf f\u00fcr die Familie beginnt. Mit Devisenschmuggel, einer Bar und als fliegende H\u00e4ndler sichern sich Nini, ihre Geschwister und ihr Verlobter Poldi den bescheidenen Lebensunterhalt.<br>Mit der japanischen Besetzung 1941 f\u00e4llt ihr m\u00fchsam aufgebautes Leben in sich zusammen. Alle 18 000 j\u00fcdischen Emigraten werden in das Arbeiterviertel Hongkou gepfercht, das sie nur unter strengen Auflagen verlassen d\u00fcrfen. Erneut beginnen Nini und Poldi, mittlerweile verheiratet, mit dem Aufbau einer Existenz \u2013 sie er\u00f6ffnen einen Pelzhandel, den sie bis zum Einmarsch der chinesischen Kommunisten f\u00fchren. Deren Vordringen zwingt die inzwischen dreik\u00f6pfige Familie zur erneuten Auswanderung, dieses Mal nach Kanada.<br><br><strong>Familienbuch mit ungew\u00f6hnlicher Perspektive<\/strong><br><br>Die Autorin Vivian Jeanette Kaplan, 1946 in Shanghai geboren, ist zu diesem Zeitpunkt zwei Jahre alt. Ihr Roman \u201eVon Wien nach Shanghai\u201c, der 2003 mit dem Canadian Jewish Book Award ausgezeichnet wurde, ist ein Familienbuch mit ungew\u00f6hnlicher Perspektive. \u201eIch w\u00fcrde es wahrscheinlich als kreatives Sachbuch bezeichnen\u201c, sagt die Autorin selbst. Geschrieben hat sie es im Pr\u00e4sens aus der Perspektive ihrer Mutter Nini und erm\u00f6glicht damit einen sehr pers\u00f6nlichen Einblick in die weniger bekannte Exilgeschichte der heutigen Glitzermetropole am Huangpu-Fluss.<br><br><strong>Wahnwitz des Ghettolebens<\/strong><br><br>Die St\u00e4rke des Buches liegt sicher darin, dass es der Autorin gelingt, die lebhaft erz\u00e4hlten Anekdoten ihrer Eltern in eine nachvollziehbare, spannende, oft traurige Handlung zu \u00fcbertragen. Das Buch f\u00fchrt dem Leser den Wahnwitz des Ghettoalltags in Hongkou vor Augen: die willk\u00fcrliche Vergabe eines Passierscheines f\u00fcr die Welt au\u00dferhalb des Ghettos, die katastrophalen sanit\u00e4ren Bedingungen, die Gewalt.<br><br>Gleichzeitig sp\u00fcrt man den gro\u00dfen Respekt der Autorin vor den ihr anvertrauten Geschichten. Rein fiktionale Gestalten und eine damit verbundene gr\u00f6\u00dfere Gestaltungsfreiheit h\u00e4tten dem Leser wom\u00f6glich mehr Gelegenheiten geboten, sich den Hauptpersonen nahe zu f\u00fchlen. Insofern ist Kaplans Selbsteinsch\u00e4tzung ihres Werkes als Sachbuch richtig.<br><br><strong>Ein Text ist so gut wie sein Lektor<\/strong><br><br>Der sprachliche Hobel des Lektors h\u00e4tte an manchen Stellen etwas gr\u00fcndlicher schleifen sollen. Eine Opiumh\u00f6hle, die Nini als Empfangsdame eines Abendclubs t\u00e4glich vor Augen hat, wird da so beschrieben: \u201eM\u00e4nner in teuren Businessanz\u00fcgen, die auf der Suche nach eskapistischer Lust in diese tr\u00fcbe Unterwelt herabgestiegen sind, liegen als amorphe Klumpen herum.\u201c Gel\u00e4chter ist immer \u201eschallend\u201c, Mienen sind \u201egrimmig\u201c und stets \u201esickern\u201c die Informationen.<br><br>Trotz dieser Holprigkeiten hat Vivian Kaplan, die mit ihrer Familie in Toronto lebt, ein bewegendes Buch geschrieben \u2013 \u00fcber ihre eigene Familie und das Schicksal vieler j\u00fcdischer \u201eShanghailander\u201c, deren \u00dcberlebenswille fern der Heimat zwischen allen Fronten des Welt- und B\u00fcrgerkrieges heute noch beeindruckt.<br><br>Oliver Radtke<\/p>\n\n\n\n<p><em>Vivian Jeanette Kaplan<br>Die Geschichte einer j\u00fcdischen Familie<br>Mai 2006<br>297 Seiten &#8211; dtv premium<br>ISBN: 3-423-24550-6<br>EUR 15,00<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"RezensionLuChinesischCD\">02 :: Ostasieninstitut Ludwigshafen &#8211; Chinesisch I Multimedia Lern-CD\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p>Das deutsche Lehrmittelangebot f\u00fcr nichtprofessionelle Chinesischlerner ist bislang eher d\u00fcrftig gewesen.<br>Das hat nicht nur mit der Hochn\u00e4sigkeit des Westens gegen eine vermeintlich exotisch-ferne Welt zu tun, sondern auch mit der Arroganz der Hersteller solcher Lernprogramme.<br><br>Einmal habe ich einen detaillierten Bericht an den Produzenten eines solchen Anf\u00e4nger-Programms geschrieben \u2013 immerhin acht gutgef\u00fcllte Seiten, um von \u00dcbungserfahrungen zu berichten, die ich mit einem interessanten, aber doch verbesserungsw\u00fcrdigen Chinesisch-Lernprogramm gemacht hatte, das sogar von der renommierten Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt vertrieben worden war. Aber nichts kam zur\u00fcck, nicht einmal eine magere Eingangsbest\u00e4tigung, geschweige ein freundliches Dankesch\u00f6n.<br><br>Das w\u00e4re ja nicht weiter schlimm, baute sich auf dem solcherart generierten Misserfolg nicht weiterer \u00c4rger auf: man kommt nicht vorw\u00e4rts, erreicht nicht die n\u00e4chste Runde, sondern muss brav das Ganze wiederholen, verliert den Spa\u00df und hat wieder mal einen saftigen Betrag von 50 \u20ac oder mehr in den Sand gesetzt.<br><br><strong>Anf\u00e4nger sind keine Idioten<\/strong><br><br>Welch frohe Botschaft erreicht den Lerner, der nicht so schnell aufgeben will? Es gibt ein intelligentes Chinesisch-Lernprogramm. Hurra! Es macht Spa\u00df! Na bitte! Man kommt vorw\u00e4rts! Man lernt etwas! Vor allem haben kluge K\u00f6pfe eingesehen, dass Anf\u00e4nger zwar nicht zuviel komplexe Grammatik auf einmal aufnehmen k\u00f6nnen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Lust sich verd\u00fcnnisiert, aber die Macher wissen und zeigen: Anf\u00e4nger sind keine Idioten.<br><br>Deshalb gibt es von Anfang an chinesische Zeichen. Und das ist gut so! Wer hatte eigentlich den Machern in Volkshochschule und Schulbuchverlag und Softwareschmiede beigebracht: verschone Anf\u00e4nger mit chinesischen Schriftzeichen! Lass sie nur ja nichts anderes lernen als Pinyin-Umschrift! Und wenn Zeichen, dann bitte als kalligrafische \u00dcbung. Diesem Denkfehler ist hier \u00fcberzeugend ein Ende bereitet worden.<br><br><strong>Faszination der Zeichen<\/strong><br><br>Ich habe etliche ehemalige Teilnehmer von VHS-Kursen nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr ihren Kursabbruch gefragt, darunter waren viele, die nur wegen der Faszination der Zeichen gekommen und nun entt\u00e4uscht nach zwei, drei, vier Abenden zu Hause geblieben waren.<br><br>Die Macher vom Ostasieninstitut Ludwigshafen unter der Leitung der Sinologin Marie-Luise Haag haben (fast) alle Fehler vermieden: Sie nehmen den Sch\u00fcler ernst. Denn er selbst entscheidet \u00fcber Lerntempo, Wiederholungsschleifen, Vokabeltraining, lautem Sprechen \u2013 also den gesunden Mix aus Theorie und Praxis, aus Drill, Einsicht und Spiel. Und er lernt Schriftzeichen von Anfang an!<br><br>Das Programm ist leicht verst\u00e4ndlich und erkl\u00e4rt sich von selbst, kommt gleich zur Sache, man kann nach wenigen Stunden S\u00e4tze schreiben, S\u00e4tze bilden, ein wenig sprechen und hat auf jeden Fall bestimmte Tonsilben einige Dutzend Male geh\u00f6rt, sie sind im Ohr.<br><br><strong>Spielerisches Lernen<\/strong><br><br>Es macht Spa\u00df, es zieht mit, man will weiter (oft schneller, als zutr\u00e4glich, aber warum nicht mal vorbl\u00e4ttern?). Die S\u00e4tze, die man lernt, sind wirklich alltagstauglich, man kann mit ihnen spielen. Spiele gibt es in dem Programm sowieso reichlich: Silben-Memory, das hausbackene Kreuzwortr\u00e4tsel wird zum fr\u00f6hlichen Kreuz-Zeichen-R\u00e4tsel und ein Screen-Schiebepuzzle, untermalt von abstellbarer chinesischer Musik, hilft gegen aufkommende M\u00fcdigkeit und Monotonie.<br><br><strong>Typografische Lasttiere<\/strong><br><br>Ich sagte \u201efast\u201c alle Fehler vermieden: Dass wirklich gute Typografie in Deutschland (und Bildschirm-Typografie zudem) selten ist, zeigt leider auch dieses Programm: es ist zu bunt, die Linien der rahmenden K\u00e4stchen sind zu stark, die Schriftzeichenlinien zu fein, die lateinischen Schriften sind ausgew\u00e4hlt aus dem biederen Ensemble der typografischen Lasttiere wie Times und Arial und zeigen jedenfalls nicht das sonst so geschickte H\u00e4ndchen.<br>Insgesamt: kaufen!<br><br>Werner Radtke<br><img decoding=\"async\" alt=\"link\" src=\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview\">E-Mail senden<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ostasieninstitut Ludwigshafen<br>Chinesisch I Multimedia Lern-CD<br>EUR 49,90<br><br>Bestellungen bei:<br>European Media Laboratory GmbH, Heidelberg,<br>per Mail unter: bestellung@eml-development.de, Betreff &#8222;China-CD&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vereinser\u00f6ffnung: 22. Mai 2006 Zur Er\u00f6ffnungsveranstaltung lud der Verein einen Alumnus, der es wie kaum ein anderer versteht, \u00fcber ein Leben zwischen China und Deutschland zu berichten: Tilman Spengler. &gt;&gt; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_EventAllDay":false,"_EventTimezone":"","_EventStartDate":"","_EventEndDate":"","_EventStartDateUTC":"","_EventEndDateUTC":"","_EventShowMap":false,"_EventShowMapLink":false,"_EventURL":"","_EventCost":"","_EventCostDescription":"","_EventCurrencySymbol":"","_EventCurrencyCode":"","_EventCurrencyPosition":"","_EventDateTimeSeparator":"","_EventTimeRangeSeparator":"","_EventOrganizerID":[],"_EventVenueID":[],"_OrganizerEmail":"","_OrganizerPhone":"","_OrganizerWebsite":"","_VenueAddress":"","_VenueCity":"","_VenueCountry":"","_VenueProvince":"","_VenueState":"","_VenueZip":"","_VenuePhone":"","_VenueURL":"","_VenueStateProvince":"","_VenueLat":"","_VenueLng":"","_VenueShowMap":false,"_VenueShowMapLink":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-167","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-newsletter"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.2 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Newsletter Juni 2006 Nr. 1 - SHAN e.V.<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Newsletter Juni 2006 Nr. 1 - SHAN e.V.\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Vereinser\u00f6ffnung: 22. Mai 2006 Zur Er\u00f6ffnungsveranstaltung lud der Verein einen Alumnus, der es wie kaum ein anderer versteht, \u00fcber ein Leben zwischen China und Deutschland zu berichten: Tilman Spengler. &gt;&gt; [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SHAN e.V.\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2006-06-01T14:59:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-10-24T15:29:16+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"24\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4\"},\"headline\":\"Newsletter Juni 2006 Nr. 1\",\"datePublished\":\"2006-06-01T14:59:00+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-24T15:29:16+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\"},\"wordCount\":4428,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview\",\"articleSection\":[\"Newsletter\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\",\"url\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\",\"name\":\"Newsletter Juni 2006 Nr. 1 - SHAN e.V.\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview\",\"datePublished\":\"2006-06-01T14:59:00+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-24T15:29:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage\",\"url\":\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview\",\"contentUrl\":\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/shan-hd.de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Newsletter Juni 2006 Nr. 1\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/shan-hd.de\/\",\"name\":\"SHAN e.V.\",\"description\":\"Sinologie Heidelberg Alumni-Netzwerk\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/shan-hd.de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#organization\",\"name\":\"SHAN e.V.\",\"url\":\"https:\/\/shan-hd.de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/SHANLogoGross.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/SHANLogoGross.jpg\",\"width\":645,\"height\":371,\"caption\":\"SHAN e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/logo\/image\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/595d72443a8f10b3cf9f8eab22172b63f1c312949c92d28667dfb5931cfcbc30?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/595d72443a8f10b3cf9f8eab22172b63f1c312949c92d28667dfb5931cfcbc30?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/shan-hd.de\"],\"url\":\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/author\/shan-ev_pr\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Newsletter Juni 2006 Nr. 1 - SHAN e.V.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Newsletter Juni 2006 Nr. 1 - SHAN e.V.","og_description":"Vereinser\u00f6ffnung: 22. Mai 2006 Zur Er\u00f6ffnungsveranstaltung lud der Verein einen Alumnus, der es wie kaum ein anderer versteht, \u00fcber ein Leben zwischen China und Deutschland zu berichten: Tilman Spengler. &gt;&gt; [&hellip;]","og_url":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/","og_site_name":"SHAN e.V.","article_published_time":"2006-06-01T14:59:00+00:00","article_modified_time":"2025-10-24T15:29:16+00:00","og_image":[{"url":"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview","type":"","width":"","height":""}],"author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"24\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4"},"headline":"Newsletter Juni 2006 Nr. 1","datePublished":"2006-06-01T14:59:00+00:00","dateModified":"2025-10-24T15:29:16+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/"},"wordCount":4428,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview","articleSection":["Newsletter"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/","url":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/","name":"Newsletter Juni 2006 Nr. 1 - SHAN e.V.","isPartOf":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview","datePublished":"2006-06-01T14:59:00+00:00","dateModified":"2025-10-24T15:29:16+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#primaryimage","url":"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview","contentUrl":"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/images\/arrow_right_blue.jpg\/image_preview"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/06\/01\/newsletter-juni-2006-nr-1\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/shan-hd.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Newsletter Juni 2006 Nr. 1"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#website","url":"https:\/\/shan-hd.de\/","name":"SHAN e.V.","description":"Sinologie Heidelberg Alumni-Netzwerk","publisher":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/shan-hd.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#organization","name":"SHAN e.V.","url":"https:\/\/shan-hd.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/SHANLogoGross.jpg","contentUrl":"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/SHANLogoGross.jpg","width":645,"height":371,"caption":"SHAN e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/595d72443a8f10b3cf9f8eab22172b63f1c312949c92d28667dfb5931cfcbc30?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/595d72443a8f10b3cf9f8eab22172b63f1c312949c92d28667dfb5931cfcbc30?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["https:\/\/shan-hd.de"],"url":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/author\/shan-ev_pr\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=167"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":177,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167\/revisions\/177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}