{"id":200,"date":"2006-11-01T12:00:00","date_gmt":"2006-11-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/11\/01\/newsletter-november-2006-nr-5\/"},"modified":"2026-05-20T18:37:42","modified_gmt":"2026-05-20T17:37:42","slug":"newsletter-november-2006-nr-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/11\/01\/newsletter-november-2006-nr-5\/","title":{"rendered":"Newsletter November 2006 Nr. 5"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Veranstaltungen\">\n\tVeranstaltungen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWir stellen uns vor<br \/> \tAm Donnerstag, den 16. November um 19 Uhr im Institut f\u00fcr Sinologie, Akademiestrasse 4-8, Raum 136 stellen wir uns Ihnen vor!<br \/> \tSHAN gibt es nun seit 7 Monaten. Wir sprechen \u00fcber die Struktur des Vereins, was wir erreicht haben und was wir uns f\u00fcr die Zukunft vorgenommen haben. Wir f\u00fcllen ein breites Spektrum und geben Raum f\u00fcr jeden, der sich engagieren will.<br \/> \tIm Anschluss an die Pr\u00e4sentation gibt es 20 Uhr einen Sektempfang der Fachschaft des Instituts f\u00fcr Sinologie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWir freuen uns auf Ihr Kommen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tFilmfestivalChinesische Filme in Heidelberg<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBeim 55. Mannheim-Heidelberg Filmfestival (16.-25.11.) gibt es auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit zwei chinesische Filme zu sehen. In der Kategorie \u201eSpezialit\u00e4ten\u201c l\u00e4uft die VR-Produktion \u201eFangxiang zhi lu\u201c (Die Schaffnerin) des Regisseurs Zhang Jiarui (geb. 1958). Der Film erz\u00e4hlt von der tragischen Liebe der Schaffnerin Li zu einem Arzt aus Shanghai im China der 70er Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201eDanche shang lu\u201c (Der Weg in die Berge) ist der erste Spielfilm des taiwanesischen Regisseurs Isaac Li (geb. 1966). Li machte sich mit seinem Dokumentarfilm \u201eFloating Ball\u201c bereits im Jahr 2000 international einen Namen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBeide Filme laufen in Originalsprache mit englischen Untertiteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tweitere Infos unter www.mannheim-filmfestival.com<\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_DasgesamteSystemderLehre\">\n\t\u201eDas gesamte System der Lehre muss umgestellt werden.&#8220;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tGerade noch hat sie sich mit einem DFG-Forschungsprojekt zur Qing-Zeit befasst, da erging kurzfristig ein Ruf auf eine Juniorprofessur in Frankfurt. SHAN sprach mit Frau Elisabeth Kaske \u00fcber ihre Projekte, Perspektiven und die Reformen an der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#1\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Interview<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_ChinesischesQuartett\">\n\tChinesisches Quartett<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tVier neue Sprachlehrer aus China sind seit kurzem in Heidelberg. Sie nehmen am Austauschprogramm zwischen der Uni Heidelberg und ihrer Heimatuniversit\u00e4t teil und bleiben ein Jahr am Neckar. Wir stellen sie Ihnen vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAn Nuoya aus Anhui &#8212; \u201eDas erste, was ich mir in Heidelberg angesehen habe, war das Bauhaus in der Bahnhofsstra\u00dfe.\u201c<br \/> \tHerr An unterrichtet in diesem Semester Konversation im Prop\u00e4deutikum und einen Online- Chatkurs. Der 56j\u00e4hrige, der sich seit 20 Jahren mit Chinesisch als Fremdsprache befasst, unterrichtet an der Fremdsprachenhochschule Shanghai (SISU). Au\u00dfer Chinesisch spricht Herr An sehr gut Englisch. Bereits als Kind kommt er mit Deutschland in Kontakt. \u201eCarl Maria von Weber ist mein Lieblingskomponist\u201c, sagt An Nuoya freudig. Doch der Anhuier ist auch an praktischen Dingen des Lebens interessiert. \u201eIn China habe ich bereits von der Do it yourself-Mentalit\u00e4t der Deutschen geh\u00f6rt\u201c, sagt An. \u201eDaher bin ich gleich nach meiner Ankunft in das Bauhaus in der Bahnhofstra\u00dfe gegangen und habe mir die Maschinen dort angesehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tLi Jing aus Nanjing &#8212; \u201eIch liebe deutsche Wurst. Besonders zum Fr\u00fchst\u00fcck geh\u00f6rt Wurst einfach dazu.\u201c<br \/> \tLi Jing unterrichtet in diesem Semester Konversation im Prop\u00e4deutikum. Obwohl sie mit 24 Jahren die j\u00fcngste der vier Sprachlehrer ist, hat sie am meisten Erfahrung mit Deutschland. Als 16j\u00e4hrige lebte sie ein halbes Jahr in einer schw\u00e4bischen Kleinstadt. Li Jing spricht au\u00dfer Chinesisch und Deutsch daher auch ein bisschen Schw\u00e4bisch. In China unterrichtet sie an der Fremdsprachenhochschule in Peking. \u201eObwohl ich erst seit kurzem hier bin, habe ich mich schon gut eingelebt\u201c, sagt Li Jing. \u201eDas liegt sicher daran, dass ich mich schon seit 10 Jahren mit Deutschland besch\u00e4ftige\u201c, sagt Li Jing und verr\u00e4t uns eine ihrer Leidenschaften: \u201eIch liebe deutsche Wurst, besonders beim Fr\u00fchst\u00fcck. F\u00fcr viele Chinesen ist das unm\u00f6glich, aber bei mir ist das normal\u201c, erz\u00e4hlt sie lachend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tLin I-Hua aus Taiwan &#8212; \u201eIn Heidelberg zu leben ist eine romantische Erfahrung.\u201c<br \/> \tLin Yihua studiert am Graduate Institute of Teaching Chinese as a Second Language an der National Taiwan Normal University und macht in Heidelberg ein Praktikumsemester. Sie unterrichtet Aufsatzkunde im Prop\u00e4deutikum. Wie Herr An spricht sie sehr gut Englisch. Lin Yihua ist seit vier Wochen in Heidelberg und fasziniert von der Umgebung. \u201eIch laufe staunend durch die Landschaft, hier zu leben ist bestimmt eine romantische Erfahrung\u201c, sagt Lin Yihua. Sie ist beeindruckt von der Selbstdisziplin und Ehrlichkeit der Deutschen. \u201eOhne Kontrolleure w\u00fcrde in Taiwan niemand ein Busticket l\u00f6sen. Die Deutschen sind da wirklich aus gutem Holz geschnitzt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tLi Yi aus Jiangsu &#8212; \u201eIch m\u00f6chte nicht nur lehren, sondern als Gasth\u00f6rerin auch am Studentenleben teilnehmen.&#8220;<br \/> \tLi Yi unterrichtet den Anf\u00e4ngerkurs Konversation im Sprachlabor. Die 26j\u00e4hrige ist Sprachdozentin in der Deutschabteilung der Fremdsprachenhochschule Shanghai (SISU). Heidelberg hat sie vor drei Jahren als Touristin kennengelernt. Dieses Mal ist alles anders. \u201eJetzt lebe ich hier in dieser Universit\u00e4tsstadt. Ich freue mich sehr, hier zu sein\u201c, sagt Li Yi. \u201eAu\u00dfer meiner T\u00e4tigkeit als Dozentin, m\u00f6chte ich als Gasth\u00f6rerin auch das Studentenleben kennenlernen.\u201c Li Yi hat bereits einige Vorlesungen im Germanistischen Seminar besucht. \u201eIch interessiere mich besonders f\u00fcr die deutsche Literatur der 80er Jahre und das Thema der Apokalypse. Als Chinesin bin ich von diesem Konzept fasziniert\u201c, erz\u00e4hlt Li Yi.<\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Rezensionen:VonFarbenund\">\n\tRezensionen: Von Farben und Ger\u00fcchen &#8211; Drei Kochb\u00fccher f\u00fcr die chinesische K\u00fcche im Vergleich<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer Klassiker<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas von Claudia Daiber herausgegebene \u201eChina Kochbuch. Die besten Originalrezepte aus den Provinzen Chinas.\u201c ist der \u201eDr. Oetker\u201c f\u00fcr die chinesische K\u00fcche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas Raffinierte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas Buch \u201eChinesisch Kochen. Die asiatische K\u00fcche frisch genie\u00dfen\u201c von Dr. Wynnie Chan besticht auf den ersten Blick durch hervorragendes Layout.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas Authentische<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Britin Fuchsia Dunlop ist eine Liebhaberin der chinesischen K\u00fcche, vor allem der aus Sichuan. Sie ist eine der ersten Ausl\u00e4nderinnen, die an der professionellen chinesischen Kochschule \u201eSichuan Institute of Higher Cuisine\u201c in Chengdu die Feinheiten der Sichuan-K\u00fcche studierte und sich in ihre einzigartige Geschmacksvielfalt verliebte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#2\"><strong>&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_CARECBusinessDevelopment\">\n\tCAREC Business Development Forum in Urumchi<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer regionale Handel und die Investitionsraten in Zentralasien sind trotz zahlreicher Bem\u00fchungen nach wie vor auf einem relativ niedrigen Stand. Da der regionale Handel den Schl\u00fcssel zur Armutsbek\u00e4mpfung darstellt, sind jedoch alle L\u00e4nder mit Ausnahme der regionalen Wirtschaftsm\u00e4chte China und Kasachstan auf eine Ausweitung des regionalen Handels angewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#3\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Bericht<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_SportinChinaKonferenzder\">\n\tSport in China \u2013 Konferenz der DVCS an der Deutschen Sporthochschule in K\u00f6ln<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tW\u00e4hrend in China bereits der Countdown zu den kommenden Olympischen Spielen l\u00e4uft, bereitet sich auch die deutsche Sinologie auf Beijing 2008 vor. So stand die diesj\u00e4hrige Konferenz der Deutschen Vereinigung f\u00fcr Chinastudien (DVCS) ganz unter dem Motto Sport in China<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#4\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Bericht<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Praktikum\">\n\tPraktikum<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tUnternehmen:<br \/> \tBenedict Language School Beijing; Sprachschule, die chinesische Studenten auf die Pr\u00fcfung zu einem Aufenthalt in Deutschland durch die Botschaft vorbereitet<br \/> \tStellenbeschreibung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tMuttersprachler Deutsch f\u00fcr Einzelunterricht Deutsch als Fremdsprache in Peking gesucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDurch den pl\u00f6tzlichen Ausfall eines Praktikanten ist der Beginn sofort m\u00f6glich. Pro Tag 6 Unterrichtsstungen (je 45 Minuten).<br \/> \tIhr Profil:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8211; Deutscher Muttersprachler<br \/> \t&#8211; offen, flexibel und aufgeschlossen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDauer:<br \/> \t3 bis 6 Monate.<br \/> \tLeistungen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t1500 RMB, kostenlose Unterkunft in WG (Einzelzimmer) mit chinesischen Studenten.<br \/> \tKontakt:<br \/> \tHerr Volker Wagner<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tTel.: 0086-10-84842101<br \/> \tE-Mail: wagner-beijing@web.de<\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">\u201eDas gesamte System der Lehre muss umgestellt werden.&#8220; <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Welche Gr\u00fcnde waren ausschlaggebend daf\u00fcr, dass Sie sich f\u00fcr eine akademische Karriere entschieden haben?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tUrspr\u00fcnglich war es das Interesse an China, weswegen ich dieses Fach gew\u00e4hlt habe. Und die akademische Karriere hat sich dann so ergeben, das scheint wohl das zu sein, wof\u00fcr ich am geeignetsten bin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Ihr erstes Buch besch\u00e4ftigt sich mit deutschen Milit\u00e4rinstrukteuren in China bis 1890. Was reizt Sie am Milit\u00e4r bzw. an Themen, die mit dem Milit\u00e4r und China in Verbindung stehen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tMilit\u00e4rgeschichte ist nat\u00fcrlich ein wichtiger Teil der Sozialgeschichte. Iin der Milit\u00e4rgeschichte kann man soziale Probleme sehr gut behandeln, weil es woanders zu wenige Quellen gibt. Bei den Milit\u00e4rinstrukteuren ging es ja um sehr einfache Menschen, also Menschen, die nicht besonders intellektuell waren, zum Teil Unteroffiziere, zum Teil Offiziere unterer R\u00e4nge. Die haben nicht viel geschrieben und sind auch nicht in die Annalen der Geistesgeschichte eingeagen. \u00dcber solche Leute findet man normalerweise sehr wenig in den Quellen. Gerade beim Milit\u00e4r ist die Aktenlage ein wenig anders, besonders beim deutschen Milit\u00e4r, wo alles sehr genau registriert wurde, der Schriftverkehr ist aufbewahrt worden \u2013 deutsche Gr\u00fcndlichkeit sozusagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Kommen wir zu einem Ihrer derzeitigen Projekte, der Forschungsgruppe Money, Markets and Finance in East Asia 1600 \u2013 1900. Wie kommt man vom Milit\u00e4r zum Finanzsystem des 19. Jarhhunderts?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tUrspr\u00fcnglich habe ich auch Milit\u00e4rfinanzen gemacht, das heisst ich bin dem Milit\u00e4r treu geblieben. Ich bin nicht im engeren Forschungsprojekt, wo es mehr um monet\u00e4re Geschichte geht, nicht so sehr um Finanzgeschichte. Im engeren Projekt geht es um Kupfer als das Hauptzahlungsmittel. Zudem gibt es ein paar Randprojekte, die sich mit Finanzen und Geld in anderen chinesischen Lebenslagen besch\u00e4ftigen, und mein Projekt ist dabei eben die Milit\u00e4rfinanzierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Hat sich das Thema aus ihrem ersten Buch ergeben?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNicht vollst\u00e4ndig. Als dieses Projekt geplant wurde, wurden alle m\u00f6glichen Leute gebeten, eigene Forschungsantr\u00e4ge zu schreiben. Das war eine Idee, wie ich etwas, mit dem ich mich schon besch\u00e4ftigt habe, mit etwas Neuem verbinden kann. Wenn man einen Forschungsantrag schreibt, ist es schwer, mit etwas v\u00f6llig Neuem einzusteigen, weil einem die Grundlagen dazu fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAuf dem Gebiet der Milit\u00e4rgeschichte hatte ich auch schon einiges Basisweissen, weil ich mich in meinem Buch auch schon am Rande mit Milit\u00e4rfinanzierung besch\u00e4ftigt habe, weil man ja einfach wissen muss, was bestimmte Dinge gekostet haben, welche finanziellen \u00dcberlegungen eine Rolle gespielt haben in Reformbestrebungen, die gelungen sind oder nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Was ist das besondere an diesem Projekt?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas besondere ist, dass es ein relativ gro\u00dfes Kooperationsprojekt ist, an dem drei Universit\u00e4ten beteiligt sind und verschiedene Forscher zusammenarbeiten. Das ist etwas, was f\u00fcr mich relativ neu war, da man ja sonst immer f\u00fcr sich alleine arbeitet, was in den Geisteswissenschaften auch so \u00fcblich ist. Hier ist pl\u00f6tzlich ein Forum, wo verschiedene Menschen zu einem Thema, einem eng verbundenen Themenbereich Forschung betreiben und sich dabei austauschen, wo es auch einen Rahmen gibt mit Workshops, Seminaren und so weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Die Forschungsgruppen innerhalb dieses DFG-Projektes sind ja nicht in T\u00fcbingen konzentriert sondern verteilen sich. Inwieweit finden Sie diese dezentrale Aufteilung sinnvoll?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie Zukunft von Forschungsprojekten liegt&nbsp; in gro\u00dfen, umfassenden Projekten \u2013 das merkt man auch in der F\u00f6rderungspolitik der Stiftungen, die immer mehr gr\u00f6\u00dfere Forschungsgruppen mit mehreren Teilnehmern f\u00f6rdern. Unser Projekt ist nicht das einzige im Moment, beispielsweise gibt es noch eins in M\u00fcnchen \u00fcber maritime Beziehungen Chinas nach S\u00fcdostasien und Japan. Das sind alles Projekte, wo mehrere Forscher in einem Rahmen gemeinsam auf ein Thema hinarbeiten, aber jeder nat\u00fcrlich sein eigenes Buch schreibt, weil das ja nach wie vor notwendig f\u00fcr die Karriere ist. Man muss immer mal wieder ein Buch schreiben, um den Anforderungen f\u00fcr eine Professur zu gen\u00fcgen. In den Naturwissenschaften werden dagegen eher Aufs\u00e4tze verfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Sie haben gerade einen Ruf als Juniorprofessorin nach Frankfurt erhalten. Werden Sie an dem Projekt unabh\u00e4ngig davon weiterarbeiten?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIch werde an dem Projekt weiterarbeiten, wobei es in dem engeren Bereich der Milit\u00e4rfinanzierung hier einen Nachfolger geben wird, der derzeit noch gesucht wird. Ich werde mich mehr auf \u00c4mterkauf spezialisieren, das ist ein Aspekt der Milit\u00e4rfinanzierung, der aber auch in andere Finanzierungsmethoden reinspielt. Da gibt es interessante Ans\u00e4tze f\u00fcr eine komparatistische Studie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Was erwarten Sie auf Ihrer neuen Position?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIch werde mehr unterrichten m\u00fcssen, was ich aber auch gern mache, denn da lerne ich am meisten. Studenten lernen nur, wenn sie fleissig lesen, ich muss aber alles lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAu\u00dferdem werde ich mehr involviert sein in organisatorischen Fragen der Uni. Die Universit\u00e4ten sind derzeit im Umbruch mit der Einf\u00fchrung von BA-Studieng\u00e4ngen und dem Auslaufen der alten Magisterstudieng\u00e4nge, das ist eine schwierige Zeit f\u00fcr die Universit\u00e4t als solche. Ich hoffe, dass ich dazu etwas beitragen kann, ohne dabei aufgerieben zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tUnd nat\u00fcrlich hoffe ich darauf, mal weiterzukommen, die Stelle ist ja befristet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Von der Einf\u00fchrung der Juniorprofessur hat man sich viel erwartet, die Umsetzung wurde jedoch auch heftig kritisert \u2013 es gebe zu wenige Stellen, mangelnde Karriere- und Berufssicherheit. Inwieweit teilen Sie diese Kritik?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIch teile die Kritik an den generellen Reformen des Universit\u00e4tssystems. Ich halte die Einf\u00fchrung von Bachelorabschl\u00fcssen f\u00fcr eine gute Idee, damit die Leute, die schneller ins Berufleben wollen, das auch machen k\u00f6nnen. Aber man hat das System der Lehre nicht an die neuen Bedingungen angepasst. Die Juniorprofessur wurde eigentlich eingef\u00fchrt, um einen Ersatz f\u00fcr die Habilitation zu schaffen, aber das ist gescheitert. Man muss jetzt im Prinzip beides machen und es ist nicht sicher, ob Habilitierte oder Juniorprofessuren bevorzugt werden bei Bewerbungsverfahren f\u00fcr die Professuren. Ich halte die Habilitation und gerade das System der Privatdozenten pers\u00f6nlich f\u00fcr eine Katastrophe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Inwiefern?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tPrivatdozenten geben unbezahlte Lehre, und ich denke, Lehre muss bezahlt werden. Auch die Lehrauftr\u00e4ge sind zu schlecht bezahlt, wenn sie \u00fcberhaupt bezahlt werden. Das hei\u00dft, wenn man jetzt Studiengeb\u00fchren und den BA einf\u00fchrt, muss das System der Lehre auch h\u00f6her geachtet werden als voher, und geachtet ist etwas nur, wenn es besser bezahlt wird. Dies ist auch im Interesse der Studierenden, die eine hochqualitative Lehre haben wollen. Die bekommen sie nicht von Leuten, die 600 Euro im Semester oder gar nichts bezahlt bekommen. Ich hoffe, dass es in Zukunft besser wird. Das Problem in Deutschland ist, dass es alles sehr langsam geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Das derzeitige Doppelsystem auf dem Weg zur Professur ist also nicht Ihr Hauptkritikpunkt?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tJa, denn meine Kritik ist genereller und bezieht sich nicht nur auf Fragen der Habilitation. Das Unterrichtssystem muss refomiert werden, es muss mehr Lektorenstellen geben, die auch ordentlich bezahlt werden. Professoren m\u00fcssen nicht unbedingt BA-Kurse unterrichten, diese immer wiederkehrenden Kurse k\u00f6nnen Lektoren unterrichten. Der Mittelbau, also alles unterhalb der Professoren, m\u00fcsste sehr stark ausgebaut werden. Derzeit ist das aber nicht der Fall. Es werden zum Teil sogar Stellen abgebaut. Um die Bedingungen f\u00fcr eine Professur zu erf\u00fcllen, unterrichten viele Privatdozenten kostenlos, und das ist sehr unbefriedigend. Die Juniorprofessur war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, aber es geht oft zwei Schritte vor, einen Schritt zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Es ist interessant, diese Punkte von jemand zu h\u00f6ren, der davon profitiert hat.<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNat\u00fcrlich habe ich davon profitiert und freue mich sehr. Ich werde auch das Beste daraus machen, aber das ist ja noch kein Grund, sich mit dem Erreichten insgesamt zufrieden zu geben. Das ist auch im Sinne der Studierenden, die demn\u00e4chst zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Was k\u00f6nnten Sie sich als n\u00e4chstes vorstellen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNat\u00fcrlich strebe ich die Habilitation an, wobei ich mir bei der Situation in Deutschland gut eine Stelle im Ausland vorstellen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Wohin m\u00f6chten Sie gern mal zum Forschen gehen?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie USA k\u00f6nnte ich mir gut vorstellen, Gro\u00dfbritannien oder Nordeuropa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Was steht thematisch sonst noch auf ihrer Agenda?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWas ich gern machen w\u00fcrde, w\u00e4re eine F\u00f6rderung f\u00fcr eine Nachwuchsgruppe von Doktoranden zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong><span class=\"special\">Frau Kaske, herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Von Farben und Ger\u00fcchen: Drei Kochb\u00fccher f\u00fcr die chinesische K\u00fcche im Vergleich <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>Der Klassiker<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas von Claudia Daiber herausgegebene <em>\u201eChina Kochbuch. Die besten Originalrezepte aus den Provinzen Chinas.<\/em>\u201c ist der \u201eDr. Oetker\u201c f\u00fcr die chinesische K\u00fcche. Es vereint \u00fcbersichtlich arrangierte und einfach nachzukochende Rezepte mit sch\u00f6nen Bildern der schmackhaften Gerichte. Schon beim Durchbl\u00e4ttern l\u00e4uft einem das Wasser im Mund zusammen: Erdong baixue (Donggu-Pilze mit Bambus), Mapo doufu (Tofu mit Schweinehack) und Kejia qiezi (Auberginen nach Hakka-Art). Das \u201eChina Kochbuch\u201c versammelt alle klassischen Gerichte, die in China auf den K\u00fcchen- oder Restauranttisch kommen. Die Rezepte ermutigen durch ihre deutschen \u00dcbersetzungen mit Pinyin-Umschrift und die klaren Kochanleitungen (mit Angaben zur Zubereitungsdauer) auch den Beginner. Zus\u00e4tzlich gibt es immer wieder Info-K\u00e4sten zu Zubereitungsarten oder Produkten, die deutsche K\u00f6chen wohl weniger kennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas Buch ist sinnvoll angelegt. Die Einleitung ist angenehm kurz. Nach den Rezepten findet der Leser eine Liste mit typischen Speisenkombinationen, ein Glossar und ein Rezeptregister. Die umfangreiche Rezeptsammlung aus den unterschiedlichen Provinzen Chinas zeigt, was f\u00fcr die Herausgeberin und die vier Autoren \u2013 zwei Deutsche und zwei Chinesen \u2013 im Zentrum steht: ein vollmundiges chinesisches Essen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>Das Raffinierte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas Buch <em>\u201eChinesisch Kochen. Die asiatische K\u00fcche frisch genie\u00dfen\u201c<\/em> von Dr. Wynnie Chan besticht auf den ersten Blick durch hervorragendes Layout. Die Gerichte sind \u00e4u\u00dferst ansprechend in Szene gesetzt, beinahe zu sch\u00f6n. Es kostet den Leser \u00dcberwindung, sich an die Umsetzung dieser kulinarischen Kunstwerke zu wagen, die durch reichlich wissenschaftliche Angaben zu N\u00e4hrwerten und N\u00e4hrstoffen und Gesundheitstipps erg\u00e4nzt werden. Hat der Sch\u00fcrzentr\u00e4ger seine anf\u00e4nglichen Vorbehalte jedoch \u00fcberwunden, kann er sich auf eine klare Kochanleitung verlassen. Die Gerichte sind lecker und gesund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDr. Wynnie Chan ist eine Ern\u00e4hrungswissenschaftlerin und Di\u00e4t-Expertin aus Kanton. Sie ist ebenso die Gr\u00fcnderin des englischen \u201eChinese Takeaway Projects\u201c, das China-Imbiss-K\u00f6che schult, sich auf die \u201etraditionell gesunden Aspekte der chinesischen K\u00fcche zu besinnen, frisch zuzubereiten, sparsam zu salzen, frisches Gem\u00fcse und mageres Fleisch zu verwenden und auf Geschmacksverst\u00e4rker sowie Farb- und Konservierungsstoffe zu verzichten\u201c. Die Rezepte umfassen Variationen von klassischen, vorwiegend s\u00fcdchinesischen Gerichten, wie \u201eRindfleisch mit Paprika und Bohnensauce\u201c, schlie\u00dfen aber auch urspr\u00fcnglich westliche oder indische Gerichte wie chinesisch gew\u00fcrzte \u201eSpare Ribs\u201c oder \u201eChandoori-Huhn\u201c mit ein. Diese moderne chinesische K\u00fcche kombiniert die verschiedenen Geschmacksrichtungen Europas und Asiens. Dadurch entstehen leichte Kombinationen wie \u201ePochierte Jakobsmuscheln mit Wasabi-Dressing\u201c, \u201eHuhn mit Zitronengras und Spargel\u201c und \u201eSmoothie mit roten Bohnen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>Das Authentische<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie Britin Fuchsia Dunlop ist eine Liebhaberin der chinesischen K\u00fcche, vor allem der aus Sichuan. Sie ist eine der ersten Ausl\u00e4nderinnen, die an der professionellen chinesischen Kochschule \u201eSichuan Institute of Higher Cuisine\u201c in Chengdu die Feinheiten der Sichuan-K\u00fcche studierte und sich in ihre einzigartige Geschmacksvielfalt verliebte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDer Leser ihres Buches \u201e<em>land of plenty. authentic sichuan recipes personally gathered in the chinese province of sichuan\u201c<\/em> sp\u00fcrt, dass Fuchsia Dunlop nicht nur eine Menge \u00fcber die Produkte und ihre Zubereitung wei\u00df, sondern, dass sie leidenschaftlich gerne kocht. Mitunter wird sie sogar literarisch. Ihre Schilderung, wie sie mit Freunden bei Kerzenlicht und Lampenschein in einem Restaurant am Jinjiang-Fluss in Chengdu sitzt und mao dou&nbsp; \u2013 junge Sojabohnen \u2013 knabbert, zeigt wie sehr in China Essen und Alltag verbunden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNeben der versammelten Kochkunst und den wunderbaren Speisen \u2013 von Klassikern und \u00fcberregional bekannten Gerichten wie Gongbao Jiding (H\u00fchnerbrust mit Erdn\u00fcssen) und Tangcu liji (Schwein s\u00fc\u00df-sauer) bis zu lokalen Spezialit\u00e4ten wie Jiangzhi zhouzi (In Ingwersauce ged\u00e4mpfte Schweinehaxe) \u2013 sind die Rezepte anschaulich erkl\u00e4rt und laden durch die pers\u00f6nliche Beschreibung f\u00f6rmlich zum Nachkochen ein. Sehr angenehm sind die in sch\u00f6ner Kallligraphie geschriebenen chinesischen Namen der Gerichte, die neben den englischen \u00dcbersetzungen und der Pinyin-Umschrift stehen. Gerade f\u00fcr Personen, die in China leben oder im Reich der Mitte unterwegs sind, ist auch der Anhang hilfreich: Die 23 Geschmacksrichtungen der chinesischen K\u00fcche, 56 Zubereitungsarten und ein umfangreiches Glossar mit Bezeichnungen f\u00fcr Lebensmittel, Kochzubeh\u00f6r und Fachw\u00f6rtern \u2013 jeweils mit den chinesischen Zeichen und in der Pinyin-Umschrift.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSchlichte und appetitanregende Fotos runden das kompakte Buch ab, mit dem der Leser ein urspr\u00fcngliches St\u00fcck China in den H\u00e4nden h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSarah L\u00fcdecke<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDaiber, Claudia (Hrg.)<br \/> \t\tDas China Kochbuch. Die besten Originalrezepte aus den Provinzen Chinas<br \/> \t\tM\u00fcnchen: Gr\u00e4fe und Unzer, 2001<br \/> \t\t352 Seiten<br \/> \t\tISBN: 3774255377<br \/> \t\tEUR 29,90<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tChan, Wynnie<br \/> \t\tChinesisch kochen. Die asiatische K\u00fcche frisch genie\u00dfen<br \/> \t\tNeustadt a. d. Weinstra\u00dfe: Neuer Umschau Buchverlag GmbH, 2005.<br \/> \t\t160 Seiten<br \/> \t\tISBN: 3865282199<br \/> \t\tEUR 16,90<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDunlop, Fuchsia<br \/> \t\tLand of Plenty. A Treasury of Authentic Sichuan Cooking<br \/> \t\tNew York und London: W. W. Norton &amp; Company, 2001.<br \/> \t\t395 Seiten<br \/> \t\tISBN: 0393051773<br \/> \t\tEUR 21,80<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">CAREC Business Development Forum in Urumchi <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer regionale Handel und die Investitionsraten in Zentralasien sind trotz zahlreicher Bem\u00fchungen nach wie vor auf einem relativ niedrigen Stand. Da der regionale Handel den Schl\u00fcssel zur Armutsbek\u00e4mpfung darstellt, sind jedoch alle L\u00e4nder mit Ausnahme der regionalen Wirtschaftsm\u00e4chte China und Kasachstan auf eine Ausweitung des regionalen Handels angewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAus diesen Gr\u00fcnden und um m\u00f6gliche L\u00f6sungswege zu erarbeiten fand am 16. und 17. Oktober in Urumchi, Xinjiang das erste CAREC (Central Asian Regional Economic Cooperation) Business Development Forum statt. Unter anderem sollte es auch dazu dienen, die 5. Ministerialkonferenz der Mitgliedsstaaten vorzubereiten. Vertreter der in den Mitgliedsstaaten angesiedelten Unternehmen und multilateraler Institutionen, darunter der Weltbank (WB), der Europ\u00e4ischen Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und des United Nations Development Program (UNDP) diskutierten \u00fcber die Herausforderungen des regionalen Handels in Zentralasien und \u00fcber seine Rolle als zentrales Mittel der Armutsbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas CAREC-Programm wurde 1997 mit der Unterst\u00fctzung der Asian Development Bank (ADB) initiiert. In Anbetracht der isolierten geographischen Situation, der Entfernung der meisten CAREC-Mitgliedsstaaten von den gr\u00f6\u00dftern Weltm\u00e4rkten hat regionale Zusammenarbeit ein gro\u00dfes Potential, die wirtschaftliche Entwicklung positiv zu beeinflussen. Die Mitgliedsl\u00e4nder sind Afganistan, Ayerbaijan, VR China (mit einem Fokus auf Xinjiang), Kasachsan, Kirgisistan, Mogolei, Tajikistan und Uzbekistan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDen lokalen Unternehmern stellen sich zahlreiche Hindernisse sowohl infrakstruktureller, als auch administrativer Art entgegen. Im Durchschnitt braucht ein zentralasiatischer Unternehmer, der seine Waren exportieren m\u00f6chte, drei mal so viele Dokumente und mehr als drei Mal so viel Zeit und Geld um eine Ausfuhrerlaubnis zu bekommen, als sein europ\u00e4ischer Kollege. Schnellverderblichen Produkten wie Milch oder Obst wird auf diese Weise jegliche Exportchance entzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEines der zentralen Probleme ist die Frage der Zertifizierung von Produkten. Obwohl es teilweise Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Produktzertifikaten gibt, werden die Zertifikate an den Grenzen trotzdem nicht anerkannt und ein erneutes Testen gefordert. Dieser Umstand f\u00fchrt dazu, dass es zum Beispiel f\u00fcr einen kirgisischen Kartoffelbauern einfacher ist, seine Kartoffeln direkt an ein kasachisches Verarbeitungsunternehmen mit guten Beziehungen zum kasachischen Grenzposten zu verkaufen, als die Kartoffeln selber zu verarbeiten und das fertige Produkt nach Kasachstan zu exportieren. Die Wertsteigerung verbleibt also nicht im Produktionsland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDies Unzul\u00e4nglichkeiten erkennend, fordern die Mitglieder in ihrer Abschlusserkl\u00e4rung Erleichterungen des regionalen Handels, Harmonisierung der Zertifizierungs- und der Zollprozeduren ebenso wie transparentere Politik und Bek\u00e4mpfung der Korruption.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">SPORT IN CHINA \u2013 Konferenz der DVCS 19.-21.10.2006 an der Deutschen Sporthochschule in K\u00f6ln <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tW\u00e4hrend in China bereits der Countdown zu den kommenden Olympischen Spielen l\u00e4uft, bereitet sich auch die deutsche Sinologie auf Beijing 2008 vor. So stand die diesj\u00e4hrige Konferenz der Deutschen Vereinigung f\u00fcr Chinastudien (DVCS) ganz unter dem Motto Sport in China. Zum ersten Mal fand die Jahrestagung der DVCS in Kooperation mit einer anderen Institution, der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln, und damit interdisziplin\u00e4r statt. Neben Sinologen waren Sportwissenschaftler, aber auch Journalisten und Sportfunktion\u00e4re mit von der Partie und traten in einen Dialog miteinander. Das Themenspektrum war weit gef\u00e4chert, so dass f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei war: Vom \u201ePolosport am Hofe der Tang-Dynastie\u201c (Volker Kl\u00f6psch, K\u00f6ln) \u00fcber die \u201eRekonstruktion der chinesischen nationalen Sportkultur\u201c (Ma Mingda, Guangzhou \u2013 inklusive einer lebhaften Demonstration der unterschiedlichen Taiji-Stile) bis hin zu den Erfahrungen des Fussballmagazins Kicker sowie eines Hamburger Turnvereins mit China-Kooperationen. In zahlreichen Beitr\u00e4gen ging es bereits h\u00f6chst olympisch zu, wie in dem Beitrag von Andreas Guder (Berlin) und Holger Preu\u00df (Frankfurt) \u201eDie Vermarktung des Sports. Wirtschaftliche und kulturspezifische Aspekte chinesischer Fernsehwerbung w\u00e4hrend der Olympischen Spiele 2004.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie DVCS gibt es seit 1990. Sie bietet insbesondere auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform, um Ergebnisse zu pr\u00e4sentieren. Die Beitr\u00e4ge der Jahrestagungen werden bei Harrassowitz als Jahrb\u00fccher herausgegeben. Im kommenden Herbst wird die DVCS unter dem Titel \u201eMenschenbilder\u201c in Bochum tagen.<\/p>\n<p> \t\tF\u00fcr mehr Informationen, siehe auch: <a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/oaw\/dvcs\/index.html\">http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/oaw\/dvcs\/index.html<\/a><\/p>\n<p> \t\tLena Henningsen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Veranstaltungen Wir stellen uns vor Am Donnerstag, den 16. November um 19 Uhr im Institut f\u00fcr Sinologie, Akademiestrasse 4-8, Raum 136 stellen wir uns Ihnen vor! 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