{"id":205,"date":"2007-02-01T12:00:00","date_gmt":"2007-02-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/02\/01\/newsletter-2007-nr-8\/"},"modified":"2026-05-20T18:37:36","modified_gmt":"2026-05-20T17:37:36","slug":"newsletter-2007-nr-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/02\/01\/newsletter-2007-nr-8\/","title":{"rendered":"Newsletter 2007 Nr. 8"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\">Magisterfeier<\/a><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWer in Heidelberg seinen Magister in Sinologie macht, geht zum Pr\u00fcfungsamt, holt sich sein Zeugnis ab und ist danach fertig. Dieser v\u00f6llig charmebefreiten Prozedur wollten wir einen feierlichen Rahmen hinzuf\u00fcgen.<br \/> \tUnd so lud der Verein am vergangenen Freitag zur Magisterfeier der letzten Semester ein. Wenn auch nur einige kamen: es wurde eine sch\u00f6ne Veranstaltung, bei der R\u00fchrung aufkam. Mit den Professoren und Dozenten von damals kam man wieder ins Gespr\u00e4ch, alte Geschichten wurden erz\u00e4hlt und herzlich gelacht.<br \/> \tProf. Dr. Barbara Mittler, Institutsleiterin, brachte die Eindr\u00fccke aller Beteiligten auf den Punkt: \u201eDas ist eine wunderbare Sache und sollte ab jetzt immer stattfinden!&#8220;<\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Exzellenzinitiative:EinC\">\n\tExzellenzinitiative: Ein Cluster gegen die Mauern im Kopf<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAntrag f\u00fcr Exzellenzcluster \u201eAsien und Europa\u201c in der Endrunde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tMit einem v\u00f6llig neuen Konzept f\u00fcr geisteswissenschaftliche Forschungsarbeit stehen vier Heidelberger Fakult\u00e4ten im Finale um die Vergabe eines Exzellenzclusters. An dem Projekt mit dem Titel \u201eAsia and Europe in a Global Context: Shifting Asymmetries in Cultural Flows\u201c sind das Zentrum f\u00fcr Ostasienwissenschaften (ZO), das S\u00fcdasieninstitut (SAI), das Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichts- und Kulturwissenschaften und das Zentrum f\u00fcr Altertumswissenschaften beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#2\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Olympiade2008\">\n\tOlympiade 2008<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKein L\u00e4stern \u00fcber die Maskottchen und nur Originale, bitte!<br \/> \tImpressionen aus Peking von den Vorbereitungen f\u00fcr die Olympischen Spiele 2008<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDass die Olympischen Spiele 2008 n\u00e4her r\u00fccken, ist l\u00e4ngst f\u00fcr keinen Besucher mehr zu \u00fcbersehen. Vor dem Nationalmuseum am Tian&#8217;anmen-Platz z\u00e4hlt eine Countdown-Uhr die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Er\u00f6ffnungszeremonie am 08.08.2008.<br \/> \tVon Werbeplakaten grinsen einem bereits am Flughafen die &#8222;Friendlies&#8220; [chinesisch: Fuwa], die f\u00fcnf Maskottchen, an: ein Fisch, ein Panda, in der Mitte die Olympische Fackel, daneben die umstrittene tibetische Antilope und eine Schwalbe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#3\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_IchbinnichtLostintransla\">\n\tIch bin nicht \u201eLost in translation\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tRoland Feicht ist Leiter des B\u00fcros Beijing der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Gespr\u00e4ch mit SHAN betont der Soziologe und Romanist, dass f\u00fcr die T\u00e4tigkeit in NGOs vor allem interkulturelle F\u00e4higkeiten wichtig sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#4\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Interview mit Roland Feicht<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_ReiseberichteinesT-Shirt\">\n\t&#8222;Reisebericht eines T-Shirts&#8220; von Petra Rivoli<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Globalisierung, an der sich die Geister oftmals scheiden, ist ein bisweilen schwer zu fassendes Ph\u00e4nomen. Einen Beitrag aus einem sehr gut greifbaren Blickwinkel liefert die amerikanische \u00d6konomin Pietra Rivoli.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#5\"><strong>&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_ZweiDeutscheinXian:AnnaW\">\n\tZwei Deutsche in Xi&#8217;an: Anna Wang und Herbert Wunsch im Dezember 1936<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIm Jahre des Xi&#8217;an-Zwischenfalls lebten zwei deutsche Linke in der Stadt &#8211; Anna Wang und Herbert Wunsch. Sie waren aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden auf verschiedenen Wegen in die Stadt gekommen. Ob, beziehungsweise wie gut sie sich kannten, ist bisher nicht bekannt. Beide hatten jedoch Kontakt mit der amerikanischen Journalistin Agnes Smedley, die in den zwanziger Jahren in Berlin gelebt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#6\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Praktika\">\n\tPraktika<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tHamburg Liaison Office Shanghai<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIm Rahmen seines Leitbildes der &#8222;wachsenden Stadt&#8220; hat der Hamburger Senat China zum regionalen Schwerpunkt erkl\u00e4rt. Der Standortwettbewerb unter den Regionen in Europa verlangt Pr\u00e4senz in den Zielm\u00e4rkten. Das Hamburg Liaison Office Shanghai ist die offizielle Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in China. Die f\u00fcnf Tr\u00e4ger, der Senat, die Handelskammer, die Hamburgische Gesellschaft f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung (HWF), die Tourismus GmbH (HHT) und Hafen Hamburg Marketing (HHM) haben sich zur Positionierung des &#8222;Produktes&#8220; Hamburg auf dem chinesischen Markt zusammengeschlossen und die Repr\u00e4sentanz mit dem China-Marketing beauftragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie gemeinsame Vision lautet: Hamburg &#8211; Chinas Zentrum in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tZiel des Hamburg Liaison Office Shanghai ist es, das Tor f\u00fcr Chinesen nach Europa und f\u00fcr Hamburger nach China zu sein. Das Themenspektrum reicht von Hafen, Logistik und Wirtschaft \u00fcber Tourismus, Kultur und Sport bis hin zu Stadtplanung, Architektur und Umwelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie seit 1986 bestehende St\u00e4dtepartnerschaft ist mit ihrem etablierten und stetig wachsenden Kontaktnetzwerk auf fachlicher und politischer Ebene die Basis f\u00fcr die Entwicklung und das Gelingen von Projekten. Das Hamburg Liaison Office stellt den Akteuren den Schl\u00fcssel zu diesem Aktionsraum zur Verf\u00fcgung. Es bietet den Schaltplan zum Netzwerk und zeigt Mittel und Wege auf, darin erfolgreich zu kooperieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tVorraussetzungen:<br \/> \tSinologischer Hintergrund<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDauer:<br \/> \t3-6 Monate<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tZeiteinteilung:<br \/> \tFlexibel, wenn gew\u00fcnscht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBezahlung:<br \/> \tLeider nicht m\u00f6glich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKontakt:<br \/> \tHerr Lars Anke<br \/> \tanke.lars@sh.china.ahk.de<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Jobs\">\n\tJobs<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDeutsche Botschaft Peking<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie deutsche Botschaft Peking sucht ab vorauss. Anfang Mai 2007 eine\/n Mitarbeiter\/in f\u00fcr das Pressereferat der Botschaft (German Information Center).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tT\u00e4tigkeit:<br \/> \t&#8211; Mitarbeit bei Aufbau und Pflege einer multimedialen Website, die deutschlandbezogene Themen zielgruppengerecht f\u00fcr chinesische Internetnutzer aufbereitet<br \/> \t&#8211; Mitwirkung an der Gestaltung des Inhalts der Website (Recherchieren aktueller Themen, Erstellung und redaktionelle Bearbeitung von Text-, Audio- und Videobeitr\u00e4gen), auch unter Zeitdruck<br \/> \t&#8211; Auswertung und Analyse der Medien und des Internetmarktes (Identifizierung von Zielgruppen, Nutzerverhalten etc.)<br \/> \t&#8211; Erledigung von Anfragen aus dem Bereich der \u00d6ffentlichkeitsarbeit einschlie\u00dflich Korrespondenz sowie Unterst\u00fctzung bei Sonderaufgaben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tVorraussetzungen:<br \/> \t&#8211; muttersprachliche chinesische Kenntnisse<br \/> \t&#8211; sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift,<br \/> \t&#8211; Englischkenntnisse sind von Vorteil<br \/> \t&#8211; Universit\u00e4tsabschluss<br \/> \t&#8211; Interesse an und Kenntnisse \u00fcber deutsche Geschichte, Politik, Wirtschaft, Industrie, Kultur und Lifestyle<br \/> \t&#8211; Bereitschaft und F\u00e4higkeit, in einer Gruppe und unter (Zeit-) Druck zu arbeiten, hohe Leistungsbereitschaft und F\u00e4higkeit zum eigenst\u00e4ndigen Arbeiten<br \/> \t&#8211; gute Umgangsformen<br \/> \t&#8211; Erfahrungen auf dem Gebiet der \u00d6ffentlichkeitsarbeit oder des Journalismus (insbesondere als Webredakteur\/in) w\u00e4ren w\u00fcnschenswert<br \/> \t&#8211; Computerkenntnisse, insbesondere Word und Excel sowie webbasierte Anwendungen (Content Management Systemen, Internet-\/HTML-Editor, Dreamweaver sowie Einsatz von Videokamera und Filmbearbeitung, Pod- und Vodcasting)<br \/> \t&#8211; langfristiger Aufenthaltsstatus in China<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tVerg\u00fctung und Konditionen:<br \/> \tin Anwendung der \u00f6rtlichen Rechtsvorschriften, n \u00e4heres ggf im Vorstellungsgespr\u00e4ch.<br \/> \tAnmerkung:<br \/> \tChinesische Staatsangeh\u00f6rige k\u00f6nnen auf Grund chinesischer Vorschriften nur unter Einschaltung der &#8222;Beijing<br \/> \tPersonnel Service Corporation for Diplomatic Missions&#8220; eingestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKontakt:<br \/> \tIhre Bewerbung f\u00fcr diese Stelle richten Sie bitte bis zum 31.03.2007 schriftlich und in<br \/> \tdeutscher Sprache (auch per e-mail oder Fax) an die Botschaft. Die Bewerbung soll enthalten:<br \/> \t&#8211; ein Bewerbungsschreiben unter Angabe der Gehaltsvorstellungen<br \/> \t&#8211; tabellarischen Lebenslauf mit Passbild<br \/> \t&#8211; einfache Kopien anderer relevanter Unterlagen (Zeugnisse, bisherige T\u00e4tigkeiten usw.).<br \/> \tBehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBewerber\/innen, die in die engere Wahl gezogen werden, werden zu einem Vorstellungstermin<br \/> \teingeladen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBewerbungsadresse (bitte zun\u00e4chst keine pers\u00f6nliche Vorsprache):<br \/> \tBotschaft der Bundesrepublik Deutschland<br \/> \tattn. Sekretariat Pressereferat<br \/> \t17, Dong Zhi Men Wai Dajie<br \/> \t100600 Beijing<br \/> \tFax Nr.: 6532 551<br \/> \tTel Nr.: 8532 9401<br \/> \te-mail embassy@peki.diplo.de<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tASC \u2013 Asia Success Company &#8211; \u00dcbersetzer\/In in Dalian, China<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tASC \u2013 Asia Success Company ist eine auf Asien spezialisierte Personalberatung und sucht f\u00fcr seinen Kunden, ein deutsches mittelst\u00e4ndiges Unternehmen, einen \u00dcbersetzer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tProfil des Arbeitgebers :<br \/> \tDas marktf\u00fchrende deutsche Unternehmen, Hersteller von feuerfesten Steinen f\u00fcr die Zementindustrie, sucht f\u00fcr seine 100% deutsche Handelsgesellschaft in Dalian (Provinz Liaoning) ab sofort einen \u00dcbersetzer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAufgaben<br \/> \t\u00dcbersetzung (vom Deutschen ins Chinesische und umgekehrt) von Vertr\u00e4gen, kaufm\u00e4nnischer Dokumentation und Korrespondenz mit chinesischen Kunden und Lieferanten. Die T\u00e4tigkeit ist unbefristet und Vollzeit. Standort ist Dalian.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAnforderungen an den deutschen Muttersprachler:<br \/> \t&#8211; Abgeschlossenes Sinologie-Studium mit Auslandsstudium in der VR China<br \/> \t&#8211; Kenntnisse des Chinesischen (Putonghua) in Wort und Schrift<br \/> \t&#8211; sehr gute Deutschkenntnisse &#8211; EDV-Kenntnisse (Windows, Word)<br \/> \t&#8211; Aufgeschlossene Pers\u00f6nlichkeit mit Eigeninitiative und Teamgeist<br \/> \t&#8211; Interkulturelle Kompetenz im Umgang mit chinesischen Kollegen<br \/> \t&#8211; Anpassungsf\u00e4higkeit an das chinesische Umfeld und Wunsch, in Dalian zu leben<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKontakt:<br \/> \tBitte Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Lichtbild) mit Nennung des Gehaltswunsches schnellstm\u00f6glichst per E-mail an: hr@asc-waldkirch.de.<br \/> \tSie k\u00f6nnen uns auch gerne anrufen.<br \/> \tAnsprechpartnerin: Frau Morales\/Frau Ahlborn<br \/> \tTel. 0049-6321-96899-98<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tASC &#8211; Asia Success Company<br \/> \tMozartstra\u00dfe 7<br \/> \t67434 Neustadt<br \/> \tGermany<br \/> \tTel. 0049-6321-96899-80<br \/> \tFax 0049-6321-96899-90<br \/> \twww.ASC-Waldkirch.de<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Stipendienprogramm\">\n\tStipendienprogramm<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tChinese Government Scholarship Programme (EU Window)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAs a follow-up to the commitment made at the 2006 EU-China Summit, the Chinese Government has launched a scholarship progamme entitled the &#8222;Chinese Government Scholarship Programme (EU Window)&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tThis is a full scholarship scheme set up by the Chinese Ministry of Education for European students whose purpose is to expand student exchanges between China and the European Union. It will provide 100 full scholarships per academic year during the period from 2007 to 2011. The scheme will sponsor EU students to study Chinese in China for a maximum of one year. Secondary school graduates or undergraduates under the age of 35 years from EU Member States are eligible.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tThe deadline for applications is April 20th 2007 for the academic year 2007\/2008.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tApplication:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tApplication form and other documents can be downloaded from the following websites:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \twww.csc.edu.cn and www.chinamission.be<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKontact:<br \/> \tFor further information, please contact:<br \/> \tMr. Liu Wanliang<br \/> \tMission of P.R. China to the European Union<br \/> \tAvenue de Tervuren 443-445<br \/> \t1150 Bruxelles<br \/> \tBelgium<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tTel: 0032-2-7723702<br \/> \tFax: 0032-2-7704790<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEmail: lliuwl@hotmail.com<\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Ein Cluster gegen die Mauern im Kopf Antrag f\u00fcr Exzellenzcluster \u201eAsien und Europa\u201c in der Endrunde <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tMit einem v\u00f6llig neuen Konzept f\u00fcr geisteswissenschaftliche Forschungsarbeit stehen vier Heidelberger Fakult\u00e4ten im Finale um die Vergabe eines Exzellenzclusters. An dem Projekt mit dem Titel <em>\u201eAsia and Europe in a Global Context: Shifting Asymmetries in Cultural Flows\u201c<\/em> sind das Zentrum f\u00fcr Ostasienwissenschaften (ZO), das S\u00fcdasieninstitut (SAI), das Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Geschichts- und Kulturwissenschaften und das Zentrum f\u00fcr Altertumswissenschaften beteiligt. Federf\u00fchrend bei diesem Projekt sind Madeleine Herren-Oesch (Geschichte), Axel Michaels (Indologie) und Rudolf G. Wagner (Sinologie). SHAN sprach mit Professor Wagner \u00fcber den Clusterantrag.<\/p>\n<p> \t\t<em>Asymmetrische Str\u00f6mungen<\/em><br \/> \t\tDer Titel \u201eShifting Asymmetries\u201c bedarf vielleicht zun\u00e4chst einer Erl\u00e4uterung. Dahinter steckt ein Ansatz, der davon ausgeht, dass zwischen Asien und Europa zu allen Zeitpunkten der Geschichte Asymmetrien bestehen, die ein Ungleichgewicht in verschiedenen Bereichen ausl\u00f6sen. Dieses Ungleichgewicht verursacht wiederum eine \u201eDirektionalit\u00e4t\u201c der verschiedenen kulturellen Str\u00f6mungen Wagner spricht in diesem Zusammenhang auch von \u201easymmetrical flows\u201c. Im Rahmen des Exzellenzclusters soll es nicht darum gehen, Asymmetrien zu beschreiben, sondern \u201eihre Dynamik zu verstehen\u201c. Dabei sollen sowohl historische als auch gegenw\u00e4rtige Prozesse, wie etwa die Verbreitung der traditionellen chinesischen Medizin in Europa Ber\u00fccksichtigung finden. Der Antrag st\u00fctzt sich auf vier S\u00e4ulen, n\u00e4mlich Governance and Administration, Public Spheres, History and Historicities sowie Public Health and Environment. Einzelne Projekte d\u00fcrfen jedoch auch \u201equer zu diesen S\u00e4ulen\u201c liegen. Er selbst plant gerade ein Projekt, das sich mit dem Buddhismus und seiner Ausbreitung besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p> \t\t<em>Neue Wege in den Geisteswissenschaften<\/em><br \/> \t\tAn der Realisierung des Projekts soll ein Forschungsteam aus Wissenschaftlern verschiedener geisteswissenschaftlicher Fachrichtungen arbeiten. Einen Kernpunkt des Clusterantrags nennt Wagner au\u00dferdem die \u201edirekte Integration von Wissenschaftlern aus der Region\u201c, mit der sich das Projekt besch\u00e4ftigt. Zum Thema Buddhismus sollten beispielsweise auch Fachkr\u00e4fte aus China, Japan und Indien herangezogen werden. Wichtig sei die Anwesenheit der Personen vor Ort. Neben den \u201eKompetenzen in Fleisch und Blut\u201c wollen Professor Wagner und seine Kollegen mit Hilfe der Forschungsgelder auch eine \u201eForschungsumgebung schaffen, die erstklassige Forschung erm\u00f6glicht\u201c. Schon allein dieser Zuwachs an personalen und materiellen Ressourcen er\u00f6ffnet auch f\u00fcr Studenten neue Chancen. Die bedeutendere Auswirkung im Bereich der Lehre sieht Wagner allerdings darin, dass er hofft, mittelfristig sowohl strukturell als auch inhaltlich eine \u00c4nderung in den Geisteswissenschaften zu bewirken. Die B\u00fcndelung von Kompetenzen in Forschungsteams soll \u201ekonzeptionell und organisatorisch neue Formen\u201c der Zusammenarbeit hervorbringen. Es ginge nicht darum, neue Lehrst\u00fchle f\u00fcr die Regionalwissenschaften wie Sinologie oder Indologie zu schaffen, sondern in F\u00e4chern, deren Blickwinkel sich bisher stark auf Ph\u00e4nomene der westlichen Welt beschr\u00e4nkt hat, neue Horizonte er\u00f6ffnen. Ziel ist die Enstehung von \u201eglobalisierten Regionalstudien\u201c, die nicht nur kulturelle und sprachliche Kompetenz in der jeweiligen Region, sondern auch die Betrachtung von Problemen aus globaler Perspektive beinhalten. Durch seine asienspezifische Ausrichtung k\u00f6nne das Cluster \u201edie Pr\u00e4senz nicht-europ\u00e4ischer Ph\u00e4nomene in allen Fachbereichen\u201c bewirken. Wagner charakterisiert die meisten geistes- und sozialwissenschaftlichen F\u00e4cher als \u201eeingesperrt im Nationalstaatskonzept des 19. Jahrhunderts\u201c. Wagner dazu: \u201eDie Borniertheit im Kopf ist nicht nur ein Problem der europ\u00e4ischen Wissenschaften, die Asienwissenschaften haben es haargenau so. Und werden darin extrem best\u00e4rkt von den nationalistisch denkenden Gelehrten aus der Region.\u201c Genau solche \u201eMauern im Kopf\u201c wollen die Initiatoren des Exzellenzclusters \u00fcberwinden.<\/p>\n<p> \t\t<em>Moderator Optimismus<\/em><br \/> \t\tIn der letzten Runde muss allerdings nicht nur der Antrag durchkommen. Die beteiligten Wissenschaftler werden sich pers\u00f6nlich einer Kommission der DFG stellen. Diese entscheidet, welche der 40 Antr\u00e4ge, die noch im Rennen sind, den Zuschlag erhalten. Voraussichtlich werden etwa 15 Antr\u00e4ge genehmigt. Rein rechnerisch bedeutet das f\u00fcr den Heidelberger Antrag eine 30-Prozent-Chance. Wagner selbst sieht sich \u201emoderat optimistisch\u201c. Viel wird davon abh\u00e4ngen, ob es den Heidelberger Geisteswissenschaftlern gelingt, vor der Kommission Kooperationsf\u00e4higkeit und Geschlossenheit zu demonstrieren. \u201eJeder Einzelne muss hinter dem Projekt stehen\u201c, so Wagner, \u201edas ist ein wahnsinnig wichtiger Moment\u201c. Aber egal wie die Entscheidung letztendlich ausgeht, schon allein das Erreichen der Endrunde ist \u201eeine tolle Angelegenheit\u201c. Schlie\u00dflich f\u00fchrte schon die Vorarbeit zu dem Clusterantrag an den beteiligten Instituten zu einer \u201elebendige Zusammenarbeit\u201c zwischen den Mitarbeiten. \u201eLeute treffen sich, schreiben E-Mails, telefonieren, die vorher noch nicht mal ihre Namen kannten\u201c \u2013 ob aus diesen vielversprechenden Anf\u00e4ngen tats\u00e4chlich langfristig ein Klima der Zusammenarbeit und des wissenschaftlichen Austausches entstehen kann, wird sich im September dieses Jahres entscheiden. SHAN dr\u00fcckt die Daumen!<\/p>\n<p> \t\tLaura Jehl<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Kein L\u00e4stern \u00fcber die Maskottchen und nur Originale, bitte! <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDass die Olympischen Spiele 2008 n\u00e4her r\u00fccken, ist l\u00e4ngst f\u00fcr keinen Besucher mehr zu \u00fcbersehen. Vor dem Nationalmuseum am Tian\u2019anmen-Platz z\u00e4hlt eine Countdown-Uhr die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Er\u00f6ffnungszeremonie am 08.08.2008. Von Werbeplakaten grinsen einem bereits am Flughafen die \u201cFriendlies\u201c [chinesisch: Fuwa], die f\u00fcnf Maskottchen, an: ein Fisch, ein Panda, in der Mitte die Olympische Fackel, daneben die umstrittene tibetische Antilope und eine Schwalbe.&nbsp;<br \/> \t\t&nbsp;<br \/> \t\tViel Energie wird in die Vorbereitung der Spiele investiert. Die Touristenattraktionen in Peking werden eine nach der anderen restauriert und sorgen bis zu ihrer Fertigstellung f\u00fcr viel Staub, verbilligte Eintrittspreise und die ein oder andere waghalsige Klettertour von \u00fcber die Absperrungen&nbsp; ver\u00e4rgerten Besuchern. \u00dcberhaupt gibt es viel mehr Baustellen in Peking als noch ein Jahr zuvor, was ich bereits f\u00fcr nicht mehr m\u00f6glich gehalten hatte. Beim Ort Badaling steht direkt neben der Gro\u00dfen Mauer ein riesiges olympisches Emblem mit dem Slogan \u201eOne World One Dream\u201c, vor dem sich t\u00e4glich Zehntausende Touristen ablichten lassen. Das Emblem stellt einen tanzenden Menschen dar und soll an das Zeichen \u201eJing\u201c aus \u201eBeijing\u201c erinnern.<\/p>\n<p> \t\tAuch auf den Verkehr strecken sich die Anstrengungen der Regierung aus: Ausstellungen sollen den Pekingern helfen, bis 2008 umweltbewusster zu werden und mehr Fahrrad zu fahren (eines der immerhin drei Mottos, unter denen die Spiele stattfinden, ist \u201eGreen Olympics\u201c). Die Taxis wurden erneuert und sind teurer geworden; so mancher Taxifahrer \u00e4rgert sich dar\u00fcber, weil dadurch weniger Leute Taxi fahren, die meisten freuen sich aber auf das gute Gesch\u00e4ft w\u00e4hrend der Olympischen Spiele. Am \u201eVogelnest\u201c, dem&nbsp; Nationalstadium im Nordosten der Stadt, und den anderen Austragungsorten wird flei\u00dfig gebaut. Ebenso an dem neuen Netz von U-Bahn Linien, das noch 2007 fertig gestellt werden und die Verkehrslage in Peking verbessern soll.<br \/> \t\tSelbst eine eigene Zeitung f\u00fcr die Olympischen Spiele gibt es. Sie hei\u00dft \u201eJingbao\u201c oder auf Englisch: \u201eThe First\u201c und z\u00e4hlt ebenfalls die Tage bis zur Er\u00f6ffnungszeremonie und bringt ihren Lesern jeden Tag einen neuen Satz auf Englisch bei. Englischunterricht gibt es auch so, kostenlos, f\u00fcr alle, die wollen. Wahrgenommen wird das Angebot haupts\u00e4chlich von Rentnern und allen anderen, die genug Zeit haben. Die sind allerdings mit viel Begeisterung dabei und erproben an mir ihre ersten S\u00e4tze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tMan stellt auch sonst schnell fest, dass die staatlichen Stellen und die Regierung die Olympischen Spiele furchtbar ernst nimmt. Beispielsweise d\u00fcrfen Chinesen online nicht \u00fcber die Maskottchen l\u00e4stern \u2013 f\u00fcr den westlichen Beobachter eine Bestimmung, die wohl eher zum Schmunzeln anregt, aber auch daran zweifeln l\u00e4sst, dass die Olympischen Spiele an den Zensurregelungen des Landes viel ver\u00e4ndern werden. Obgleich China ausl\u00e4ndischen Journalisten &#8211; zumindest f\u00fcr die Zeit der Spiele &#8211; freiere Berichterstattung zugesagt hat.<\/p>\n<p> \t\tMerchandize ist teuer f\u00fcr chinesische Verh\u00e4ltnisse und darf nur in speziellen L\u00e4den verkauft werden. Die Beijing Wanbao erinnert die Leute: \u201eWenn ihr die Friendlies [Maskottchen] liebt, dann kauft nur Originale!\u201c Bisher gucken die meisten Leute eher noch, als zu kaufen. \u201eIch warte bis nach den Spielen\u201c, erkl\u00e4rt mir eine Studentin pragmatisch, \u201edann wird das alles billiger.\u201c Mal sehen. Besonders viel Aufmerksamkeit erregen auch die lebensgro\u00dfen Stoffmaskottchen, die in den L\u00e4den und davor stehen und eines der beliebtesten Fotomotive sind, insbesondere f\u00fcr die Touristen vom Land.<\/p>\n<p> \t\tMich interessiert vor allen Dingen, wie sehr die Olympischen Spiele die Leute in Peking jetzt schon beeinflussen. Sind die Vorbereitungen wirklich so omnipr\u00e4sent, oder bilde ich mir das nur ein, weil ich darauf achte? Es sind die Studenten, die am begeistertesten dabei sind. Ab Ende August 2006 kann man sich als freiwilliger Helfer f\u00fcr die Olympischen Spiele melden und viele, die ich befrage, haben sich entweder selbst angemeldet oder kennen jemanden, der es getan hat. Etwa 100,000 Freiwillige werden gesucht. Eine Frau erz\u00e4hlt mir stolz bei einer Tasse Tee, dass ihr zw\u00f6lfj\u00e4hriger Sohn sich ebenfalls bewerben wird. Allerdings sollten die Freiwilligen 2008 mindestens 18 Jahre alt sein; die meisten werden wohl von Studenten gestellt werden.<\/p>\n<p> \t\tDie chinesische Regierung und auch die meisten Chinesen erhoffen sich von den Spielen Impulse f\u00fcr die Wirtschaft, mehr Touristen, die Chance, China dem Ausland zu pr\u00e4sentieren, ein moderneres und internationaleres Peking, ein besseres U-Bahnnetz und fast jeder erhofft sich bessere Arbeitsm\u00f6glichkeiten. Gleichzeitig sind die Nachteile offensichtlich: alles wird etwas teurer und durch die vielen Baustellen ist die Stadt noch staubiger geworden. Dass viele alte Geb\u00e4ude abgerissen werden, finden nicht alle schlimm. Ein paar Leute sind besorgt, ob das Verkehrsproblem bis 2008 wirklich geregelt sein wird. Allerdings h\u00f6re ich auch von vielen, dass man die verbesserte Infrastruktur bereits deutlich bemerkt, insbesondere in einigen anderen Olympischen St\u00e4dten, wie Qingdao, wo die Segelwettbewerbe stattfinden werden. Der Stolz dar\u00fcber, dass die Olympischen Spiele zum ersten Mal in China stattfinden steht allen, denen ich begegne, ins Gesicht geschrieben.<\/p>\n<p> \t\tMareike Ohlberg<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"relatedItems\" style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;<\/div>\n<h5 class=\"hiddenStructure\" style=\"text-align: justify;\" id=\"anker_Artikelaktionen\">\n\tArtikelaktionen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Ich bin nicht \u201eLost in translation\u201c <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tRoland Feicht arbeitet f\u00fcr die Friedrich-Ebert-Stiftung in Beijing. Im Gespr\u00e4ch mit SHAN betont der Soziologe und Romanist, dass f\u00fcr die T\u00e4tigkeit in NGOs vor allem interkulturelle F\u00e4higkeiten wichtig sind.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Herr Feicht, wie kamen Sie zur Friedrich-Ebert-Stiftung?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tZur Friedrich-Ebert-Stiftung bin ich \u00fcber das Studium gekommen. Ich habe in den 70er Jahren in M\u00fcnster Soziologie, Geschichte und Spanisch studiert. Da ich mich fr\u00fchzeitig mit Entwicklungssoziologie besch\u00e4ftigt habe, insbesondere mit den sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Lateinamerika, hatte ich eigentlich die Absicht, sp\u00e4ter in der Entwicklungszusammenarbeit oder anderen Bereichen, die mit Lateinamerika zusammenh\u00e4ngen, zu arbeiten. Dort wollte ich eine Nische finden, die mir die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnete, etwas zu arbeiten, was mir Spa\u00df macht.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Letztendlich sind Sie aber in China gelandet.<\/strong><\/p>\n<p> \t\tAls Auslandsmitarbeiter der FES ist man \u00fcberall einsetzbar und muss dies auch sein. Wir haben ein System, das \u00e4hnlich wie beim Ausw\u00e4rtigen Amt funktioniert. Die Auslandsvertr\u00e4ge gehen in der Regel \u00fcber drei, maximal f\u00fcnf Jahre, dann geht man in ein anderes Land. Ab 1995 habe ich mich mit Asien besch\u00e4ftigt und war dann bis Ende 1999 f\u00fcr die FES auf den Philippinen. Nach einer weiteren T\u00e4tigkeit in der Zentrale in Bonn bin ich dann 2004 nach China gekommen.<\/p>\n<p> \t\t<strong>K\u00f6nnten Sie kurz die T\u00e4tigkeiten der FES in China skizzieren, auch mit Bezug auf die unterschiedlichen Standorte Beijing und Shanghai?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tUnsere Hauptschwerpunkte liegen in den folgenden vier Bereichen: Soziale Dimension der Marktwirtschaft, Rechtsstaatsentwicklung, nachhaltige Entwicklung und Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik. Als f\u00fcnftes Standbein gibt es nat\u00fcrlich die F\u00f6rderung f\u00fcr Studentinnen und Studenten aus China. Das wird jedoch haupts\u00e4chlich von der Abteilung Studienf\u00f6rderung durchgef\u00fchrt.<br \/> \t\tDiese Schwerpunkte werden sowohl im B\u00fcro in Beijing als auch in Shanghai bearbeitet, und zwar im Rahmen von Dialogveranstaltungen. Im Bereich der Rechtsstaatsentwicklung ist der deutsch-chinesische Menschenrechtsdialog, der dieses Jahr zum achten Mal in Berlin stattgefunden hat, und n\u00e4chstes Jahr wieder in Beijing abgehalten werden wird, eines der wesentlichen Projekte. Im Schwerpunkt soziale Dimension der Marktwirtschaft befassen wir uns derzeit mit Fragen der sozialen Sicherung und des Arbeitsrechts. Wir f\u00f6rdern dar\u00fcber hinaus den Dialog zwischen deutschen und chinesischen Gewerkschaften. Im Bereich Nachhaltigkeit befassen wir uns in Shanghai beispielsweise mit dem Thema nachhaltige Stadtentwicklung und in Sichuan mit verschiedenen Aspekten des Umweltschutzes. Im Sektor Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik f\u00fchren wir seit mehreren Jahren in Shanghai einen internationalen Dialog \u00fcber \u201eglobal governance\u201c und in Peking einen deutsch-chinesischen Dialog zu Fragen umfassender Sicherheitspolitik durch.<br \/> \t\tWie bearbeiten unsere Schwerpunkte in beiden B\u00fcros unterschiedlich, da Shanghai auf der regionalen Ebene arbeitet und Beijing auf der nationalen. So ergeben sich unterschiedliche Partnerkonstellationen und zum Teil auch verschiedene Themen. Wir bem\u00fchen uns aber auf Grund der knappen Ressourcen zwischen den beiden B\u00fcros Synergieeffekte in der Zusammenarbeit zu erzielen. Nach M\u00f6glichkeit besuchen deutsche Experten, die nach China eingeladen werden, beide B\u00fcros, wo sie \u00fcber Vortr\u00e4ge und Workshops in das jeweilige Programm mit eingebunden werden.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Sie selbst haben nicht Sinologie studiert \u2013 sehen Sie dies als Nachteil bei Ihrer derzeitigen T\u00e4tigkeit in China?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tIch sehe es durchaus als Nachteil. Ich habe zwar einen Crashkurs Chinesisch gemacht, so dass ich mich im t\u00e4glichen Leben zurechtfinden und halbwegs kommunizieren kann. Es erm\u00f6glicht mir jedoch nicht, dar\u00fcber hinaus Gespr\u00e4che auf Chinesisch zu f\u00fchren. Das war eine Form der Kommunikation, die ich in Lateinamerika sehr gesch\u00e4tzt habe, da ich gut Spanisch spreche. Aber damit muss man leben. In jedem Fall bin ich nicht \u201elost in translation\u201c, da ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im B\u00fcro habe, die sowohl Englisch als auch Deutsch k\u00f6nnen. Wenn mein Gegen\u00fcber kein Englisch spricht, was aber in zunehmendem Masse der Fall und als dritte Sprachebene durchaus von Vorteil ist, muss ich eben mit Dolmetschern arbeiten. Das erschwert die Dinge, denn beim Dolmetschen fallen oft die Feinheiten weg, auf die es im interkulturellen Dialog oft ankommt. Meiner Meinung nach liegen bei solchen Auslandst\u00e4tigkeiten mindestens 50 Prozent der Qualifikation im Bereich der interkulturellen Umgangsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Wie beurteilen Sie die sprachlichen Kompetenzen von deutschen Sinologen?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDas ist auf jeden Fall eine wichtige Qualifikation. Auch die Stiftung kommt nicht darum herum, den einen oder anderen Auslandsmitarbeiter zu haben, der Chinesisch spricht. Aber Chinesisch ist keine lingua franca und wird auch niemals eine sein, genauso wenig wie Deutsch. Lingua franca ist Englisch. Wenn man bei der Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet, ist man vielleicht drei bis f\u00fcnf Jahre in China und wird dann woanders eingesetzt. Die Chance, dann noch einmal f\u00fcr die Friedrich-Ebert-Stiftung nach China zu kommen, ist relativ niedrig. Das hei\u00dft, Sie haben als Sinologe in China einen Vorteil, aber irgendwann sind Sie dann in einem Land besch\u00e4ftigt, wo es Ihnen so geht wir mir jetzt. Dann k\u00f6nnen Sie nur hoffen und darauf vertrauen, dass Ihre interkulturellen Kommunikationsf\u00e4higkeiten ausreichend sind.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Wie sehen Sie in Bezug auf NGOs wie die Friedrich-Ebert-Stiftung die beruflichen Chancen f\u00fcr Sinologen?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDie Sinologie sehe ich immer mit einem Plus, also einer anderen Qualifikation, verbunden. Es sei denn, Sie wollen Sprachmittler werden. Daf\u00fcr gibt es jedoch die Dolmetscherstudieng\u00e4nge. Nat\u00fcrlich kann man ausschlie\u00dflich im sprachlichen Bereich arbeiten, was auch immer wichtiger wird, da die Kommunikation zwischen Europa und China zunimmt und Sprachkompetenz dabei eine gro\u00dfe Rolle spielt. Es kommt eben darauf an, was man will: Ist die Sprache der Hauptzweck oder dient sie als Werkzeug? Dar\u00fcber muss sich jeder Studierende, der eine Fremdsprache lernt, klar werden. Und danach muss sich auch das Studium richten. Entscheidet man sich f\u00fcr letzteres, sollte man Wirtschafts- und Sozialwissenschaften als weitere Qualifikation mitbringen.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Welche F\u00e4higkeiten sollte Ihrer Meinung nach ein Sinologe mitbringen, wenn er f\u00fcr eine NGO, oder konkret die FES in China arbeiten m\u00f6chte?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tFachliche Kompetenz ist nat\u00fcrlich sehr wichtig. Man sollte in der Lage sein, einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang zu erfassen, Schlussfolgerungen daraus zu ziehen und diese in K\u00fcrze zu Papier zu bringen. Dies ist die eine Sache. Die andere ist, dass es sich um einen politisch denkenden Menschen handeln sollte, und nicht um einen technokratisch denkenden Menschen. Er oder sie sollte eine Affinit\u00e4t zur Sozialdemokratie haben. Wir sind eine der Sozialdemokratie nahe stehende Stiftung. Daher ist dies auch eine Frage der Identifizierung. Das zeigt sich nicht unbedingt dadurch, dass man ein Parteibuch hat, sondern dadurch, dass man in der Lage ist, die politischen Dimensionen gesellschaftspolitischer Prozesse zu erfassen. Denn nur so kann man unsere Projektarbeit, die im Wesentlichen aus politischem Dialog besteht, entsprechend gestalten.<br \/> \t\tGanz wichtig im interkulturellen Dialog sind aber auch solche \u201ealten Tugenden\u201c, \u00fcber die man eigentlich immer verf\u00fcgen sollte, wie etwa die F\u00e4higkeit, sich diplomatisch zu verhalten, h\u00f6flich zu sein, zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, zur\u00fcckhaltend und ausgleichend zu sein, gleichzeitig aber seine eigene Meinung standfest zu vertreten. Wenn man dies ber\u00fccksichtigt, kommt man eigentlich in jedem Kulturkreis zurecht. Wichtig sind nun einmal F\u00e4higkeiten im Umgang mit den Menschen. Diese sollten auf jeden Fall gegeben sein, um erfolgreiche Projektarbeit zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Welche konkreten Aufgaben k\u00f6nnte ein Sinologe im Rahmen einer T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Friedrich-Ebert-Stiftung \u00fcbernehmen?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tIm Prinzip kann ich mir keinen Sinologen an sich in der Stiftung vorstellen. Es w\u00fcrde sich vielmehr um einen Auslandsmitarbeiter oder mitarbeiterin handeln, die dankenswerterweise auch Chinesisch sprechen kann.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Das hei\u00dft, es k\u00f6nnte sich um jemanden handeln, der Sinologie in Kombination mit einer Wirtschafts- oder Sozialwissenschaft als weiteres Haupt- oder Nebenfach studiert hat?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tSo k\u00f6nnte man es auch formulieren. Diese Person bringt Chinesischkenntnisse mit, was m\u00fchselig genug ist, sich anzueignen, aber eben nicht nur. Bei der Friedrich-Ebert-Stiftung sind zwei Fremdsprachen Voraussetzung, wenn man mitarbeiten will. Englisch geh\u00f6rt dabei zum Werkzeugkasten, ohne geht es nicht. Dazu kommt eine weitere, inzwischen oft sogar zwei weitere Sprachen. Ich selbst spreche Englisch und Spanisch, wodurch schon weite Teile der Welt sprachlich abgedeckt sind. Nur in China habe ich einige Schwierigkeiten, aber eben nicht ein ganzes Leben lang sondern nur f\u00fcr f\u00fcnf Jahre. Ich versuche, dies durch meine antrainierten F\u00e4higkeiten im Bereich der interkulturellen Kommunikation auszugleichen.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Provozierend gefragt: Braucht die Welt Sinologen?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tNa klar braucht die Welt Sinologen. Und ich sage Ihnen auch warum: Weil wir es hierbei mit einer der \u00e4ltesten Kulturen, einem der \u00e4ltesten V\u00f6lker dieser Erde zu tun haben. Schon anhand dessen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass wir Sinologen haben. Ich sage es Ihnen auch noch aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden, da Ihr Verein in Heidelberg sitzt: Mein Sohn studiert in Heidelberg Latein und Griechisch, was nicht viele tun. Das ist aber wichtig, um die kulturelle Grundlagen und Traditionen Europas auch den n\u00e4chsten Generationen zu vermitteln. Sprache geh\u00f6rt geh\u00f6rt an vorderster Stelle mit dazu.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Das ist gerade in Bezug auf Sinologen ein sch\u00f6nes Schlu\u00dfwort. Ich bedanke mich ganz herzlich f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDas Interview f\u00fchrte Cora Jungbluth.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Pietra Rivoli &#8211; Reisebericht eines T-Shirts. Ein Alltagsprodukt erkl\u00e4rt die Weltwirtschaft. <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie Globalisierung, an der sich die Geister oftmals scheiden, ist ein bisweilen schwer zu fassendes Ph\u00e4nomen. Selbst die Definition derselben ist keine leichte Aufgabe und noch viel mehr als das entz\u00fcnden sich an ihren positiven und negativen Folgen hitzige Diskussionen.<br \/> \t\tEinen Beitrag aus einem sehr gut greifbaren Blickwinkel liefert die amerikanische \u00d6konomin Pietra Rivoli.<\/p>\n<p> \t\tSie stand im Herbst 1999 in ihrem B\u00fcro und beobachtete eine Demonstration amerikanischer Studenten gegen die \u201eb\u00f6se\u201c Globalisierung, auf der eine Studentin das Mikrofon ergriff und fragte: \u201eWer hat dein T-Shirt gemacht?\u201c, um danach die Kinderarbeit an verschiedenen Orten der Welt bei der Textilproduktion anzuprangern. Diese Frage nahm Rivoli als Ausgangspunkt, um sich ein beliebiges T-Shirt zu kaufen und dessen Geschichte von der Entstehung des Samens f\u00fcr die Baumwolle bis zum Verkauf und sogar dar\u00fcber hinaus anzusehen.<\/p>\n<p> \t\tHerausgekommen ist dabei keineswegs ein naiver Reisebericht eines T-Shirts, an dem \u00fcbliche Klischeevorstellungen von Globalisierungsprozessen widerlegt oder best\u00e4tigt werden sollen, sondern vielmehr ein intelligentes Buch, welches einige neue Aspekte aufgreift.<br \/> \t\tDass die Wahl eines geeigneten globalisierten Guts auf ein Kleidungsst\u00fcck f\u00e4llt wird verst\u00e4ndlich, wenn man sich die Bedeutung der Textilindustrie vor Augen f\u00fchrt. Sie war der wichtigste Tr\u00e4ger der Fr\u00fchindustrialisierung und die treibende Kraft einer ersten globalisierten Industrie bereits seit dem 18. Jahrhundert. Die dieser Entwicklung zugrundeliegenden Kr\u00e4fte setzen sich bis heute fort. Staaten wie S\u00fcdkorea, Taiwan oder Japan nutzten die Textilindustrie als Sprungbrett zu einer umfassenden Modernisierung und Wirtschaftsentwicklung.<\/p>\n<p> \t\tEine der sicherlich interessantesten Entdeckungen auf dem \u201eReiseweg\u201c als Baumwolle von den USA \u00fcber Japan nach China und als T-Shirt \u00fcber Umwege wieder in die USA und schlie\u00dflich bis nach Afrika ist die Erkenntnis, dass auf den meisten Stationen der Entstehung ein freier Martk gar nicht existiert. Im Gegenteil, \u00fcberall trifft die Autorin auf Beschr\u00e4nkungen statt auf barrierefreie Handelsm\u00f6glichkeiten. Z\u00f6lle, Subventionen und Importlizenzbeschr\u00e4nkungen sind dabei nur einige der vielen Faktoren.<\/p>\n<p> \t\tChina spielt im Handel dabei eine gro\u00dfe Rolle, daher ist das Buch auch f\u00fcr Sinologen oder den chinainteressierten Leser relevant. Obwohl der Leser deutlich bemerkt, dass die Verfasserin Wirtschaftswissenschaftlerin ist und trotz der gro\u00dfen F\u00fclle an pr\u00e4sentierten Daten im Buch liest sich dieses erstaunlich fl\u00fcssig. Nicht zuletzt deshalb ist es f\u00fcr alle, die sich mit der Weltwirtschaft, der Globalisierung oder Chinas Rolle in beidem auseinandersetzen m\u00f6chten uneingeschr\u00e4nkt zu empfehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tBenjamin Kemmler<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t\t<strong>Pietra Rivoli<\/strong><br \/> \t\tReisebericht eines T-Shirts. Ein Alltagsprodukt erkl\u00e4rt die Weltwirtschaft.<br \/> \t\tEcon, 2006<br \/> \t\tISBN 3430177650 (978-3430177658)<br \/> \t\tEUR 16,00<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"6\" name=\"6\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Zwei Deutsche in Xi\u2019an: Anna Wang und Herbert Wunsch im Dezember 1936 <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Jahre des Xi\u2019an-Zwischenfalls lebten zwei deutsche Linke in der Stadt &#8211; Anna Wang und Herbert Wunsch. Sie waren aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden auf verschiedenen Wegen in die Stadt gekommen. Ob, beziehungsweise wie gut sie sich kannten, ist bisher nicht bekannt. Beide hatten jedoch Kontakt mit der amerikanischen Journalistin Agnes Smedley, die in den zwanziger Jahren in Berlin gelebt hatte.<\/p>\n<p> \t\tDr. Herbert Wunsch geh\u00f6rte zu den wenigen deutschen Opfern des chinesischen B\u00fcrgerkriegs. Er wurde etwa 1908 in Berlin geboren und studierte Zahnmedizin. Da er der KP nahe stand floh er 1933 aus Deutschland und reiste nach China. In Shanghai lernte er die Journalistin Agnes Smedley und den amerikanischen Arzt George Hatem kennen. Offenbar schlug Smedley ihm vor, nach Xi\u2019an umzuziehen und dort eine Praxis zu er\u00f6ffnen. Er traf im Sommer 1936 in der Stadt ein und begann unter anderem damit, die Kommunisten mit Medikamenten zu versorgen. Vermutlich hat er auch weitere T\u00e4tigkeiten f\u00fcr die Partei \u00fcbernommen und einige KP-Mitglieder zur Tarnung als Angestellte besch\u00e4ftigt \u2013 so lebte die bekannte Schriftstellerin Ding Ling dort und war als K\u00f6chin getarnt. Am 12. Dezember des Jahres als Chiang Kai-shek von Zhang Xueliang festgenommen wurde, brachen in der Stadt wilde Schie\u00dfereien aus. Wunsch wurde von einer Kugel getroffen und starb am n\u00e4chsten Tag. Agnes Smedley, die ebenfalls zu dieser Zeit in der Stadt war, informierte sofort seine in Japan lebende Schwester \u00fcber dessen Tod. Angesichts der chaotischen Lage und der dramatischen Festnahme und Befreiung Chiang Kai-sheks ist jedoch der fr\u00fche Tod Herbert Wunschs bis heute weitgehend unbeachtet geblieben.<\/p>\n<p> \t\tDie 1907 in Danzig geborene Anna Wang (Anneliese Martens) hatte in den drei\u00dfiger Jahren in Berlin den chinesischen Studenten Wang Bingnan (1908-1988) kennengelernt.<br \/> \t\tNach ihrer Hochzeit reisten sie im Fr\u00fchjahr 1936 mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China. Wang Bingnans Familie lebte in Xi\u2019an und dort lie\u00df sich das junge Paar auch nieder, Anna war zu dieser Zeit schon schwanger. Wang Bingnan galt in der \u00d6ffentlichkeit als Freund und Berater der Gener\u00e4le Yang Hucheng und Zhang Xueliang, insgeheim arbeitete er f\u00fcr die Kommunisten. Im September reiste das Paar nach Shanghai, um dort den Winter zu verbringen. In Shanghai lernte sie unter anderem Lu Xun kennen, der wenige Wochen sp\u00e4ter starb. An seinem Todestag, dem 19. Oktober 1936, wurde ihr Sohn geboren. Kurz darauf wurde Wang Bingnan von Yang Hucheng nach Xi\u2019an gerufen \u2013 Frau und Sohn blieben in Shanghai. So war Wang Bingnan zwar Zeuge des Zwischenfalls, seine Frau verpa\u00dfte jedoch das Ereignis und wurde dadurch auch nicht gef\u00e4hrdet. Als Anna Wang jedoch die ersten Ger\u00fcchte aus Xi\u2019an h\u00f6rte, machte sie sich mit ihrem Kind auf den Weg in den Westen. Noch im gleichen Monat traf sie nach einer beschwerlichen Reise in der Stadt ein. Dort traf sie auch die Journalisten Agnes Smedley und James Bertram, die den Zwischenfall in verschiedenen B\u00fcchern beschrieben. Wenige Monate sp\u00e4ter konnte Anna Wang auch nach Yan\u2019an reisen, wo damals unter anderem der deutsche Kommunist Otto Braun (1900-1974) lebte.<br \/> \t\tNach Ausbruch des Krieges gegen Japan ging sie zun\u00e4chst nach Hankou, sp\u00e4ter nach Chongqing, nach der Gr\u00fcndung der Volksrepublik nach Beijing. In den f\u00fcnfziger Jahren trennte sie sich von ihrem Mann und verlie\u00df China; zun\u00e4chst lebte sie in der DDR, nach dem Ausbruch des sino-sowjetischen Konflikts ging sie jedoch in die Bundesrepublik. Sie unterst\u00fctzte weiterhin die chinesische Seite und ver\u00f6ffentlichte bald ihr Buch &#8222;Ich k\u00e4mpfte f\u00fcr Mao&#8220;. Sie starb 1989. Wang Bingnan nahm 1954 an der Genfer Indochinakonferenz teil, arbeitete unter anderem als chinesischer Botschafter in Polen und stieg zum stellvertretenden Au\u00dfenminister auf.<\/p>\n<p> \t\tLiteratur:<br \/> \t\tAnna Wang: Ich k\u00e4mpfte f\u00fcr Mao, Hamburg, 1964, 1973;<br \/> \t\tWang Anna: Zhongguo: wode di\u2019er guxiang, Beijing, 1980;<br \/> \t\tLuo Ruiqing, L\u00fc Zhengcao &amp; Wang Bingnan: Zhou Enlai and the Xi\u2019an Incident, Beijing, 1983;<br \/> \t\tJanice und Stephen MacKinnon: Agnes Smedley, Z\u00fcrich, 1989;<br \/> \t\tOtto Braun: Chinesische Aufzeichnungen, Berlin, 1973.<\/p>\n<p> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Magisterfeier Wer in Heidelberg seinen Magister in Sinologie macht, geht zum Pr\u00fcfungsamt, holt sich sein Zeugnis ab und ist danach fertig. 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