{"id":207,"date":"2007-03-01T12:00:00","date_gmt":"2007-03-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/"},"modified":"2026-05-20T18:37:35","modified_gmt":"2026-05-20T17:37:35","slug":"newsletter-2007-nr-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/","title":{"rendered":"Newsletter 2007 Nr. 9"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_Wirgratulieren\" style=\"text-align: justify;\">\n\tWir gratulieren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t15000 Euro f\u00fcr das Schulteam<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAnl\u00e4sslich des \u201eJahres der Geisteswissenschaften\u201c veranstaltete das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und das Haus der Wissenschaften in Bremen einen Hochschulwettbewerb. Unter den mehr als 170 eingesendeten Antr\u00e4gen konnten sich 15 durchsetzen \u2013 das Projekt des Schulteams des Vereins war eines davon.<br \/> \tLena Henningsen, Leiterin des Teams und treibende Kraft hinter dem Antrag ist euphorisch: \u201eDamit ist jetzt vieles m\u00f6glich und der bereits erreichte Grad an Professionalit\u00e4t kann weiter ausgebaut werden.\u201c Auch der Vorsitzende von SHAN, Raoul Kubitschek, sowie die Institutsdirektorin, Prof. Dr. Barbara Mittler, gratulieren: \u201eDas ist ein sch\u00f6ner Sieg f\u00fcr den Verein, das Institut und im besonderen f\u00fcr das Projekt.\u201c<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_SHANverbindet:DieOrtsgru\" style=\"text-align: justify;\">\n\tSHAN verbindet: Die Ortsgruppen stellen sich vor<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSHAN spielt sich nicht nur in Heidelberg ab. F\u00fcr Mitglieder und Interessierte gibt es mittlerweile auch in Beijing und Taibei Ortsgruppen, die sich regelm\u00e4\u00dfig treffen. Auf unserer Internetseite stellen wir Ihnen die einzelnen Ansprechpartner vor.<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_IstChinadasEuropavonmorg\" style=\"text-align: justify;\">\n\tIst China das Europa von morgen?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDr. jur. Dr. h.c. mult. Manfred Osten studierte von 1959-1964 in Hamburg und M\u00fcnchen Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literaturwissenschaften. Nach seiner Promotion war er 25 Jahre lang im Ausw\u00e4rtigen Dienst t\u00e4tig, davon unter anderem sieben Jahre in Japan. 1995 wurde er Generalsekret\u00e4r der Alexander von Humboldt-Stiftung. SHAN sprach mit ihm \u00fcber Chinas Bildungssystem und Ged\u00e4chtniskultur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Interview mit Manfred Osten<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_BerichtausTaibei:Mehrals\" style=\"text-align: justify;\">\n\tBericht aus Taibei: Mehr als nur alte Vasen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWie eine Heidelberger Studentin nicht nur Museumsf\u00fchrerin, sondern auch Dolmetscherin des Pr\u00e4sidenten wurde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEmily Mae Graf interessiert sich nicht nur f\u00fcr Chinesisch, sondern auch f\u00fcr Kunst. W\u00e4hrend ihres Studienaufenthalts in Taiwan arbeitet sie als Museumsf\u00fchrerin im Nationalen Palastmuseum in Taibei. Dass sie im Rahmen dieser T\u00e4tigkeit auch ein Rede von Pr\u00e4sident Chen Shuibian synchron \u00fcbersetzen muss, h\u00e4tte sich die Heidelberger Sinologiestudentin im Vorfeld bestimmt nicht tr\u00e4men lassen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_StrictlyNEIBU:Internechi\" style=\"text-align: justify;\">\n\tStrictly NEIBU: Interne chinesische \u00dcbersetzungen umstrittener westlicher B\u00fccher in den sechziger und siebziger Jahren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Kulturrevolution gilt allgemein als eine auslandsfeindliche und bildungsfeindliche Zeit. Dennoch waren die sechziger und fr\u00fchen siebziger Jahre auch eine Zeit neuer westlicher Einfl\u00fcsse, die auf ungew\u00f6hnlichen Wegen nach China gelangten: durch interne \u00dcbersetzungen ausl\u00e4ndischer B\u00fccher, die begeistert gelesen wurden. Der Dichter Bei Dao, der 1978 die Zeitschrift JINTIAN (Today) gr\u00fcndete, wies sp\u00fcter wiederholt auf einige Werke hin, die ihn in den vorangegangen Jahren am meisten beeindruckt und beinflusst hatten, darunter: Becketts Warten auf Godot, Erenburgs Tauwetter, Kafkas Urteil, Kerouacs Unterwegs, Salingers F\u00e4nger im Roggen und Sartres Der Ekel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Rezension:WelcometoPrese\" style=\"text-align: justify;\">\n\tRezension: &#8222;Welcome to Presence \u2013 Abenteuer Alltag in China&#8220; von Oliver Lutz Radtke<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWer reist, kommt oft mit einem ganzen Sortiment von Kuriosit\u00e4ten zur\u00fcck. Jedes dieser Erinnerungsst\u00fccke erz\u00e4hlt eine Geschichte, und von so manchem mag man sich nur ungern trennen. Aber meistens verschwindet dann doch alles in der Schublade. SHAN-Mitglied Oliver Lutz Radtke hat seine Kuriosit\u00e4tensammlung nicht in der Schublade liegen gelassen und aus seinen China-Erfahrungen ein Buch gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Rezension:ChinaAufstiege\" style=\"text-align: justify;\">\n\tRezension: &#8222;China \u2013 Aufstieg einer hungrigen Nation&#8220; von James Kynge<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tChinas rasanter wirtschaftlicher Aufstieg und dessen Auswirkungen auf die zunehmend globalisierte Welt sind seit ein paar Jahren ein beliebtes Thema. Der Spiegel-Journalist Gabor Steingart verk\u00fcndete in seinem k\u00fcrzlich erschienen Buch einen \u201eWeltkrieg um Wohlstand\u201c, und sieht als einen der zentralen Kombattanten darin die neue Wirtschaftsmacht China. Was James Kynge gegen\u00fcber Autoren wie Steingart hervorhebt, ist seine intime Kenntnis des Landes. Wo viele nur mit dem Auge des fernen Beobachters \u00fcber die Volksrepublik schreiben k\u00f6nnen, kann Kynge das Ph\u00e4nomen China von innen her betrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Praktika\" style=\"text-align: justify;\">\n\tPraktika<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAEE Hunan<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tUnsere Firma AEE (www.aee.com) sucht eine Praktikantin, die dem Unternehmen bei der Kommunikation mit unseren deutschen und auslaendischen Kunden (Englisch) behilflich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tVorraussetzungen:<br \/> \tSie sind an einem Praktikum von mindestens 6 Monaten interessiert- Sie sind eine aufgeschlossene, kontaktfreudige und zielstrebige Person, die mit viel Engagement und einem hohen Mass an Verantwortung selbstaendig Aufgaben erledigt.<br \/> \tIhre Muttersprache ist Deutsch- Sie verfuegen ueber sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift- Sie sprechen Chinesisch (jedoch kein Muss). Computerkenntnisse: MS Office.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDauer:<br \/> \tmind. 6 Monate<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBezahlung:<br \/> \t1500 RMB + Unterkunft + Mittagessen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKontakt:<br \/> \tFrau Brigitta Hahn<br \/> \tTelefon: 00867322866888<br \/> \tAdresse: Furong Road<br \/> \t411101 Xiangtan<br \/> \tHunan Provinz<br \/> \tChina<\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Ist China das Europa von morgen? <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDr. jur. Dr. h.c. mult. Manfred Osten studierte von 1959-1964 in Hamburg und M\u00fcnchen Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literaturwissenschaften. Nach seiner Promotion war er 25 Jahre lang im Ausw\u00e4rtigen Dienst t\u00e4tig, davon unter anderem sieben Jahre in Japan. 1995 wurde er Generalsekret\u00e4r der Alexander von Humboldt-Stiftung. SHAN sprach mit ihm \u00fcber Chinas Bildungssystem und Ged\u00e4chtniskultur.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Herr Dr. Osten, woher kommt ihr Interesse f\u00fcr Asien?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tIn meinem Philosophiestudium bin ich sehr fr\u00fch auf Leibniz gesto\u00dfen. Seine leider kaum bekannte \u201eNovissima Sinica\u201c von 1697 hat mich au\u00dferordentlich fasziniert.<br \/> \t\tSp\u00e4ter wurde die Auseinandersetzung mit China vor allem dadurch intensiviert, dass ich Generalsekret\u00e4r der Alexander von Humboldt-Stiftung wurde. China z\u00e4hlt heute zu den am st\u00e4rksten expandierenden Wissenschaftsnationen, die auf dem Wege sind die anderen Nationen an die Wand zu dr\u00fccken \u2013 von der Quantit\u00e4t und von der Qualit\u00e4t her. Da wir in der Humboldt-Stiftung keine L\u00e4nder- oder F\u00e4cherquoten haben stellt sich die Frage, wie das bei dem zunehmenden \u00dcbergewicht der Chinesen gegen\u00fcber anderen Regionen weitergehen wird.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Glauben Sie, dass in Zukunft auch immer mehr deutsche Wissenschaftler an chinesische Universit\u00e4ten gehen werden?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tVermutlich. Chinesische Universit\u00e4ten wie die Qinghua und die Beida orientieren sich zunehmend an den amerikanischen Eliteuniversit\u00e4ten. Dort wird eine sensationelle Eliteauswahl durchgef\u00fchrt, die Aufnahmepr\u00fcfungen geh\u00f6ren ja mit zu den schwierigsten der Welt. Die Qualit\u00e4t der Wissenschaftler an diesen Universit\u00e4ten ist so hoch, dass das zunehmend auch f\u00fcr deutsche Wissenschaftler von Interesse sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Sie haben in einem Vortrag unter anderem die Frage \u201eChina als Europa des Ostens?\u201c gestellt. Inwieweit kann man China und Europa \u00fcberhaupt miteinander vergleichen?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDas ist ein Zitat aus der Novissima Sinica. Damals war Leibniz \u00fcberzeugt, dass aufgrund des hohen Wissensstandes ein \u201eEuropa des Ostens\u201c existiert. Leibniz war der Meinung, nicht wir sollten Missionare nach China schicken, sondern China sollte Missionare zu uns schicken. Chinesisch sollte die Wissenschaftssprache der Welt werden. Diese \u00dcberlegungen haben meines Erachtens heute eine erstaunliche Aktualit\u00e4t.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Inwiefern?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDahinter stecken Zahlen, die hier noch nicht sehr bekannt sind. China baut sich seit 1979 eine Wissensgesellschaft auf. Die Zahl der Hochschulabsolventen w\u00e4chst jedes Jahr um 20 Prozent. Seit den neunziger Jahren haben sich die Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung aus dem chinesischen Bruttosozialprodukt vervierfacht. Statistische Interpolationen zeigen, dass die Investitionen in Forschung und Entwicklung in China weltweit zu den gr\u00f6\u00dften z\u00e4hlen werden. Hinzu kommen die enormen Anstrengungen der Privathaushalte f\u00fcr die Ausbildung ihrer Kinder. Schon mit vier Jahren verf\u00fcgen die Kinder \u00fcber 500 bis 600 Schriftzeichen Das ist notwendig, um die Aufnahmepr\u00fcfung in einen privaten Kindergarten zu schaffen. Im letzten Jahr sind \u00fcber 90 Mrd. US-Doller gespart und in die Bildung investiert worden. Das konfuzianische Ideal der Bildung f\u00fcr den Nachwuchs ist in China vollst\u00e4ndig erwacht.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Gibt es trotzdem etwas, das uns Europ\u00e4er dem gegen\u00fcber auszeichnen k\u00f6nnte?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDie Chinesen haben uns sehr genau beobachtet, wo wir m\u00f6glicherweise Vorz\u00fcge aufzuweisen haben. Sie haben ein riesiges Reformprogramm der Bildung und Wissenschaft eingef\u00fchrt, gemeinsam mit einer gro\u00dfen Zahl europ\u00e4ischer und vor allem angels\u00e4chsischer Bildungsforscher, die dort jetzt die Curricula schreiben \u2013 und zwar in Schulen und in Universit\u00e4ten. Vor allem wird die Dialog- und Diskurskultur des Westens importiert. Sie haben gerade diesen Vorteil, den wir f\u00fcr eine unserer gro\u00dfen St\u00e4rken halten, l\u00e4ngst ins Visier genommen. Das ist auch ein Punkt, von dem wir wenig wissen. Diese Nation ist von einer enormen Neugier und hat eine Bildungstradition, die schon bestand, als wir noch auf den B\u00e4umen sa\u00dfen.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Was k\u00f6nnte sich das deutsche Bildungssystem von China abgucken?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tNach den Ergebnissen der Hirnforschung kann das Chinesische zur Perfektion ja nur bis zum 4. Lebensjahr erlernt werden. Die Kompliziertheit dieser Sprache verlangt, dass man entweder \u00fcberlebt oder untergeht. Dass die gr\u00f6\u00dfte Plastizit\u00e4t des Gehirns in der Phase bis zum 4. Lebensjahr hundertprozentig genutzt werden muss, geh\u00f6rt in China zu den bewusstlos tradierten Inhalten seit Jahrtausenden. Meines Erachtens m\u00fcssen wir in Deutschland auch viel fr\u00fcher anfangen. Au\u00dferdem muss eine ganz andere Priorit\u00e4t der Bildung stattfinden. Und zwar nach dem einzig m\u00f6glichen Prinzip, nach dem man Eliten und Leistung erreichen kann: dass der Lehrer wieder ein soziales Ansehen hat. Das ist v\u00f6llig erudiert bei uns. In Ostasien ist der \u201eSensei\u201c seit Jahrtausenden die h\u00f6chste Respektsperson, weil er die eigene Zukunft gestaltet. Wir m\u00fcssen den Lehrern eine andere Ausbildung geben, eine andere Bezahlung und einen ganz anderen Stellenwert im sozialen Gef\u00fcge.<\/p>\n<p> \t\t<strong>In \u201cDas geraubte Ged\u00e4chtnis\u201c schreiben sie \u00fcber den Verlust des kulturellen Ged\u00e4chtnisses in Europa. Wie sehen Sie die Situation in China, in Anbetracht des allgegenw\u00e4rtigen Verschwindens sichtbarer Zeugnisse von Tradition?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDie physischen Memorabilien dieser Kultur werden auch heute noch radikal dem Fortschritt geopfert. Aber die eigentlichen Inhalte, um die es in der Ged\u00e4chtniskultur geht, sind die geistigen. China erlebt heute eine Renaissance seiner Tradition, die auch den Schulkindern immer wieder vor Augen gef\u00fchrt wird. China beruft sich darauf, dass es dort eine Hochkultur gegeben hat, die es heute wieder erreichen will. Das ist ein allgemeines Bewusstsein, das auch im Gespr\u00e4ch mit chinesischen Wissenschaftlern absolut gegenw\u00e4rtig ist \u2013 ganz im Gegensatz zu uns, die wir es nicht fertig gebracht haben, in den Entwurf der Charta der EU auch nur ein einziges Parameter unserer eigenen Herkunft, z.B. die Entstehung des Abendlandes aus dem Christentum, auch nur mit einem Wort zu erw\u00e4hnen. So etwas ist f\u00fcr Chinesen v\u00f6llig unbegreiflich.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Wollen Sie damit sagen, dass Europa seine eigene Identit\u00e4t wieder st\u00e4rken muss?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDas Ged\u00e4chtnis ist die Bedingung der personalen und kollektiven Identit\u00e4t. Es gibt keine Person ohne Ged\u00e4chtnis. Und es gibt keine Nation ohne Ged\u00e4chtnis. Wenn wir diese ged\u00e4chtnisgest\u00fctzte Identit\u00e4t aufgeben, sind wir ein Spielball anderer Nationen und Kulturen, die eine solche Identit\u00e4t haben. Der Konfuzianismus ist eine neue Identit\u00e4tsfindung Chinas. Es ist erkl\u00e4rtes Ziel der chinesischen Regierung, die kulturelle Identit\u00e4t durch R\u00fcckgriff auf das Ged\u00e4chtnis des Konfuzianismus zu etablieren.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Inwieweit w\u00fcrden Sie hier die Gefahr sehen, dass diese Ged\u00e4chtniskultur von der politischen F\u00fchrung f\u00fcr den Nationalismus instrumentalisiert wird?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tIch bin \u00fcberzeugt, dass China heute eine eindeutige kulturelle Identit\u00e4t proklamiert, und dass die Akzentsetzungen sehr viele M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen f\u00fcr eine G\u00e4ngelung von Seiten der Regierung. Wie weit das im Einzelnen geschieht, kann ich nicht sagen. Aber die Gefahr ist nat\u00fcrlich da. Doch glaube ich nicht, dass durch den bewussten R\u00fcckgriff auf den Konfuzianismus die Zentralparameter des Konfuzianismus vollst\u00e4ndig geleugnet werden. Dazu z\u00e4hlt die absolute Priorit\u00e4t der Bildung.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Welche Verantwortung hat man als angehender Geisteswissenschaftler in einer Welt, die vom Ged\u00e4chtnisverlust bedroht ist?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDie Geisteswissenschaften, die K\u00fcnste, die Religion, die Kultur \u00fcberhaupt ist das gro\u00dfe Ged\u00e4chtnisreservoir der Nation und auch der Menschheit. Wir verstehen Bildung heute nur noch als bolognaprozess-beschleunigten Erwerb von Zukunftskompetenz ohne Herkunftskenntnisse. Die gesamte Orientierung der Funktionseliten, die \u00fcber die Zukunft unserer Bildung entscheiden, springt nat\u00fcrlich auf die Fortschrittsf\u00e4cher. Au\u00dferdem sieht sie das Ganze nat\u00fcrlich unter dem Aspekt der Akkumulierung von Kapital. Wer sich dabei nicht legitimieren kann, wird abgeschafft.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Was w\u00fcrden Sie angehenden Sinologen mitgeben?<\/strong><\/p>\n<p> \t\tSie haben die ungeheure Chance, sich mit einem Land zu besch\u00e4ftigen, das vor riesigen Problemen steht, aber auch vor gro\u00dfen Chancen. Und ich glaube, dass sie ein Transmissionsriemen sein k\u00f6nnten, um Dinge zu verbreiten und zwar nach dem Prinzip des Apostels Paulus, der gesagt hat: \u201ePr\u00fcfet alles, doch das Beste behaltet!\u201c<\/p>\n<p> \t\t<strong>Herr Dr. Osten, wir bedanken uns f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p> \t\tDas Interview f\u00fchrten Laura Jehl und Benjamin Kemmler.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Mehr als nur alte Vasen <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201eKommen Sie ruhig n\u00e4her, damit Sie es deutlicher sehen\u201c, fordert Emily Mae Graf die Teilnehmer ihrer F\u00fchrung auf. Die Studentin geht dabei selbst ganz nahe heran: \u201eSehen Sie ihn, diesen leichten rosa Schimmer\u201c, fragt Graf in flie\u00dfendem Englisch. Die Besucher des Nationalen Palastmuseum in Taipeh stehen in diesem Moment vor einem Meisterwerk der Porzellankunst. Es ist eines von f\u00fcnfzig Exponaten des Ju-Ware-Porzellanes, das im Rahmen der Sonderaustellung \u201eMalerei, Kalligraphie und Ju-Ware-Porzellan aus der N\u00f6rdlichen Song-Dynastie und Buchrarit\u00e4ten aus der Song Dynastie\u201c gezeigt wird. Die Einundzwanzigj\u00e4hrige f\u00e4hrt mit Faszination fort zu erkl\u00e4ren, dass dieses St\u00fcck das einzig bekannte ist, das keine Risse aufweist, die charakteristisch f\u00fcr damaliges Porzellan und auch f\u00fcr das aus daurauffolgenden Dynastien waren. Das Rezept f\u00fcr die legend\u00e4re blau-gr\u00fcne Glasur der Ju-Ware ging in den Jahrhunderten verloren. Es gibt bis heute weniger als 70 bekannte Exemplare, die in nur einem einzigen Brennofen in der chinesischen Provinz Henan hergestellt wurden.<br \/> \tDesweiteren f\u00fchrt Graf durch die insgesamt zehn wichtigsten Dynastien Chinas: \u00dcber Audioger\u00e4te vernehmen die Besucher ein chinesisches Gedicht des ber\u00fchmten Dichters, Li Bo, aus der Tang-Zeit mit nachfolgender \u00dcbersetzung ins Englische und werden von der Studentin zur \u201eMona Lisa\u201c des Palastmuseums gef\u00fchrt, einem aus Jade gefertigten Chinakohl mit zwei Grash\u00fcpfern.<\/p>\n<p> \t&nbsp; Doch all dies mag der jungen Studentin in Anbetracht der Aufgabe, die sie in der vorigen Woche zu bew\u00e4ltigen hatte, als Kleinigkeit vorkommen. In das kalte Wasser sprang Graf als Leistungsschwimmerin f\u00fcr ihren fr\u00fcheren Verein TG-Gaislingen schon des \u00f6fteren. Jedoch als sie mit der deutschen \u00dcbersetzung des Pr\u00e4sidenten dastand, die sie wenige Minuten sp\u00e4ter \u00fcber ihr Headset an ihre deutsch-\u00f6stereichische Delegation \u00fcbertragen sollte, Pr\u00e4sident Chen Shui-bian und Museumsdirektorin Lin Mun-lee den Saal betraten, um vor 500 geladenen G\u00e4sten aus aller Welt zu sprechen; pl\u00f6tzlich das Licht ausging und nur noch die beiden angeleuchtet wurden, wurde ihr etwas frisch um die Ohren. Schnell eilte sie \u2013 wie ihre Kolleginnen auch \u2013 zu der in Bodenn\u00e4he eingelassenen Sicherheitsbeleuchtung. Auf diese Weise entfernte Graf sich allerdings zu weit von ihrer sechzehnk\u00f6pfigen Gruppe, was mit einem Rauschen in deren Ohren endete. Verzweifelt nahm sich die Schw\u00e4bin ein Herz, vorbei an den Sicherheitsleuten des Pr\u00e4sidenten, stellte sich die Heidelberger Studentin direkt bei ihrer Delegation auf und konnte somit ohne Rauschen die \u00dcbersetzung liefern.<\/p>\n<p> \tEs war Graf bewusst, dass sie bei der anschlie\u00dfenden F\u00fchrung es mit Experten zu tun hatte und sie bis dahin noch einen weiten Weg zu bestreiten hat. Doch wenn sie nur ann\u00e4hernd soviel Begeisterung wie bei ihren sonstigen F\u00fchrungen her\u00fcber brachte, ist ihr dies sicherlich meisterlich gelungen.<\/p>\n<p> \tZur Person: Emily Mae Graf wurde 1986 in G\u00f6ppingen geboren. Aufgewachsen ist sie in Gaislingen a. d. Steige. Als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines deutschen Vaters besitzt sie die doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft. W\u00e4hrend ihrer Schulzeit bet\u00e4tigte sie sich im Leistungssport Schimmen und unterrichtete Kinderschwimmen. Ihre Begeisterung geh\u00f6rt der Kunst. Grafs Kunstlehrerin wollte, dass sie Kunst studiert, sie kann 15 Punkte im Abiturszeugnis vorweisen. Doch Mutter Graf meinte die Tochter sollte etwas ordentliches studieren, zumal sie sich gut im Business-Zweiteiler machen w\u00fcrde. In der Folge entschied sich die Studentin zun\u00e4chst f\u00fcr Volkswirtschaftslehre und Moderne Sinologie und zog in das Europahaus in Heidelberg ein. Nach bestandenem Prop\u00e4deutikum ging sie im August 2006 als Austauschstudentin der Universit\u00e4t Heidelberg an die National Taiwan University in Taipeh. Noch bevor es losging, erkundigte sich Graf beim Nationalen Palastmuseum und beim Fine Arts Museum. Erst als sie bereits angekommen war, meldete sich das Palastmuseum, eine mehrw\u00f6chige Ausbildung zur Museumsf\u00fchrerin folgte. Ihre F\u00e4cherkombination \u00e4nderte die Studentin \u2013 ihren Neigungen entsprechend \u2013 in Moderne Sinologie, Ostasiatische Kunstgeschichte und Englische Literatur um.<\/p>\n<p> \tWeitere Informationen:&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.npm.gov.tw\/de\/visiting\/visit\/hours.htm\" target=\"_blank\">Nationales Palastmuseum<\/a><\/p>\n<p> \tDagmar Karlson<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Interne chinesische \u00dcbersetzungen umstrittener westlicher B\u00fccher in den sechziger und siebziger Jahren <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie Kulturrevolution gilt allgemein als eine auslandsfeindliche und bildungsfeindliche Zeit. Dennoch waren die sechziger und fr\u00fchen siebziger Jahre auch eine Zeit neuer westlicher Einfl\u00fcsse, die auf ungew\u00f6hnlichen Wegen nach China gelangten: durch interne \u00dcbersetzungen ausl\u00e4ndischer B\u00fccher, die begeistert gelesen wurden. Der Dichter Bei Dao, der 1978 die Zeitschrift JINTIAN (Today) gr\u00fcndete, wies sp\u00e4ter wiederholt auf einige Werke hin, die ihn in den vorangegangen Jahren am meisten beeindruckt und beinflusst hatten, darunter: Becketts <em>Warten auf Godot<\/em>, Erenburgs <em>Tauwetter<\/em>, Kafkas <em>Urteil<\/em>, Kerouacs <em>Unterwegs<\/em>, Salingers <em>F\u00e4nger im Roggen<\/em> und Sartres <em>Der Ekel<\/em>. Die mit dem Vermerk NEIBU versehenen B\u00e4nde wurden zwar nicht offen verkauft, waren aber dennoch &#8211; vor allem f\u00fcr Parteikader und ihre Kinder &#8211; relativ gut zug\u00e4nglich. Diese B\u00fccher waren vor allem bei den aufs Land verschickten Sch\u00fclern und Studenten beliebt, die sich fern der Grosst\u00e4dte nach geistigen Anregungen sehnten. Einzelne Exemplare wurden oft von hunderten Leserinnen und Lesern verschlungen und zum Teil vollst\u00e4ndig handschriftlich abgeschrieben. Dies erkl\u00e4rt warum einzelne Werke auch bei relativ geringer Auflage sehr bekannt wurden. Im folgenden werden einige wichtige, in autobiographischen und literarischen Texten h\u00e4ufig erw\u00e4hnte Werke aus dieser Zeit vorgestellt, die alle in einer 1988 erschienen Bibliographie interner B\u00fccher enthalten sind; dieses umfangreiche Werk nennt etwa 18.000 Titel von denen viele \u00dcbersetzungen westlicher B\u00fccher sind. (<em>Quanguo Neibu Faxing Tushu Zongmu<\/em> 1949-1986, Beijing, 1988)<\/p>\n<p> \t\tNachdem in den f\u00fcnfziger Jahren der chinesische Buchmarkt mit \u00dcbersetzungen sowjetischer &#8211; und vor allem stalinistischer &#8211; Literatur \u00fcberschwemmt worden wurde, \u00e4nderte sich Anfang der sechziger Jahre die politische und kulturelle Lage. Die Verschlechterung der chinesisch-sowjetischen Beziehungen f\u00fchrte in der Volksrepublik China auch zu einer Suche nach neuen politischen und kulturellen Ideen und Inspirationen. In Folge der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Frankreich (1964) wuchs auch das Interesse an Westeuropa und im Zuge der Ann\u00e4herung an die USA &#8211; Anfang der siebziger Jahre &#8211; an Nordamerika.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Sozialistische Alternativen<\/strong><br \/> \t\tIn den fr\u00fchen und mittleren sechziger Jahren waren vor allem kritische Darstellungen der sowjetischen Geschichte und Politik beliebt, die verdeutlichten dass Stalinismus und Kommunismus nicht identisch waren. Hierzu geh\u00f6rten verschiedene \u00e4ltere Werke Trotzkis wie dessen Biographie Stalins und Die Verratene Revolution. Auch Die neue Klasse des Jugoslawen Milovan Djilas spielte eine wichtige Rolle. Dazu kamen mehrere B\u00fccher \u00fcber Chruschtschow und den \u201eChruschtschowismus\u201c. In dieser Zeit erschienen auch \u00dcbersetzungen von Ilja Erenburgs Tauwetter und Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Solschenizyn.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Neues aus dem Westen<\/strong><br \/> \t\tGleichzeitig erschienen einige historische und politische Werke westlicher Autoren, die die bis dahin in chinesischen und sowjetischen B\u00fcchern verbreiteten Interpretationen der Weltgeschichte in Frage stellten; hierzu geh\u00f6rten Friedrich Hayeks <em>Der Weg zur Knechtschaft<\/em>, William Shirers <em>Aufstieg und Fall des Dritten Reiches<\/em> und Arnold Toynbees <em>Der Gang der Geschichte<\/em>. Schon in den fr\u00fchen sechziger Jahren erschienen auch franz\u00f6sische und amerikanische Romane wie <em>Der Fremde<\/em> von Albert Camus, Jack Kerouacs <em>Unterwegs<\/em> und J. D. Salingers <em>F\u00e4nger im Roggen<\/em>. Dazu kamen auch Theaterst\u00fccke wie Samuel Becketts <em>Warten auf Godot<\/em> und John Osbornes <em>Blick zur\u00fcck im Zorn<\/em>.<\/p>\n<p> \t\tDie meisten der bisher erw\u00e4hnten Werke erschienen kurz vor der Kulturrevolution, waren jedoch wegen der strengen Kontrolle der Vertriebswege nur f\u00fcr wenige zug\u00e4nglich. Erst durch die chaotischen Verh\u00e4ltnisse der Jahre 1966, 1967 und 1968 gelangten die \u00dcbersetzungen in die H\u00e4nde zahlreicher Sch\u00fcler und Studenten. Aufgrund des damaligen Mangels an interessanten offiziellen Neuerscheinungen und der Diskreditierung \u00e4lterer chinesischer und sowjetischer Werke, war die Nachfrage nach den \u201everbotenen\u201c B\u00fcchern besonders gross.<\/p>\n<p> \t\t<strong>Die zweite Phase<\/strong><br \/> \t\tKurz nach dem sino-sowjetischen Grenzkonflikt am Ussuri (1969), der Kontaktaufnahme mit den USA und der Aufnahme der Volksrepublik China in die Vereinten Nationen (1971) begann ein zweiter Boom der \u00dcbersetzungen. Zun\u00e4chst wurden noch einige Werke j\u00fcngerer und kritischer Sowjetautoren gedruckt, die im Westen weniger bekannt waren, wie zum Beispiel <em>Die M\u00e4r von Direktor P.<\/em> von Wil Lipatow und mehrere Romane von Wsewolod Kotschetow, aber auch <em>Der weisse Dampfer<\/em> von Tschingis Aitmatow. Dann erschienen verschiedene Darstellungen der amerikanischen Politik, darunter Memoiren des Pr\u00e4sidenten Harry S. Truman und B\u00fccher \u00fcber Richard Nixon, sowie Henry Kissingers <em>Die Entscheidung dr\u00e4ngt<\/em>. Schon 1971 erschien eine chinesische Fassung der Tageb\u00fccher von Che Guevara.<\/p>\n<p> \t\tBei den einflussreichen \u00dcbersetzungen der damaligen Zeit gab es kaum neuere deutschsprachige Literatur. Dies mag sowohl am Mangel geeigneter Werke als auch am Fehlen von \u00dcbersetzern gelegen haben. Immerhin erschienen zwischen 1973 und 1977 schon \u00dcbersetzungen von B\u00fcchern \u00fcber Konrad Adenauer, Willy Brandt und Franz Josef Strauss, sowie Heinrich B\u00f6lls <em>Die verlorene Ehre der Katharina Blum<\/em>. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass 1978 die erste Ausgabe der oben erw\u00e4hnten Zeitschrift JINTIAN auch einen Beitrag von Heinrich B\u00f6ll \u00fcber Tr\u00fcmmerliteratur enthielt. Schon 1973 war eine interne Zeitschrift namens ZHAIYI gegr\u00fcndet worden, die auschliesslich \u00dcbersetzungen ausl\u00e4ndischer Literatur abdruckte. Bis Ende 1976 erschienen hier zahlreiche Erz\u00e4hlungen, Gedichte und Theaterst\u00fccke von amerikanischen, japanischen und sowjetischen Autoren.<\/p>\n<p> \t\tEs gab also ab 1976 keine pl\u00f6tzliche \u00d6ffnung Chinas; die in chinesischen politischen und literarischen Werken der sp\u00e4ten siebziger und fr\u00fchen achtziger Jahren feststellbaren ausl\u00e4ndischen Einfl\u00fcsse gehen zum grossen Teil auf die in der Kulturrevolution verbreiteten inoffiziellen \u00dcbersetzungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Oliver Lutz Radtke \u2013 Welcome to Presence. Abenteuer Alltag in China.<\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWer reist, kommt oft mit einem ganzen Sortiment von Kuriosit\u00e4ten zur\u00fcck. In diversen Taschen finden sich Fahrscheine, Eintrittskarten, Zuckert\u00fctchen und das Tape, das man an einem sonnigen Tag einem Stra\u00dfenmusikanten abgekauft hat. Jedes dieser Erinnerungsst\u00fccke erz\u00e4hlt eine Geschichte, und von so manchem mag man sich nur ungern trennen. Aber meistens verschwindet der Krempel dann doch in irgendeiner Schublade.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tOliver Lutz Radtke hatte den Mut, seine Kuriosit\u00e4tensammlung nicht in der Schublade liegen zu lassen. Sein Erstling \u201eWelcome to Presence\u201c ist eine Schatzkiste voller Erfahrungen und Beobachtungen, die der Autor w\u00e4hrend seiner Studien- und Arbeitsaufhenthalte in der Volksrepublik China gesammelt hat. Der Untertitel \u201eAbenteuer Alltag in China\u201c trifft dabei ins Schwarze: denn jedes der kurzen Kapitel l\u00e4sst den Leser die Fazination sp\u00fcren, mit der Oliver Radtke in die chinesische Welt eintaucht. In lockerem journalistischem Schreibstil schildert er Anekdoten aus dem chinesischen Alltag, die an die Ver\u00f6ffentlichungen des ehemaligen China-Korrespondenten Kai Strittmatter erinnern. Aber \u201eWelcome to Presence\u201c will auch Wissen vermitteln. Das Buch ist zwar keine Gebrauchsanweisung f\u00fcr China, bietet aber dennoch viele n\u00fctzliche Informationen. Der Leser erf\u00e4hrt, ob Chinesen wirklich gelb sind, bekommt einen Kurzabriss der neueren chinesischen Geschichte, dargestellt aus der Sicht einer Shanghaier Comicverk\u00e4uferin, und kann herausfinden, wie man in China Schach spielt oder welchem Tierkreiszeichen er angeh\u00f6rt. N\u00fctzlich sind sicherlich auch die illustrierte Abhandlung \u00fcber Unterschiede der Gestik von Chinesen und Deutschen oder die Liste der zehn Fragen, die man in China lieber nicht stellen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSelbstverst\u00e4ndlich sollte man nicht alles w\u00f6rtlich verstehen. Die wichtigste Zutat in Oliver Radtkes China-Mix ist eine geh\u00f6rige Portion Humor und Selbstironie. Er ist sich seiner Langnasen-Perspektive sehr wohl bewusst und macht dem Leser immer wieder deutlich, dass es sein eigenes China ist, welches hier beschrieben wird. Diese Einsicht ist es wiederum, die daf\u00fcr sorgt, dass auch \u201ealte Hasen\u201c das Buch mit gro\u00dfem Vergn\u00fcgen lesen werden. Die einzelnen Kapitel, die nur lose aufeinander aufbauen, laden den chinaerfahrenen Leser ein, sich immer wieder an verschiedenen Stellen ein H\u00e4ppchen herauszupicken. Oftmals wird man sich schmunzelnd an eigene Erlebnisse erinnern \u2013 etwa an die Sockenverk\u00e4ufer im Zug oder die eigene T\u00e4tigkeit als Film- oder WerbedarstellerIn. Aber auch f\u00fcr Chinakenner gibt es viel Neues zu entdecken, denn schlie\u00dflich erlebt jeder dieses Land auf seine Weise \u2013 und bei weitem nicht jeder mit einer solchen Intensit\u00e4t und Bereitschaft zur Kommunikation quer \u00fcber alle kulturellen, sozialen, Alters- und sonstigen Grenzen hinweg, wie hier dargestellt. Und am Ende wird man feststellen, dass man doch das ganze Buch gelesen und seine Stra\u00dfenbahnhaltestelle schon lange verpasst hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tLaura Jehl<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t<strong>Oliver Lutz Radtke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWelcome to Presence. Abenteuer Alltag in China.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDryas Verlag, 2007<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tISBN: 978-3-9811327-0-0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEUR 12,95<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">James Kynge \u2013 China. Aufstieg einer hungrigen Nation <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tChinas rasanter wirtschaftlicher Aufstieg und dessen Auswirkungen auf die zunehmend globalisierte Welt sind seit ein paar Jahren ein beliebtes Thema. Der Spiegel-Journalist Gabor Steingart verk\u00fcndete in seinem k\u00fcrzlich erschienen Buch einen \u201eWeltkrieg um Wohlstand\u201c, und sieht als einen der zentralen Kombattanten darin die neue Wirtschaftsmacht China. Was James Kynge gegen\u00fcber Autoren wie Steingart hervorhebt ist seine intime Kenntnis des Landes. Wo viele nur mit dem Auge des fernen Beobachters \u00fcber die Volksrepublik schreiben k\u00f6nnen, kann Kynge das Ph\u00e4nomen China von innen her betrachten.<\/p>\n<p> \tKynge, der in Edinburgh Chinesisch und Japanisch studiert hat, kam erstmals 1982 als Student in die Volksrepublik. Nach seinem Studium war er 19 Jahre lang als Berichterstatter in Asien t\u00e4tig, davon 14 Jahre in China, wo er von 1998 bis 2005 das B\u00fcro der Financial Times in Peking leitete. Hinzu kommt, dass er f\u00fcr die Recherchen zu diesem Buch eine Reihe von Reisen nach Europa und in die USA unternommen hat, um vor Ort die Folgen von Chinas Wandel zu beobachten. Herausgekommen ist ein Werk, das zwar nicht unbedingt neue Ans\u00e4tze bietet, dieses oftmals emotionsgeladene Thema aber kenntnisreich und weitgehend unvoreingenommen behandelt. Durch starke Elemente der Reportage und Beschreibungen pers\u00f6nlicher Erfahrungen bleibt das Buch dabei immer spannend zu lesen.<\/p>\n<p> \tUm festzustellen, welchen Einfluss die Entwicklungen in China auf die Welt haben, nimmt Kynge den Leser zun\u00e4chst mit auf eine Reise durch die westlichen Industrienationen. An Beispielen wie dem italienischen Ort Prato, der \u00fcber Jahrhunderte f\u00fcr seine Textilindustrie ber\u00fchmt war und nun dem Ansturm chinesischer Produzenten kaum noch Stand halten kann, dem in Deutschland abgebauten und am Unterlauf des Yangzi wieder aufgebauten Stahlwerks aus Dortmund-H\u00f6rde oder dem von der Maschinenbauindustrie abh\u00e4ngigen und nun in die Krise geratenen Ort Rockford im Mittleren Westen der USA verdeutlicht der Autor, dass China begonnen hat, das Leben der Menschen auf der ganzen Welt zu beeinflussen. Fast scheint es, als sei der Westen der Herausforderung aus Fernost in keiner Weise gewachsen, als w\u00e4re ein unaufh\u00f6rlicher Abfluss von Wohlstand aus den entwickelten L\u00e4ndern nach China unabwendbar.<\/p>\n<p> \tIn China stellt Kynge dem Leser die Tr\u00e4ger des Wirtschaftswachstums vor, vom Firmenchef, der nach der Kulturrevolution sein Unternehmen aus dem Nichts aufbaute, bis zur Wanderarbeiterin, der ein lokaler Kader ihre guten Pr\u00fcfungs- ergebnisse aus der Schule und somit jegliche Karriereperspektiven stahl. Aber auch andere Vertreter des neuen China kommen zu Wort, etwa der Vertreter einer Lobbygruppe oder ein Wirtschaftsfachmann, der sich bei der Regierung seit Jahrzehnten f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Privatisierung einsetzt. En passant werden dabei Einblicke in das chinesische Wirtschaftssystem gegeben, das in vielen Belangen trotz des Beitritts Chinas zur WTO noch weit von einer Marktwirtschaft nach westlichem Verst\u00e4ndnis entfernt ist. Man beginnt zu verstehen, wie es China gelungen ist, zur Werkbank der Welt geworden zu sein.<\/p>\n<p> \tIm zweiten Teil des Buches besch\u00e4ftigt sich Kynge mit den Hypotheken, die Chinas Aufstieg belasten. Die lange Liste von Problemen, mit denen das Land zu k\u00e4mpfen hat \u2013 angefangen bei den dr\u00fcckenden Umweltproblemen \u00fcber steigende Rohstoffabh\u00e4ngigkeit und Korruption bis hin zu dem Ungleichgewicht zwischen politischer und wirtschaftlicher Entwicklung \u2013 l\u00e4sst ihn den Determinismus, mit dem Chinas Entwicklung oft betrachtet wird, anzweifeln. Doch auch wenn Kynge Chinas Schw\u00e4chen f\u00fcr beinahe ebenso schwerwiegend h\u00e4lt wie seine St\u00e4rken sieht er der zuk\u00fcnftigen Entwicklung der Volksrepublik doch optimistisch entgegen.<\/p>\n<p> \tChina wird von den Menschen in den Industrienationen oft als Bedrohung angesehen, und tats\u00e4chlich bedeutet der Aufstieg des Landes f\u00fcr viele ein Risiko. Die Chancen und Vorteile jedoch werden oft vergessen. Auf der anderen Seite ist auch die Volksrepublik selber nicht unschuldig an ihrem schlechten Ruf. China und der Welt wird nichts anderes \u00fcbrig bleiben als zu lernen, miteinander umzugehen. Rezepte hierf\u00fcr kann auch Kynge nicht anbieten. Doch zumindest tr\u00e4gt sein Buch ein wenig dazu bei, die Problematik zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tJohannes Lejeune<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong>James Kynge<\/strong><br \/> \tChina &#8211; Der Aufstieg einer hungrigen Nation<br \/> \tMurmann Verlag<br \/> \tISBN 3-938017-60-0<br \/> \tEUR 19,50<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Wir gratulieren 15000 Euro f\u00fcr das Schulteam Anl\u00e4sslich des \u201eJahres der Geisteswissenschaften\u201c veranstaltete das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und das Haus der Wissenschaften in Bremen einen Hochschulwettbewerb. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_EventAllDay":false,"_EventTimezone":"","_EventStartDate":"","_EventEndDate":"","_EventStartDateUTC":"","_EventEndDateUTC":"","_EventShowMap":false,"_EventShowMapLink":false,"_EventURL":"","_EventCost":"","_EventCostDescription":"","_EventCurrencySymbol":"","_EventCurrencyCode":"","_EventCurrencyPosition":"","_EventDateTimeSeparator":"","_EventTimeRangeSeparator":"","_EventOrganizerID":[],"_EventVenueID":[],"_OrganizerEmail":"","_OrganizerPhone":"","_OrganizerWebsite":"","_VenueAddress":"","_VenueCity":"","_VenueCountry":"","_VenueProvince":"","_VenueState":"","_VenueZip":"","_VenuePhone":"","_VenueURL":"","_VenueStateProvince":"","_VenueLat":"","_VenueLng":"","_VenueShowMap":false,"_VenueShowMapLink":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-207","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-newsletter"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Newsletter 2007 Nr. 9 - SHAN e.V.<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Newsletter 2007 Nr. 9 - SHAN e.V.\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"INHALT Wir gratulieren 15000 Euro f\u00fcr das Schulteam Anl\u00e4sslich des \u201eJahres der Geisteswissenschaften\u201c veranstaltete das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und das Haus der Wissenschaften in Bremen einen Hochschulwettbewerb. [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SHAN e.V.\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2007-03-01T11:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-05-20T17:37:35+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"24\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4\"},\"headline\":\"Newsletter 2007 Nr. 9\",\"datePublished\":\"2007-03-01T11:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-05-20T17:37:35+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/\"},\"wordCount\":4726,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#organization\"},\"articleSection\":[\"Newsletter\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/\",\"name\":\"Newsletter 2007 Nr. 9 - SHAN e.V.\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2007-03-01T11:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-05-20T17:37:35+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/2007\\\/03\\\/01\\\/newsletter-2007-nr-9\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Newsletter 2007 Nr. 9\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/\",\"name\":\"SHAN e.V.\",\"description\":\"Sinologie Heidelberg Alumni-Netzwerk\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#organization\",\"name\":\"SHAN e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/04\\\/SHANLogoGross.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/04\\\/SHANLogoGross.jpg\",\"width\":645,\"height\":371,\"caption\":\"SHAN e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/1828b479a0545d7ff135b6157ba6c98e6e835922f7321cde0458761cece144b9?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/1828b479a0545d7ff135b6157ba6c98e6e835922f7321cde0458761cece144b9?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/1828b479a0545d7ff135b6157ba6c98e6e835922f7321cde0458761cece144b9?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/shan-hd.de\\\/index.php\\\/author\\\/shan-ev_pr\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Newsletter 2007 Nr. 9 - SHAN e.V.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Newsletter 2007 Nr. 9 - SHAN e.V.","og_description":"INHALT Wir gratulieren 15000 Euro f\u00fcr das Schulteam Anl\u00e4sslich des \u201eJahres der Geisteswissenschaften\u201c veranstaltete das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und das Haus der Wissenschaften in Bremen einen Hochschulwettbewerb. [&hellip;]","og_url":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/","og_site_name":"SHAN e.V.","article_published_time":"2007-03-01T11:00:00+00:00","article_modified_time":"2026-05-20T17:37:35+00:00","author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"24\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4"},"headline":"Newsletter 2007 Nr. 9","datePublished":"2007-03-01T11:00:00+00:00","dateModified":"2026-05-20T17:37:35+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/"},"wordCount":4726,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#organization"},"articleSection":["Newsletter"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/","url":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/","name":"Newsletter 2007 Nr. 9 - SHAN e.V.","isPartOf":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#website"},"datePublished":"2007-03-01T11:00:00+00:00","dateModified":"2026-05-20T17:37:35+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/03\/01\/newsletter-2007-nr-9\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/shan-hd.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Newsletter 2007 Nr. 9"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#website","url":"https:\/\/shan-hd.de\/","name":"SHAN e.V.","description":"Sinologie Heidelberg Alumni-Netzwerk","publisher":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/shan-hd.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#organization","name":"SHAN e.V.","url":"https:\/\/shan-hd.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/SHANLogoGross.jpg","contentUrl":"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/SHANLogoGross.jpg","width":645,"height":371,"caption":"SHAN e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/shan-hd.de\/#\/schema\/person\/1f902a3eaf0be4e64e35d3e0613c3fa4","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1828b479a0545d7ff135b6157ba6c98e6e835922f7321cde0458761cece144b9?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1828b479a0545d7ff135b6157ba6c98e6e835922f7321cde0458761cece144b9?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/1828b479a0545d7ff135b6157ba6c98e6e835922f7321cde0458761cece144b9?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["https:\/\/shan-hd.de"],"url":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/author\/shan-ev_pr\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=207"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2542,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/207\/revisions\/2542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}