{"id":227,"date":"2008-04-01T12:00:00","date_gmt":"2008-04-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/04\/01\/newsletter-april-2008-nr-21\/"},"modified":"2026-05-20T18:37:17","modified_gmt":"2026-05-20T17:37:17","slug":"newsletter-april-2008-nr-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/04\/01\/newsletter-april-2008-nr-21\/","title":{"rendered":"Newsletter April 2008 Nr. 21"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_berdieTibetfrage\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\u00dcber die Tibetfrage<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie durch die Unruhen in Tibet ausgel\u00f6ste Debatte der letzten Wochen d\u00fcrfte wohl an keinem Sinologen vor\u00fcber gegangen sein. Auch am Institut sorgte das Thema f\u00fcr erhitzte Gem\u00fcter. Anlass genug f\u00fcr einen Kommentar zur deutsch-chinesischen Streitkultur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#1\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_DasSchulteamprsentiertse\" style=\"text-align: justify;\">\n\tDas Schulteam pr\u00e4sentiert seine Datenbank auf der Tagung der Chinesischlehrer<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAm 5. und 6. April fand die zweite bundesweite Tagung der Chinesischlehrer an deutschen Schulen an der Geschwister Scholl Gesamtschule in Dortmund statt. Auch das Schulteam von SHAN war dabei und stellte den Teilnehmern seine Datenbank vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#2\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Esgibtnichtsdasichlieber\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\u201eEs gibt nichts, das ich lieber machen w\u00fcrde.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tNicolae Statu ist kein neues Gesicht in der Heidelberger Sinologie. Der geb\u00fcrtige Rum\u00e4ne ist bereits seit 2002 als Magistrand und Doktorand am Institut. Einige Studierende kennen ihn auch schon als Dozenten &#8211; im vergangenen Wintersemester hat er die Veranstaltung &#8222;Klassische Grundlagentexte&#8220; gehalten. Seit M\u00e4rz ist Nicolae Statu Assistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rudolf Wagner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#3\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_DreiMonateamdeutschenGen\" style=\"text-align: justify;\">\n\tDrei Monate am deutschen Generalkonsulat in Shanghai<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEin Praktikum beim Ausw\u00e4rtigen Amt ist nicht nur f\u00fcr zuk\u00fcnftige Diplomaten interessant. Man lernt insgesamt viel \u00fcber die Arbeit im internationalen Bereich und in internationalen Organisationen. Die vier Vertretungen in China (Peking, Shanghai, Hongkong und Chengdu) nehmen fast ausschlie\u00dflich Sinologiestudenten als Praktikanten an, und auch in anderen asiatischen Vertretungen werden China- und Ostasienwissenschaftler gern gesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#4\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Vor60Jahren-DieersteKonf\" style=\"text-align: justify;\">\n\tVor 60 Jahren &#8211; Die erste Konferenz der Junior Sinologues 1948<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIm Sommer 1947 besuchten einige junge britische Sinologen &#8211; darunter Piet van der Loon aus Cambridge &#8211; das Sinologieinstitut in Leiden, um mehr \u00fcber die Nachkriegsentwicklung der europ\u00e4ischen Sinologie zu erfahren. Zur \u00dcberwindung der Isolation der Sinologen in den einzelnen L\u00e4ndern und zur Verbesserung des Informationsaustauschs wurde beschlossen, im folgenden Jahr eine gemeinsame Tagung zu veranstalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#5\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_ZeichenundWunder.DasKino\" style=\"text-align: justify;\">\n\t&#8222;Zeichen und Wunder. Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai&#8220; von Josef Schnelle und R\u00fcdiger Suchsland<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie beiden Filmjournalisten suchen nach Gemeinsamkeiten und Gegens\u00e4tzen im Werk Zhang Yimous und Wong Kar-Wais. Diese Suche f\u00fchrt nur teilweise zum gew\u00fcnschten Ergebnis. Dennoch animiert das Buch zum darin bl\u00e4ttern und schm\u00f6kern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#6\"><strong>&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_DerChinaSchock.WiePeking\" style=\"text-align: justify;\">\n\t&#8222;Der China Schock. Wie Peking sich die Welt gef\u00fcgig macht&#8220; von Frank Sieren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer Untertitel des Buches ist ironisch gemeint: Nach Meinung des in Peking lebenden Frank Sieren ist es vielmehr der Westen, der sich die Welt gef\u00fcgig machen m\u00f6chte. Der Autor stellt in &#8222;Der China Schock&#8220; wichtige weltpolitische Fragen, ohne jedoch neue Antworten zu bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#7\"><strong>&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Veranstaltungskalender\" style=\"text-align: justify;\">\n\tVeranstaltungskalender<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tF\u00fchrung durch die Ausstellung: Urspr\u00fcnge der Seidenstra\u00dfe<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t27.04.2008, 16.30 Uhr, Museum Weltkulturen D5, Mannheim: Viele d\u00fcrften die Ausstellung bereits gesehen haben, aber noch einmal zur Erinnerung: Erstmalig au\u00dferhalb Chinas werden sensationelle arch\u00e4ologische Neufunde aus der chinesischen autonomen Region Xinjiang pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAutorenlesung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t24.04.08, 20 Uhr, DAI: Galsan Tschinag &#8222;Die neun Tr\u00e4ume des Dschingis Khan&#8220;. Lesung \u00fcber die letzten Tage des Dschingis Khan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKino<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t26.04.08, 21.30 Uhr, Cinema Quadrat, Mannheim: &#8222;Bai ga jai &#8211; The Prodigal Son&#8220;. Hongkong-Action von Sammo Hung mit Biao Yuen und Ching-Ying Lam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t26.04.08, 21.30 Uhr, Cinema Quadrat , Mannheim: &#8222;Hapkido&#8220;. Hongkong-Eastern von Huang Feng mit Angela Mao, Carter Wong und Sammo Hung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSeit 10.04.08, 19.30 Uhr, Gloria und Gloriette, Heidelberg: &#8222;Mr. Shi und der Gesang der Zikaden&#8220;. Ein Film von Wayne Wang mit Henry O, Faye Yu und Vida Ghahremani.<\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">\u00dcber die Tibetfrage <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAls Sinologe hat man es wirklich nicht leicht. Scheinen doch viele Leute zu denken, dass wir das Fehlen eines klaren Berufsbilds durch eine &#8222;all around&#8220; China-Expertise kompensieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSo k\u00f6nnte man eine endlose Liste an Fragen zusammenstellen, mit denen interessierte Mitmenschen Sinologen von Zeit zu Zeit bombardieren. Besonders ufert dieses Ph\u00e4nomen dann aus, wenn es wie in den vergangenen Wochen um das Thema Menschenrechte in China geht. Bem\u00fcht um eine differenziertere Darstellung der Situation in Tibet als diejenige, welche oftmals in den deutschen Medien vorzufinden ist, wird man schnell als &#8222;Lakai der chinesischen Regierung&#8220; diffamiert. Erstaunlich viele Zeitgenossen mit erstaunlich wenig Hintergrundwissen ziehen sich bei den Stichw\u00f6rtern China und Menschenrechte erstaunlich schnell auf Positionen zur\u00fcck, die denen der chinesischen Regierung in ihrer Radikalit\u00e4t in nichts nachstehen. So findet man sich gerade als Sinologe, der die Geschehnisse in China mit einer gewissen Neutralit\u00e4t zu betrachten, das hei\u00dft nicht immer alles mit westlichen Ma\u00dfst\u00e4ben zu messen gelernt hat, oftmals zwischen allen St\u00fchlen wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tChinesische Propaganda gegen westliche Medien und deren einseitige Darstellung der Menschenrechtssituation in China tr\u00e4gt nicht gerade zum gegenseitigen Verst\u00e4ndnis bei. Viele Leser werden vielleicht an das Video auf YouTube denken, das vor kurzem eine so heftige Diskussion auf der Chinanews-Liste ausgel\u00f6st hat. Das Video zeigt genau jenes Wahrnehmungsproblem auf, das auf beiden Seiten existiert. F\u00fcr den Westen ist die Sache klar: China pr\u00fcgelt mal wieder seine Aufst\u00e4ndischen, kennt man ja. Woher jetzt die zugeh\u00f6rigen Fotos stammen ist letztlich egal. F\u00fcr China ist die Sache genauso klar: Der Westen hat nur darauf gewartet, in seiner Arroganz die Regelung interner chinesischer Angelegenheiten mit Menschenrechtsverletzungen gleichzusetzen. Kennt man ebenso.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAber wie kommt man in dieser verfahrenen Situation auf einen gemeinsamen Nenner? Sicher nicht durch das aktuelle Krisenmanagement der chinesischen Regierung. Was Menschenrechtsverletzungen angeht, so wird China gerade im Jahr der Olympiade vom Westen misstrauisch be\u00e4ugt. Und der Rauswurf ausl\u00e4ndischer Journalisten schreit geradezu nach Menschenrechtsverletzungen in Tibet. Mangelnde Informationen werden zumindest in den weniger gut recherchierten Medien eben durch Ger\u00fcchte oder Stereotypen ersetzt. Damit w\u00e4ren wir wieder bei den falsch titulierten Bildern aus oben erw\u00e4hntem Video. Ein Teufelskreis also.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tGeradezu l\u00e4cherlich mutete daher der Versuch der Schadensbegrenzung von Seiten der chinesischen Regierung an: Eine streng bewachte Gruppe von ausl\u00e4ndischen Journalisten sollte unter der Obhut chinesischer Begleiter endlich &#8222;die Wahrheit \u00fcber Tibet&#8220; herausfinden, damit der Westen lernt, wie es in China wirklich aussieht. Leider kann man ausl\u00e4ndische Reporter damit kaum abspeisen. So fragt man sich nach den Beweggr\u00fcnden? Gilt der Westen tats\u00e4chlich als so naiv? Will man dem eigenen Volk oder gar der Welt einfach den guten Willen kundtun? Oder schert man sich in Peking sowieso nicht ernsthaft um die westlichen Barbaren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tFest steht, dass die harte Position der chinesischen Regierung bei vielen Chinesen nicht schlecht ankommt. Leserkommentare auf der Internetseite einer Hongkonger Zeitung best\u00e4tigen dies: &#8222;Alle politische Macht r\u00fchrt von einem Gewehrlauf. Das ist die Wahrheit!&#8220; oder &#8222;Wer die Stabilit\u00e4t und Einheit des Mutterlandes besch\u00e4digt, nach Abspaltung und Unabh\u00e4ngigkeit schreit, dem bleibt nur der Tod.&#8220; Sehr hart f\u00e4llt auch das Urteil \u00fcber die westlichen Medien aus: &#8222;Zum Teufel mit ihnen&#8220; schreibt ein Diskutant. Leser eines bekannten deutschen Boulevardblatts halten mit ihren Urteilen \u00fcber China jedoch auch nicht hinter dem Berg: &#8222;Dieses Land ist nicht mehr w\u00fcrdig. Die Olympiade soll annulliert werden.&#8220; Oder: &#8222;Ich hoffe die Bev\u00f6lkerung Chinas steht irgendwann auf und beendet diesen Kommunismus.&#8220; Ein Leser ruft sogar zum Totalboykott auf: &#8222;Boykottiert alles, was aus China kommt und steht auf f\u00fcr die Tibeter und ihr Land!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWieder radikale Positionen auf beiden Seiten. Zwar neigt die chinesische Seite zu einer viel st\u00e4rker ausgepr\u00e4gten Radikalit\u00e4t als man dies hierzulande gewohnt ist \u2013 nicht nur verbal. Doch vielen Westlern d\u00fcrfte es kaum gel\u00e4ufig sein, wie emp\u00f6rend allein der Gedanke an eine m\u00f6gliche Reichsspaltung f\u00fcr das nationale Selbstverst\u00e4ndnis der Chinesen ist. In der chinesischen Geschichte hat es immer wieder Phasen der Reichszersplitterung gegeben, in denen die Wiedervereinigung stets der leitende Gedanke der einzelnen Regionalherrscher war, und nicht wie in Europa das Streben nach selbst\u00e4ndigen Nationalstaaten. Chinesen wachsen ganz selbstverst\u00e4ndlich mit dem Gedanken auf, dass Tibet, Xinjiang, die innere Mongolei und sogar Taiwan Teile des chinesischen Hoheitsgebiets sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tOb nun diese Einstellung durch die gelungene Arbeit der Propagandaabteilung entstanden oder Ergebnis eines langwierigen historischen Prozesses ist, man sollte sie bei der Beurteilung chinesischer Reaktionen auf die Geschehnisse in Tibet auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Denn will man wirklich daf\u00fcr sorgen, dass sich die Menschenrechtssituation in China verbessert, so sollte man dies im Dialog mit China angehen und dabei lernen, die andere Mentalit\u00e4t zu verstehen. Dieses Verst\u00e4ndnis aufzubringen, ohne dadurch gleich zum Lakaien der chinesischen Regierung zu mutieren, k\u00f6nnte sich so manch ein Westler oder gar seine Regierung doch eigentlich bei uns Sinologen abschauen \u2013 schlie\u00dflich kennen wir uns ja mit China aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tCora Jungbluth<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Schulteam pr\u00e4sentiert Datenbank auf Tagung der Chinesischlehrer <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAm 5. und 6. April fand die zweite bundesweite Tagung der Chinesischlehrer an deutschen Schulen an der Geschwister Scholl Gesamtschule in Dortmund statt. Sie wurde vom Fachverband Chinesisch e. V. ausgerichtet und von Christina Neder von der Geschwister Scholl Gesamtschule organisiert. \u00dcber 40 Chinesischlehrer aus Schulen, Universit\u00e4ten und Volkshochschulen nahmen an der Tagung teil. Vertreter der chinesischen Botschaft und des Ministeriums f\u00fcr Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen hielten bei der Begr\u00fc\u00dfungszeremonie Ansprachen. Auch das Schulteam von SHAN war dabei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Plenum und in kleinen Gruppen wurden die Themen Unterrichtsplanung und -gestaltung, Lehrpl\u00e4ne und Lehrmaterialien diskutiert und die wiki-basierte Datenbank des Schulteams den Teilnehmern vorgestellt. Die Datenbank bietet eine Plattform, auf der bundesweit Unterrichtsmaterialien f\u00fcr den China-Unterricht zur Verf\u00fcgung gestellt und ausgestauscht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNeben Material f\u00fcr den chinesischen Sprachunterricht (Spiele, \u00dcbungsmaterial, aber auch Klausurentw\u00fcrfe) findet sich dort landeskundliches Material, das im vergangenen Jahr von Mitgliedern des Schulteams erarbeitet und erprobt wurde. Mit der nun bundesweit verf\u00fcgbaren Datenbank leistet das Team einen weiteren Beitrag zur Professionalisierung des Chinesischunterrichts an deutschen Schulen und zur Vernetzung deutscher Chinesischlehrer.<\/p>\n<p> \t\tDie Datenbank finden Sie <a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/wiki.sino.uni-heidelberg.de\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>, weiter Informationen \u00fcber die Arbeit des Schulteams <a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/alumni\/ueberuns\/schule.html\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<p> \t\tWan Li<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">\u201eEs gibt nichts, das ich lieber machen w\u00fcrde.\u201c <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNicolae Statu ist kein neues Gesicht in der Heidelberger Sinologie. Der geb\u00fcrtige Rum\u00e4ne ist bereits seit 2002 als Magistrand und Doktorand am Institut. Einige Studierende kennen ihn auch schon als Dozenten \u2013 im vergangenen Wintersemester hat er die Veranstaltung \u201eKlassische Grundlagentexte\u201c gehalten. Seit M\u00e4rz ist Nicolae Statu Assistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rudolf Wagner. Er wird im Sommersemester den Hilfsmittelkurs f\u00fcr klassische Sinologie unterrichten.<\/p>\n<p> \t\tVor seiner ersten Begegnung mit der Sinologie hatte Nicolae Statu in Bukarest bereits drei Jahre lang Informatik studiert. Im dritten Jahr seines Studiums fasste er jedoch den Entschluss, zus\u00e4tzlich ein Studium mit mehr Bezug zur Philologie anzufangen. Ausschlaggebend war sein Interesse an Fremdsprachen. Neben Chinesisch standen noch Japanisch und Arabisch zur Auswahl. Vorkenntnisse hatte Statu nicht: \u201eIch wusste gar nichts dar\u00fcber, konnte nicht einmal ren schreiben. Aber dann hat es mir so sehr gefallen, dass ich mich dann entschieden habe, nur noch das zu machen.\u201c Trotz seiner Begeisterung f\u00fcr die Sinologie studierte Statu weiterhin Informatik, erwarb sogar einen Master. Sein Interesse an der Sinologie war schon immer akademisch. Das Sinologie-Studium als Sprungbrett in die Wirtschaft zu betrachten, kam f\u00fcr ihn nicht in Frage: \u201eWenn ich Business machen wollte, h\u00e4tte ich mit Informatik weitergemacht.\u201c<\/p>\n<p> \t\tEin Kurzstipendium des DAAD erm\u00f6glichte Statu einen einmonatigen Aufenthalt in Heidelberg zur Vorbereitung seiner Abschlussarbeit. Vor allem die Gr\u00f6\u00dfe der Bibliothek und des Instituts beeindruckten ihn: \u201eIn Heidelberg habe ich zum ersten Mal gesehen, was klassische Sinologie richtig hei\u00dft.\u201c Auf Einladung von Professor Wagner kehrte er nach seinem Abschluss nach Heidelberg zur\u00fcck. Neben seinen Unterrichtsverpflichtungen kann Statu im Rahmen der Assistentenstelle seine Forschungst\u00e4tigkeit fortsetzen. Zun\u00e4chst will er seine Dissertation zu Ideen der gesellschaftlichen Ordnung in der Han-Zeit fertig stellen und ver\u00f6ffentlichen. Ein weiteres Projekt ist eine philologische Auseinandersetzung mit Vokabular und grammatischen Strukturen der gelehrten Schriftsprache im China der Kaiserzeit. Das Augenmerk will Statu allerdings auf eine sp\u00e4tere Dynastie als die Han richten, die eine reichere Textgrundlage bietet. Eine Ankn\u00fcpfung dieser Forschungsarbeit an das Exzellenzcluster \u201eAsia and Europe in a Global Context\u201c kann er sich durchaus vorstellen, da die klassische chinesische Schriftsprache auch \u00fcber Chinas Grenzen hinaus im asiatischen Raum verbreitet war. Einen konkreten Antrag f\u00fcr das Projekt gibt es aber noch nicht.<\/p>\n<p> \t\tF\u00fcr Statu sind klassische und moderne Sinologie verschiedene Disziplinen, auch wenn er betont, dass jeder klassische Sinologe in der Lage sein sollte, modernes Chinesisch zu lesen. So bereut Statu es auch nicht, dass er nie einen l\u00e4ngeren Studienaufenthalt in China oder Taiwan absolviert hat: \u201eDas heutige China ist eine andere Geschichte. Man muss ja auch nicht nach Griechenland reisen, um altgriechische Philologie zu machen.\u201c Dementsprechend sieht er f\u00fcr die klassischen Sinologen in Europa keinen Nachteil im Vergleich zu ihren chinesischen Kollegen: \u201eWir k\u00f6nnen gut mit den Chinesen im Wettbewerb stehen, wenn es um klassisches Chinesisch geht.\u201c Schlie\u00dflich sei klassisches Chinesisch auch f\u00fcr chinesische Muttersprachler eine Fremdsprache. Als Motivation f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit klassischer Sinologie sieht Statu vor allem die au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Menge an Prim\u00e4rtexten. \u201eMit dem Chinesischen kommt alles in einer anderen Gr\u00f6\u00dfe. F\u00fcr einen Philologen ist das unvergleichbar. Wenn man Spa\u00df hat mit Texten umzugehen, dann gibt es keinen besseren Bereich.\u201c Wer sich f\u00fcr klassische Sinologie begeistert oder von ihrer Faszination \u00fcberzeugen lassen will, sollte mit Nicolae Statu reden.<\/p>\n<p> \t\tSHAN w\u00fcnscht Nicolae Statu alles Gute f\u00fcr seine weitere Arbeit.<\/p>\n<p> \t\tLaura Jehl<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Drei Monate am deutschen Generalkonsulat in Shanghai <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tEin Praktikum beim Ausw\u00e4rtigen Amt ist nicht nur f\u00fcr zuk\u00fcnftige Diplomaten interessant. Man lernt insgesamt viel \u00fcber die Arbeit im internationalen Bereich und in internationalen Organisationen. Die vier Vertretungen in China (Peking, Shanghai, Hongkong und Chengdu) nehmen fast ausschlie\u00dflich Sinologiestudenten als Praktikanten an, und auch in anderen asiatischen Vertretungen werden China- und Ostasienwissenschaftler gern gesehen. So waren w\u00e4hrend meiner Zeit in Shanghai eine Kommilitonin aus Heidelberg an der Botschaft in Peking, ein weiterer Kommilitone an der Botschaft in Nepal.<\/p>\n<p> \t\tDas deutsche Generalkonsulat in Shanghai befindet sich in einer repr\u00e4sentativen alten Villa in einer ruhigen Seitenstra\u00dfe mitten in der franz\u00f6sischen Konzession. Das Konsulat ist in f\u00fcnf Referate (Politik, Wirtschaft, Kultur, Presse sowie Rechts- und Konsularangelegenheiten) aufgeteilt. Insgesamt arbeiten dort circa 20 deutsche Mitarbeiter und etwa die gleiche Anzahl an chinesischen Ortskr\u00e4ften. So ist die Vertretung im Gegensatz zur Pekinger Botschaft \u00fcbersichtlich genug, um alle Referatsleiter und Mitarbeiter pers\u00f6nlich kennen zu lernen und in alle Arbeitsbereiche &#8222;reinschnuppern&#8220; zu k\u00f6nnen, was auch gerne gesehen wird.<\/p>\n<p> \t\tDie Aufgaben umfassen prinzipiell alles, was der jeweilige Betreuer (in der Regel ein Referatsleiter) dem Praktikanten zutraut, beziehungsweise gerade abzugeben hat. Auch die anderen Mitabeiter im h\u00f6heren und gehobenen Dienst treten ab und zu mit Aufgaben an Praktikanten heran. Die Arbeitsbelastung insgesamt schwankt jedoch stark. Im Fr\u00fchjahr und Herbst stehen h\u00e4ufig Delegationsbesuche, Messen, Empf\u00e4nge, kulturelle Gro\u00dfveranstaltungen, Konferenzen, Sitzungen und \u00e4hnliches an, w\u00e4hrend der Sommer eher ung\u00fcnstig f\u00fcr ein Praktikum ist: In den Hitzemonaten flieht das internationale Leben aus Shanghai, und w\u00e4hrend es im Mai und Anfang Juni sehr spannend und stressig war, hatte ich im Juli fast nichts mehr zu tun.<\/p>\n<p> \t\tZu meinen allt\u00e4glicheren Aufgaben geh\u00f6rte das Ghostwriting von Reden und Gru\u00dfworten f\u00fcr die Referatsleiter. Au\u00dferdem habe ich routinem\u00e4\u00dfig Stellungnahmen, Artikel f\u00fcr die Webseite und konsulatseigene Publikationen, Briefe, Berichte, Protokolle und sogenannte Sachst\u00e4nde (konzentrierte Informationstexte zur Situation im Konsularbezirk f\u00fcr Delegationen und andere Ministerien) verfasst. Weitere Aufgaben waren das Erledigen von Mail-Korrespondenz, Recherchen und Anrufen. Flie\u00dfende Englisch- und \u2013 von mir als Sinologin \u2013 auch Chinesischkenntnisse wurden erwartet. Aufgrund eines personellen Engpasses wurde ich gegen Ende meines Praktikums auch in der Visa-, Rechts- und Konsularabteilung eingesetzt. Die Arbeit dort unterschied sich erheblich von den sonstigen Aufgaben im Konsulat. Nur wenige Mitarbeiter sind gleichzeitig Standes- und B\u00fcrgeramt f\u00fcr die deutschen Staatsb\u00fcrger in Shanghai, deren Zahl mittlerweile auf die Einwohnerzahl einer deutschen Kleinstadt angewachsen ist (es leben etwa 20.000 Deutsche in Shanghai). Au\u00dferdem m\u00fcssen monatlich tausende Visumsantr\u00e4ge von Chinesen bearbeitet werden.<\/p>\n<p> \t\tMan darf sich unter einem solchen Praktikum aber nicht nur B\u00fcroarbeit vorstellen. Besonders aufregend war die Vorbereitung des Staatsbesuchs von Bundespr\u00e4sident Horst K\u00f6hler im Mai und die Mitarbeit bei der Delegationsbetreuung, in die ich von Anfang an voll miteinbezogen wurde. Ich konnte die Abl\u00e4ufe und Schwierigkeiten bei der Organisation eines hohen Staatsbesuches miterleben, die im Fall des Bundespr\u00e4sidenten die gesamte Auslandsvertretung in den Ausnahmezustand versetzte. Ganz in eigener Verantwortung konnte ich die Organisation eines Konzerts von deutschen K\u00fcnstlern mit anschlie\u00dfendem Empfang in der Residenz des Generalkonsuls \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p> \t\tOft werden Praktikanten und Referendare auch gebeten, das Konsulat auf wirtschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen zu vertreten. So besuchte ich etwa das Shanghai International E-Commerce Forum 2007 sowie verschiedene Konzerte und Ausstellungen. In einer Stadt wie Shanghai hat man st\u00e4ndig die M\u00f6glichkeit, die Mitarbeiter auf Veranstaltungen zu begleiten wobei der \u00dcbergang ins Nachtleben dann oft flie\u00dfend ist. Dabei trifft man mit unheimlich vielen unterschiedlichen Menschen zusammen, zum Beispiel Vertretern anderer Organisationen wie dem DAAD oder der Industrie- und Handelskammer, Managern, Diplomaten anderer Staaten, und vielen internationalen und chinesischen K\u00fcnstlern sowie Intellektuellen. So kann man sich ein gutes Bild vom Leben der Expats und der westlich orientierten chinesischen Elite machen. Ich hatte das Gef\u00fchl w\u00e4hrend meines Praktikums ein ganz anderes China erlebt zu haben als das, welches man als liuxuesheng, als Austauschstudent, kennenlernt.<\/p>\n<p> \t\tUlrike B\u00fcchsel<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Vor 60 Jahren &#8211; Die erste Konferenz der Junior Sinologues 1948 <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Sommer 1947 besuchten einige junge britische Sinologen \u2013 darunter Piet van der Loon aus Cambridge \u2013 das Sinologieinstitut in Leiden, um mehr \u00fcber die Nachkriegsentwicklung der europ\u00e4ischen Sinologie zu erfahren. Zur \u00dcberwindung der Isolation der Sinologen in den einzelnen L\u00e4ndern und zur Verbesserung des Informationsaustauschs wurde beschlossen, im folgenden Jahr eine gemeinsame Tagung zu veranstalten.<\/p>\n<p> \t\tVom 6. bis 12. Januar 1948 fand in Cambridge, London und Oxford die erste Konferenz der Junior Sinologues statt. Auf der offiziellen Teilnehmerliste und auf einem <a href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/staff\/kampen\/kampen_eacs\/cambridge1948.htm\" target=\"_blank\">Photo<\/a> sind 18 Personen \u2013 vier Damen und vierzehn Herren \u2013 zu sehen; die meisten waren damals wohl Assistenten, Doktoranden oder Bibliothekare. Aus England nahmen unter anderem E. Pulleyblank, D. Hawkes und P. van der Loon, aus Frankreich J. Gernet, aus Holland A. F. H. Hulsewe und R. P. Kramers, sowie aus Schweden H. Bielenstein teil. Es gab damals noch keine deutschen Teilnehmer; aus dem Programm ist aber ersichtlich, dass die Besucher in Cambridge einen Vortrag von G. Haloun und &#8211; in London &#8211; von W. Simon h\u00f6rten, die vor dem Krieg in Deutschland studiert hatten. Zu den englischen Rednern geh\u00f6rten auch A. Waley, H. Dubs und L. Giles.<\/p>\n<p> \t\tDie Delegierten diskutierten einerseits die Sinologie- und Chinesischausbildung in den verschiedenen Instituten, andererseits ihre eigenen Forschungsthemen, vor allem Dissertationsprojekte. Besonderes Interesse bestand \u2013 angesichts der schwierigen Lage in der Nachkriegszeit \u2013 an den Bibliotheken, daher spielten auch die Bibliothekare damals eine besonders wichtige Rolle. Zu den wichtigsten Beschl\u00fcssen der ersten Tagung geh\u00f6rten der schriftliche Austausch von Informationen \u00fcber die Entwicklungen in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sowie die regelm\u00e4\u00dfige Durchf\u00fchrung weiterer Treffen in den folgenden Jahren.<\/p>\n<p> \t\tIn den folgenden 25 Jahren trafen sich die Junior Sinologues j\u00e4hrlich (siehe <a href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/staff\/kampen\/eacs.htm\" target=\"_blank\">hier<\/a>). Da die Vortr\u00e4ge und Teilnehmerzahlen immer mehr zunahmen wurden die Tagungen 1972 zun\u00e4chst abgebrochen \u2013 bis dahin hatte es keine Organisation und keinen Pr\u00e4sidenten gegeben. 1975 wurde dann in Paris die European Association of Chinese Studies (EACS) gegr\u00fcndet, die ab 1976 alle zwei Jahre Konferenzen durchf\u00fchrte. 2004 tagte die EACS in Heidelberg (siehe <a href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/eacs2004\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>), 2006 in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (siehe <a href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/alumni\/newsletter\/januar07\/eacs.htm\" target=\"_blank\">hier<\/a>). In diesem Sommer findet das Treffen im s\u00fcdschwedischen Lund statt (siehe <a href=\"http:\/\/www.lu.se\/eacs\" target=\"_blank\">hier<\/a>).<\/p>\n<p> \t\tDie obenstehenden Informationen wurden mir freundlicherweise von E. Pulleyblank, D. Hawkes und D. Helliwell zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"6\" name=\"6\"><span id=\"parent-fieldname-title\">&#8222;Zeichen und Wunder. Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai&#8220; von Josef Schnelle und R\u00fcdiger Suchsland <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tUnter dem Titel <em>Zeichen und Wunder \u2013 Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai<\/em> pr\u00e4sentieren die Filmjournalisten Josef Schnelle und R\u00fcdiger Suchsland ihre Lesung der neusten &#8222;neuen Kinowelle&#8220; aus Fernost. Das gewagte Doppelportrait zweier Regisseure, die in ihrem k\u00fcnstlerischen Werk kaum unterschiedlicher sein k\u00f6nnten, sucht nach Gemeinsamkeiten und Gegens\u00e4tzen, zwei Handschriften eines Kinos wie &#8222;Zwillinge und Antipoden&#8220;.<\/p>\n<p> \t\tKlar zeichnen die Journalisten den Unterschied in der Symbolik. Rot durchzieht das Werk Zhang Yimous, die Farbe der Liebe und der Leidenschaft, des Kitsches und der ewigen Wahrheiten. Im Kontrast hierzu f\u00e4rben Bedauern, verpasste Chancen und Trauer die Leinwand Wong Kar-Wais in Sehnsucht erweckendes Blau. &#8222;Diese Farbe ist wie Musik&#8220; und malt mit &#8222;himmlischen Kl\u00e4ngen&#8220; wie in <em>My Blueberry Nights<\/em> die Einsamkeit st\u00e4dtischer Subkultur. &#8222;Bet\u00f6render L\u00e4rm&#8220; unterstreicht die Martial-Arts-Szenen in Hero oder House Of Flying Daggers. &#8222;Sexualit\u00e4t ist pure Machtaus\u00fcbung&#8220; und &#8222;Frauen sind allenfalls Lustsklaven&#8220; \u2013 der Autorenkommentar zu Rote Laterne entlarvt die Position Zhang Yimous zum Frauenbild im traditionellen China. Im liberalen Klima Hongkongs thematisiert Wong Kar-Wai sowohl die schwule Sexszene als auch das &#8222;melodramatische Liebesspiel der Freigeister&#8220;. In seinen Filmen wird &#8222;gek\u00fcsst, geliebt und es gibt Seitenspr\u00fcnge und geheime Leidenschaften&#8220;. In verworrenen Traumkonstruktionen und Wiederholungsschleifen fesselt der Regisseur sein Publikum mit dem Thema der &#8222;krank machenden, der unerh\u00f6rten und ma\u00dflosen Liebe&#8220;.<\/p>\n<p> \t\tDie Autoren bieten in ihrer Sammlung von Essays nicht nur zur Farb- und Klangsymbolik, sondern stellen auch Bez\u00fcge zum historischen Kontext sowie Parallelen zur westlichen Filmkunst her. Au\u00dferdem bieten sie \u00fcber die Filmkunst Zhang Yimous und Wong Kar-Wais hinausgehende Einblicke in die fern\u00f6stliche Filmlandschaft. Sie sehen die kulturelle Widerbelebung nach Mao\u00b4s Tod als Innovationsschub, der China eine &#8222;Goldene Generation&#8220; von Filmk\u00fcnstlern bescherte. Ausf\u00fchrliche Starportraits widmen sie den Schauspielerinnen Gong Li als &#8222;einer Lady in Rot&#8220; und der &#8222;anmutig, elegant und freien&#8220; Maggie Cheung. Im Portrait von Zhang Ziyi wird die schauspielerische Vielf\u00e4ltigkeit des jungen Stars am chinesischen Kinohimmel gepriesen. K\u00fcrzere Beitr\u00e4ge schildern die &#8222;Starschmiede Chinas&#8220; und erweitern das Spektrum um im Westen zumeist unbekannten Gesichter wie Jian Wen aus <em>In The Heat Of The Sun<\/em> oder Andy Lau aus <em>As Tears Go By<\/em>. Der Blick hinter die Kulissen durch das Auge des Kameramanns Christopher Doyle sowie eingef\u00fcgte Interviewsequenzen im making-of-Charakter runden das Werk der Autoren ab.<\/p>\n<p> \t\tDas Buch ist mehr als eine blo\u00dfe Aneinanderreihung von Filmrezensionen, die Autoren pr\u00e4sentieren die beiden Regisseure hinsichtlich thematischer Schwerpunkte. Die erhoffte Beziehung zueinander bleibt jedoch h\u00e4ufig unklar. Liebhaber fern\u00f6stlicher Filmkunst werden sich beim Durchbl\u00e4ttern \u00fcber die F\u00fclle an Fotos freuen und nicht zuletzt durch den am\u00fcsanten Schreibstil zum Lesen des einen oder anderen Essays animiert werden. Auch durch die Entschl\u00fcsselung einzelner Zeichen ist die Entzauberung der Wunder Zhang Yimous oder Wong Kar-Wais nicht zu bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p> \t\tJosie Marie Perkuhn<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>Josef Schnelle und R\u00fcdiger Suchsland<\/strong><br \/> \t\tZeichen und Wunder. Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai<br \/> \t\tSch\u00fcren Verlag, 2008<br \/> \t\tISBN-13: 978-3894724382<br \/> \t\tEUR 19,90<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"7\" name=\"7\"><span id=\"parent-fieldname-title\">&#8222;Der China Schock. Wie Peking sich die Welt gef\u00fcgig macht&#8220; von Frank Sieren <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Beobachtet die Lage ruhig. Steht fest zu eurer Position. Antwortet vorsichtig. Haltet unsere St\u00e4rken verborgen. Versteckt unsere Schw\u00e4chen. Wartet auf die g\u00fcnstige Gelegenheit eines Comebacks. Beansprucht nie die F\u00fchrerschaft.&#8220; Dieses Zitat von Deng Xiaoping stellt der seit 1994 in Peking lebende Frank Sieren seinem Buch Der China Schock. Wie Peking sich die Welt gef\u00fcgig macht, voran. Sieren m\u00f6chte zeigen, mit welcher politischen und wirtschaftlichen Strategie China sich international bewegt. Dabei ist der Untertitel des Buches ironisch gemeint: Nach Sierens Meinung ist es nicht China, sondern der Westen, der sich die Welt gef\u00fcgig zu machen versucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Ver\u00e4nderungen im globalen Machtgef\u00fcge sind nicht mehr zu \u00fcbersehen, und in der westlichen \u00d6ffentlichkeit wird der Wirtschaftsmacht China zunehmend kritisch begegnet. China ist im Nahen Osten und Afrika zum wichtigsten Abnehmer f\u00fcr Bodensch\u00e4tze und \u00d6l geworden und entrei\u00dft damit dem Westen den zentralen Einfluss auf die Wirtschaft dieser Regionen. Mit den h\u00f6chsten Devisenreserven der Welt schafft es China geschickt, sich politische Loyalit\u00e4t von zahlreichen Entwicklungsl\u00e4ndern zu sichern. Einen gro\u00dfen Teil seiner Aufmerksamkeit schenkt Frank Sieren den Handelsbeziehungen zwischen Afrika und China. Im Austausch f\u00fcr Infrastrukturprojekte in zahlreichen L\u00e4ndern wie Angola, Nigeria und dem Sudan bekommen die Chinesen dringend ben\u00f6tigte Rohstoffe. W\u00e4hrend die Afrikaner die wirtschaftlichen Beziehungen zu China als \u201eWin-Win-Beziehung\u201c ansehen, da China keine Vorbedingungen stellt, sondern nur Handel will und dazu noch g\u00fcnstige Kredite bietet, kritisieren westliche Politiker mit erhobenem Zeigefinger Afrika und China wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption. Sieren argumentiert, dass die Europ\u00e4er und Amerikaner die Bedeutung Afrikas f\u00fcr die Rohstoffsicherung nicht erkannt und die Investitionschancen f\u00fcr die Wirtschaft untersch\u00e4tzt h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer Westen fordert die Anpassung Chinas an seine Spielregeln und die \u00dcbernahme von Verantwortung im internationalen Umfeld. Schattenseiten der chinesischen Au\u00dfenpolitik gibt es viele. Der Sudan-Konflikt und die Unterst\u00fctzung Chinas bei der Nuklear-Technologie des Irans sind nur zwei Beispiele daf\u00fcr. Doch der Schl\u00fcssel zu Chinas Erfolg liegt im Pragmatismus: Peking wendet sich g\u00fcnstigen Situationen im richtigen Moment zu, um von dort aus weiterzuplanen. Diesen Pragmatismus mag man kritisieren, doch Sieren meint, dass der Westen schnell neue Antworten auf die chinesische Herausforderung finden m\u00fcsse, ansonsten k\u00f6nne China sich schon bald v\u00f6llig seinem Einfluss entziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tMit geschichtlichen R\u00fcckblicken und zeitnahen Fallbeispielen bringt Sieren dem Leser die Situation der wirtschaftlichen und politischen Weltlage nahe. In Gespr\u00e4chen und Interviews mit Diplomaten, Bankmanagern und Mitarbeitern in Ministerien diskutiert er Probleme und Krisen, so dass sich der Leser ein Bild von der Situation mit all ihren Facetten machen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWirklich neu sind seine Argumente und Schl\u00fcsse jedoch nicht. Wer also bisher noch kein \u00e4hnlich geartetes Buch \u00fcber den Aufstieg Chinas gelesen hat und auch gerne einmal journalistisch \u00fcber China reden m\u00f6chte, dem sei Der China Schock w\u00e4rmstens empfohlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKathrin Achenbach<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong>Frank Sieren<\/strong><br \/> \tDer China Schock. Wie Peking sich die Welt gef\u00fcgig macht<br \/> \tEcon, 2008<br \/> \tISBN-13: 978-3430300254<br \/> \tEUR 19,90<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT \u00dcber die Tibetfrage Die durch die Unruhen in Tibet ausgel\u00f6ste Debatte der letzten Wochen d\u00fcrfte wohl an keinem Sinologen vor\u00fcber gegangen sein. 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