{"id":246,"date":"2009-02-01T12:00:00","date_gmt":"2009-02-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2009\/02\/01\/newsletter-februar-2009-nr-30\/"},"modified":"2026-05-20T18:37:02","modified_gmt":"2026-05-20T17:37:02","slug":"newsletter-februar-2009-nr-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2009\/02\/01\/newsletter-februar-2009-nr-30\/","title":{"rendered":"Newsletter Februar 2009 Nr. 30"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_ChinaimUmbau\" style=\"text-align: justify;\">China im Umbau<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chemiestudent Martin Zamoryn hat im WS 04-05 am Prop\u00e4deutikum des Instituts f\u00fcr Sinologie teilgenommen, war anschlie\u00dfend f\u00fcr ein halbes Jahr an der Shanghai International Studies University, und absolviert zurzeit einen sechsmonatigen Auslandsaufenthalt am College of Chemistry and Molecular Engineering der Peking University. F\u00fcr SHAN berichtet er vom seinen Erlebnissen in einem Land im Umbruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#1\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_ChinesischePolitikerinBe\" style=\"text-align: justify;\">Chinesische Politiker in Berlin: Die letzten 90 Jahre<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Januar 2009 besuchte der chinesische Ministerpr\u00e4sident Wen Jiabao Berlin. Andere chinesische Politiker und Politikerinnen kamen im Verlauf der letzten 90 Jahre nicht nur zu einem kurzen Besuch in der Stadt an der Spree. In den 1920er Jahren lebten fr\u00fche KP-Mitglieder wie Zhou Enlai und Zhu De in der deutschen Hauptstadt. Bald darauf folgte Song Qingling, die Witwe des KMT-Gr\u00fcnders Sun Yatsen, die sp\u00e4ter auch Heidelberg besuchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#2\"><strong>&gt;&gt; zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Rezension:AbrahmLustgart\" style=\"text-align: justify;\">Rezension: Abrahm Lustgarten \u2013 Chinas Grosser Zug. Die Eroberung Tibets durch die h\u00f6chste Eisenbahn der Welt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Kann man ein Tal nur \u00fcber einen hohen Pass erreichen, kommen lediglich die besten Freunde oder die schlimmsten Feinde zu Besuch.&#8220; Wie viel Wahres mag wohl in diesem tibetischen Sprichwort stecken? Z\u00e4hlen die Han-Chinesen, vertreten durch ihre Regierung, zu den Freunden oder den Feinden? Eine<br \/> Antwort bietet der Autor Abrahm Lustgarten in seinem Buch &#8222;Chinas Grosser Zug. Die Eroberung Tibets durch die h\u00f6chste Eisenbahn der Welt&#8220; nicht, vielmehr er\u00f6ffnet er die M\u00f6glichkeit, sich selbst ein Bild zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#3\"><strong>&gt;&gt; zur vollst\u00e4ndigen Rezension<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">China im Umbau <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Chemiestudent Martin Zamoryn hat im WS 04-05 am Prop\u00e4deutikum des Instituts f\u00fcr Sinologie teilgenommen, war anschlie\u00dfend f\u00fcr ein halbes Jahr in an der Shanghai International Studies University, und absolviert zurzeit einen sechsmonatigen Auslandsaufenthalt am College of Chemistry and Molecular Engineering der Peking University. F\u00fcr SHAN berichtet er von seinen Erlebnissen in einem Land im Umbruch.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Heidelberg ist die Chemie ein Geb\u00e4ude mit zwei Stockwerken und Keller; hier in Peking sind es zwei Geb\u00e4ude mit einmal f\u00fcnf und einmal neun Etagen und zwei Kellergeschossen. Nachdem mich der Wachmann bei meiner Ankunft schlie\u00dflich eingelassen hatte, durfte ich meinen Arbeitskreis suchen. Verwundert musste ich dabei feststellen, dass alle Mitarbeiter aus unerfindlichen Gr\u00fcnden ihr gesamtes Hab und Gut in Kisten packten und diese dann wiederum auf den Flur stellten, wo sich schon etliche M\u00f6belst\u00fccke, Kisten, Computer und Ger\u00e4te angesammelt hatten. Schlie\u00dflich empfing mich ein junger Herr in Jeans, neongelbem T-Shirt und Latexhandschuhen. Wir blickten uns gleicherma\u00dfen verst\u00f6rt an. Er war irritiert, dass ich schon da war, und ich war irritiert, dass alle anscheinend im Begriff waren, zu gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der mich betreuende Professor war gerade auf Dienstreise. Niemand hatte mit meinem Kommen gerechnet. Dennoch waren meine Kommilitonen schnell zur Stelle und redeten auf mich ein. Sie konnten es kaum fassen, dass ich es alleine bis hierher geschafft hatte. Als sie h\u00f6rten, dass ich mit dem Schiff aus Incheon nach China eingereist war, schien es f\u00fcr sie wie ein regelrechtes Wunder, dass ich \u00fcberhaupt bis nach Peking gefunden hatte.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Tatsache, dass ich mich auf Chinesisch mit ihnen unterhielt, drang erst ganz allm\u00e4hlich in ihr Bewusstsein; seitdem spricht mich aber eigentlich kein Kommilitone mehr auf Englisch an. Das ist sicher zu meinem Vorteil, und au\u00dferdem konnte ich mich so relativ schnell in die Gruppe integrieren. Sie unterhalten sich wie gewohnt, und wenn ich mich am Gespr\u00e4ch beteilige, bin ich voll akzeptiert. Da es anstrengend ist, den ganzen Tag in einer Fremdsprache zu arbeiten, ist meine Aufnahmekapazit\u00e4t f\u00fcr neue Vokabeln und Redewendungen leider etwas begrenzt. Jedenfalls f\u00fchlte ich mich schnell nicht mehr nur als exotischer Gast, sondern vielmehr als gerne gesehener Kumpel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">St\u00e4ndiges Gespr\u00e4chsthema in unserer Gruppe ist nat\u00fcrlich das bereits erw\u00e4hnte Kistent\u00fcrmen. Das Geb\u00e4ude wird generalsaniert. So hatte ich mir meinen Einstieg in die Chemie in China nicht vorgestellt. Zwar wurde mir angeboten, erst nach dem Umzug wieder zu kommen, aber ich bin dann doch geblieben. Zwei Wochen verschmutzte und vergessene Glassger\u00e4te sp\u00fclen und Kisten packen \u2013 das macht sich sicher auch gut in einer Diplomarbeit.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich nehme am Selbstzahler-Programm des DAAD teil, bei dem es aber durchaus m\u00f6glich ist, sich zeitgleich f\u00fcr ein anderes Programm des DAAD zu bewerben. Der DAAD ist hier nur der Vermittler, das Geld kommt vom China Scholarship Council (CSC). Das CSC \u00fcbernimmt zwar die Studiengeb\u00fchren, aber um die Unterkunft musste ich mich selbst bem\u00fchen. Neben dem Laborumzug hatte ich folglich auch meinen eigenen Umzug in die Wege zu leiten, denn bis dato wohnte ich noch in einer Jugendherberge. Meine Kommilitonen haben mir bei der Wohnungssuche im Netz geholfen, und das ganze ging erstaunlich schnell. Jetzt wohne ich in einem Zimmer, dessen T\u00fcre ein defektes Schloss hat, in einer Wohnung, bei der Tag und Nacht die T\u00fcren offen stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist ganz im Gegensatz zu den Laborr\u00e4umen. Hier ist ein magnetisches Schloss an der T\u00fcre angebracht. Aus irgendeinem Grund blockiert das ganze System aber regelm\u00e4\u00dfig, und die T\u00fcre bleibt verschlossen. Au\u00dferdem haben wir nur eine Zugangskarte f\u00fcr zehn Personen. Notfalls muss man dann eben das Sicherheitspersonal bitten, die T\u00fcre zu \u00f6ffnen. Meist bleibt das an mir h\u00e4ngen, da es meinen Kommilitonen etwas peinlich ist.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber T\u00fcren \u00f6ffnen ist ja nicht der eigentliche Auftrag des Wachpersonals. Sie m\u00fcssen die Bildschirme im Auge behalten, die zu den unz\u00e4hligen \u00dcberwachungskameras in und vor dem Haus geh\u00f6ren. So haben sie immer den vier Meter hohen und sieben Meter breiten M\u00fcll- und Sperrm\u00fcllhaufen, der wahrscheinlich auch ein Sonderm\u00fcllhaufen ist, im Auge. Gut bewacht haben sie ihn aber nicht, denn von einem Abend auf den n\u00e4chsten Morgen war er einfach verschwunden.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den Bildschirmen kann der Wachdienst auch die Bauarbeiter beobachten. Manch einer steht da ohne jegliche Sicherheitsausr\u00fcstung auf der obersten Sprosse einer zweimannshohen Leiter und fummelt, sich in h\u00f6chste H\u00f6hen reckend, an irgendetwas herum. Ein anderer balanciert mit einer Schubkarre drei Meter \u00fcber ein sich gef\u00e4hrlich stark durchbiegendes, nur fu\u00dfbreites Brett. Andere stehen auf dem Dach des f\u00fcnfst\u00f6ckigen Geb\u00e4udes und f\u00fchren Winkman\u00f6ver durch, um mich am Fenster im neunten Stockwerk des anderen Geb\u00e4udes zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4tte die Universit\u00e4t statt des chinesischen Staatszirkuses f\u00e4hige Handwerker eingestellt w\u00e4ren die Renovierungsarbeiten vielleicht schon l\u00e4ngst beendet. Aber vielleicht ist die lange Bauphase von der Universit\u00e4t auch extra so vorgesehen. So k\u00f6nnen Gastredner aus dem Ausland beim Kopfeinziehen unter Kabelstr\u00e4ngen und beim Fu\u00df heben \u00fcber Rohre und Eimer nicht nur sehen, sondern sp\u00fcren, dass hier in die Forschung investiert wird, und dass es voran geht. Bei manch einem mag da Neid aufkommen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zurzeit sind die r\u00e4umlichen M\u00f6glichkeiten hier nach wie vor sehr eingeschr\u00e4nkt. Der Raum ist zwar gro\u00df, aber voll von Kisten. Zwischen diesen Kisten schl\u00e4ngelt sich ein Weg, so breit, dass ihn gerade eine Person begehen kann, und es gibt alle zwei, drei Meter eine Nische zum Warten. Zur Rush Hour befinden sich zehn Personen in diesem Pseudolabor. Irgendwo sind hier auch s\u00e4mtliche Chemikalien des Arbeitskreises eingekistet. Die Luft ist daher ein wahres Erlebnis f\u00fcr die Nase. Aber \u00fcbler Gestank wird einfach durch das Verteilen von Wasser auf dem Fu\u00dfboden oder das \u00d6ffnen von Fenstern und T\u00fcren vertrieben. So wird dann entweder ein Schmutzfilm im ganzen Haus verteilt, oder aber im Labor wird es bitter kalt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Forschung bedeutet ja immer auch suchen, und wir sind den ganzen Tag auf der Suche. Wir suchen zuerst die Teile f\u00fcr eine Reaktionsapparatur. Dann suchen wir einen Platz zum Aufstellen. Und zu guter Letzt suchen wir die Chemikalien. Bis dahin sind wir etliche Meter im Kreis gelaufen, haben gestemmt, haben geschoben und gew\u00fchlt und manchmal fast gerauft. In diesem Umfeld zeigt sich bei meinen chinesischen Kommilitonen ein erstaunliches Talent zur Improvisation. Manch eine Reaktionsapparatur entspricht nicht so ganz dem, was ich in Deutschland \u00fcber sicheres Arbeiten im Labor gelernt habe. Immerhin hat der Sicherheitsbeauftragte des Arbeitskreises darauf bestanden, dass wir uns einen Feuerl\u00f6scher, eine L\u00f6schdecke und einen Eimer mit Sand in den Weg stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der R\u00fcckkehr von seiner Dienstreise nahm unser Professor sofort Kontakt mit mir auf. Er er\u00f6ffnete mir, dass er &#8222;quite critical to our students&#8220; sei, und &#8222;we have a special policy&#8220;. Unser Arbeitstag beginnt morgens um acht Uhr und endet abends um zehn Uhr. Verst\u00e4ndlicherweise werden w\u00e4hrend der zahlreichen Vortr\u00e4ge h\u00e4ufig Schl\u00e4fchen eingeschoben. Wir haben zwei Mal ein bis zwei Stunden Essenspause, und wenn wir anderweitig abwesend sein wollen, sollen wir dem Professor Bescheid geben. Auff\u00e4llig ist, dass ich den Schnitt der Abwesenheit f\u00fcr anderweitige Aktivit\u00e4ten in unserem Arbeitskreis erheblich anhebe. Unser Professor sieht diese Arbeitsbedingungen als eine Investition in die Zukunft. Gut ausgebildete Leute sind in China gerne gesehen \u2013 auch wenn er f\u00fcr Chemiker zur Zeit nicht unbedingt die besten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt sieht; aber selbst dann kann man ja immer noch seinen Postdoc in den USA machen. Dort sind seiner Aussage nach die Arbeitszeiten an den Universit\u00e4ten genauso geregelt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn ich diesen Arbeitszeiten sehr kritisch gegen\u00fcber stehe muss ich zugeben, dass meine Kommilitonen sehr flei\u00dfig und sehr geschickt sind. Insofern kann es vielleicht tats\u00e4chlich passieren, dass China die Vorreiterstellung in der internationalen chemischen Forschung \u00fcbernimmt, und zwar nicht erst im Jahre 2050, dem Jahr, f\u00fcr das die Regierung die Weltf\u00fchrerschaft in Wissenschaft und Technologie geplant hat.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Martin Zamoryn<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Chinesische Politiker in Berlin: Die letzten 90 Jahre <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Im Januar 2009 besuchte der chinesische Ministerpr\u00e4sident Wen Jiabao Berlin. Vor fast neunzig Jahren lebten fr\u00fche KP-Mitglieder wie Zhou Enlai und Zhu De in der deutschen Hauptstadt. Bald darauf folgte Song Qingling, die Witwe des KMT-Gr\u00fcnders Sun Yatsen, die sp\u00e4ter auch Heidelberg besuchte.<\/em><\/p>\n<p> <strong>Chinesen in Charlottenburg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den zwanziger Jahren f\u00fchrten die Wege chinesischer Kommunisten oft in die Hauptstadt des Heimatlandes von Marx und Engels; KMT-Mitglieder interessierten sich dagegen eher f\u00fcr den preu\u00dfischen Militarismus, sp\u00e4ter auch f\u00fcr den Faschismus. Kurz nach der Gr\u00fcndung der Kommunistischen Internationale, der KPD (1919) und der KP Chinas (1921) entwickelte sich Berlin zur Durchgangsstation und zum Aufenthaltsort vieler westlicher und auch fern\u00f6stlicher Revolution\u00e4re. Damals lebten zahlreiche Chinesen in Frankreich, viele wollten nach Moskau, die meisten von ihnen stiegen in Berlin um \u2013 oder aus. Neben den g\u00fcnstigen Studienbedingungen waren vor allem die billigen Wohnungen attraktiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der chinesische Trotzkist Zheng Chaolin, der 1923 von Paris nach Moskau fuhr, berichtete in seinen Memoiren <em>Siebzig Jahre Rebell<\/em>: &#8222;Ich wohnte in der Kantstrasse in Charlottenburg. Charlottenburg geh\u00f6rte zum neuen Berlin. Wollte man in das alte Berlin, mu\u00dfte man durch einen Wald hindurch; aber es gab eine U- und eine S-Bahn. In Frankreich habe ich nie in einer so sch\u00f6nen Wohnung gewohnt; aber nicht nur ich, sondern alle Studenten haben niemals in Frankreich in einer so h\u00fcbschen Wohnung gewohnt. Die Vermieterin war eine Offizierswitwe; sie hatte eine Tochter, die jeden Tag in der guten Stube Klavier spielte. Um ihr Einkommen aufzubessern, vermieteten sie die besten Zimmer an Ausl\u00e4nder.&#8220;<\/p>\n<p> <strong>Zhou Enlai und Zhu De<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den prominentesten chinesischen Kommunisten in Berlin geh\u00f6rten der sp\u00e4tere Ministerpr\u00e4sident Zhou Enlai und der Armeef\u00fchrer Zhu De. Anfang der zwanziger Jahre wurde in Frankreich die erste europ\u00e4ische Organisation der chinesischen Kommunisten gegr\u00fcndet und 1922 traf auch Zhou Enlai mit einigen anderen Chinesen in Berlin ein. Zhou Enlai, der vorher schon Japan, England und Frankreich besucht hatte, lie\u00df sich zun\u00e4chst in Wilmersdorf nieder; er gab eine revolution\u00e4re Zeitschrift heraus und am\u00fcsierte sich an den umliegenden Seen. Im folgenden Jahr traf dann auch Zhu De in Berlin ein und wurde durch Vermittlung Zhous KP-Mitglied. 1924 verlie\u00df Zhou Enlai die Hauptstadt wieder und kehrte in die Heimat zur\u00fcck. Im folgenden Jahr wurde Zhu De nach Teilnahme an einer Demonstration ausgewiesen und ging nach Moskau. Zehn Jahre danach begaben sich Politkommissar Zhou Enlai und General Zhu De \u2013 mit Mao Zedong \u2013 auf den Langen Marsch.<\/p>\n<p> <strong>KPD und Komintern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als 1925 die chinesische Revolutionsbewegung einen H\u00f6hepunkt erreichte, begannen sich die KPD und die Internationale Arbeiterhilfe f\u00fcr China zu interessieren. Im August des Jahres organisierte der KPD-Funktion\u00e4r und IAH-Chef Willi M\u00fcnzenberg in Berlin einen Kongre\u00df unter dem Motto &#8222;H\u00e4nde weg von China&#8220;; dieser war der H\u00f6hepunkt der ersten Chinakampagne der IAH, die die Revolutionsbewegung in China unterst\u00fctzen sollte. Der M\u00fcnzenberg-Konzern verbreitete damals Publikationen mit den Titeln <em>Die kapitalistische H\u00f6lle in China<\/em> und <em>Das k\u00e4mpfende China<\/em>; in seinen Zeitschriften und Zeitungen \u2013 wie z.B. <em>Arbeiter Illustrierte Zeitung<\/em>, <em>Berlin am Morgen<\/em> und <em>Welt am Abend<\/em> \u2013 erschienen h\u00e4ufig Artikel \u00fcber China. Zu dieser Zeit hielten sich schon Dutzende von chinesischen Kommunisten in Deutschland auf und arbeiteten mit der IAH und KPD zusammen. M\u00fcnzenberg war mit &#8222;dem jungen und eifrigen Liau&#8220;, befreundet. Liau Hansin war ein Bekannter Mao Zedongs und stammte aus dessen Heimatprovinz Hunan. Er war 1922 der KP Chinas beigetreten, im gleichen Jahr nach Berlin gereist und arbeitete dort f\u00fcr die KP und die Komintern. Er schrieb f\u00fcr verschiedene Zeitschriften und die Internationale Pressekorrespondenz.<\/p>\n<p> <strong>Von Berlin nach Br\u00fcssel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Februar 1927 organisierten M\u00fcnzenberg und Liau (in Br\u00fcssel) den &#8222;Kongre\u00df gegen koloniale Unterdr\u00fcckung und Imperialismus&#8220;, an dem mehr als 170 Delegierte aus vier Kontinenten teilnahmen. Die chinesische Revolution war das wichtigste Thema und Liau einer der Hauptredner. Ein weiterer Teilnehmer war Karl August Wittfogel, der prominenteste China-Experte der KPD, mit dem Liau damals zusammen arbeitete. Das Hauptergebnis des Kongresses war die Gr\u00fcndung der <em>Liga gegen Imperialismus und f\u00fcr nationale Unabh\u00e4ngigkeit<\/em>, einer fr\u00fchen NGO. Liau, M\u00fcnzenberg und der Inder Nehru wurden Mitglieder des Exekutivkomitees; die Zentrale war in Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer chinesischer Konferenzteilnehmer war der ebenfalls in Berlin lebende Xie Weijin, der nach Liaus Abreise nach Moskau (1928) einige seiner Aufgaben \u00fcbernahm und mit dem KPD-F\u00fchrer Th\u00e4lmann Kontakt hatte. Xie war ausserdem mit Egon Erwin Kisch befreundet und soll 1932 dessen Reise nach China organisiert haben; im Januar 1933 erschien dann Kischs Buch <em>China geheim<\/em>, wurde jedoch bald verboten. Xie Weijin war der Vater des in Berlin geborenen Han Sen (der vor einigen Jahren in Deutschland seine Memoiren Ein Chinese mit dem Kontraba\u00df ver\u00f6ffentlichte). Xie Weijin blieb bis 1933 in Deutschland, floh dann in die Schweiz und nahm ab 1936 am Spanischen B\u00fcrgerkrieg teil; 1940 kehrte die ganze Familie nach China zur\u00fcck.<\/p>\n<p> <strong>Song Qingling und Anna Seghers<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den prominentesten Berlinreisenden geh\u00f6rte Ende der zwanziger Jahre Song Qingling. Sie war die Witwe des 1925 verstorbenen Revolution\u00e4rs Sun Yatsen, der 1911 ma\u00dfgeblich am Sturz des Kaiserreichs beteiligt gewesen war. Nach der Niederschlagung der chinesischen Revolutionsbewegung im Sommer 1927 war sie zun\u00e4chst nach Moskau und dann nach Berlin geflohen. Sie war mit M\u00fcnzenberg und einigen anderen deutschen Kommunisten befreundet und blieb bis 1932 in Deutschland. Ihre Freundin und zeitweilige Sekret\u00e4rin war Hu Lanqi, eine Kommunistin, die wie Zhu De und Xie Weijin aus der Provinz Sichuan (Sezuan) stammte. Hu Lanqi lernte damals in Berlin auch Clara Zetkin und Anna Seghers kennen. Hu Lanqi wurde 1933 von den Nazis verhaftet und dann ausgewiesen; sie fl\u00fcchtete nach Paris und reiste sp\u00e4ter nach Moskau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfang der dreissiger Jahre lernte Hu Lanqi in Berlin noch Wang Bingnan kennen, der damals in Berlin studierte. Wang blieb bis 1936, heiratete dann Anna Wang (die Autorin des Buches <em>Ich k\u00e4mpfte f\u00fcr Mao<\/em>) und reiste mit ihr mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China. Wang Bingnan war in den f\u00fcnfziger Jahren Botschafter der VR China in Polen.<\/p>\n<p> <strong>Von Beijing nach Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Gr\u00fcndung der Volksrepublik China (1949) besuchte der neue Ministerpr\u00e4sident Zhou Enlai 1954 die &#8222;Hauptstadt der DDR&#8220;, Armeef\u00fchrer Zhu De fuhr zum 80. Geburtstag von Wilhelm Pieck (1956) nach (Ost-)Berlin. Da die Bundesrepublik in den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren weder mit der Volksrepublik China noch mit Taiwan diplomatische Beziehungen unterhielt, gab es lange Zeit keine hochrangigen Besuche; ab 1972 reisten chinesische Politiker meist zum Regierungssitz Bonn. Der erste hochrangige Besucher der DDR-Hauptstadt nach der Kulturrevolution war 1987 Zhao Ziyang. In den neunziger Jahren besuchte Ministerpr\u00e4sident Li Peng Berlin, sp\u00e4ter folgten auch Zhu Rongji, Jiang Zemin und Hu Jintao.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gegenw\u00e4rtige Ministerpr\u00e4sident Wen Jiabao, der \u2013 wie Parteichef Hu Jintao \u2013 w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs geboren wurde, konnte als Student nicht ins Ausland gehen; da in den sechziger Jahren die Beziehungen zu den Ostblockl\u00e4ndern abgebrochen und die diplomatischen Beziehungen zu den meisten westeurop\u00e4ischen Staaten erst in den siebziger Jahren aufgenommen wurden, gab es f\u00fcr Wens Generation wenig Gelegenheiten f\u00fcr Auslandsaufenthalte. Als Ministerpr\u00e4sident ist Wen allerdings schon mehrfach in Deutschland und Berlin gewesen, daher war sein jetziger Besuch hier sehr kurz; er wollte noch nach Br\u00fcssel.<\/p>\n<p> <strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Egon Erwin Kisch: <em>China geheim<\/em>, Berlin, 1932.<br \/> Anna Wang: <em>Ich k\u00e4mpfte f\u00fcr Mao<\/em>, Hamburg, 1964, 1973.<br \/> Hu Lanqi: <em>Hu Lanqi huiyilu<\/em>, Chengdu, 1985.<br \/> Zheng Chaolin: <em>Siebzig Jahre Rebell<\/em>, Frankfurt, 1991.<br \/> Christiane Zehl Romero: <em>Anna Seghers \u2013 Eine Biographie 1900-1947<\/em>, Berlin: Aufbau Verlag, 2000.<br \/> Han Sen: <em>Ein Chinese mit dem Kontrabass<\/em>, M\u00fcnchen, 2001.<br \/> Thomas Kampen: &#8222;Chinese Communists in Austria and Germany and their later activities in China&#8220;, in: <em>Asian and African Studies<\/em>, 2007, XI.<\/p>\n<p> Dr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Rezension: Abrahm Lustgarten \u2013 Chinas Grosser Zug. Die Eroberung Tibets durch die h\u00f6chste Eisenbahn der Welt <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Kann man ein Tal nur \u00fcber einen hohen Pass erreichen, kommen lediglich die besten Freunde oder die schlimmsten Feinde zu Besuch.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viel Wahres mag wohl in diesem tibetischen Sprichwort stecken? Z\u00e4hlen die Han-Chinesen, vertreten durch ihre Regierung, zu den Freunden oder den Feinden? Eine Antwort bietet der Autor Abrahm Lustgarten in seinem Buch Chinas Grosser Zug. Die Eroberung Tibets durch die h\u00f6chste Eisenbahn der Welt nicht, vielmehr er\u00f6ffnet er die M\u00f6glichkeit, sich selbst ein Bild zu machen. Eindrucksvoll schildert der Journalist auf 381 Seiten in drei thematischen Bl\u00f6cken die politisch-historischen Fakten des Planungsprozesses, die pers\u00f6nlichen Querelen und klimatischen Widerst\u00e4nde beim Bau der Eisenbahn, sowie Erwartungen und Auswirkungen nach der Freigabe der T 27 -Linie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lustgarten beginnt mit den Eindr\u00fccken, die ihm das heutige schnelllebige, moderne und leuchtreklamenversetzte Peking bietet. Er leitet im Unterkapitel &#8222;Die Zeit ist Reif&#8220; aus dem pr\u00e4sentierten wirtschaftlichen Wachstum und Wohlstand seine erste These f\u00fcr den Bau der Eisenbahn ab: Wohlstand f\u00fchre zu Expansionsbestrebungen und damit zur Ausbreitung der Infrastruktur. Ferner sei die tibetische N\u00e4he zu Indien und Nepal der vergangenen f\u00fcnf Jahrzehnte aus chinesischer Sicht &#8222;ein absolut unertr\u00e4glicher Zustand&#8220;. Zu M\u00f6glichkeit und Machtdemonstration geselle sich als dritter Grund der Zugang und die F\u00f6rderung von bisher unerschlossenen Bodensch\u00e4tzen hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen die guten Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Streckenausbau, dessen Pl\u00e4ne die Volksbefreiungsarmee erstmals nach ihrem Einmarsch in Lhasa 1951 pr\u00e4sentierte, sprachen jedoch lange Zeit Probleme wie Geldmangel, Verlust der politischen Wichtigkeit, Hungersn\u00f6te und scheinbar un\u00fcberwindbare Hindernisse technischer und geographisch-klimatischer Art. Als die Realisierung des Projektes kaum noch glaubhaft schien, bewies der Ingenieur Zhang Luxin, der einen Gro\u00dfteil seines Lebens mit der Erforschung der Bodenbeschaffenheit und Planung der Streckenabschnitte verbracht hatte, seinen langen Atem und warb f\u00fcr die Notwendigkeit der schwierigen Umsetzung. 2000 dann wurde schlie\u00dflich der Bau der Strecke beschlossen. Die politischen H\u00fcrden waren zwar aus dem Weg ger\u00e4umt, doch nun traten die technischen Probleme in den Vordergrund. Frost und K\u00e4lteeinbr\u00fcche machten sowohl der Technik als auch den Arbeitern zu schaffen, wobei letztere zus\u00e4tzlich unter H\u00f6henkrankheit zu leiden hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lustgarten unterf\u00fcttert diese Entwicklung durch Erfahrungen tibetischer Zeitzeugen und vom Bau Betroffener. So zeichnet er ohne Verlust der politischen Komponente ein Bild der Kindheitserinnerungen eines Tibeters an seine ersten Kontakte mit den Han-Chinesen. Kritisch gegen\u00fcber der chinesischen Modernisierungspolitik, jedoch nicht unreflektiert, stellt Lustgarten einerseits die Reaktionen auf die Gr\u00e4ueltaten der Volksbefreiungsarmee in den 50er Jahren und andererseits die Freude am Fortschritt und dem Gefallen daran, mit dem eigenen Auto nach Tsurphu zu fahren, dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Startschuss zum Bau der Eisenbahn mehrten sich die \u00c4ngste der Tibeter vor dem Verlust ihrer kulturellen Identit\u00e4t oder dem Arbeitsverlust durch die diebischen Wanderarbeiter: &#8222;So viele arme Leute werden hier auftauchen, da werden wir es verst\u00e4rkt mit Stra\u00dfenraub zu tun bekommen&#8220;. Die han-chinesischen Wanderarbeiter ihrerseits kamen mit Hoffnungen auf Ansiedlung, feste Arbeit und Teilhabe am Wohlstand. Fakten und Daten liefert Lustgarten im Kapitel &#8222;Als Familie Wang in die Stadt kam&#8220;, ebenso die nahezu fatalistische Einstellung Wang Lins gegen\u00fcber dem ungewissen Gesch\u00e4ftsleben: &#8222;Wir Gesch\u00e4ftsleute sind wie die Wasserlilie [\u2026] Wir folgen der Str\u00f6mung, wohin auch immer der Fluss uns f\u00fchrt&#8220;.In der Gegenwart begonnen, endet Lustgartens Beschreibung \u00fcber Chinas gro\u00dfen Zug \u2013 wie k\u00f6nnte es anders sein \u2013 mit den eigenen Eindr\u00fccken der h\u00f6chsten Bahnfahrt, auf der man gerne mal in Gespr\u00e4che \u00fcber die Zukunft verstrickt wird. Und so gipfeln die Gedanken der Mitreisenden in den Lasten der Globalisierung und dem Ende der Subventionen: &#8222;Eines Tages wird der gro\u00dfe Aufschwung vorbei sei. Daran f\u00fchrt kein Weg vorbei&#8220;. Ebenso wenig wie f\u00fcr Bahn-Interessierte der Weg an diesem Buch vorbeif\u00fchrt.<\/p>\n<p> Lustgarten, der neben Journalismus auch Anthropologie studiert und bereits f\u00fcr namhafte amerikanische Zeitungen gearbeitet hat, liefert eine historische Betrachtung des 50j\u00e4hrigen chinesischen Eisenbahnbaus nach Tibet mit einer Betonung technologischer Innovation und politischer Entwicklungen, aufgearbeitet als ausf\u00fchrliche Reportage und untermalt mit vielen historischen Sachinformationen zu Politik und Gesellschaft, sowie bereichert durch spannende Perspektivenwechsel. Ein journalistischer Schreibstil nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die chinesische Geschichte in die Hochebene Tibets. 35 Bilder illustrieren die beschriebenen Eindr\u00fccke der Bauarbeiten, der Landschaft sowie einzelner Personen.<\/p>\n<p> Josie-Marie Perkuhn<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT China im Umbau Chemiestudent Martin Zamoryn hat im WS 04-05 am Prop\u00e4deutikum des Instituts f\u00fcr Sinologie teilgenommen, war anschlie\u00dfend f\u00fcr ein halbes Jahr an der Shanghai International Studies University, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_EventAllDay":false,"_EventTimezone":"","_EventStartDate":"","_EventEndDate":"","_EventStartDateUTC":"","_EventEndDateUTC":"","_EventShowMap":false,"_EventShowMapLink":false,"_EventURL":"","_EventCost":"","_EventCostDescription":"","_EventCurrencySymbol":"","_EventCurrencyCode":"","_EventCurrencyPosition":"","_EventDateTimeSeparator":"","_EventTimeRangeSeparator":"","_EventOrganizerID":[],"_EventVenueID":[],"_OrganizerEmail":"","_OrganizerPhone":"","_OrganizerWebsite":"","_VenueAddress":"","_VenueCity":"","_VenueCountry":"","_VenueProvince":"","_VenueState":"","_VenueZip":"","_VenuePhone":"","_VenueURL":"","_VenueStateProvince":"","_VenueLat":"","_VenueLng":"","_VenueShowMap":false,"_VenueShowMapLink":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-newsletter"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - 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