{"id":268,"date":"2010-07-01T12:00:00","date_gmt":"2010-07-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/07\/01\/newsletter-juli-2010-nr-44\/"},"modified":"2026-05-20T18:36:30","modified_gmt":"2026-05-20T17:36:30","slug":"newsletter-juli-2010-nr-44","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/07\/01\/newsletter-juli-2010-nr-44\/","title":{"rendered":"Newsletter Juli 2010 Nr. 44"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<h3 id=\"anker_WillkommeninChina\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t\u4e2d\u56fd\u6b22\u8fce\u4f60\u4eec \u2013 Willkommen in China!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAuch in diesem Jahr lockte der Aktionstag \u201eLebendiger Neckar\u201c der<br \/> Stadt Heidelberg die Besucher mit zahlreichen Attraktionen. Zum bereits<br \/> zweiten Mal beteiligte sich SHAN am China-Dorf, welches, von der<br \/> China-Initiative Heidelberg organisiert, allen Heidelberger Vereinen mit<br \/> China-Bezug eine Plattform bietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#1\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_ZwischendenKulturenvermi\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\tZwischen den Kulturen vermitteln &#8211; Interview mit Dr. Sabine Hieronymus<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSabine Hieronymus studierte von 1981-1990 Sinologie in Heidelberg und<br \/> arbeitet seit sechs Jahren als interkulturelle Trainerin, vor allem f\u00fcr<br \/> die Heidelberger Firma SinaLingua. Als Vorstandsmitglied der<br \/> China-Initiative Heidelberg e.V.&nbsp;ist sie f\u00fcr die Planung und<br \/> Umsetzung verschiedenster Projekte zust\u00e4ndig und Hauptverantwortliche<br \/> f\u00fcr das Chinesische Dorf, welches die China-Initiative seit 2007<br \/> j\u00e4hrlich am Aktionstag \u201eLebendiger Neckar\u201c organisiert. SHAN traf sie<br \/> zum Gespr\u00e4ch \u00fcber ihre Vereinsarbeit und \u00fcber das diesj\u00e4hrige<br \/> Chinesische Dorf.<a class=\"internal-link\" href=\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/newsletter\/2010\/newsletter-nr.-44-juli\/zwischen-den-kulturen-vermitteln-interview-mit-dr.-sabine-hieronymus\" title=\"Zwischen den Kulturen vermitteln - Interview mit Dr. Sabine Hieronymus\">&nbsp; <\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#2\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Interview<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Asientage-SinaLingua-Int\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\tAsientage &#8211; SinaLingua &#8211; Interview mit Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Frau Zuhui Mao<\/h3>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tAm 18. Juni 2010 feierte die Heidelberger Firma SinaLingua e.K. im<br \/> SRH Seminarzentrum ihr zehntes Jubil\u00e4um. Seit zehn Jahren bietet das<br \/> Unternehmen Sprachkurse und interkulturelles Training f\u00fcr deutsche<br \/> Firmen an, die wirtschaftlich in&nbsp; ostasiatische sowie s\u00fcd- und<br \/> s\u00fcdostasiatische L\u00e4nder expandieren. In diesem Jahr wurde SinaLingua als<br \/> offizielle Trainingsinstitution f\u00fcr die World Expo in Shanghai<br \/> ausgew\u00e4hlt und war zust\u00e4ndig f\u00fcr das interkulturelle Training der<br \/> Mitarbeiter aus verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<a href=\"#3\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; <\/span><span class=\"internal-link\">Zum Interview<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<\/div>\n<h3 id=\"anker_VonWesteuropanachOstasie\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\tVon Westeuropa nach Ostasien: &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220; in China<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAls &#8211; vor etwa sieben Jahrzehnten &#8211; der Spanische B\u00fcrgerkrieg zu Ende<br \/> ging und der Zweite Weltkrieg begann, konnten oder wollten viele<br \/> mitteleurop\u00e4ische Linke nicht mehr in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. F\u00fcr<br \/> einige ergab sich \u00fcberraschenderweise die Gelegenheit, am<br \/> antijapanischen Krieg in China teilzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#4\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<div>\n<h3 id=\"anker_SonneSektundstrahlendeGe\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t\tSonne, Sekt und strahlende Gesichter<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tAm Mittwoch, den 30. Juni fand in den R\u00e4umen des Instituts f\u00fcr<br \/> Sinologie die dritte Absolventenfeier von SHAN statt. Bei sommerlich<br \/> hei\u00dfen Temperaturen fanden sich acht Absolventen der Sinologie und ihre<br \/> Begleitungen ein, um mit den Professoren und SHAN noch einmal in<br \/> festlichem Rahmen ihren erfolgreichen Studienabschluss zu feiern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<a href=\"#5\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; <\/span><span class=\"internal-link\">Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<\/div>\n<h3 id=\"anker_LasstdieWeltChinaversteh\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t\u201eLasst die Welt China verstehen, und China in die Welt ziehen\u201c &#8211; Ein Vortrag von Marcus Hernig \u00fcber Shanghai im Expo-Jahr 2010<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIn den letzten Jahren stand China durch die Ausrichtung gro\u00dfer,<br \/> anerkannter Veranstaltungen, wie der Frauen Fu\u00dfball Weltmeisterschaft<br \/> 2006 und den Olympischen Spielen 2008 immer wieder im Fokus der<br \/> \u00d6ffentlichkeit.&nbsp; Nun r\u00fcckt die Expo 2010 in Shanghai in den<br \/> Mitelpunkt der Aufmerksamkeit. Doch wohin entwickelt sich diese gro\u00dfe<br \/> Metropole Chinas? Marcus Hernig ging dieser Frage in seinem Vortrag<br \/> nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#6\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Geschenkt:NordkoreasFanb\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\tGeschenkt: Nordkoreas Fanblock und ein dritter Torwart<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAus sportlicher Perspektive war der Auftritt Nordkoreas bei der<br \/> Fussball Weltmeisterschaft 2010 in S\u00fcdafrika nicht sehr erfolgreich. Mit<br \/> 12 Gegentoren, mehr Tore als alle anderen Mannschaften in der Vorrunde<br \/> kassierten, schied das Team von Trainer Kim Jong-hun sang und klanglos<br \/> aus dem Turnier aus. Unser Beitrag gibt Einblicke, die \u00fcber die blo\u00dfe<br \/> sportliche Leistung hinaus gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#7\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_VonMitteleuropainsReichd\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\tVon Mitteleuropa ins Reich der Mitte: Jaroslav Prusek (1906-1980)&nbsp;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tVor drei\u00dfig Jahren starb der bekannte tschechische Sinologe Jaroslav<br \/> Prusek in seiner Heimatstadt Prag. Vor knapp achtzig Jahren unternahm er<br \/> &#8211; nach seinem Studium in Prag, G\u00f6teborg, Halle and Leipzig &#8211; eine<br \/> China-Reise und schrieb dar\u00fcber ein umfangreiches Buch, das vor wenigen<br \/> Jahren in einer englischen Fassung erschien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#8\"><strong>&gt;&gt; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">\u4e2d\u56fd\u6b22\u8fce\u4f60\u4eec \u2013 Willkommen in China! <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tAuch in diesem Jahr lockte der Aktionstag \u201eLebendiger Neckar\u201c der<br \/> Stadt Heidelberg die Besucher mit zahlreichen Attraktionen. Zum bereits<br \/> zweiten Mal beteiligte sich SHAN am China-Dorf, welches, von der<br \/> China-Initiative Heidelberg organisiert, allen Heidelberger Vereinen mit<br \/> China-Bezug eine Plattform bietet. Die China-Initiative Heidelberg e.V.<br \/> hat sich die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen<br \/> Chinesen und Deutschen zur Aufgabe gemacht, und so konnte man sich<br \/> zwischen den St\u00e4nden mit traditioneller Tee-Zeremonie, Go- und<br \/> Majiang-Spielen und Tuschemalerei ein bisschen in das Land der Mitte<br \/> versetzt f\u00fchlen. \u00dcberall sah man begeisterte Besucher, die sich mit<br \/> gro\u00dfem Interesse an den angebotenen Aktionen beteiligten. Im Zentrum des<br \/> Dorfes war ein gro\u00dfer Platz angelegt, auf welchem rund um die Uhr ein<br \/> vielf\u00e4ltiges Programm mit Taijiquan, einer Pr\u00e4sentation chinesischer<br \/> Kleidung, einem Go-Showturnier, einer Lesestunde und einem<br \/> Kalligraphie-Workshop des Konfuzius-Instituts, geboten wurde. Die<br \/> Grundidee war ein Kulturprogramm zum Mitmachen anzubieten, \u00e4hnlich wie<br \/> in einem chinesischen Park, was bei Gro\u00df und Klein gut ankam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tAuch der SHAN-Stand, an dem den Besuchern ihre chinesischen Namen<br \/> aufgeschrieben bekamen und Scherenschnitte angeboten wurden, zog sehr<br \/> viele Leute an. Fasziniert beobachteten die Besucher wie aus den<br \/> Buchstaben ihrer Namen mehrere chinesische Schriftzeichen wurden. Die<br \/> Bedeutungen der Schriftzeichen, welche die SHAN-Helfer f\u00fcr die Umschrift<br \/> der Namen w\u00e4hlten, l\u00f6sten Freude aus und sorgten teilweise sogar f\u00fcr<br \/> Diskussionsbedarf. Nicht selten erschien den Teilnehmern die phonetische<br \/> \u00dcbersetzung seltsam, sie verstanden aber, dass es bestimmte Silben im<br \/> Chinesischen einfach nicht gibt und man daher bei der \u00dcbersetzung von<br \/> Namen ein bisschen improvisieren muss. Die Scherenschnitte kamen vor<br \/> allem bei den j\u00fcngeren Besuchern gut an. Zu sehen wie aus einem St\u00fcck<br \/> Papier mit nur wenigen Schnitten ein Schmetterling oder ein Tigerkopf<br \/> entsteht, lie\u00df aber nicht nur Kinderherzen h\u00f6her schlagen, sondern<br \/> weckte auch bei so manchem Erwachsenen den Ehrgeiz es selber einmal<br \/> auszuprobieren. Auch Kaja M\u00fcller-Wang und Thomas Wang nutzten&nbsp; die<br \/> Gelegenhait und pr\u00e4sentierten am SHAN-Stand die Puppen ihres<br \/> Budaixi-Puppen-Theaters. Die filigranen, farbenpr\u00e4chtigen Puppen zogen<br \/> gro\u00dfe und kleine Zuschauer sofort in ihren Bann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tAm Stand von Zhang Zhenran konnte das Publikum durch Erkl\u00e4rung und<br \/> Demonstration des K\u00fcnstlers einen Einblick in die chinesische<br \/> Kalligraphie sowie Steinabreibung gewinnen. Dar\u00fcber hinaus brachte Li<br \/> Haibin, Kunstp\u00e4dagoge, K\u00fcnstler und Mitarbeiter des Konfuzius-Instituts,<br \/> den Besuchern in einem Workshop die Grundz\u00fcge der chinesischen<br \/> Kalligraphie n\u00e4her. Mit viel Geduld und Verst\u00e4ndnis erkl\u00e4rte er<br \/> Linienf\u00fchrung und Pinselstriche sowie den Aufbau einiger chinesischer<br \/> Schriftzeichen, um die Teilnehmer anschlie\u00dfend tatkr\u00e4ftig bei ihren<br \/> eigenen Versuchen zu unterst\u00fctzen. F\u00fcr alle, die bald eine Reise in das<br \/> Land der Mitte geplant haben, bot das Konfuzius-Institut einen<br \/> Chinesisch-Crash-Kurs an mit dem Schwerpunkt \u201eWie bestelle ich in einem<br \/> chinesischen Restaurant\u201c. Um 16 Uhr las Heidi Marweg umringt von einer<br \/> gebannten Kinderschar aus dem Buch \u201eDer Tigerprinz\u201c des, in diesem Jahr<br \/> mit dem Buchpreis des Heidelberger Buchladens \u201eLeander\u201c ausgezeichneten,<br \/> Autoren Chen Jianghong. Auch f\u00fcr musikalische Untermalung war gesorgt:<br \/> Wolfgang Wendel verzauberte die Besucher mit seiner Dizi. Gut besucht<br \/> war auch der Stand der Akademie f\u00fcr Integrative Medizin, welche<br \/> ausf\u00fchrliches Informationsmaterial \u00fcber die Inhalte der klassischen<br \/> chinesischen Medizin und ein Preisausschreiben mit attraktiven Gewinnen<br \/> anbot. Direkt daneben informierte die Heilpraxis Dr. med. Hua Zou \u00fcber<br \/> ihre Behandlungsmethoden und Therapien sowie die von der Praxis<br \/> angebotenen Qi-Gong-\u00dcbungskurse und Seminare. F\u00fcr Interessierte f\u00fchrte<br \/> Frau Dr. Zou sogar kostenlose Zungen- und Pulsdiagnosen durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tGl\u00fccklicherweise spielte das Wetter die ganze Zeit mit: Obwohl Regen<br \/> vorhergesagt war, blieb es trocken, wenn auch ein wenig windig. Die<br \/> Organisatorin Sabine Hieronymus meinte dazu lachend, dass ihr erster<br \/> Wunsch am Wunschbaum gleich morgens, der f\u00fcr gutes Wetter gewesen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tKatja Modis<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Zwischen den Kulturen vermitteln &#8211; Interview mit Dr. Sabine Hieronymus <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tSabine Hieronymus studierte von 1981-1990 Sinologie in Heidelberg und<br \/> arbeitet seit sechs Jahren als interkulturelle Trainerin, vor allem f\u00fcr<br \/> die Heidelberger Firma SinaLingua. Als Vorstandsmitglied der<br \/> China-Initiative Heidelberg e.V. (<a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.china-initiative.de\/\">http:\/\/www.china-initiative.de\/<\/a>)<br \/> ist sie f\u00fcr die Planung und Umsetzung verschiedenster Projekte<br \/> zust\u00e4ndig und ist Hauptverantwortliche f\u00fcr das Chinesische Dorf, welches<br \/> die China-Initiative seit 2007 j\u00e4hrlich am Aktionstag \u201eLebendiger<br \/> Neckar\u201c organisiert. SHAN traf sie zum Gespr\u00e4ch \u00fcber ihre Vereinsarbeit<br \/> und \u00fcber das diesj\u00e4hrige Chinesische Dorf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Sabine, du bist ehrenamtlich sehr aktiv, nicht nur bei<br \/> der China-Initiative sondern auch bei SHAN. Wie bist du dazu gekommen?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Schon nach dem Studium wollte ich immer etwas machen, das mit der<br \/> Organisation kultureller Events zu tun hat. 2006, im gleichen Jahr, in<br \/> dem auch SHAN seinen Anfang nahm, traf ich in China unsere jetzige<br \/> Vorsitzende Dr. Elisabeth Bach, die fr\u00fcher Vorsitzende des GDCF<br \/> (Gesellschaft f\u00fcr Deutsch-Chinesische Freundschaft) in Heidelberg war,<br \/> und wir unterhielten uns dar\u00fcber, dass es im Raum Heidelberg viel mehr<br \/> kulturelle Veranstaltungen mit China-Bezug geben sollte \u2013 mit einem<br \/> Verein als Tr\u00e4ger. Zur\u00fcck in Heidelberg entstand dann schnell der<br \/> Kontakt mit anderen, die unabh\u00e4ngig von uns zu dem gleichen Schluss<br \/> gekommen waren und zusammen riefen wir die China-Initiative ins Leben.<br \/> Fast zeitgleich wurde SHAN gegr\u00fcndet und ich wurde dann auch gleich noch<br \/> dort Mitglied. Mein ganzes Leben lang hatte ich vermieden, einem Verein<br \/> beizutreten und innerhalb eines Jahres wurde ich dann Mitglied in<br \/> gleich zwei Vereinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Und welche Ideen standen hinter dieser Vereinsgr\u00fcndung?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Grunds\u00e4tzlich bestand die Idee darin, Informationsveranstaltungen<br \/> zu China anzubieten, also zu Kultur, Land- u. Leuten, Wirtschaft und<br \/> Politik, Konzerte und Ausstellungen zu organisieren, aber auch \u00fcber<br \/> gemeinsame Aktivit\u00e4ten zu versuchen, die freundschaftlichen Beziehungen<br \/> zwischen Chinesen und Deutschen hier im Raum Heidelberg konkret zu<br \/> f\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Was war euer bisher gr\u00f6\u00dftes Projekt?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Schwere Frage &#8211; also auf jeden Fall rangiert hier das Chinesische<br \/> Dorf recht weit vorne.: Das erweist sich immer als recht gro\u00dfe Sache,<br \/> zum einen weil wir hier mit vielen verschiedenen Vereinen und<br \/> Institutionen zusammenarbeiten\u2013 wie mit SHAN zum Beispiel, oder dem<br \/> Konfuzius-Institut, oder dem Verein chinesischer Wissenschaftler und<br \/> Studenten, andererseits haben wir mit dem Dorf auch das gr\u00f6\u00dfte<br \/> Publikum.. Dar\u00fcber hinaus haben wir aber auch etliche Vortr\u00e4ge,<br \/> Diskussionsrunden und Lesungen organisiert, z.B. eine Podiumsdiskussion<br \/> zum Thema \u201eChina und die Umwelt\u201c, die John-Rabe-Matinee oder die Lesung<br \/> mit Marcus Hernig im letzten Jahr. Und nat\u00fcrlich viele kleinere Vortr\u00e4ge<br \/> und immer wieder \u201eSocial Events\u201c am Chinesischen Fr\u00fchlingsfest, am<br \/> Mondfest usw.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Seit wann gibt es das Chinesische Dorf schon, welche<br \/> Ideen stehen dahinter und wie lange seid ihr damit schon beim<br \/> \u201eLebendigen Neckar\u201c dabei?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: 2007 haben wir am Tag des \u201eLebendigen Neckars\u201c, allerdings nicht<br \/> in den Aktionstag eingebunden, ein Drachenbootfest mit verschiedenen<br \/> Info-St\u00e4nden zur chinesischen Kultur im Garten des V\u00f6lkerkundemuseums<br \/> veranstaltet: Die Resonanz war toll und es war klar, dass wir das gerne<br \/> wiederholen wollten. Wir kontaktierten 2008 die Organisatoren des<br \/> \u201eLebendigen Neckars\u201c und wurden mit offenen Armen empfangen. Pl\u00f6tzlich<br \/> hatten wir einen der sch\u00f6nsten Pl\u00e4tze auf der Neckarwiese, nah am Wasser<br \/> und sehr viel Platz. Und so ergab sich die Form: Das Dorf sollte etwas<br \/> Rundes und f\u00fcr sich wirkendes sein \u2013da mogelte sich bestimmt heimlich<br \/> das Bild eines gewissen gallischen Dorfes mit in die Vorstellung \u2013 und<br \/> schlie\u00dflich gab es auch einen guten Grund, weshalb wir mit dem Dorf<br \/> m\u00f6glichst viel Besucher anziehen wollten: Wir wollten mit dem<br \/> Chinesischen Dorf Spenden f\u00fcr die Erdbebenopfer in Sichuan sammeln. Die<br \/> Idee hat alle sofort begeistert und zum Mitmachen bewegt, wodurch wir<br \/> schlie\u00dflich 1200 Euro an Spenden zusammen bekamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tDas Sch\u00f6ne ist ja, dass das Konzept des Dorfs so einfach ist: Keiner<br \/> muss erst eine Gro\u00dfe Mauer \u00fcberwinden \u2013 da ist ein Tor, durch das man<br \/> geht und schon ist man in einer eigenen Welt mit verschiedenen St\u00e4nden,<br \/> die alle mit der chinesischen Kultur zu tun haben, an denen man schauen,<br \/> fragen, mitmachen kann, es gibt einen Dorfplatz mit Vorf\u00fchrungen und<br \/> Mitmachaktionen. Und das wird auch ohne Fremdeln von den Leuten<br \/> angenommen. Es ist ja schon so gedacht, dass es eine Veranstaltung mit<br \/> Kultur \u201ezum Anfassen\u201c sein soll. Und was auch ganz erstaunlich ist: Im<br \/> Chinesischen Dorf wird \u00fcberall und st\u00e4ndig miteinander kommuniziert \u2013<br \/> kaum einer l\u00e4uft da einfach nur durch. Leute lernen sich dort kennen und<br \/> vernetzen sich. Das chinesische Dorf bietet auch die M\u00f6glichkeit, zu<br \/> sehen, wie das, was urspr\u00fcnglich aus China kommt, hier angekommen ist<br \/> und auch angenommen wird. Ein gutes Beispiel ist das Programm auf dem<br \/> \u201eDorfplatz\u201c: In diesem Jahr waren mehrere Taijiquan-Lehrer anwesend und<br \/> haben verschiedene Stile gezeigt. Das war wie in Shanghai oder Beijing<br \/> im Park: Zuschauen, vergleichen, mitmachen und das ohne Verabredung. Im<br \/> letzten Jahr kam auch schon mal zuf\u00e4llig ein Taiji-Lehrer aus China<br \/> vorbei und f\u00fchrte ganz spontan seine Form vor &#8211; das nur so als Beispiel<br \/> daf\u00fcr, wie locker und entspannt die Atmosph\u00e4re im Dorf ist<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: War es von Anfang an geplant, dass sich auch andere<br \/> Vereine daran beteiligen k\u00f6nnen oder kam das erst so nach und nach? Und<br \/> wie verlief so die Zusammenarbeit?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Eigentlich war das schon von Anfang an so geplant &#8211; m\u00f6glichst<br \/> viele Facetten von China in Heidelberg zu zeigen und verschiedene<br \/> Akteure mit ins Boot zu holen. SHAN wollte schon beim Drachenbootfest<br \/> mitmachen, aber leider \u00fcberschnitt sich der Termin zu knapp mit dem<br \/> Alumnitreffen 2007, aber beim Dorf war SHAN schon immer dabei \u2013 anfangs<br \/> mit dem Angebot von Scherenschnitten und Kalligrafie, dann mit der<br \/> Xiaoxue des Schulteams 2009 und schlie\u00dflich mit dem tollen Programm in<br \/> diesem Jahr. Der Verein der chinesischen Wissenschaftler und Studenten<br \/> war auch von Anfang dabei. Im vergangenen Jahr machte Prof. Thomas Rabe<br \/> mit seinem John-Rabe Communication Centre mit und in diesem Jahr war es<br \/> dann auch eine runde Sache, dass das Konfuzius-Institut mit seinem<br \/> Info-Stand und seinen verschiedenen Beitr\u00e4gen zum Programm mitmachte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Was war dein pers\u00f6nliches Highlight oder dein pers\u00f6nlicher Tiefpunkt?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Oh je, das ist echt schwer zu sagen. Ich fand es rundum einfach<br \/> so gelungen, ich bin eigentlich die ganze Zeit von Bude zu Bude gelaufen<br \/> und habe mich gefreut. Zum Beispiel haben mir bei SHAN die<br \/> Budaixi-Puppen sehr gut gefallen, oder wie Ihr die chinesischen Namen<br \/> mit den Kindern geschrieben habt. Alles wurde, vor allem von den<br \/> Kindern, sehr gut aufgenommen. Zwar hatte ich selbst kaum Zeit, mich mit<br \/> den Besuchern zu unterhalten, aber was ich so mitbekommen habe,<br \/> das&nbsp; war alles sehr positiv. Und mit unserem Wunschbaum konnten wir<br \/> dieses Jahr, nur mit W\u00fcnschen, 300 Euro Spenden f\u00fcr das Erdbeben in<br \/> Qinghai sammeln! Ich selbst habe mir \u00fcbrigens drei Dinge gew\u00fcnscht und<br \/> die ersten beiden W\u00fcnsche sind schon in Erf\u00fcllung gegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Und was habt ihr im Anschluss mit dem Wunschbaum gemacht?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Der Baum an sich war eine Leihgabe von der Bioland Baumschule<br \/> Wetzel und kehrte danach wieder dorthin zur\u00fcck. Die roten Umschl\u00e4ge mit<br \/> den W\u00fcnschen werden, entsprechend einem chinesischen Brauch, durch<br \/> Verbrennen entweder feierlich zum Himmel geschickt, oder aber ich nehme<br \/> sie das n\u00e4chste Mal mit nach China und bringe sie dort zu einem anderen<br \/> Wunschbaum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Wie ist der Plan f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Bei jedem Chinesischen Dorf variiert das Programm \u2013 das ergibt<br \/> sich ja auch daraus, wer mitmachen kann \u2013 lassen wir uns also<br \/> \u00fcberraschen. Es h\u00e4ngt auch davon ab, ob sich Heidelberg im n\u00e4chsten oder<br \/> aber erst im \u00fcbern\u00e4chsten Jahr wieder am Aktionstag \u201eLebendiger Neckar\u201c<br \/> beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN. Was habt ihr f\u00fcr dieses Jahr noch geplant?<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Am 22.Juli wird Mao Zuhui einen Vortrag \u00fcber die Expo 2010<br \/> halten, dann beteiligen wir uns am 24.Juli mit einem Infostand beim<br \/> Interkulturellen Fest auf dem Universit\u00e4tsplatz. Am 18. September gibt<br \/> es das \u201eErste Heidelberger Sportfest der Kulturen\u201c und ich hoffe, dass<br \/> es klappt, dass die China-Initiative dort verschiedene chinesische<br \/> Sportarten vorstellen kann, \u00e4hnlich wie wir es auf unserem Dorfplatz<br \/> gemacht haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>SHAN: Liebe Sabine, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><br \/> \t\t\tSH: Gern geschehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tDas Interview f\u00fchrte Katja Modis.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Asientag &#8211; SinaLingua <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>Interview mit SinaLingua-<\/strong><strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Zuhui Mao<\/strong><\/p>\n<p>\t\tAm 18. Juni 2010 feierte die Heidelberger Firma SinaLingua e.K.&nbsp;&nbsp;<strong>(<\/strong><strong>\u6c49\u7075)<\/strong>&nbsp;im<br \/> SRH Seminarzentrum ihr zehntes Jubil\u00e4um. Seit ihrer Gr\u00fcndung bietet das<br \/> Unternehmen Sprachkurse und interkulturelles Training f\u00fcr deutsche<br \/> Firmen an, die wirtschaftlich in&nbsp; ostasiatische sowie s\u00fcd- und<br \/> s\u00fcdostasiatische L\u00e4ndern expandieren. In diesem Jahr wurde SinaLingua<br \/> als offizielle Trainingsinstitution f\u00fcr die World Expo in Shanghai<br \/> ausgew\u00e4hlt und war zust\u00e4ndig f\u00fcr das interkulturelle Training der<br \/> Mitarbeiter und der Freiwilligen&nbsp;aus verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAnwesend bei dem Jubil\u00e4um war auch Dr. Eckart<br \/> W\u00fcrzner,&nbsp;Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Heidelberg, sowie&nbsp;der<br \/> Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Rhein-Necker Matthias Kruse, der vietnamesische<br \/> Konsul Nguyen Huy Phuong und der s\u00fcdkoreanische Vize-Generalkonsul Kim<br \/> Seong-Choon. Nach der Begr\u00fc\u00dfung besuchten die G\u00e4ste im Laufe des Tages<br \/> mit gro\u00dfer Begeisterung 15 Workshops. Die Themen waren sehr vielf\u00e4ltig,<br \/> von Schutzrecht der deutschen Investoren, bis hin zu buddhistischen<br \/> Prinzipien, von Logistik bis Budo wurde alles beandelt. Das gemeinsame<br \/> Abendessen wurde untermalt mit einem beeindruckenden indischen<br \/> Tempeltanz, koreanischem Trommel- und F\u00e4chertanz und chinesischem \u201eGuqin<br \/> (\u53e4\u7434)\u201c, was die fern\u00f6stliche Atmosph\u00e4re der Feier hervorragend<br \/> untermalte. Das Team von SinaLingua machte durch die Veranstaltung sehr<br \/> deutlich, dass kulturelles Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Gesch\u00e4ftskommunikation<br \/> ebenfalls unabdingbar ist und Verst\u00e4ndigung weit \u00fcber die Sprache,<br \/> \u00fcber&nbsp;die kommuniziert wird, hinausgeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tZhuhui Mao&nbsp;<strong>(\u5192\u7956\u8559)<\/strong>&nbsp;kam mit 18 Jahren zum<br \/> Studium nach Heidelberg. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie einige Jahre<br \/> bei der deutschen Au\u00dfenhandelskammer (AHK) in Hongkong. Sp\u00e4ter zog es<br \/> sie wieder nach Deutschland, wo sie vor zehn Jahren ihr eigenes<br \/> Unternehmen gr\u00fcndete. Wie ihr Weg von einer ausl\u00e4ndischen Jurastudentin<br \/> zu einer erfolgreichen Gesch\u00e4ftsfrau verlief, verriet sie SHAN in der<br \/> Mittagspause der Jubil\u00e4umsveranstaltung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Frau Mao, als Sie nach Deutschland kamen, war es noch<br \/> nicht \u00fcblich f\u00fcr chinesische Studenten in Deutschland zu studieren. Was<br \/> war Ihre Motivation?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Sie haben Recht. Die heutigen chinesischen<br \/> Studenten wissen vielleicht nicht: Als ich hierher kam, also im Jahr<br \/> 1985, war es noch nicht \u00fcblich selbstzahlend hier zu studieren. Damals<br \/> gab es auch ein paar chinesische Studenten in Deutschland. Aber sie<br \/> waren fast alle Austauschstudenten, deren Universit\u00e4ten in China<br \/> Partner-Universit\u00e4ten von deutschen waren. Mein Fall war etwas<br \/> besonders. Meine Schule (\u4e0a\u6d77\u5916\u56fd\u8bed\u5927\u5b66\u9644\u4e2d) geh\u00f6rte zu der<br \/> Fremdsprachenuniversit\u00e4t Shanghai. Meine erste Fremdsprache war Deutsch.<br \/> Das hei\u00dft: Bevor ich nach Deutschland kam, habe ich schon acht Jahre an<br \/> der Schule Deutsch gelernt. Weil ich so viel von Deutschland geh\u00f6rt,<br \/> und auch viel von der deutschen Geschichte und Kultur gelesen hatte,<br \/> wollte ich unbedingt selbst das Land erleben. Das war meine gr\u00f6\u00dfte<br \/> Motivation damals nach Deutschland zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Wir wissen, dass Sie in Heidelberg eigentlich Jura<br \/> studiert haben. Was war der Anreiz f\u00fcr Sie eine Gesch\u00e4ftsfrau zu werden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Nach einem Jurastudium ist nat\u00fcrlich der<br \/> direktere Weg&nbsp; Anwalt zu werden, aber ich wollte immer die deutsche<br \/> Kultur und die chinesische Kultur in meiner Arbeit zusammenbringen. Man<br \/> kann nat\u00fcrlich auch Jurakenntnisse mit hineinbringen. Ich habe in den<br \/> 90ern angefangen zu arbeiten. Damals gab es in China ziemlich viele<br \/> Gesch\u00e4ftschancen und viele Gesch\u00e4ftsperspektiven er\u00f6ffneten sich. Man<br \/> kann sagen, dass das die beste Zeit war, Gesch\u00e4fte in China aufzubauen.<br \/> Au\u00dferdem hat mich die Erfahrung bei der deutschen Au\u00dfenhandelskammer in<br \/> Hongkong auch stark beeinflusst. Meine Aufgabe war damals die deutschen<br \/> Firmen zu beraten und ihnen dabei zu helfen, ihre Gesch\u00e4fte \u00fcber<br \/> Hongkong im Festland China zu etablieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Hatten Sie als Chinesin viele Schwierigkeiten bei der Gr\u00fcndung der Firma in Deutschland?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Ja, es gab viele Schwierigkeiten. Aber<br \/> eigentlich nicht, weil ich Chinesin bin. Ich habe den Vorteil, dass ich<br \/> keine sprachlichen und kulturellen Verst\u00e4ndnisprobleme habe. Die<br \/> Probleme waren nicht interkulturelle Missverst\u00e4ndnisse, sondern<br \/> allgemeine Probleme, die alle Gesch\u00e4ftsgr\u00fcnder betrafen: Erstens gibt es<br \/> in Deutschland viele Regeln und verschiedene Gesetze und zweitens gibt<br \/> es viel Konkurrenz auf dem Markt. Eine Frage stellte ich mir immer: Wie<br \/> kann ich meine unbekannte Firma bekannt machen? Wir mussten und haben<br \/> sehr viel Arbeit geleistet, z.B. Kunden anrufen, Kunden pers\u00f6nliche<br \/> Besuche abstatten und auch viele Flyer verteilen. Wir haben am Anfang<br \/> sogar kostenlose ein- oder zweist\u00fcndige Trainings angeboten. Allm\u00e4hlich<br \/> kennen immer mehr Leute unsere Firma und erfahren welchen Service wir<br \/> anbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Wir wissen, dass Ihre Firma als offizielle<br \/> Trainingsinstitution f\u00fcr die Shanghai World Expo 2010 ausgew\u00e4hlt wurde.<br \/> Die beteiligten Mitarbeiter und Freiwilligen kommen diesmal aus mehr als<br \/> 200 L\u00e4ndern. Wie k\u00f6nnen Sie so viele Kulturen unter ein Dach bringen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Sie haben Recht. Das ist wirklich eine<br \/> Herausforderung f\u00fcr uns, weil wir uns diesmal so vielen Kulturen<br \/> gegen\u00fcber sehen. Deswegen brauchen wir ein Kriterium, um die Kulturen zu<br \/> kategorisieren. Wir haben die Methode des \u201eKulturellen Breitengrads<br \/> (\u6587\u5316\u7eac\u5ea6)\u201c verwendet, wie man es im Chinesischen nennt. Das ist eine<br \/> wissenschaftlich \u00fcberpr\u00fcfte Methode, die die Experten nach jahrelanger<br \/> interkultureller Forschung zusammengefasst haben. Wir haben sechs<br \/> \u201eBreitengrade\u201c ausgesucht, die f\u00fcr kulturellen Austausch zwischen China<br \/> und dem Ausland angemessen sind, um verschiedene Kulturen zu<br \/> lokalisieren. So haben wir sowohl eine klare Gesamtstruktur als auch ein<br \/> deutliches Bild von verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Es gibt immer mehr Unternehmen und Institutionen, die<br \/> sich mit wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen mit China und<br \/> Asien besch\u00e4ftigen &#8211; zum Beispiel, das neue Konfuziusinstitut in<br \/> Heidelberg. Wie stellen Sie sich die Zukunft ihrer Firma unter dieser<br \/> Konkurrenz vor?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Unsere Firma hat in den letzten zehn Jahren eine<br \/> sehr gute Kundenbasis aufgebaut und entwickelt immer mehr Produkte und<br \/> Services. Unser Referenten-Team wird auch immer gr\u00f6\u00dfer. Wir k\u00f6nnen<br \/> sagen, dass wir keine Angst vor Konkurrenz haben. Am Anfang gab es<br \/> bereits viele Konkurrenten. Ich glaube, Konkurrenz ist eine<br \/> Herausforderung f\u00fcr jedes Unternehmen, und zwar eine positive<br \/> Herausforderung. Au\u00dferdem denke ich, dass der Schwerpunkt des<br \/> Konfuzius-Instituts in Deutschland darin liegt, chinesische Kultur zu<br \/> verbreiten. Sein Ausgangpunkt ist eher in sprachlichen und kulturellen<br \/> Bereichen. Meine Firma richtet sich haupts\u00e4chlich auf die Unternehmen.<br \/> Von daher kann ich mir vorstellen, dass wir in bestimmten Bereichen mit<br \/> dem Konfuzius-Institut zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Deswegen sehe ich es<br \/> nicht als reine Konkurrenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: In den letzten f\u00fcnf Jahren hat sich der Arbeitsbereich<br \/> Ihrer Firma \u00fcber China hinaus bis hin zu anderen Gebieten in Asien<br \/> vergr\u00f6\u00dfert, z.B. Indien und Japan. Haben Sie vor zuk\u00fcnftig ihre<br \/> Gesch\u00e4fte auch noch in weitere Regionen zu verbreiten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Momentan haben wir das noch nicht vor. Unser<br \/> Schwerpunkt ist immer noch China, und zus\u00e4tzlich andere asiatische<br \/> L\u00e4nder. Asien ist ein wichtiges Gebiet f\u00fcr deutsche Unternehmen. Ich<br \/> denke, es gibt genug Chancen f\u00fcr uns im Bereich des interkulturellen<br \/> Managements. Wir nehmen uns vor, unsere Arbeit in diesem Gebiet zu<br \/> vertiefen. Z.B. haben wir schon in Shanghai und Beijing bereits B\u00fcros<br \/> und wollen in Hongkong und anderen Orten auch noch Zweigstellen gr\u00fcnden<br \/> oder mit Partnern kooperieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Was f\u00fcr Tipps k\u00f6nnen Sie den Studenten geben, die nach dem Studium ihr eigenes Gesch\u00e4ft aufbauen m\u00f6chten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>MAO:<\/strong> Habt keine Angst vor Schwierigkeiten. Unsere<br \/> Firma hat in den ersten zwei Jahren keinen einzigen Auftrag bekommen.<br \/> Das war wirklich eine schwierige Zeit. Aber durch unaufh\u00f6rliche<br \/> Anstrebungen wird man am Ende ganz sicher Leistungen sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<strong>SHAN: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch, Frau Mao.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas Gespr\u00e4ch f\u00fchrte f\u00fcr SHAN Xu, Miao \u5f90\u6dfc.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Von Westeuropa nach Ostasien: &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220; in China <\/span><\/a><\/h2>\n<p class=\"documentDescription\" style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAls &#8211; vor etwa sieben Jahrzehnten &#8211; der Spanische B\u00fcrgerkrieg zu Ende<br \/> ging und der Zweite Weltkrieg begann, konnten oder wollten viele<br \/> mitteleurop\u00e4ische Linke nicht mehr in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. F\u00fcr<br \/> einige ergab sich \u00fcberraschenderweise die Gelegenheit, am<br \/> antijapanischen Krieg in China teilzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDer bekannteste westliche Arzt, der von Spanien nach China ging, war<br \/> allerdings kein Europ\u00e4er sondern der Kanadier Norman Bethune<br \/> (1890-1939), der vor allem wegen seines fr\u00fchen Todes weltber\u00fchmt wurde;<br \/> Mao Zedongs &#8222;<a href=\"http:\/\/www.infopartisan.net\/archive\/maowerke\/MaoAWII_391_393.htm\" target=\"_blank\">Dem Gedenken Bethunes<\/a>&#8220; (<a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.infopartisan.net\/archive\/maowerke\/MaoAWII_391_393.htm\"> <\/a>) wurde von vielen Millionen gelesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie europ\u00e4ischen \u00c4rzte, die nach Ostasien reisten, wurden nicht so<br \/> bekannt, lebten daf\u00fcr aber l\u00e4nger &#8211; einige hatten auch noch Zeit B\u00fccher<br \/> \u00fcber ihre Erlebnisse zu schreiben. Der tschechische Journalist <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/05\/01\/newsletter-mai-2008-nr-22\/#3\">Egon Erwin Kisch<\/a>,<br \/> der selbst schon 1932 China besucht hatte,&nbsp; nahm mit seinem Bruder<br \/> \u2013 dem Arzt Friedrich (Bedrich) Kisch \u2013 am Spanischen B\u00fcrgerkieg teil.<br \/> Hier trafen sie den Chinesen <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/06\/01\/newsletter-juni-2008-nr-23\/#3\">Xie Weijin<\/a>, den der rasende Reporter schon vor seiner Chinareise kennen gelernt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tZu den \u00c4rzten, die dort t\u00e4tig waren und sp\u00e4ter in den Fernen Osten<br \/> gingen, geh\u00f6rten: Herbert Baer (1898-1946), Rolf Becker (1906-1999),<br \/> Samuel Moses Flato (1910-1972), Walter Freudmann (19??-199?), Fritz<br \/> Jensen (1903-1955), David Iancu (1910-1990), Ianto Kaneti (1910-2004),<br \/> Bedrich Kisch (1894-1968) und Franticek Kriegel (1908-1979). Einige von<br \/> ihnen verbrachten erst mehrere Monate in franz\u00f6sischen Lagern bevor sie<br \/> Europa verlassen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tBecker, Jensen und Kisch bildeten die erste Gruppe, die im Fr\u00fchjahr<br \/> 1939 von London auf dem Seeweg nach Hongkong fuhr; in seinem Buch &#8222;China<br \/> siegt&#8220; schrieb er: &#8222;Wir waren drei \u00c4rzte, die im Jahre 1939 nach China<br \/> reisten &#8230; als Vortrupp einer Gruppe von sechzehn.&#8220; Im Sommer folgten<br \/> Baer, Freudmann, Iancu und Kaneti. Becker und Jensen trafen in der<br \/> Kriegshauptstadt Chongqing den KP-Repr\u00e4sentanten Zhou Enlai und die<br \/> deutsche Kommunistin Anna Wang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220; arbeiteten meist im S\u00fcden des Landes und hatten in<br \/> China wenig Kontakt mit anderen \u00c4rzten, die schon vorher eingetroffen<br \/> waren. Der deutsche Zahnarzt Herbert Wunsch <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/02\/01\/newsletter-2007-nr-8\/#6\">war schon 1936 beim Xi&#8217;an Zwischenfall get\u00f6tet worden<\/a>; der \u00d6sterreicher Jakob Rosenfeld arbeitete in Shandong, der Amerikaner George Hatem lebte in Yan&#8217;an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDa einige &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220; Kommunisten waren, versuchte die<br \/> KMT-Regierung zu verhindern, da\u00df diese in die KP-Gebiete im Norden<br \/> gelangten; nur Kisch schaffte die Flucht in den Norden. 1940 befanden<br \/> sich die meisten \u00c4rzte in der Provinz Guizhou. Im Sommer 1940 traf &#8211; wie<br \/> Freudmann in seinem Buch erw\u00e4hnt &#8211; die amerikanische Journalistin <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/03\/01\/newsletter-maerz-2010-nr-42\/#3\">Agnes Smedley<\/a><br \/> mehr als ein Dutzend &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220;. Etwa die H\u00e4lfte der &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220;<br \/> (Baer, Flato, Freudmann, Iancu, Kisch, Kriegel) wurde 1943 von China<br \/> nach Burma geflogen, um dort neue Aufgaben zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNach dem Krieg kehrten die meisten \u00c4rzte nach Europa zur\u00fcck. Herbert<br \/> Baer starb schon 1946 in Deutschland. Fritz Jensen, der 1945 eine<br \/> Chinesin geheiratet hatte, ging jedoch schon 1953 wieder nach China und<br \/> arbeitete als Journalist; er wurde 1955 bei einem Flugzeugabsturz<br \/> get\u00f6tet und in der chinesischen Hauptstadt begraben. Kisch lebte nach<br \/> dem Krieg in der Tschechoslowakei und starb 1968. Flato kehrte in seine<br \/> polnische Heimat zur\u00fcck und war &#8211; auch in China &#8211; als Diplomat t\u00e4tig,<br \/> emigrierte aber sp\u00e4ter und starb 1972 in Berlin. Kriegel lebte viel<br \/> Jahre in Prag, unterst\u00fctzte die Linie von Dubcek und wurde 1968<br \/> verhaftet; er verbrachte seine letzten Lebensjahre unter Hausarrest und<br \/> starb 1979. David Iancu arbeitete in Rum\u00e4nien und starb 1990. Walter<br \/> Freudmann arbeitete bis in die achtziger Jahre als praktischer Arzt in<br \/> Wien. Rolf Becker lebte vierzig Jahre als treuer Genosse in der DDR und<br \/> starb erst 1999. Ianto Kaneti, der auch eine Chinesin geheiratet hatte,<br \/> war Radiologe in Bulgarien; er besuchte 1989 zum 50. Jahrestag seiner<br \/> ersten Reise noch einmal China. 2004 starb er als letzter der<br \/> &#8222;Spanien\u00e4rzte&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tNur Freudmann und Jensen haben in der Nachkriegszeit B\u00fccher \u00fcber China<br \/> ver\u00f6ffentlicht, \u00fcber die Anderen gab es jahrzehntelang kaum<br \/> Informationen. In den letzten Jahren gab es immerhin viele chinesische<br \/> Publikationen zu diesem interessanten Thema.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tLiteratur:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWalter Freudmann: Tschi-lai!, Linz, 1947.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tFritz Jensen: China siegt, Berlin, 1950.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tGerd Kaminski: Von \u00d6sterreichern und Chinesen, Wien, 1980.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tArthur Clegg: Aid China &#8211; A memoir of a forgotten campaign, Beijing, 1989.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tArno Lustiger: Schalom Libertad \u2013 Juden im spanischen B\u00fcrgerkrieg, Frankfurt, 1989.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tEva Barilich: Fritz Jensen, Wien, 1991.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIsrael Epstein: Xibanya yisheng zai Zhongguo, Wenshi Tiandi, 5, 1995.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tThomas Kampen: Deutsche und \u00f6sterreichische Kommunisten im<br \/> revolution\u00e4ren China, Jahrbuch f\u00fcr historische Kommunismusforschung,<br \/> 1997, 88-104.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tThomas Kampen: Xie Weijin und die Gebr\u00fcder Kisch, Das neue China, Juni 2001, 27-28.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Sonne, Sekt und strahlende Gesichter <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAm Mittwoch, den 30. Juni fand in den R\u00e4umen des Instituts f\u00fcr<br \/> Sinologie die 3. Absolventenfeier von SHAN statt. Bei sommerlich hei\u00dfen<br \/> Temperaturen fanden sich acht Absolventen der Sinologie und ihre<br \/> Begleitungen ein, um mit den Professoren und SHAN noch einmal in<br \/> festlichem Rahmen ihren erfolgreichen Studienabschluss zu feiern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas Alumni-Team um Christine Koch hatte f\u00fcr die Absolventen, Freunde<br \/> und Familie ein vielf\u00e4ltiges Programm organisiert: um 18.30 Uhr begann<br \/> die Veranstaltung nach der Begr\u00fc\u00dfung durch die SHAN-Vorsitzende Lena<br \/> Hessel zun\u00e4chst mit einem Sektempfang. Darauf folgte der festliche,<br \/> offiziellere zweite Teil der Urkunden\u00fcbergabe: die Absolventen erhielten<br \/> dabei Urkunden des Instituts in deutscher und chinesischer Version mit<br \/> einer Kalligraphie von Thomas Wang, deren Text und Zeichnung eine<br \/> Geschichte am Beginn des Zhuangzi aufgriffen. Au\u00dferdem waren sie mit<br \/> einer pers\u00f6nlichen Widmung der betreuenden Professoren an ihre<br \/> (ehemaligen) Studenten versehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tFrau Professor Mittler verflocht bei der Urkunden\u00fcbergabe stets die<br \/> Nennung des Themas der Bachelor- bzw. Magisterarbeit mit einem Hinweis<br \/> auf Pers\u00f6nlichkeit und Werdegang der jeweiligen StudentenInnen. Mit<br \/> einem Augenzwinken ging sie darauf ein, dass es eine Freude sei von den<br \/> Studierenden und ihren Arbeiten zu lernen, die Forschungsans\u00e4tze<br \/> weiterverfolgen oder gar neue Themengebiete erschlie\u00dfen. Dabei betonte<br \/> sie die Vielfalt der behandelten Themen: die Darstellung der<br \/> Frauenfu\u00dfballmannschaft in China in (Frauen-)zeitschriften, aber auch<br \/> die Schilderung der Konsequenzen von Internetzensur, ebenso wie der<br \/> literarische Vergleich von Kurzgeschichten der Autoren Yu Dafu und Xiao<br \/> Hong waren vertreten. Insbesondere in den Magisterarbeiten spiegelte<br \/> sich das immense Interesse an Chinas Wirtschaftsmacht wider: der Fokus<br \/> lag dabei zum einen auf den Folgen der Finanzkrise in China, aber auch<br \/> dem komplexen chinesischen Arbeitsrecht und der Wahrnehmung von<br \/> Einkommens- und Verm\u00f6gensunterschieden in Hongkong, Taiwan und der VR<br \/> China. Dabei stellte Frau Professor M\u00fcller-Saini das au\u00dfergew\u00f6hnliche<br \/> Engagement vieler Studierenden in den Vordergrund, die sich mit<br \/> Themenbereichen der Wirtschaft befassten.&nbsp; An der Schnittstelle<br \/> zwischen klassischer und moderner Sinologie hatte Professor Wagner eine<br \/> Magisterarbeit zu den Staatstheorien Bluntschlis und deren Rezeption bei<br \/> Liang Qichao betreut und erg\u00e4nzte die kurze Einf\u00fchrung am Anfang mit<br \/> einer anschaulichen Erl\u00e4uterung zu der auf der Urkunde abgebildeten<br \/> Geschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Anschluss freuten sich alle an der Darbietung der Heidelberg<br \/> Taiwanese Drama Group um Thomas Wang, die mit \u201eLegend of the White<br \/> Snake\u201c das Programm um einen weiteren H\u00f6hepunkt bereicherten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Restaurant \u201eEssighaus\u201c fand die Absolventenfeier bei einem<br \/> gemeinsamen Abendessen und Gespr\u00e4chen einen gem\u00fctlichen Ausklang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSHAN w\u00fcnscht den Absolventen, namentlich D\u00e9sir\u00e9e Burkhardt, Viktoria<br \/> D\u00fcmer, Ole Grogro, Sebastian Heindl, Liisi Karindi, Benjamin Kemmler,<br \/> Kaja M\u00fcller-Wang und Sebastian M\u00fcller&nbsp; f\u00fcr ihren weiteren Werdegang<br \/> und Lebensweg alles Gute und hofft, dass sie den Kontakt zur Sinologie<br \/> in Heidelberg und dem Alumninetzwerk weiter aufrecht erhalten.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tHelen H\u00fcbner<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"6\" name=\"6\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Vortrag von Marcus Hernig EXPO 2010 <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<strong>\u201eLasst die Welt China verstehen, und China in die Welt ziehen\u201c<br \/> \t\t\tEin Vortrag von Marcus Hernig \u00fcber Shanghai im Expo-Jahr 2010<\/strong><\/p>\n<p>\t\t\tIn den letzten Jahren gelang es China mit der Ausrichtung gro\u00dfer,<br \/> anerkannter Veranstaltungen, wie der Frauen Fu\u00dfball Weltmeisterschaft<br \/> 2006 und den Olympischen Spielen 2008, sich konstant im allgemeinen<br \/> Fokus der \u00d6ffentlichkeit zu halten. H\u00f6hepunkt dieser internationalen<br \/> Gro\u00dfevents soll die Expo in Shanghai sein, um sich der Welt einmal mehr<br \/> als weltoffenes&nbsp; und modernes Land zu pr\u00e4sentieren. Doch wohin<br \/> entwickelt sich diese gro\u00dfe Metropole Chinas, die als Experimentierfeld<br \/> f\u00fcr die Modernisierung des ganzen Landes angesehen wird? Dieser und<br \/> vielen weiteren Fragen widmete sich Professor Marcus Hernig in seinem<br \/> Vortrag \u201eShanghai im Expo-Jahr 2010: Mit Riesenschritten in die Welt<br \/> oder mit Riesenschritten oder mit Riesenschritten in die Krise?\u201c am<br \/> 25.&nbsp; Juli im Konfuzius-Institut Heidelberg. W\u00e4hrend seines Vortrags<br \/> war es ihm wichtig die Expo aus chinesischer Sicht darzustellen, um<br \/> anschlie\u00dfend den Blick von Shanghai aus auf ganz China zu richten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tHernig studierte Sinologie und Bochum und Nanjing und lebt seit 1998<br \/> als Dozent und Autor in Shanghai. Das erste Mal kam er w\u00e4hrend Deng<br \/> Xiaopings \u201eReise in den S\u00fcden\u201c im Jahr 1992 nach Shanghai, das ihm<br \/> damals sehr grau und trist erschien. F\u00fcr ihn ist die rasante Entwicklung<br \/> Shanghais ein Beweis daf\u00fcr, dass langfristige Entwicklungsprognosen f\u00fcr<br \/> China nicht m\u00f6glich sind.&nbsp; Westliche Sinologen waren damals davon<br \/> ausgingen, dass China einem \u00e4hnlichen Schicksal wie die UdSSR folgen<br \/> w\u00fcrde. Doch anstatt zu zerbrechen und in der Bedeutungslosigkeit zu<br \/> verschwinden, zeichnet das China unserer Tage das Bild eines<br \/> beispiellosen Aufstiegs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tIm neuen Shanghai gibt es kaum noch Platz f\u00fcr das pittoreske China<br \/> oder die Symbole der Kolonialzeit, eine \u201ePudonisierung\u201c hat begonnen.<br \/> Der Stadtteil jenseits des Flusses soll als Vorbild und Symbol f\u00fcr das<br \/> modene, chinesische Selbstbild die gelungenen Symbiose Ost und West<br \/> illustrieren. \u00dcberall in China steht die Marke \u201eMade in Shanghai\u201c f\u00fcr<br \/> Modernisierung und Aufschwung. So plant die chinesische Regierung bis<br \/> zum Jahr 2020 im ganzen Land 400 neue St\u00e4dte \u00e0 einer Million Einwohner<br \/> nach Shanghaier Vorbild zu bauen. F\u00fcr die Chinesen verk\u00f6rpert diese<br \/> Stadt das junge, dynamische China, immer kreativ und \u201eup to date\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tDer Expo-Slogan \u201ebetter city, better live\u201c ist nach Professor Hernig<br \/> ein Zeichen f\u00fcr die totale Urbanisierung Chinas und dabei setzt man<br \/> einerseits auf St\u00e4dteplanung am PC und andererseits auf den so genannten<br \/> \u201eHerholismus\u201c \u62ff\u6765\u4e3b\u4e49. Dieser Begriff wurde von Lu Xun gepr\u00e4gt und bezieht<br \/> sich auf die Methode aus etwas Ausl\u00e4ndischem etwas Chinesisches zu<br \/> machen. So holt man ausl\u00e4ndische Architekten ins Land, damit sie ein<br \/> neues China aufbauen. \u201eDas alte China wurde von den Ausl\u00e4ndern weg<br \/> geholt, deshalb muss man das neue China aus dem Ausland holen und das<br \/> Land so st\u00e4rken\u201c, f\u00fcgte Marcus Hernig erkl\u00e4rend hinzu. Gleichzeitig<br \/> besinnt man sich aber auch wieder auf das Eigene, wie die Architektur<br \/> des chinesischen Pavillons, der \u201eKrone des Ostens\u201c, deutlich macht. Der<br \/> gr\u00f6\u00dfte Pavillon der Expo entstand in Zusammenarbeit mit der<br \/> Tongji-Universit\u00e4t nach dem Xifang-Prinzip (Rechteckbau-Prinzip) mit<br \/> Hilfe der traditionellen Technik des Querbalkenbaus. So wird der Wunsch<br \/> nach nationaler Gr\u00f6\u00dfe, Moderne und Tradition dargestellt und steht<br \/> gleichzeitig als Sinnbild f\u00fcr ein neues chinesisches Selbstbewusstsein,<br \/> das schon w\u00e4hrend der olympischen Spiele deutlich wurde. Die EXPO soll<br \/> den chinesischen und ausl\u00e4ndischen Besuchern zeigen, dass China<br \/> keineswegs eine beliebige Kopie der westlichen Moderne anfertigen will,<br \/> sondern stolz und selbstbewusst die eigene Tradition und kulturellen<br \/> Werte mit neuer Technik und modernem Wissen verbindet. Die gelungene<br \/> Symbiose soll neben dem chinesischen Pavillon auch das Maskottchen<br \/> Haibao in seinen zahlreichen Varianten, wahlweise als Cowboy, Luftballon<br \/> oder in japanischem Stil, zeigen. Denn das Sinnbild seiner Stadt ist<br \/> schlie\u00dflich \u56db\u6d77\u4e4b\u91d1, das Gold der vier Meere.<\/p>\n<p>\t\t\tInternational soll ein neues Chinabild geschaffen werden: \u201eLasst die<br \/> Welt China verstehen und China in die Welt ziehen\u201c, zitierte Hernig ein<br \/> chinesisches Sprichwort. China bem\u00fcht sich sehr um einen positiven<br \/> Eindruck auf die&nbsp; internationale Gemeinschaft und pr\u00e4sentiert<br \/> seinen zivilisatorischen Entwicklungsstand. So hat die chinesische<br \/> Regierung beispielsweise extra ein Buch \u00fcber die richtigen Sitten auf<br \/> der EXPO herausgebracht und f\u00fchrt Kampagnen f\u00fcr eine bessere \u00f6ffentliche<br \/> Hygiene, richtige M\u00fcllentsorgung und Recycling durch. Auch die<br \/> Einstellung gegen\u00fcber behinderten Menschen scheint ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher<br \/> galten sie als Auss\u00e4tzige, doch nun bem\u00fcht man sich um mehr<br \/> R\u00fccksichtnahme und Integration, zumindest auf dem Gel\u00e4nde der Expo.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tIn der omnipr\u00e4senten Werbekampage spielt das Internet als Medium der<br \/> j\u00fcngeren Generation eine besonders wichtige Rolle. Die Weltausstellung<br \/> wird von vielen Bloggern als gro\u00dfe Pr\u00fcfung \u201ein Sachen Zivilisation\u201c<br \/> gesehen und als Herausforderung interpretiert: Einerseits solle man die<br \/> Tradition wahren, aber auch die Moderne zeigen. So wird die EXPO eine<br \/> M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung gemeinsam mit der Familie,<br \/> insbesondere den Eltern, eine Art \u201eReise ins Ausland\u201c zu unternehmen und<br \/> die Welt kennenzulernen, ohne China verlassen zu m\u00fcssen. Doch w\u00e4hrend<br \/> man um einen ingesamt positiven Eindruck bem\u00fcht ist, mehren sich die<br \/> kritischen Stimmen. Der erfolgreiche Schriftsteller Han Han sieht in<br \/> Shanghai keinen Ort mehr zum Leben, da das Leben auf der Stra\u00dfe immer<br \/> mehr den gro\u00dfen Wohnkomplexen weichen m\u00fcsse. Die immensen Geldsummen,<br \/> die nun f\u00fcr die EXPO und Infrastrukturverbesserungen ausgegeben wurden,<br \/> sollten seiner Meinung nach auf sinnvollere Art und Weise, z.B. in eine<br \/> Sozialversicherung, investiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tZusammenfassend bot Marcus Hernig einen komplexen \u00dcberblick und<br \/> gleichzeitig interessante Details im Hinblick auf die Wahrnehmung und<br \/> zuk\u00fcnftige Vision der Entwicklung Shanghais und Chinas insgesamt. Er<br \/> selbst r\u00e4umte gegen Ende des Vortrags ein, dass seiner Meinung nach das<br \/> Essen und die Schrift als die beiden gro\u00dfen Kulturelemente Chinas mit<br \/> Sicherheit Bestand haben werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tAbschlie\u00dfend sagte Professor Hernig, dass die Expo in den Augen der<br \/> Chinesen die gro\u00dfe Er\u00f6ffnungsfeier f\u00fcr das Shanghai des 21. Jahrhunderts<br \/> darstelle. Nun bleibt nur noch die Frage zu kl\u00e4ren, wie die Welt die<br \/> Expo sieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tHelen H\u00fcbner, Katja Modis<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"7\" name=\"7\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Geschenkt: Nordkoreas Fanblock und ein dritter Torwart <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAus sportlicher Perspektive war der Auftritt Nordkoreas bei der<br \/> Fussball Weltmeisterschaft 2010 in S\u00fcdafrika alles andere als<br \/> erfolgreich. Mit zw\u00f6lf Gegentoren, mehr Tore als alle anderen<br \/> Mannschaften in der Vorrunde kassierten, schied das Team von Trainer Kim<br \/> Jong-hun sang und klanglos aus dem Turnier aus. Wie h\u00e4tte es auch<br \/> anders kommen sollen mit den gro\u00dfen, namhaften Gegnern aus Brasilien,<br \/> Portugal und der Elfenbeink\u00fcste gegen die das Team aus Ostasien nur ein<br \/> einziges Tor schoss?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDies alles soll aber nicht davon ablenken, dass Nordkorea abseits des<br \/> Fussballplatzes doch f\u00fcr eine gute Portion Unterhaltung gesorgt hat bei<br \/> dieser ersten WM auf afrikanischem Boden. Da w\u00e4re zum Beispiel die<br \/> Geschichte des dritten Torwarts im Kader der Nordkoreaner. Offiziell<br \/> darf eine Mannschaft, die an der WM teilnimmt, drei Torh\u00fcter nominieren.<br \/> Um die Geschicke der Nordkoreaner in der Offensive positiv zu leiten,<br \/> griff Trainer Kim Jong-hun kurzerhand zu einem weiteren St\u00fcrmer,<br \/> nominierte ihn aber als dritten Torwart, sodass die maximale Anzahl von<br \/> 23 Spielern nicht \u00fcberschritten wurde. Diese raffinierte Finte wurde von<br \/> den noch raffinierteren FIFA-Offiziellen schnell erkannt und der arme<br \/> St\u00fcrmer wurde zum Einsatz als Torwart oder zu der Nichtteilnahme am<br \/> Turnier verdonnert. Kim Jong-hun dementierte s\u00e4mtliche Vorw\u00fcrfe, einen<br \/> weiteren St\u00fcrmer ins Turnier schmuggeln zu wollen, um dem &#8222;geliebten<br \/> F\u00fchrer&#8220; das ein oder andere zus\u00e4tzliche Tor zu schenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDas Kurioseste an der WM-Teilnahme Nordkoreas waren aber wohl die<br \/> mitgereisten nordkoreanischen Fans, die in Wirklichkeit gar keine waren.<br \/> Medienberichten zu Folge wurden durch die <em>China Sports Management Group<\/em>&nbsp;tausend<br \/> vom nationalen Sportkommittee Nordkoreas zu verschenkende Tickets in<br \/> Peking verteilt, unter anderem an Musiker und Schauspieler. Diese<br \/> reisten dann nach S\u00fcdafrika mit der Aufgabe, in den drei<br \/> Vorrundenspielen Nordkoreas einen rot-wei\u00df-blauen Fanblock im Stadion zu<br \/> bilden. Die tausend Tickets waren in Windeseile vergeben, wohl auch<br \/> weil China nicht an der WM teilnahm und sich so f\u00fcr die gl\u00fccklichen<br \/> Empf\u00e4nger eine Chance bot, ans Kap der Guten Hoffnung zu fliegen, um<br \/> dort wenigstens den kleinen Nachbarn zu unterst\u00fctzen. Die Gelegenheit,<br \/> ein Spiel live im Stadion zu verfolgen, hatten viele S\u00fcdafrikaner nicht.<br \/> Wie es in Harald Martensteins Zeit-Kolumne <a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/26\/Fussball-WM-Martenstein?page=2\"><em>Notizen vom Kap<\/em><\/a><br \/> (24.06.2010) ein arbeitsloser S\u00fcdafrikaner so sch\u00f6n beschrieb: &#8222;Diese<br \/> Jobs h\u00e4tten auch ohne weiteres von S\u00fcdafrikanern erledigt werden k\u00f6nnen.<br \/> [Ich] h\u00e4tte, gegen angemessene Bezahlung, gerne einen Koreaner<br \/> gespielt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tJohann Platt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\t<a id=\"8\" name=\"8\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Von Mitteleuropa ins Reich der Mitte: Jaroslav Prusek (1906-1980) <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tVor drei\u00dfig Jahren starb der bekannte tschechische Sinologe Jaroslav<br \/> Prusek in seiner Heimatstadt Prag. Vor knapp achtzig Jahren unternahm er<br \/> &#8211; nach seinem Studium in Prag, G\u00f6teborg, Halle and Leipzig &#8211; eine<br \/> China-Reise und schrieb dar\u00fcber ein umfangreiches Buch, das vor wenigen<br \/> Jahren in einer englischen Fassung erschien; im gleichen Jahr (1932)<br \/> reiste auch der tschechische Journalist Egon Erwin Kisch (1885-1948)<br \/> nach China und schrieb das Buch China geheim (<a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/05\/01\/newsletter-mai-2008-nr-22\/#3\" target=\"_blank\">Vgl. SHAN-NL Nr. 22, Mai 2008<\/a>).&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tW\u00e4hrend Kisch mit der Transsibirischen Eisenbahn fuhr, benutzte<br \/> Prusek den s\u00fcdlichen Seeweg: Suez &#8211; Singapore &#8211; Hong Kong &#8211; Guangzhou &#8211;<br \/> Macao &#8211; Beijing; darauf folgte noch ein Aufenthalt in Japan. Im<br \/> Gegensatz zu den meisten anderen Reisenden der damaligen Zeit war er<br \/> Sinologe, besa\u00df Sprachkenntnisse und interessierte sich besonders f\u00fcr<br \/> die moderne chinesische Literatur. In China traf er zahlreiche<br \/> Autor(inn)en, K\u00fcnstler und Politiker, darunter Bing Xin, Guo Moruo, Hu<br \/> Shi, Qi Baishi, Shao Lizi and Shen Congwen; von einigen gibt es auch<br \/> Photos in seinem Buch.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tNach f\u00fcnf Jahren in Ostasien kehrte Prusek 1937 in die<br \/> Tschechoslowakei zur\u00fcck. In den Kriegsjahren ver\u00f6ffentlichte er B\u00fccher,<br \/> Artikel und \u00dcbersetzungen chinesischer Kurzgeschichten. 1947 wurde er<br \/> Professor an der Universit\u00e4t Prag. In den beiden folgenden Jahrzehnten<br \/> nahm er an zahlreichen internationalen Konferenzen teil und hielt<br \/> Vortr\u00e4ge in Amerika, Asien und in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t1968 bereitete Prusek eine Konferenz der Junior Sinologues in Prag<br \/> vor. Wegen des Einmarschs sowjetischer Truppen konnte diese jedoch nicht<br \/> stattfinden. (<a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/staff\/kampen\/eacs_conf.htm\">http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/staff\/kampen\/eacs_juniorconf.htm<\/a><br \/> ) Es gelang Prusek jedoch noch im gleichen Jahr einen Konferenzband zu<br \/> ver\u00f6ffentlichen, in dem die Vierte Mai Bewegung behandelt wurde. Kurz<br \/> darauf musste Prusek seine Lehrt\u00e4tigkeit einstellen und wurde in den<br \/> Ruhestand versetzt &#8211; er starb im April 1980. Nach dem Zusammenbruch des<br \/> kommunistischen Regimes konnte 1994 schliesslich eine Konferenz der<br \/> europ\u00e4ischen Sinologen in Prag durchgef\u00fchrt werden (<a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/staff\/kampen\/eacs_conf.htm\">http:\/\/www.sino.uni-heidelberg.de\/staff\/kampen\/eacs_conf.htm<\/a> ), bei der die Verdienste Pruseks gew\u00fcrdigt wurden.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tPruseks in den vierziger Jahren auf tschechisch ver\u00f6ffentlichter<br \/> Reisebericht wurde sechzig Jahre sp\u00e4ter ins Englische \u00fcbersetzt und<br \/> unter dem Titel &#8222;My Sister China&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Kurz darauf stellten<br \/> Pruseks Kollegen und Sch\u00fcler einen Sammelband \u00fcber ihren Professor<br \/> zusammen, der 2006 (zweisprachig tschechisch\/englisch) gedruckt<br \/> wurde.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tLiteratur:&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tJaroslav Prusek, Die Literatur des befreiten China und ihre Volkstraditionen, Prag, 1955.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tJaroslav Prusek (ed.), The May Fourth Movement in China, Prague, 1968.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tJaroslav Prusek, Chinese history and literature: collection of studies, Dordrecht, 1970.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tJaroslav Prusek, The Lyrical and the Epic, Bloomington, 1980.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tJaroslav Prusek, My Sister China, Prag, 2002.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tMilena Dolezelova-Velingerova (ed.), Jaroslav Prusek 1906-2006, Prag, 2006.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT \u4e2d\u56fd\u6b22\u8fce\u4f60\u4eec \u2013 Willkommen in China! 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