{"id":284,"date":"2011-06-01T12:00:00","date_gmt":"2011-06-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2011\/06\/01\/newsletter-juni-2011-nr-53\/"},"modified":"2026-05-20T18:36:09","modified_gmt":"2026-05-20T17:36:09","slug":"newsletter-juni-2011-nr-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2011\/06\/01\/newsletter-juni-2011-nr-53\/","title":{"rendered":"Newsletter Juni 2011 Nr. 53"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\"><span id=\"parent-fieldname-title\">INHALT <\/span><\/a><\/h2>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3 id=\"anker_DritteEhemaligenfeiervon\">\n\t\t<span class=\"special\">Dritte Ehemaligenfeier von SHAN e.V. am 14. Mai 2011<\/span><\/h3>\n<p> \t\tAm 14. Mai feierte SHAN die dritte Ehemaligenfeier der Sinologie mit<br \/> einem&nbsp; abwechslungsreichen und feierlichen Programm. Das<br \/> SHAN-PR-Team l\u00e4sst die H\u00f6hepunkte noch einmal Revue passieren.<\/p>\n<p> \t\t<a href=\"#1\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Prof.LotharLedderose:Als\">\n\t\t<span class=\"special\">Prof. Lothar Ledderose: &#8222;Als Heidelberger Wissenschaftler in China: Je l\u00e4nger, je lieber&#8220;<\/span><\/h3>\n<p> \t\tIm Rahmen der dritten Ehemaligenfeier von SHAN am 14. Mai sprach als<br \/> Festredner Prof. Dr. Lothar Ledderose. Er berichtete dabei von den<br \/> Anf\u00e4ngen seines Studiums, Erlebnissen bei seinen zahlreichen Reisen in<br \/> die VR und Taiwan und seinen aktuellen Forschungen.&nbsp;<\/p>\n<p> \t\t<a href=\"#2\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\">&nbsp;Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3 id=\"anker_WoliegtdieGrenzezwischen\">\n\t\t<span class=\"special\">Wo liegt die Grenze zwischen Asien und Europa?&nbsp; <\/span><\/h3>\n<p> \t\tEnde Mai stellten sich die f\u00fcnf Professoren des Exzellenzclusters<br \/> \u201eAsien und Europa im globalen Kontext\u201c in einer gemeinsamen Vorlesung<br \/> vor. Die Veranstaltung befasste sich mit einer stets aktuellen<br \/> ebenso&nbsp;wie kontrovers diskutierten Frage: Wo liegt die Grenze<br \/> zwischen Asien und Europa?<\/p>\n<p> \t\t<a href=\"#3\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; <\/span><span class=\"internal-link\">Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Chinesisch-deutscheEhepa\">\n\t\t<span class=\"special\">Chinesisch-deutsche Ehepaare<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKurz nach dem Ersten Weltkrieg kamen viele chinesische Studenten nach<br \/> Deutschland. Einige von ihnen heirateten deutsche Frauen und gingen mit<br \/> diesen nach China zur\u00fcck. Darunter waren auch schillernde<br \/> Pers\u00f6nlichkeiten wie die sp\u00e4tere Autorin von \u201eIch k\u00e4mpfte f\u00fcr Mao\u201c: Anna<br \/> Wang.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t\t<a href=\"#4\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; <\/span><span class=\"internal-link\">Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3 id=\"anker_SHAN-Restaurantkritik:Ti\">\n\t\t\tSHAN-Restaurantkritik: Tiger &amp; Dragon&#8217;s Food Corner<\/h3>\n<\/p>\n<\/div>\n<p> \t\tSHAN macht sich in der (ost-)asiatisch-kulinarischen Landschaft auf<br \/> die Suche nach dem \u6e90(\u5473)\u9053 und die erste SHAN-Restaurantkritik widmet sich<br \/> dem Tiger&amp;Dragon\u2019s Food Corner.<\/p>\n<p> \t\t<a href=\"#5\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Sprachkolumne.Folge2:-Hu\">\n\t\t<span class=\"special\">Sprachkolumne. Folge 2: \u72d7\u8840 &#8211; Hundeblut<\/span><\/h3>\n<p> \t\t\u201eDiese TV-Serie ist viel zu viel \u201eHundeblut\u201c! Die Probleme zwischen<br \/> der Ehefrau und der Schwiegermutter sind noch nicht genug, da gibt&#8217;s<br \/> noch die andere Frau!\u201c Die Wendung &#8222;\u72d7\u8840&#8220; benutzen viele chinesische junge<br \/> Leute in den letzten Jahren ganz h\u00e4ufig im Internet und in der<br \/> Umgangssprache, um ihre Kritik an Geschichten auch dramatisch<br \/> auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p> \t\t<a href=\"#6\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; <\/span><span class=\"internal-link\">Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<\/div>\n<h3 id=\"anker_Filmrezension:-TheTreasu\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<span class=\"special\">Filmrezension:&nbsp;<\/span> \u523a\u9675 &#8211;&nbsp; <span class=\"special\">The Treasure Hunter<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIn dieser Ausgabe widmet sich die Filmrezension The Treasure Hunter<br \/> (\u523a\u9675). \u201eIndiana Jones trifft die Mumie!\u201c (DVD-Cover) und \u201eThe Treasure<br \/> Hunter ist alles, was der letzte Indiana Jones h\u00e4tte sein sollen!\u201c<br \/> (amazon Produktbeschreibung), der Film verspricht viel, die Erwartungen<br \/> waren hoch\u2026<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n\t<a href=\"#7\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; <\/span><span class=\"internal-link\">Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Dritte Ehemaligenfeier von SHAN e.V. am 14. Mai 2011 <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;Am 14. Mai feierte SHAN die dritte Ehemaligenfeier der Sinologie<br \/> in Heidelberg. Eingeladen waren neben den Absolventen fr\u00fcherer Jahrg\u00e4nge<br \/> sowohl die Studierenden des Instituts, als auch dessen Mitarbeiter und<br \/> viele weitere China-Interessierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer Tag begann mit einem Vortrag von Sara Tsudome, die \u00fcber ihre Arbeit<br \/> f\u00fcr AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.&nbsp; berichtete.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tZun\u00e4chst beschrieb sie ihren eigenen Werdegang vom Studium in<br \/> Heidelberg \u00fcber Stationen in Shandong und den zun\u00e4chst fachfremden<br \/> Berufseinstieg in der Computerbranche. \u00dcber ihre ehrenamtliche T\u00e4tigkeit<br \/> erhielt sie dann Kontakt zu AFS und arbeitet inzwischen seit 2004 f\u00fcr<br \/> die international t\u00e4tige Organisation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tJedes Jahr organisieren die 90 hauptamtlichen Mitarbeiter von AFS in<br \/> Deutschland die Entsendungen von 1200 deutschen Jugendlichen, die f\u00fcr<br \/> ein Jahr im Ausland in Gastfamilien leben. Im Gegenzug werden in<br \/> deutschen Familien f\u00fcr denselben Zeitraum jedes Jahr etwa 1000<br \/> aufgenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIm Anschluss an den Vortrag nutzten einige Studierende die M\u00f6glichkeit<br \/> Sara Tsudome sowohl konkret zu ihrer Arbeit, als auch eher allgemein zu<br \/> ihrer Einsch\u00e4tzung der Berufsm\u00f6glichkeiten von Sinologiestudenten zu<br \/> befragen. Dabei zeichneten Frau Tsudome, ebenso wie die ebenfalls<br \/> anwesenden Alumni ein klares Bild: das Studium ist erst der Anfang. F\u00fcr<br \/> den Berufseinstieg von zentraler Bedeutung sind jedoch<br \/> Zusatzqualifikationen wie z.B. studienbegleitende Praktika, Nebenjobs,<br \/> aber auch Auslandserfahrungen und Flexibilit\u00e4t, durch die sich viele<br \/> Sinologen auszeichnen. Die rege Diskussion zu Berufschancen setzte sich<br \/> beim Mittagessen im Marstall fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAm Nachmittag begann dann mit einem Sektempfang in den Empfangsr\u00e4umen<br \/> des Rektors neben der Alten Aula der offizielle, festliche Teil der<br \/> Ehemaligenfeier. Das fr\u00f6hliche Wiedersehen und der Austausch von<br \/> Neuigkeiten standen vor dem Festvortrag im Zentrum des Treffens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer H\u00f6hepunkt folgte direkt im Anschlu\u00df. Zun\u00e4chst berichtete Lena<br \/> Hessel, Vorsitzende von SHAN, von den Aktivit\u00e4ten des Vereins im letzten<br \/> Jahr. Au\u00dferdem stellte sie den neuen Mitgliederbereich der Homepage<br \/> vor, der zu einer weiteren Vernetzung der Alumni beitragen soll. &nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDarauf folgte Zhan Yuanfang, die virtuos auf dem Guzheng chinesische<br \/> Volksweisen vortrug und auf den festlichen Vortrag einstimmte. Professor<br \/> Lothar Ledderose berichtete mit seinem Festvortrag unter dem Motto:<br \/> \u201eForschen in China \u2013 Je l\u00e4nger, je lieber\u201c, von seiner inzwischen mehr<br \/> als 30 Jahre andauernden Auseinandersetzung mit China.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tHerr Ledderose schm\u00fcckte seinen Bericht mit zahlreichen Anekdoten. So<br \/> berichtete er u.a. wie es ihm gelungen war, den Wehrdienst zu umgehen.<br \/> In einem weiteren Exkurs schilderte er die Atmosph\u00e4re des Mi\u00dftrauens,<br \/> die dem Institut f\u00fcr Sinologie nach der Z\u00fcndung der ersten Atombombe<br \/> Chinas zu schaffen machte: doch durch einen Trick wurde man die Spitzel<br \/> des Verfassungsschutzes auch rasch wieder los.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tF\u00fcr alle heutigen Studierende&nbsp;scheinen die einzigartigen<br \/> Erlebnisse Ledderoses im Taipeh der 70er Jahre die goldene Vergangenheit<br \/> zu sein. Herr Lederrose hatte so u.a. die Gelegenheit als eine Art<br \/> \u201ePrivatsekret\u00e4r\u201c des&nbsp;Leiters des Palastmuseums dort zu arbeiten,<br \/> als&nbsp;auch zahlreiche illustre&nbsp;Pers\u00f6nlichkeiten und ranghohe<br \/> Politiker Taiwans&nbsp; pers\u00f6nlich&nbsp;kennen zu lernen.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDer Abend fand&nbsp;seinen gelungenen Abschluss beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant Asia. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tHelen H\u00fcbner<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">&#8222;Als Heidelberger Wissenschaftler in China: je l\u00e4nger, je lieber&#8220; <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Rahmen der Dritten Ehemaligenfeier von SHAN am 14. Mai sprach als<br \/> Festredner in diesem Jahr Professor Dr. Lothar<br \/> Ledderose.&nbsp;Von&nbsp;1961 bis 1969 hatte er Ostasiatische<br \/> Kunstgeschichte, Europ\u00e4ische Kunstgeschichte, Sinologie und Japanologie<br \/> an den Universit\u00e4ten von K\u00f6ln, Bonn, Paris, Taipei und Heidelberg<br \/> studiert. 1969 wurde er in Heidelberg promoviert.&nbsp; Seit 1976 ist<br \/> Lothar Ledderose Professor f\u00fcr Ostasiatische Kunstgeschichte an der<br \/> Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSHAN freute sich den international renommierten Wissenschaftler als<br \/> diesj\u00e4hrigen Festredner f\u00fcr die Ehemaligenfeier gewinnen zu k\u00f6nnen.<br \/> &nbsp;Bei den Studenten ist sein lebendiger, spontaner Vortragsstil sehr<br \/> beliebt &#8211; so erfreute er auch seine Zuh\u00f6rer an diesem<br \/> Samstagnachmittag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tProf. Ledderose schm\u00fcckte seinen Bericht mit zahlreichen Anekdoten. So<br \/> berichtete er u.a. wie es ihm gelungen war den Wehrdienst zu umgehen:<br \/> zum Zeitpunkt seiner Musterung studierte er bereits im dritten<br \/> Semester&nbsp; bei Walter Fuchs und wollte nach M\u00f6glichkeit das Studium<br \/> auch nicht unterbrechen. Ob es das exotische Studienfach oder ein<br \/> pers\u00f6nlicher Gefallen war? Der Wehrdienst wurde ihm auf jeden Fall<br \/> erlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIn Heidelberg f\u00fchrte Lothar Ledderose sein Studium bei Prof. Wolfgang<br \/> Bauer und Prof. Dietrich Seckel in Heidelberg fort. In einem weiteren<br \/> Exkurs schilderte er die Atmosph\u00e4re des Mi\u00dftrauens, die dem Institut f\u00fcr<br \/> Sinologie nach der Z\u00fcndung der ersten Atombombe in der Volksrepublik<br \/> 1964 zu schaffen machte: doch durch einen Trick wurde man die Spitzel<br \/> des Verfassungsschutzes auch rasch wieder los. Innerhalb von drei Wochen<br \/> beraumte der Dozent eine Sprachpr\u00fcfung Chinesisch an, die die<br \/> &#8222;Schlapph\u00fcte&#8220; nicht bestanden. Und danach wurden sie am Institut nicht<br \/> mehr gesehen..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tVon Heidelberg ging Ledderose 1965 nach Paris, da die Studierenden in<br \/> Frankreich bereits die M\u00f6glichkeit erhielten w\u00e4hrend ihres Studiums in<br \/> die VR China zu reisen. Doch seine Versuche ebenfalls an dem Austausch<br \/> teilzunehmen, scheiterten. Und auch die franz\u00f6sischen Studierenden kamen<br \/> nach einigen Monaten wegen des Beginns der Kulturrevolution 1966 wieder<br \/> nach Europa zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tF\u00fcr alle Studierenden, die inzwischen mit zahlreichen anderen<br \/> Auslandsstudenten nach China, sowohl in die VR als auch nach Taiwan<br \/> reisen, scheinen die einzigartigen Erlebnisse Ledderoses im Taipeh der<br \/> 70er Jahre die goldene Vergangenheit zu sein. Herr Ledderose hatte so<br \/> u.a. die Gelegenheit als eine Art \u201ePrivatsekret\u00e4r\u201c des Leiters des<br \/> Palastmuseums dort zu arbeiten. Er lernte zahlreiche illustre<br \/> Pers\u00f6nlichkeiten und ranghohe Politiker Taiwans pers\u00f6nlich kennen. Dazu<br \/> geh\u00f6rte sogar eine Begegnung mit Jiang Kaishek pers\u00f6nlich! Wenn auch aus<br \/> der Entfernung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tMit einer Gruppe von Professoren aus der BRD erhielt Prof. Ledderose<br \/> im Jahr 1977 erstmals die Gelegenheit in die Volksrepublik zu reisen.<br \/> Seither ist er regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Forschungsarbeiten u.a. in Shandong und<br \/> Hebei. Auch davon zeigte er w\u00e4hrend des Vortrags zahlreiche Fotos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWir danken Herrn Prof. Lothar Ledderose herzlich f\u00fcr seinen Vortrag<br \/> und k\u00f6nnen uns dem Motto des Nachmittags anschlie\u00dfen: &#8222;Als Heidelberger<br \/> Wissenschaftler in China: je l\u00e4nger, je lieber&#8220;.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tHelen H\u00fcbner<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Wo liegt die Grenze zwischen Asien und Europa? <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIm Rahmen der diesj\u00e4hrigen Jubil\u00e4umsfeier der Universit\u00e4t Heidelberg<br \/> gab es im Laufe des Jahres bereits einige interessante Vortr\u00e4ge. So auch<br \/> am Mittwoch, den 25. Mai, an dem die f\u00fcnf Professoren des<br \/> Exzellenzclusters \u201eAsien und Europa im globalen Kontext\u201c zu einer<br \/> gemeinsamen Vorlesung mit anschlie\u00dfender \u00f6ffentlicher Debatte einluden.<br \/> Einen passenden Rahmen fand die Veranstaltung, die sich mit den Grenzen<br \/> zwischen Asien und Europa besch\u00e4ftigte, in der Alten Aula der<br \/> Universit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tEingeleitet wurde die Veranstaltung vom gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Direktor des<br \/> Clusters, Prof. Dr. Rudolf G. Wagner. Nach einer kurzen Vorstellung des<br \/> Clusters und seinen Aufgaben, gab er das Podium an den ersten Redner<br \/> des Abends, Herrn Prof. Dr. Joachim Kurtz weiter. Als Professor f\u00fcr<br \/> Wissensgeschichte berichtete dieser \u00fcber die globale Verbreitung der<br \/> Begriffe \u201eAsien\u201c und \u201eEuropa\u201c, wobei er auch mehrere, dem Europ\u00e4er eher<br \/> fremde Weltkarten, aus chinesischer Perspektive zeigte. Diese Karten<br \/> zeigten deutliche Unterschiede zu den uns gel\u00e4ufigen Weltkarten, denn<br \/> falls Europa \u00fcberhaupt auftauchte, befand es sich in einer Randposition<br \/> zu dem zentral liegenden China und war auch im Vergleich zu eher<br \/> phantastischen Gebieten, wie dem \u201eLand der Frauen\u201c, gr\u00f6\u00dfenm\u00e4\u00dfig<br \/> unterlegen.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tAus japanischer Perspektive wurde hingegen das Problem der Grenzziehung<br \/> von Herrn Prof. Dr. Harald Fuess betrachtet. Sein Schwerpunkt war dabei<br \/> die Zuordnung zum \u201eWesten\u201c, also Europa oder zum \u201eOsten\u201c, also Asien,<br \/> wie Japan ihn im Laufe der Geschichte selbst vorgenommen hatte. Harald<br \/> Fuess ist Professor f\u00fcr Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Am Ende<br \/> seines Vortrags lie\u00df er die Frage offen, wo sich Japan zuk\u00fcnftig in der<br \/> Welt einreihen werde.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tProf. Dr. Birgit Kellner, Professorin f\u00fcr Buddhismusstudien, f\u00fchrte die<br \/> Zuh\u00f6rer in die Zusammenh\u00e4nge zwischen Grenzziehung und Buddhismus ein.<br \/> Dabei konzentrierte sie sich auf die Identit\u00e4tsstiftende Funktion des<br \/> Buddhismus im 19. Jahrhundert und beschrieb wie dieser, obwohl er<br \/> urspr\u00fcnglich aus Indien stammt, sp\u00e4ter auch die Entwicklung Ostasiens<br \/> nachhaltig pr\u00e4gte.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tDer n\u00e4chste Vortrag f\u00fchrte uns in den Bereich der Kunstgeschichte und<br \/> des interkulturellen Umgangs mit Grenzziehungen in Kunstwerken. Als<br \/> erste Professorin f\u00fcr Globale Kunstgeschichte in Deutschland, erl\u00e4uterte<br \/> Frau Prof. Dr. Monica Juneja diesen Bereich an Hand von antiken<br \/> Heldinnen aus Asien und Europa und deren k\u00fcnstlerische Darstellung. Auch<br \/> sie verwies dabei auf Bildmaterial, das die Verschmelzung der<br \/> Geschichten dieser Heldinnen in den Werken der K\u00fcnstler zeigt.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tDer letzte Vortrag vor der \u00f6ffentlichen Diskussion kam aus dem Bereich<br \/> der Ethnologie. Frau Prof. Dr. Christiane Brosius, Professorin f\u00fcr<br \/> Visuelle- und Medienethnologie, machte an Hand des Beispiels des<br \/> indischen K\u00fcnstlers Anish Kapoor die Probleme einer klaren Grenzziehung<br \/> zwischen Asien und Europa deutlich. Sie berichtete, wie es einem<br \/> K\u00fcnstler indischer Herkunft mit Wohnsitz in Gro\u00dfbritannien gelingen<br \/> konnte, sich durch seine Kunst soweit in beiden Nationen zu integrieren,<br \/> dass sowohl Indien als auch Gro\u00dfbritannien ihn als einen der ihren und<br \/> als Identifikationsfigur betrachten.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tAnschlie\u00dfend gab es die M\u00f6glichkeit einer \u00f6ffentlichen Diskussion, die<br \/> von der Co-Direktorin des Exzellenzclusters, Frau Prof. Dr. Madeleine<br \/> Herren-Oesch, geleitet wurde.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \tEinen wundervollen Abschluss fand die Veranstaltung mit der<br \/> Gesangseinlage eines Zuh\u00f6rers aus Chicago, der ebenfalls zum Vortrag des<br \/> Clusters gekommen war.<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p class=\"FreieForm\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; Ronja Br\u00f6gger und Fabienne Wallenwein<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Chinesisch-Deutsche Ehepaare: die Familien Liao, Wang, Wu und Xiao <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tKurz nach dem Ersten Weltkrieg kamen viele chinesische Studenten<br \/> nach&nbsp;Deutschland. Einige von ihnen heirateten deutsche Frauen und<br \/> gingen mit&nbsp;diesen nach China zur\u00fcck. Vier Paare sollen hier<br \/> vorgestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWu Jianxi (aus der Provinz Henan) kam Anfang der zwanziger Jahre<br \/> nach&nbsp;G\u00f6ttingen und studierte dort Mathematik. Er bildete mit<br \/> anderen&nbsp;chinesischen Studenten eine kommunistische Gruppe. Zu<br \/> seinen Bekannten&nbsp;geh\u00f6rten Zhu De (der sp\u00e4ter die Rote Armee f\u00fchrte)<br \/> und Xie Weijin, der&nbsp;im Spanischen B\u00fcrgerkrieg k\u00e4mpfte. (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/06\/01\/newsletter-juni-2008-nr-23\/#3\" title=\"Von Sichuan nach Deutschland und Spanien: Xie Weijin (1900-1978)\">Von Sichuan nach Deutschland und Spanien: Xie Weijin (1900-1978)<\/a>).<br \/> Wu traf in G\u00f6ttingen Irene Weitemeyer und beide reisten sp\u00e4ter<br \/> \u00fcber&nbsp;Moskau nach China. Wu arbeitete f\u00fcr den sowjetischen Agenten<br \/> Richard&nbsp;Sorge, seine Frau betrieb &#8211; vermutlich im Auftrag der<br \/> Komintern &#8211; einen&nbsp;Buchladen. (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/09\/01\/newsletter-september-2010-nr-46\/#3\" title=\"Der Zeitgeist Buchladen in Shanghai und die Buchh\u00e4ndlerinnen Irene, Isa und Ursula\">Der Zeitgeist Buchladen in Shanghai und die Buchh\u00e4ndlerinnen Irene, Isa und Ursula<\/a>).<br \/> Mitte der drei\u00dfiger Jahre ging Wu nach Peking, seine Frau nach<br \/> Moskau,&nbsp;die genauen Hintergr\u00fcnde sind unklar. Wus weiteres Leben in<br \/> China ist&nbsp;gut dokumentiert, \u00fcber seine Frau ist nicht mehr<br \/> bekannt. Der&nbsp;Universit\u00e4tsprofessor Wu starb 1973 in China; seine<br \/> Frau soll 1978 in&nbsp;der Bundesrepublik gestorben sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tLiao Huanxing, der aus der Provinz Hunan stammte und dort mit Mao<br \/> Zedong&nbsp;befreundet war, reiste kurz nach der Gr\u00fcndung der KP Chinas<br \/> (1921) nach&nbsp;Deutschland und lebte in Berlin. Er traf offenbar schon<br \/> fr\u00fch seine&nbsp;sp\u00e4tere Frau Dora, die die Tochter eines s\u00fcddeutschen<br \/> Schusters gewesen&nbsp;sein soll. Ende der zwanziger Jahre gingen sie<br \/> nach Moskau, wo sie lange&nbsp;Zeit arbeiteten. W\u00e4hrend der<br \/> stalinistischen S\u00e4uberungskampagnen wurde&nbsp;Liao verhaftet und<br \/> verbrachte viele Jahre in Lagern. Erst nach der&nbsp;Gr\u00fcndung der VR<br \/> China (1949) wurde er &#8211; angeblich aufgrund einer&nbsp;Initiative Mao<br \/> Zedongs &#8211; freigelassen und starb aufgrund seines&nbsp;schlechten<br \/> Gesundheitszustands nach wenigen Jahren (1964). Seine Frau&nbsp;und sein<br \/> Sohn lebten weiter in der chinesischen Hauptstadt. In<br \/> manchen&nbsp;Bibliotheken findet man heute noch deutschsprachige B\u00fccher,<br \/> die von&nbsp;&#8222;Dora Liau&#8220; \u00fcbersetzt wurden.<br \/> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWang Bingnan (aus Shaanxi) reiste Ende der zwanziger Jahre zum<br \/> Studium&nbsp;nach Deutschland. In Berlin lernte er die Studentin Anna<br \/> (Anneliese)&nbsp;kennen, die aus Ostpreu\u00dfen stammte. 1936 gingen die<br \/> beiden, die damals&nbsp;schon an kommunistischen Aktivit\u00e4ten beteiligt<br \/> waren, nach China. Anna&nbsp;war schwanger und bekam im Oktober einen<br \/> Sohn namens Liming. Als sie&nbsp;noch in Shanghai wohnte, war ihr Mann &#8211;<br \/> im Dezember 1936 &#8211; am ber\u00fchmten&nbsp;Xi&#8217;an-Zwischenfall beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t(<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/02\/01\/newsletter-2007-nr-8\/#6\" title=\"Zwei Deutsche in Xi\u2019an: Anna Wang und Herbert Wunsch im Dezember 1936\">Zwei Deutsche in Xi\u2019an: Anna Wang und Herbert Wunsch im Dezember 1936<\/a>).<br \/> Nach der Gr\u00fcndung der VR China lebten beide &#8211; schon getrennt &#8211; in<br \/> der&nbsp;chinesischen Hauptstadt. Er wurde sp\u00e4ter Botschafter in Polen<br \/> (wo ihr&nbsp;Geburtsort lag) und starb 1988. Sie siedelte zun\u00e4chst in<br \/> die DDR \u00fcber&nbsp;und ging sp\u00e4ter in die BRD. Dort wurde sie durch das<br \/> Buch &#8222;Ich k\u00e4mpfte&nbsp;f\u00fcr Mao&#8220; bekannt. Sie heiratete noch einmal,<br \/> lebte mit ihrer Familie im&nbsp;Hamburger Raum und starb 1989. Auch Wang<br \/> Liming lebte lange in Hamburg.<br \/> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAlle oben erw\u00e4hnten Personen kannten auch die aus Breslau<br \/> stammende&nbsp;Photographin Eva Sandberg, die in Moskau den Dichter und<br \/> Journalisten&nbsp;Xiao San traf und mit diesem sp\u00e4ter nach China ging.<br \/> &nbsp;(Auch Xiao San&nbsp;stammte aus Hunan und kannte Mao Zedong.) Sie<br \/> nannte sich nun Eva Siao&nbsp;und hatte drei S\u00f6hne (Vitja, Lion,<br \/> Heping). In Yan&#8217;an lernte sie u.a.<br \/> \t\tXie Wejins Sohn Han Sen kennen, der besser Deutsch als<br \/> Chinesisch&nbsp;sprach. In den neunziger Jahren ver\u00f6ffentlichte sie ihre<br \/> Memoiren und&nbsp;reiste wiederholt nach Deutschland. Sie starb im<br \/> Jahre 2001, ihr Mann&nbsp;war schon 1983 gestorben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tEs f\u00e4llt auf, da\u00df alle Ehegatten aus China waren, die Gattinen<br \/> aus&nbsp;Deutschland; dies lag an der geringen Zahl von Chinesinnen, die<br \/> vor dem&nbsp;Krieg in Deutschland lebten. Die M\u00e4nner starben alle in<br \/> China vor ihren&nbsp;Frauen, von denen zwei (Eva Siao und Dora Liao) in<br \/> China blieben, die&nbsp;anderen beiden kehrten nach Deutschland zur\u00fcck.<br \/> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tPS:<br \/> \t\tIn der gerade erschienenen Ausgabe der Briefe (1953-1983) von Anna<br \/> Seghers (Berlin, 2010) gibt es einen Brief von ihr an das Ehepaar Liau<br \/> v. 5.4.1955:<br \/> \t\t\u201eLiebe Dora, Lieber Hansin, ich bin sehr froh von Euch Post zu bekommen. [\u2026]<br \/> \t\tMein Mann und ich, wir w\u00fcnschen uns heiss nach China zu fahren,<br \/> diesmal zusammen. Ich hoffe sehr, dass wir uns in Peking oder Berlin in<br \/> nicht zu langer Zeit wiedersehen werden. [\u2026]\u201c (S. 37) In einer Anmerkung<br \/> hierzu steht ausserdem: &nbsp;A.S. und ihr Mann \u201ekannten Hansin Liau,<br \/> der zwischen 1925 und 1928 in Berlin ein wichtiger chinesischer<br \/> Verbindungsmann zur KPD war, und seine deutsche Frau Dora aus ihrer<br \/> fr\u00fchen Berliner Zeit. [\u2026] Eine sp\u00e4tere Reise kam nicht zustande.\u201c (S.<br \/> 366) (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2007\/09\/01\/newsletter-september-2007-nr-15\/#3\" title=\"Die Heidelberger Sinologin Netty Reiling und die Berliner Schriftstellerin Anna Seghers\">Die Heidelberger Sinologin Netty Reiling und die Berliner Schriftstellerin Anna Seghers<\/a> )<br \/> \t\t&nbsp;<br \/> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tLiteratur:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAnna Wang: Ich k\u00e4mpfte f\u00fcr Mao, Hamburg, 1964, 1973.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tRuth Werner: Sonjas Rapport, Berlin, 1977.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tEva Siao: China, mein Traum, mein Leben, Bergisch Gladbach, 1990.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tThomas Kampen: Deutsche und \u00f6sterreichische Kommunisten im<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\trevolution\u00e4ren China, Jahrbuch f\u00fcr historische Kommunismusforschung,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t1997, 88-104.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tThomas Kampen: Xie Weijin und die Gebr\u00fcder Kisch, Das neue China, Juni<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t2001, 27-28.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tHan Sen: Ein Chinese mit dem Kontrabass, M\u00fcnchen, 2001.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tThomas Kampen: Chinesen in Europa &#8211; Europ\u00e4er in China: Journalisten,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSpione, Studenten, Gossenberg, 2010.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">SHAN-Restaurantkritiken: Tiger&amp;Dragon&#8217;s Food Corner <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong>SHAN-Restaurantkritiken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u6e90 (\u5473) \u9053<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u00d6fters h\u00f6rt man, besonders von Studenten, die gerade vom Festland oder<br \/> aus Taiwan zur\u00fcckgekommen sind, die Klage, das (ost-) asiatische Essen<br \/> in Heidelberg sei einfach nicht das Wahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas hat SHAN neugierig gemacht auf die (ost-) asiatisch-kulinarische<br \/> Landschaft Heidelbergs und nachdem eine Recherche 18 Restaurants und<br \/> Schnellimbisse zu Tage gef\u00f6rdert hatte, machten wir uns mit knurrendem<br \/> Magen auf die Suche nach dem \u6e90 (\u5473) \u9053.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong>Tiger &amp; Dragon\u2019s Food Corner<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIn dieser Ausgabe begann SHAN mit dem Naheliegenden und besuchte den <em>Tiger&amp;Dragon\u2018s Food<\/em> <em>Corner.<\/em> Unweit des Instituts f\u00fcr Sinologie im <em>Carr\u00e9<\/em><br \/> gelegen, liegt es sicherlich auch an dieser zentralen Lage, dass man in<br \/> der Rush-Hour der Mittagspause schon einmal nach einem der letzten<br \/> Sitzpl\u00e4tze suchen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<em>Atmosph\u00e4re und Ambiente<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas Restaurant l\u00e4dt mit seiner liebevollen Einrichtung dazu ein, sich<br \/> das Essen nicht nur zum Mitnehmen zu bestellen, auch wenn es mit den<br \/> gro\u00dfen Fensterfronten das Aquarium, das in der Mitte des Restaurants<br \/> steht, architektonisch aufzugreifen scheint. Im Au\u00dfenbereich finden sich<br \/> au\u00dferdem Sitzpl\u00e4tze f\u00fcr sonnige Tage, allerdings direkt neben der<br \/> vielbefahrenen Rohrbacherstra\u00dfe \u2013 der Preis f\u00fcr die zentrale Lage. Nur<br \/> in der Mittagszeit kann es trotz der zahlreichen Tische etwas eng&nbsp;<br \/> und laut werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tUm an sein Essen zu kommen, muss man selbst aktiv werden und sich an<br \/> der langen Theke mit einem Tablett anstellen \u2013 das weckt vor allem bei<br \/> l\u00e4ngeren Wartezeiten Erinnerungen an die Heidelberger Mensen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>Die Karte und das Essen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAm g\u00fcnstigsten kommt man hier mit Krabbenchips f\u00fcr 1 \u20ac davon \u2013 auch<br \/> wenn man davon nicht satt wird,&nbsp; 7,60 \u20ac zahlt man f\u00fcr Gerichte mit<br \/> Shrimps. Das ist der Rahmen, in dem sich alle Gerichte bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tGeschmacklich war sich unser SHAN-Team einig, nicht \u00fcberrascht worden<br \/> zu sein. Was bestellt wurde, hielt was es versprach und blieb eher durch<br \/> die sich anschlie\u00dfende S\u00e4ttigung als durch einen exklusiven Geschmack<br \/> in Erinnerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAbwechslung kommt bei der <em>Soup Yourself \u2013<\/em> Suppenbar auf, bei der man auf eigene Faust je vier Nudelsorten, Suppen-Basen und Beilagen kombinieren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIn Bezug auf das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis ist wohl die kleine Portion<br \/> gebratenen Nudeln f\u00fcr 2,70 \u20ac unschlagbar, die sich gro\u00dfz\u00fcgiger Weise,<br \/> abgesehen von dem Preis, kaum von der gro\u00dfen Portion unterscheidet und<br \/> bis jetzt noch jeden leeren Bauch gef\u00fcllt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>Was nicht in der Karte steht<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tZum Tagesessen gibt es f\u00fcr 1 \u20ac ein Heidelberger Pils dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie gebratenen Nudeln gibt es auch vegan ohne Ei und Fleisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>Fazit<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>Tiger&amp;Dragon\u2018s Food Corner<\/em> ist genau das Richtige f\u00fcr ein<br \/> schnelles Essen in der Mittagspause oder nach einem langen Arbeitstag,<br \/> wenn der Magen laut knurrt. Denn satt und zufrieden verl\u00e4sst man das<br \/> Restaurant mit Sicherheit wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEsther Berg<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>Tiger&amp;Dragon\u2019s Food Corner<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>Rohrbacher Str. 8<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>69115 Heidelberg<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>\u00d6ffnungszeiten: Mo-Sa 11-22 Uhr, So. und feiertags 13-22 Uhr.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"6\" name=\"6\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Sprachkolumne: \u72d7\u8840 &#8211; Hundeblut <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBeispiel\uff1a<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201c\u8fd9\u90e8\u7535\u89c6\u5267\u4e5f\u592a\u72d7\u8840\u4e86\u5427\uff01 \u5149\u662f\u5a46\u5ab3\u95ee\u9898\u8fd8\u4e0d\u591f\uff0c\u8fd8\u6709\u7b2c\u4e09\u8005\uff01\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201eDiese TV-Serie ist viel zu viel \u201eHundeblut\u201c! Die Probleme zwischen der<br \/> Ehefrau und der Schwiegermutter sind noch nicht genug, da gibt&#8217;s noch<br \/> die andere Frau!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Wendung &#8222;\u72d7\u8840&#8220; benutzen viele chinesische junge Leute in den letzten<br \/> Jahren ganz h\u00e4ufig im Internet und in der Umgangssprache, um ihre Kritik<br \/> an Geschichten auch dramatisch auszudr\u00fccken. Im oben dargestellten<br \/> Beispiel kann man schon die Spur finden, dass diese Fernsehserie ganz<br \/> klischeehafte Konflikte thematisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tMit &#8222;\u72d7\u8840&#8220; meint man hier, dass die Handlung eines Films, Romans, oder<br \/> von TV- Sendungen, Musik, Theater usw. nichts Originales haben, sondern<br \/> nur \u201eklassische\u201c Dramen, die alle schon lange kennen. Die Darstellung<br \/> ist meistens formelhaft, banal und trivial. Die Gute werden nach jenen<br \/> Dramen endlich ihr Happy-End finden und die Schlechten bekommen trotz<br \/> aller erfolgreichen Listen am Ende den von Allen erhofften Untergang.<br \/> Vor diesem Ende sind so viel wie m\u00f6glich klischeehafte Konflikte<br \/> willkommen. Jeder wei\u00df, dass die Geschichte schon nicht mehr schlechter<br \/> werden kann, und doch schaut es sich jeder wie hypnotisiert an.<br \/> Und&nbsp; warum?! Vielleicht, weil man doch wissen m\u00f6chte, ob es noch<br \/> eine Grenze f\u00fcr \u201eschlecht\u201c gibt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIm Alltag benutzen die jungen Leute auch &#8222;\u72d7\u8840&#8220; zum Beispiel in dem Fall,<br \/> wenn jemand Ihnen eine komplizierte Liebesgeschichte erz\u00e4hlt hat. Sie<br \/> k\u00f6nnen einfach sagen, \u201e\u8fd9\u6545\u4e8b\u771f\u591f\u72d7\u8840\u7684\uff01\u201c \u2013 \u201eDiese Geschichte ist wirklich genug<br \/> Hundeblut!\u201c Was da passiert ist, k\u00f6nnen Sie sich vielleicht schon<br \/> selbst vorstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tUrsprung:&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDiese Redewendung &#8222;\u6d12\u72d7\u8840&#8220; (Hundeblut verspritzen) kam zuerst unter den<br \/> Schauspielern der Pekingoper auf. Ihre Darstellung einer Rolle kann man<br \/> in drei Stufen beurteilen und die heftigste Kritik nennt man &#8222;\u6d12\u72d7\u8840&#8220;.<br \/> Damit kritisiert man, dass die Schauspieler die Figuren mit zu viel<br \/> Emotion, und dabei ganz oberfl\u00e4chlich und \u00fcbertrieben gezeigt haben. Sie<br \/> spielen, als ob sie die Figuren gut verstanden h\u00e4tten. Aber tats\u00e4chlich<br \/> haben sie die Figuren v\u00f6llig ungeschickt dargestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIn einem empfehlenswerten Film \u00fcber zwei Schauspieler der Pekingoper<br \/> \u201eLebewohl, meine Konkubine\u201c (Originaltitel: \u9738\u738b\u5225\u59ec, B\u00e0w\u00e1ng Bi\u00e9 J\u012b,<br \/> inszeniert von Chen Kaige) tauchte diese Redewendung ebenfalls auf. Die<br \/> Hauptfigur Dieyi sagt in einer Szene zur Freundin ihres Geliebten<br \/> Xiaolou, eine Prostituierte und ebenfalls eine der Hauptfiguren:<br \/> &#8222;\u6ca1\u5b66\u8fc7\u620f\uff0c\u90a3\u5c31\u522b\u5728\u8fd9\u513f\u6d12\u72d7\u8840\u4e86.&#8220; \u2013 \u201eWenn du die Oper nicht gelernt hast, dann<br \/> verspritz&#8216; hier auch kein Hundeblut mehr.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"7\" name=\"7\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Filmrezension &#8211; The Treasure Hunter (\u523a\u9675) <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<em>The<\/em> <em>Treasure Hunter<\/em>, erschienen 2009 zuerst in<br \/> Taiwan, ist ein Action\ufb01lm, der auf der deutschen DVD Ausgabe mit der<br \/> Beschreibung &#8222;Indiana Jones trifft die Mumie&#8220; beworben wird. Dies klingt<br \/> ebenso vielversprechend wie die Starbesetzung mit Jay Chou (\u5468\u6770\u502b) und<br \/> Lin Chi-ling (\u6797\u5fd7\u73b2) sowie Ching Siu-tung (\u7a0b\u5c0f\u6771) als Action-Director f\u00fcr<br \/> die Stuntszenen. Ching Siu-tung zeichnet sich verantwortlich als<br \/> Regisseur f\u00fcr Filme wie <em>A Chinese Ghost Story<\/em> 1-3 und als Action-Director f\u00fcr Filme wie <em>Hero<\/em>, <em>House of Flying Daggers<\/em>, und <em>Curse of the Golden Flower<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;Leider muss an dieser Stelle bereits gesagt werden, dass der Film<br \/> auf allen Ebenen die Erwartungen an Darsteller und Crew entt\u00e4uscht. Mit<br \/> einem Budget von 15 Millionen US-Dollar, und somit einer der teuersten<br \/> Filme aus Taiwan aller Zeiten, nahm <em>The Treasure Hunter<\/em> an den<br \/> Kassen in Taiwan, Hong Kong, und dem Rest von China nur 11 Millionen<br \/> US-Dollar ein, was angesichts der zum Teil katastrophal schlechten<br \/> Leistung der Schauspieler und vor allem der des Regisseurs und der<br \/> Setdesigner liegen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Handlung spielt sich gr\u00f6\u00dftenteils in der W\u00fcste im Westen Chinas<br \/> oder der Mongolei ab, wo angeblich ein riesiger Schatz verborgen liegt.<br \/> Dieser Schatz wird von einer Gruppe mysteri\u00f6ser Krieger besch\u00fctzt, und<br \/> dies schon seit Ewigkeiten (Die Mumie l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen\u2026). Eine geheime Karte<br \/> mit der exakten Position des Schatzes existiert, wird aber von einer<br \/> internationalen Verbrecher-Organisation namens \u201eThe Company\u201c geklaut.<br \/> Diese \u201eCompany\u201c begibt sich dann auf die Suche nach dem Schatz. Jay Chou<br \/> alias Qiao Fei, zusammen mit Lan Ting, seiner fr\u00fcheren Geliebten, und<br \/> einem ber\u00fchmten, wenngleich dubiosen, Arch\u00e4ologen, versuchen daraufhin<br \/> die Karte zur\u00fcckzubekommen und so kommt es zu einer wilden&nbsp; w\u00fcsten<br \/> Verfolgungsjagd mit mittelm\u00e4\u00dfigen Kampfszenen in einer nicht n\u00e4her<br \/> de\ufb01nierten W\u00fcste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tUm nicht lange bei der eher langweiligen Handlung des Films zu<br \/> verweilen, wird nun Kritik am durchaus einfach schlechten Setting und<br \/> vor allem Set des Films ge\u00fcbt. Erstens, die Lage der W\u00fcste in der <em>The Treasure Hunter<\/em><br \/> spielt ist unbekannt (oder dieser Autor hat sie einfach nicht<br \/> mitbekommen). Zweitens, die Requisiten und Geb\u00e4ude sind in ihren<br \/> zeitlichen Kontexten wild durcheinander gemischt, soll hei\u00dfen, es<br \/> entsteht ein komischer Mix aus Neuzeit, altem China, dem Wilden Westen, <em>Star Wars Episode IV<\/em> (jedenfalls nach der Meinung des Autors samt Mitgucker) und <em>Tomb Raider 1<\/em>,<br \/> um nur einige wenige zu nennen. Drittens, die Action- und Kampfszenen<br \/> sind nichts an was man sich sp\u00e4ter erinnern w\u00fcrde und erzeugen, obwohl<br \/> sie teuer produziert erscheinen, nie wirklich Spannung. Viertens, <em>The Treasure Hunter<\/em> reicht in keinster Weise an <em>Die Mumie<\/em> und <em>Indiana Jones<\/em><br \/> heran, wobei man sich bei Letzterem wirklich streiten kann, ob dies<br \/> \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist. Ferner liegt der Film auch nirgendwo zwischen<br \/> beiden, sondern irgendwo wo man noch nie von Rick O\u2019Connell, Dr. Marcus<br \/> Brody, Henry und Indiana Jones, oder Imhotep geh\u00f6rt hat. Und letztlich<br \/> f\u00fcnftens, Jay Chou nutzt sein Markenzeichen der genuschelten<br \/> sprachlichen Darbietung konsequent aus, sodass man kaum ein einziges<br \/> Wort versteht, das aus seinem Mund kommt. In Taiwan ist dies anscheinend<br \/> vor allem von weiblichen Fans gesch\u00e4tzt (man sagt auch &#8222;er spreche als<br \/> habe er ein Ei im Mund&#8220;), jedoch als Film zur \u00dcbung des<br \/> H\u00f6rverst\u00e4ndnisses f\u00fcr den gemeinen Sinologiestudenten ist dies v\u00f6llig<br \/> unbrauchbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tFazit: Nicht anschauen oder gar kaufen! Au\u00dfer f\u00fcr gro\u00dfe Jay Chou Fans ist <em>The Treasure Hunter<\/em> eine Zeitverschwendung von ca. 2 Stunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br \/> &nbsp; &nbsp;&nbsp;<br \/> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br \/> Johann Platt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n\t&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Dritte Ehemaligenfeier von SHAN e.V. am 14. 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