{"id":321,"date":"2012-11-01T12:00:00","date_gmt":"2012-11-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2012\/11\/01\/newsletter-november-2012-nr-66\/"},"modified":"2026-05-20T18:35:44","modified_gmt":"2026-05-20T17:35:44","slug":"newsletter-november-2012-nr-66","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2012\/11\/01\/newsletter-november-2012-nr-66\/","title":{"rendered":"Newsletter November 2012 Nr. 66"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_AntrittsvorlesungProf.Dr\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<span class=\"special\">Antrittsvorlesung Prof. Dr. Enno Giele<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAm 07. November 2012 hielt Prof. Dr. Enno Giele seine Antrittsvorlesung f\u00fcr die Professur Klassische Sinologie. Mit dem Thema \u201eMaterialit\u00e4t antiker Handschriften\u201c stellte er seinen Forschungsbereich vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#1\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3 id=\"anker_TheLongestWay-ChristophR\">\n\t\t<span class=\"special\">The Longest Way &#8211; Christoph Rehages Reise durch China<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAutor und Sinologe Christoph Rehage begab sich nach einem zweij\u00e4hrigen Auslandsaufenthalt in Beijing auf eine gro\u00dfe Wanderung Richtung Deutschland. Seine Erlebnisse hielt er im Reisebericht &#8222;The Longest Way &#8211; 4646 km zu Fu\u00df durch China&#8220; fest. SHAN traf Rehage auf seiner Lesereise in Heidelberg und sprach mit ihm \u00fcber seine Wanderung, seine Erlebnisse und die Umsetzung eines &#8222;idiotischen&#8220; Plans.&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t\t<a href=\"#2\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3 id=\"anker_ForschungsreisenachSichu\">\n\t\t\t<span class=\"special\">Forschungsreise nach Sichuan<\/span><\/h3>\n<p> \t\t\tWas macht Prof. Ledderose, wenn er nicht in Heidelberg anzutreffen ist und wie sieht der Alltag eines Forschungsreisenden aus? Einen kleinen Einblick bietet der Bericht zur aktuellen Forschungsreise nach Sichuan.<\/p>\n<p> \t\t\t<a href=\"#3\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_PolitikundFamilie:XiJinp\">\n\t\t\t<span class=\"special\">Politik und Familie: Xi Jinpings Vater<\/span><\/h3>\n<p> \t\t\tVor f\u00fcnfzig Jahren ereignete sich in der Volksrepublik China eine dramatische Kontroverse um einen noch unvollendeten Roman \u00fcber den Revolution\u00e4r Liu Zhidan, in die auch Xi Jinpings Vater verwickelt war.<\/p>\n<p> \t\t\t<a href=\"#4\"><strong><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Sprachkolumne:-Streichel\">\n\t\t\tS<span class=\"special\">prachkolumne:<\/span> <span class=\"special\"><span dir=\"ltr\">\u62cd\u9a6c\u5c41 &#8211; Streicheleinheiten f\u00fcr den Pferdepopo<\/span><\/span><\/h3>\n<p> \t\t\tDie Sprache erinnert sich an vergangene Zeiten, ob es demjenigen, der sie heute benutzt bewusst ist oder nicht. Die Wendung <span dir=\"ltr\">\u62cd\u9a6c\u5c41<\/span> soll auf die Zeit der Yuan-Dynastie zur\u00fcckggehen.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t\t\t\t<strong><a href=\"#5\"><span class=\"internal-link\">&gt;&gt;<\/span><span class=\"internal-link\"> Zum Artikel<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Enno Giele <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong>Am 07. November 2012 hielt Prof. Dr. Enno Giele in der Alten Aula der Universit\u00e4t Heidelberg seine Antrittsvorlesung zum Thema der \u201eMaterialit\u00e4t antiker Handschriften\u201c. Als Nachfolger von Prof. Dr. Rudolf Wagner \u00fcbernimmt Prof. Giele die Professur f\u00fcr Klassische Sinologie an der Universit\u00e4t Heidelberg.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201eIch arbeite schon seit langem an Handschriften. Noch l\u00e4nger an meiner eigenen. Aber diese Leidensgeschichte will ich Ihnen ersparen\u201c, beginnt Prof. Giele seinen Vortrag nach den einleitenden Worten durch Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Maul.&nbsp; Diese intensive Auseinandersetzung mit der chinesischen materialen Kultur habe ihm deshalb bereits den Namen&nbsp; \u201ethe Manuscript Guy\u201c eingebracht. Mit seinen theoretisch fundierten Ausf\u00fchrungen zur Materialit\u00e4t von Handschriften an sich und anschaulichen Beispielen sollte Prof. Giele eindrucksvoll bezeugen, dass diese Benennung Programm ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer Begriff der \u201eMaterialit\u00e4t\u201c im Zusammenhang mit Handschriften ist doppeldeutig. Zum einen kann er der Feststellung &nbsp;Ausdruck verleihen, dass etwas Materie ist. Zum anderen kann er spezifischer die Frage nach der speziellen Beschaffenheit eines Materials bezeichnen.&nbsp; Sich Handschriften im Hinblick auf ihre Materialit\u00e4t zu n\u00e4hern, hei\u00dft demnach, so Prof. Giele, &nbsp;nach der \u201eph\u00e4nomenologischen Gewalt\u201c [<a href=\"#11\">i<\/a>] von Handschriften, das hei\u00dft ihrer materialen Existenz und Beschaffenheit sowie deren Wahrnehmung zu fragen. Damit schlie\u00dft sich Prof. Giele der Fragestellung des <a href=\"http:\/\/www.materiale-textkulturen.de\/index.php\">SFB 933 \u201eMateriale Textkulturen\u201c<\/a> an der Universit\u00e4t Heidelberg an. &nbsp;Handschriften in ihrer \u201eph\u00e4nomenologischen Gewalt\u201c Ernst zu nehmen, hei\u00dft, so f\u00fchrt Prof. Giele weiter&nbsp; aus, sich in einem dynamischen Feld von Materialit\u00e4ts-, Objekt- und Praxistheorien zu bewegen. Auch Prof. Ian Hodder, der im Oktober 2012 auf der Jahreskonferenz des <a href=\"http:\/\/www.asia-europe.uni-heidelberg.de\/en\/\">Exzellenzcluster \u201eAsien und Europa im Globalen Kontext\u201c<\/a>&nbsp; zu \u201eThings that Connect \u2013 Pathways of Materiality and Practice\u201c seine Theorie des \u201eEntanglement\u201c vorstellte, geh\u00f6rt in dieses Feld. Materiale Objekte&nbsp; (Menschen, Tiere, Pflanzen, kulturelle und nat\u00fcrliche Objekte, Ph\u00e4nomene wie das Wetter, Handlungen, Ideen) sind f\u00fcr ihn Knotenpunkte in einem \u201eentangled web\u201c, verbunden durch komplexe kausale Zusammenh\u00e4nge. Prof. Giele m\u00f6chte sich der \u201eph\u00e4nomenologischen Gewalt\u201c von Dingen ungezwungener n\u00e4hern: Er fragt nach den Spielr\u00e4umen, die antike Handschriften \u00f6ffnen und ihren Rezipienten anbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWas hei\u00dft das f\u00fcr die Arbeit mit antiken Handschriften? Handschriften sind diesem Ansatz folgend materialisierte Formen eines abstrakten Ausdrucks.&nbsp; Sie sind Verschriftlichungen, die durch ihre eigentliche Materialit\u00e4t nie nur einfach existieren, sondern immer auch schon mit Handlungsimperativen ausgestattet sind: \u201eEin Schriftst\u00fcck <em>will<\/em> gelesen werden.&#8220; Dabei liegt &#8222;Verschriftlichung&#8220; allerdings, so Prof. Giele, nicht einfach als Zustand vor, sondern bewegt sich in einem Spektrum, das sich zwischen oralen \u00dcberlieferungen auf der einen Seite und formatisierten Texten, die sich selbsterkl\u00e4rend an ein selbstst\u00e4ndiges Publikum richten, auf der anderen Seite, aufspannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;Antike Manuskripte wie z.B. das Buch der Wandlungen aus dem Kanon der sogenannten konfuzianischen Klassikern (siehe nebenstehende Abbildung), stellen dabei, laut Prof. Giele,&nbsp; eine Zwischenform in diesem Spektrum dar. Man k\u00f6nnte sie, so Prof. Giele, als \u201eGuru-Texte\u201c bezeichnen, deren fragmentarische Manuskriptinformationen ohne einen erkl\u00e4renden Spezialisten oder eine Kommentartradition nicht verstehbar sind. Darin \u00e4hnelten antike Manuskripte der gegenw\u00e4rtigen akademischen Praxis des \u201ename-droppings\u201c. &#8222;Name-dropping&#8220; l\u00e4sst sich als namensgespickte Bemerkung verstehen, die nur <em>sinn<\/em>voll werden, sofern der Leser die dahinterstehenden Personen kennt und beim Lesen mitdenken kann. Was aber tun, wenn ein Name g\u00e4nzlich unbekannt ist und die Anspielung unverst\u00e4ndlich bleibt? Der heutige Leser wei\u00df sich in einer solchen Situation dank Google und Wikipedia zumeist schnell und effektiv zu helfen. Eine M\u00f6glichkeit, die den Rezipienten antiker Handschriften nicht zur Verf\u00fcgung stand. Im Fall antiker Handschriften k\u00f6nne man deshalb, so Prof. Giele, von Formen \u201erestringierter Materialit\u00e4t\u201c sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAm Beispiel der \u201eTagw\u00e4hlereien\u201c, beschrifteten Bambusstreifen, die urspr\u00fcnglich zu einem \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 zusammenh\u00e4ngenden Text verschn\u00fcrt waren, macht Prof. Giele deutlich, wie wichtig neben philologischen Untersuchungen der Blick auf die Materialit\u00e4t dieser Handschriften ist.&nbsp; Lange Zeit wurde in den Ver\u00f6ffentlichungen der Handschriften nur die beschriebene Vorderseite abgedruckt. Die richtige Reihenfolge der Bambusstreifen, deren Verschn\u00fcrung sich im Laufe der Zeit aufgel\u00f6st hatte, war dabei das Ergebnis einer m\u00fchseligen Rekonstruktion \u201eplausibler Lesungen\u201c. Erst eine erneute Untersuchung der vernachl\u00e4ssigten R\u00fcckseiten der Bambusstreifen ergab, dass diese keineswegs so \u201ezeichenlos\u201c waren wie angenommen: Die R\u00fcckseiten der Bambusstreifen waren mit schr\u00e4gen Strichen markiert, die, sortierte man die Bambusstreifen richtig,&nbsp; eine ununterbrochene Linie ergaben (siehe nebenstehende Abb.). Wann diese Markierungen auf den Streifen angebracht wurden, ist, so Prof. Giele, unklar. Klar ist jedoch, dass sich offensichtlich bereits die antiken Rezipienten der \u201eTagw\u00e4hlereien\u201c dar\u00fcber Gedanken gemacht haben, wie sich die <em>sinn<\/em>volle Reihenfolge der Bambusstreifen \u2013 auch bei Verlust der Schn\u00fcrung \u2013 sicherstellen lie\u00dfe. Der Blick auf die R\u00fcckseite von Manuskripten, auf Gebrauchsspuren, auf die Beschaffenheit des Materials an sich, stellt so auch f\u00fcr philologische Arbeiten&nbsp; ein gewinnbringendes Unterfangen dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEine Untersuchung der Materialit\u00e4t antiker Verwaltungsdokumente erwies sich als vergleichbar erhellend: Ein genauerer Blick auf die \u00fcblicherweise ebenfalls nur fragmentarisch publizierten Dokumente ergab, dass es sich dabei um zweiseitig beschriftete und dann gespaltene Holzst\u00e4be handeln muss, deren Seiten gekerbt waren (siehe Abb. unten). Die Holzst\u00e4be stellen Belege f\u00fcr ausgezahlte Geh\u00e4lter dar, wobei auf der einen Seite eines Holzstabes einzelne Zahlungen und auf der anderen Seite die Gesamtsumme der Zahlungen vermerkt war.&nbsp; Dank der einzigartigen Kerbungen lassen sich die gespaltenen zwei Seiten eines Holzstabes eindeutig identifizieren und \u2013 einer Rechnung samt Quittung gleich \u2013 zusammenf\u00fcgen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIn dieser materialen Beschaffenheit \u00e4hneln die antiken chinesischen Ausgaben-Belege damit in \u00fcberraschender Weise dem sogenannten Wittenberger Kerbholz aus dem 16. Jahrhundert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEinem \u00e4hnlichen Prinzip folgend ist es mit dem Namen eines Schuldners und einer Jahreszahl versehen. Materiale \u00c4hnlichkeiten, die sich ihm als klassischem Sinologen, so schloss Prof. Giele, erst dank der herausragenden interdisziplin\u00e4ren Forschungsumgebung an der Universit\u00e4t Heidelberg erschlossen h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"http:\/\/www.zo.uni-heidelberg.de\/sinologie\/institute\/staff\/giele\/\">Professor Dr. Enno Giele<\/a> studierte an der Freien Universit\u00e4t Berlin Sinologie und Japanologie.&nbsp; Er tritt am Institut f\u00fcr Sinologie die Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Wagner in der Klassischen Sinologie an.&nbsp; Seit 01. November 2012 hat er au\u00dferdem die Leitung des Instituts f\u00fcr Sinologie \u00fcbernommen. Prof. Gieles Interessenschwerpunkte&nbsp; sind die Bereiche der Institutionen-, Sozial- und Kulturgeschichte. In Zukunft wird er sich mit Projekten zu altchinesischer Manuskriptkultur, Milit\u00e4rwesen und Kommunikation besch\u00e4ftigen und dabei auch computergest\u00fctzte virtual reality und GIS-Systeme zur Veranschaulichung der Forschungsergebnisse miteinbeziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEsther Berg<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t[<a id=\"11\" name=\"11\">i<\/a>] Lars Frers: \u201eZum begrifflichen Instrumentarium \u2013 Dinge und Materialit\u00e4t, Praxis und Performativit\u00e4t\u201c, 2004, verf\u00fcgbar unter http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/frers\/begriffe.html .<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tVerwendung der Bilder mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Giele.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">The Longest Way &#8211; Christoph Rehages Reise durch China <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAn seinem 26. Geburtstag ist f\u00fcr Christoph Rehage der Tag gekommen, einen Traum wahr zu machen. Gerade hat er zwei Jahre als Student in Beijing verbracht und dort einen Abschluss in Kameraf\u00fchrung erlangt. Mit 30 kg Gep\u00e4ck auf dem R\u00fccken l\u00e4uft er los. Sein erkl\u00e4rtes Ziel: zun\u00e4chst die Marco-Polo Br\u00fccke, einmal quer durch Beijing. Insgeheim tr\u00e4umt er davon, nach Deutschland zu laufen. Nach einem Jahr und 4646 km kommt er bis nach \u00dcr\u00fcmqi. Nach vielen Entbehrungen, Abenteuern, Bekanntschaften und jeder Menge Blasen an den F\u00fc\u00dfen, beendet er vorerst seine Reise und kehrt mit dem Flugzeug nach Deutschland zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tInzwischen ist es f\u00fcnf Jahre her, dass Christoph zu Fu\u00df durch China lief. Neben dem Reisebericht <em>The longest way &#8211; 4646 km zu Fu\u00df durch China<\/em> brachte er auch den dazugeh\u00f6rigen Bildband bei National Geographic heraus. Er tourt durch Deutschland &#8211; am 30. Oktober 2012 kam Christoph auf Einladung des Konfuzius-Instituts nach Heidelberg &#8211; schreibt an seiner Magisterarbeit und wenn er Zeit hat, reist er zur\u00fcck nach China, um den begonnenen Weg weiterzulaufen. Warum es ihn nach China zog? Purer Zufall, die Studienwahl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Damals bin ich nach M\u00fcnchen gegangen, um Politik und Geschichte zu studieren und dann die Welt zu verstehen. Die M\u00fcnchener Uni verlangte jedoch ein drittes Fach. Ich dachte mir, eine Sprache w\u00e4re nicht schlecht. Eigentlich wollte ich Japanisch lernen, weil ich einen japanischen Kumpel hatte. Aber dann sagte ich mir, wenn ich so viel Arbeit in eine Sprache hineinstecke, dann sollen so viele Menschen wie m\u00f6glich diese Sprache sprechen. Deshalb habe ich mich f\u00fcr Chinesisch entschieden, ohne das Land irgendwie zu kennen. Ich wusste wirklich nichts \u00fcber China. Ich sa\u00df mit Leuten im Kurs, die alle diesen Studiengang aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden gew\u00e4hlt haben, sei es wegen der Karriere, wegen der Freundin oder des Freundes, aus Kampfsportinteresse oder aus Interesse an chinesischer Medizin. Es war sehr frustrierend. Ich hatte das Gef\u00fchl, nichts davon zu verstehen. Ich hatte auch weder Antipathie noch Sympathie f\u00fcr dieses Land, es war mir einfach nur fremd. Das Studium hat mir keinen Spa\u00df gemacht.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tInzwischen scheint Christoph vollst\u00e4ndig in die chinesische Kultur eingetaucht und darin versunken zu sein. Aus dem Nebenfach Sinologie hat er ein Hauptfach gemacht. Als er gemeinsam mit seiner alten Freundin Louise den Abend im Heidelberger Chinarestaurant ausklingen l\u00e4sst, begr\u00fc\u00dft er die Bedienung wie selbstverst\u00e4ndlich im authentischen Beijing-Dialekt. Mr. Wu, Besitzer des gleichnamigen Restaurants, scheint ihn gleich ins Herz geschlossen zu haben. Obwohl sie sich nicht kennen, gibt es kaum Ber\u00fchrungs\u00e4ngste, schlie\u00dflich sprechen sie die gleiche Sprache und beinahe k\u00f6nnte man sagen, tut&#8217;s der laowai [<a href=\"#21\">1<\/a>] besser als der laoban[<a href=\"#22\">2<\/a>], der aus Wenzhou kommt und gerne ein wenig nuschelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tOb es Unterschiede in der Gastfreundschaft gab, frage ich Christoph, der 2003 bereits mit dem Familienhund einen Fu\u00dfmarsch in Europa, von Paris ins nieders\u00e4chsische Bad Nenndorf, unternahm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Auf dem Weg von Paris nach Hause gab es viele Momente der Gastfreundschaft, die mich sehr ber\u00fchrt haben, wo Leute mir oder dem Hund geholfen haben, wenn der was hatte. Aber in China war ich wirklich \u00fcberrascht, wie gastfreundlich die Leute auf dem Land sind.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tTrotz aller Gastfreundschaft war die Reise hart und voller Entbehrungen. T\u00e4glich war er Wind und Wetter ausgesetzt &#8211; ein ganzes Jahr lang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Wenn man zu Fu\u00df unterwegs ist, wo man schwach, langsam und ein bisschen verletzlich ist, dann ist man auf die Hilfe von anderen angewiesen. Sch\u00f6n ist, dass die Leute sich freuen, jemandem helfen zu k\u00f6nnen. Du kannst keinem helfen, der in einem Auto an dir vorbeif\u00e4hrt. Aber wenn jemand zu Fu\u00df kommt und sagt: &#8222;Ich kann nicht weiter&#8220;, dann freust du dich, helfen zu k\u00f6nnen. Es macht Spa\u00df, Leuten zu helfen. Die Erfahrung hat jeder schon einmal gemacht. Das macht den Leuten \u00fcberall Spa\u00df, egal wo sie sind.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEr hat eine Wandlung durchgemacht, das ist klar. Damals 26 Jahre &#8211; naiv, so sagt er selber, folgte er festen Prinzipien: dazu geh\u00f6rte, keinen Alkohol zu trinken, auch nicht gelegentlich. Heute feiert er mit Louise die Abgabe ihrer Abschlussarbeit. Er hat Kongfu Jiajiu [<a href=\"#23\">3<\/a>] f\u00fcr alle bestellt, denn so ein Ereignis kann man nicht ohne Alkohol an sich vorbeiziehen lassen, so die Devise. Damals war das anders. Auf seinem Marsch \u00fcber 4646 km h\u00e4lt er sich an seine Regeln. Wenn andere Alkohol trinken, trinkt er h\u00f6chstens Cola. Wenn andere Auto, Bus, Mofa oder Fahrrad fahren, l\u00e4uft er, egal wie sehr die anderen sich dar\u00fcber wundern. Manche wollen ihm Geld geben, weil sie denken, er laufe nur, weil er sich den Bus nicht leisten kann. Andere laden ihn ein, im Auto mitzufahren, um ihm den Weg zu erleichtern. Ablehnen war gar nicht so einfach. Manche hielten ihn f\u00fcr undankbar, andere vielleicht auch f\u00fcr verr\u00fcckt. Was viele nicht verstanden &#8211; damals gaben ihm die Regeln ein St\u00fcck Normalit\u00e4t, w\u00e4hrend sein Leben zu einem Abenteuer geworden war, das gewisserma\u00dfen unkontrollierbar war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Wenn man da drau\u00dfen unterwegs ist und eigentlich keinen festen Tages-, Wochen- und Monatsablauf hat und auch nicht mehr genau wei\u00df, welcher Wochentag ist, dann braucht man ein Korsett aus Regeln, in dem man sich bewegen kann, damit man nicht v\u00f6llig vergeistigt. Ich hatte die Ur-Regel jeden Schritt zu Fu\u00df zu gehen. Damit fing es an. Dann gab es irgendwann die Regel mit dem Bart, weil ich gerne das Video mit den Haaren machen wollte. Ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte sich das so verselbstst\u00e4ndigt, dass ich die Haare nicht mehr abschneiden konnte, weil ich schon so viel investiert hatte. Um nicht total zu verwahrlosen, hatte ich mir die Regel \u00fcberlegt, jeden Tag ein anderes Paar Socken anzuziehen und jeden Tag die F\u00fc\u00dfe zu waschen. So war dieses Regelkorsett eine Art Normalit\u00e4t in diesem Leben, das ich da gef\u00fchrt habe.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Und wie war das mit deinem Humor auf der Reise?&#8220;, frage ich ihn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Ich glaube, man braucht Humor, um die Sachen nicht so ernst zu nehmen und es gab auch immer wieder Situationen, in denen ich gemerkt habe, dass ich meinen Humor verloren habe. Ich war aber immer wieder froh, dass ich es geschafft habe, einen humorvollen Ausblick und eine gewisse Milde und Leichtigkeit zu erlangen. Das ist etwas, das man haben sollte, vielleicht wie der Lehrer Xie, der nimmt die Sachen nicht so ernst. Der \u00e4rgert sich nicht so viel.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie Bekanntschaft mit Xie Jianguang [<a href=\"#24\">4<\/a>], den Christoph ehrfurchtsvoll Lehrer Xie nennt, machte er in der Provinz Gansu [<a href=\"#25\">5<\/a>]. Es war Christophs erste und einzige Begegnung mit einem weiteren Fu\u00dfreisenden. Lehrer Xie zog einen h\u00f6lzernen Karren, der au\u00dfen mit Zeitungsartikeln bedeckt war, die von ihm berichteten. Zu dem Zeitpunkt ihrer Begegnung war Christoph bereits seit acht Monaten unterwegs. &#8222;Seit 1983&#8220;, entgegnete Lehrer Xie und lief anschlie\u00dfend in k\u00fcrzester Zeit durch die W\u00fcste Gobi. Eine Strecke, f\u00fcr die Christoph den Rest seiner Kraft brauchte und die das letzte St\u00fcck seiner damaligen Reise sein sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Ich denke, dass viele Leute sich in meiner Geschichte wiedererkennen. Viele haben so einen Traum oder so eine Idee in sich und denken, was w\u00e4re wenn? Und dann ist es interessant, dem Idioten dabei zuzuschauen, der diesen Traum wahr macht, der wirklich so naiv ist zu denken, dass das funktionieren kann. Man m\u00f6chte nat\u00fcrlich auch sehen, dass es klappt, aber man m\u00f6chte auch ein bisschen sehen, dass es scheitert und sich vielleicht selber darin wiederfinden.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tHattest du vor der Reise jemals Zweifel oder Angst mit diesem Projekt scheitern zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Ich glaube, man braucht eine gewisse Grundnaivit\u00e4t, um so etwas \u00fcberhaupt zu machen. Denn wenn man realistisch ist und die Dinge versucht realistisch einzusch\u00e4tzen, dann ist es idiotisch, so eine Idee umzusetzen und ich glaube, in meiner Naivit\u00e4t, die es mir erm\u00f6glicht hat loszulaufen, habe ich mir \u00fcber diese Sachen keine Gedanken gemacht.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Vor dem ersten Tag meiner Reise, war ich noch nie mit so viel Gep\u00e4ck auf dem R\u00fccken gelaufen. Ich wusste gar nicht, ob das geht. Ich h\u00e4tte es nat\u00fcrlich vorher ausprobieren k\u00f6nnen. Aber was, wenn es nicht funktioniert h\u00e4tte? Ich wollte es eigentlich gar nicht wissen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tEr lief einfach los, setzte sich nahe Ziele und versuchte, nur diese zu erreichen. So lief er erst durch Beijing, dann in die n\u00e4chste Stadt. Mit jedem Tag ein St\u00fcckchen weiter, bis er wusste, dass er es schaffen kann &#8211; tausende von Kilometern. Am Ende durchquerte er sogar die W\u00fcste Gobi.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tHeute blickt er zur\u00fcck auf \u201evergoldete Erinnerungen\u201c, auf 30.000 Fotos, auf 4646 km und drei gute Freunde, die er auf dem Weg gefunden hat. Von der Verbissenheit, zu laufen, hat er sich gel\u00f6st. Heute ist ihm vieles wichtig, aber das Laufen, das damals zu seiner Identit\u00e4t geworden war, steht nicht mehr an oberster Stelle. Diese Erkenntnis ist sicherlich auch eine Erleichterung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Dadurch, dass die Regeln immer mehr wurden und auch immer wichtiger, hatte ich eigentlich nicht das Gef\u00fchl, frei zu sein und ein freies Leben zu f\u00fchren. Eigentlich folgte ich einem inneren Chef und das hat irgendwann eine Absurdit\u00e4t entwickelt, die ich nicht so einfach durchbrechen konnte.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tZur\u00fcck in Deutschland kann er sich freuen \u00fcber zwei B\u00fccher, die er ver\u00f6ffentlicht hat und das Ende seines Studiums, das ihm kurz bevorsteht. &#8222;Steckt vielleicht in jedem Heimkehrenden ein kleiner Million\u00e4r?&#8220;, vermutet Christoph schon zu Beginn seines Reiseberichts. Darauf angesprochen antwortet er:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Das bezieht sich auf Marco Polo, der immer nur behauptet hat, er h\u00e4tte diese Millionen im fernen mongolischen Reich, als er nach Venedig nach Hause kam. Wie viele Heimkehrer es machen, hat auch er von den Dingen erz\u00e4hlt, die er erlebt hat. Vielleicht waren die gar nicht so toll, aber die werden dann in den sch\u00f6nsten Farben erz\u00e4hlt. Nat\u00fcrlich will man sich vor den Leuten, die zu Hause weitergelebt haben, irgendwie darstellen. Ich glaube das, was von Marco Polo geblieben ist, ist nicht der Reichtum, ob es ihn nun gab oder nicht, sondern diese Millionen von Geschichten. Und das ist etwas, das alle Reisenden haben.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWas w\u00fcrdest du deinen Lesern sagen, die sich von dieser Idee anstecken lassen und auch einen Lauf machen wollen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Ich w\u00fcrde sagen, die sollen das nicht machen. Ich w\u00fcrde sagen, alle ihre Freunde und Verwandten, wenn sie sie wirklich m\u00f6gen, w\u00fcrden dasselbe sagen und die haben auch alle Recht. Wenn sie es dann trotzdem machen wollen, dann machen sie es. Ich w\u00fcrde aber niemandem dazu raten. Das ist eine Entscheidung, die sie selber treffen m\u00fcssen. Ich bekomme immer wieder E-Mails von Siebzehnj\u00e4hrigen aus aller Welt, die mir schreiben: &#8218;Ich will das auch machen&#8216;, und zwar von M\u00e4dchen wie von Jungen. Ich wei\u00df nicht warum, aber es ist dieses eine Lebensjahr. Dann sage ich jedes Mal: &#8218;Ich rate dir nicht dazu&#8216;. Aber sie werden sich dann schon dazu entscheiden, wenn sie das wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u00c4rgern sie sich, wenn du ihnen sagst, sie sollen das nicht machen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8222;Ich glaube sie k\u00f6nnen sich schon zusammenreimen, was das eigentlich bedeutet. Du kannst so eine Entscheidung nicht treffen und erwarten, dass deine Freunde das guthei\u00dfen, deine Eltern schon gar nicht und ich auch nicht. Du kannst dir von mir keine Best\u00e4tigung holen f\u00fcr etwas, wovon du nicht sicher bist. Denn wenn du sicher bist, dann ist es auch egal was jemand anderes sagt und das ist eigentlich das Entscheidende. Nur dann hast du auch diese Naivit\u00e4t und Idiotie, um deinen Traum wahr zu machen und dich dabei zu am\u00fcsieren.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tMehr von Christoph Rehage gibt es hier:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tBlog: <a href=\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/newsletter\/2012\/shan-newsletter-november-nr.-66\/..:..:AppData:Local:Lokale%20Einstellungen:Temp:www.thelongestway.com\"> www.thelongestway.com<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas Video mit den Haaren: <a href=\"http:\/\/147.142.222.80:8081\/Plone\/SHAN\/newsletter\/2012\/shan-newsletter-november-nr.-66\/..:..:AppData:Local:Lokale%20Einstellungen:Temp:www.youtube.com:watch%3Fv=5ky6vgQfU24\"> www.youtube.com\/watch?v=5ky6vgQfU24<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<cite>Reisebericht:<\/cite> <cite>The longest way &#8211; 4646 km zu Fu\u00df durch China<\/cite><cite>, Malik Verlag, 2012.<\/cite><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<cite>Bildband:<\/cite> <cite>China zu Fu\u00df &#8211; The longest way<\/cite><cite>, National Geographic, 2012<\/cite><cite>.<\/cite><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tHanni Truong<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"1\" width=\"33%\">\n<div id=\"ftn1\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t[<a id=\"21\" name=\"21\">1<\/a>] \u8001\u5916: Ausl\u00e4nder<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"ftn2\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t[<a id=\"22\" name=\"22\">2<\/a>] \u8001\u677f: Boss, Gesch\u00e4ftsinhaber<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"ftn3\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t[<a id=\"23\" name=\"23\">3<\/a>] \u5b54\u5e9c\u5bb6\u9152<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"ftn4\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t[<a id=\"24\" name=\"24\">4<\/a>] \u8c22\u5efa\u5149<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"ftn5\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t[<a id=\"25\" name=\"25\">5<\/a>] \u7518\u8083<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Forschungsreise nach Sichuan <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSeit 2005 leitet Ledderose ein Projekt zur Erschlie\u00dfung tangzeitlicher Steininschriften in China, die sich \u00fcber Jahrhunderte hinweg in H\u00f6hlentempeln und auf Felsw\u00e4nden in verschiedenen Provinzen erhalten haben. Ziel der Untersuchungen ist es, bislang wenig beachtete buddhistische Steininschriften aus ganz China systematisch zu dokumentieren und zu untersuchen. Nachdem bisherige Kampagnen vor allem nach Shandong f\u00fchrten, wendet sich das Team &#8211; diesmal bestehend aus Dr. Tsai Sueyling, Susann Henker, Wang Mingrui, Chen Tingting, Chuang Huiping und Manuel Sassmann &#8211; neuen St\u00e4tten in China zu. Zielpunkt der aktuellen Forschungsreise ist Wofoyuan \u5367\u4f5b\u9662, ein ehemaliges Kloster im \u201eGraben des liegenden Buddha\u201c bei der Bezirksstadt Anyue \u5b89\u5cb3, Provinz Sichuan. Im Fokus des in Zusammenarbeit mit der Peking Universit\u00e4t gestalteten Projekts stehen die noch erhaltenen buddhistischen Sutren, die sich vor Ort in gro\u00dfer Zahl (genauer gesagt in mehr als 300.000 Zeichen) \u00fcber die Felsen erstrecken. Letztere geh\u00f6ren zu einem System aus k\u00fcnstlich angelegten H\u00f6hlen rund um einen gewaltigen, \u00fcber den Fels ausgestreckt liegenden Buddha im Basrelief, das seinen Eingang ins Parinirvana zeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDerart vor im wahrsten Sinne des Wortes gro\u00dfe Aufgaben gestellt, beginnt der Tag eines Forschenden f\u00fcr studentische Verh\u00e4ltnisse fr\u00fch. Sp\u00e4testens um 8 Uhr jeden Morgen sollten alle auf den Beinen sein, ihr Fr\u00fchst\u00fcck zu sich genommen haben und zur Abfahrt bereit stehen. Vom Hotel im nahegelegenen Anju aus geht es dann direkt zur Forschungsst\u00e4tte, wo zun\u00e4chst einmal jeder Rest von M\u00fcdigkeit durch viel Bewegung vertrieben wird. Zusammen mit lokalen Bauern wird zuerst das Areal vorbereitet: Da die Inschriften nicht einfach zug\u00e4nglich sind, m\u00fcssen Ger\u00fcste montiert und Leitern von A nach B geschafft werden. Der ein oder andere Schriftzug versteckt sich zudem in H\u00f6hlen, die oberhalb eines Flusslaufs liegen und deshalb nur mit dem Boot zu erreichen sind. Auch hier helfen lokale Anwohner dabei, zu den gew\u00fcnschten Stellen \u00fcberzusetzen. Positiver Nebeneffekt bei der engen Zusammenarbeit ist auch, dass&nbsp; der ein oder andere Satz in Sichuandialekt unter den Teilnehmern des Forschungsteams h\u00e4ngen bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSind die unter Umst\u00e4nden schwer zug\u00e4nglichen Zeichen einmal erreicht, widmet sich ein Teil der Kerngruppe dann der genauen Beschreibung der einzelnen H\u00f6hlen zu, liest Texte direkt an der Wand, \u00fcberpr\u00fcft und erg\u00e4nzt die bisher vorhandenen Informationen. Der andere Teil ist haupts\u00e4chlich damit besch\u00e4ftigt, die W\u00e4nde zu photografieren. Die Felsen k\u00f6nnen bis&nbsp; zu 3x3m mit Schriftzeichen von etwa einem Quadratzentimeter Gr\u00f6\u00dfe beschrieben sein. Um dem bei solchen kleinteiligen Motiven zu erwartenden Pixelchaos vorzubeugen, kommt ein eigens angefertigtes Stativ zum Einsatz, mit dem St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die ganze Wand photographisch erfasst werden kann. Sp\u00e4ter steht hierdurch dann die komplette Felsfl\u00e4che als ein Bild in optimaler Aufl\u00f6sung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDie studentischen Mitarbeiter sind in alle Teile des Arbeitsprozesses eingebunden: Aufgaben reichen von \u00dcbersetzungst\u00e4tigkeiten \u00fcber das essentielle Photografieren, bis hin zur Gestaltung der Publikationen. Hinzu kommt die Arbeit mit einer XML Datenbank, entwickelt und verwaltet von Wolfgang Meier (<a class=\"external-link\" href=\"http:\/\/exist-db.org\/\">http:\/\/exist-db.org\/<\/a>), in die alle Forschungsergebnisse systematisch eingespeist werden. Kurz, s\u00e4mtliche Zuarbeit, die f\u00fcr die Forschung von Herrn Ledderose, Tsai Sueyling und Claudia Wenzel von N\u00f6ten ist, decken die Studenten ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWenn einmal nicht gearbeitet wird, wendet sich die Gruppe einem ebenso wichtigem Bestandteil jedes Chinaaufenthaltes zu \u2013 Essen. Jeden Mittag versorgt die Frau des Aufsehers der Anlage den ein oder anderen hungrigen Forscher. Am fr\u00fchen Abend ab 6 oder 7 Uhr geht es dann zur\u00fcck ins Hotel, wo die Daten des Tages weiter sortiert werden und anschlie\u00dfend noch Zeit ist, sich in der lokalen Gastronomie umzusehen oder den Tag bei ein wenig Karaoke auslaufen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDiejenigen, die nie genug von umfangreich bearbeiteten Felsentempeln bekommen, haben die M\u00f6glichkeit an dem ein oder anderen freien Tag zum Beispiel nach Dazu \u5927\u8db3 zu reisen, wo \u00fcber 50.000 Statuen und \u00fcber 100.000 Schriftzeichen darauf warten, bewundert zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tNach \u00fcber 5 Wochen in Sichuan ist das Team schlie\u00dflich wieder zu Semesterbeginn nach Heidelberg zur\u00fcckgekehrt, wo es nun gilt, riesige Datenmengen auszuwerten. Neben der Printpublikation sollen auf der Website des Projekts Scans der Feldw\u00e4nde und 3D Modelle die Fundst\u00e4tten virtuell begehbar machen. So lassen sich die H\u00f6hlen aus der tiefsten Provinz in Sichuan bequem an jeden Schreibtisch holen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSilvia Faulstich, Manuel Sassmann<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tFotos: Manuel Sassmann<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Politik und Familie: Xi Jinpings Vater <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tVor f\u00fcnfzig Jahren ereignete sich in der Volksrepublik China eine dramatische Kontroverse um einen noch unvollendeten Roman \u00fcber den ein Vierteljahrhundert zuvor gestorbenen Revolution\u00e4r Liu Zhidan.<\/p>\n<p> \t\tLiu Zhidan<br \/> \t\tLiu Zhidan (1902-1936) war ein Kommunist aus Shaanxi, der schon vor dem Langen Marsch im Nordwesten aktiv war, jedoch mit der Parteizentrale und der Kommunistischen Internationale in Moskau erhebliche Meinungsverschiedenheiten hatte. Nachdem 1935 ein Teil der Teilnehmer des Langen Marsches im Nordwesten angekommen war, begann 1936 ein &#8222;Ostfeldzug&#8220; in die Nachbarprovinz Shanxi. Liu nahm daran teil und wurde get\u00f6tet; sp\u00e4ter gab es Ger\u00fcchte, da\u00df er von KP-Mitgliedern exekutiert worden war.<\/p>\n<p> \t\tGao Gang<br \/> \t\tGao Gang (1905-1954) stammte ebenfalls aus Shaanxi und arbeitete mit Liu zusammen; in den vierziger Jahren bem\u00fchte sich die KP-F\u00fchrung lokale Kader aus der Provinz zu f\u00f6rdern und so wurde Gao ins Politb\u00fcro gew\u00e4hlt. 1954 wurde er jedoch in Beijing (zusammen mit Rao Shushi, 1903-1975) heftig wegen &#8222;Fraktionismus&#8220; kritisiert und soll dann Selbstmord begangen haben. Zu ihren Hauptgegnern geh\u00f6rten damals Liu Shaoqi und sein Verb\u00fcndeter Bo Yibo (1908-2007), der Vater von Bo Xilai.<br \/> \t\tDer etwas j\u00fcngere Xi Zhongxun (1913-2002) stammte ebenfalls aus der Provinz Shaanxi und kannte Liu und Gao, hatte aber selbst vor 1949 noch keinen F\u00fchrungsposten; in den f\u00fcnfziger Jahren war er aber schon ein wichtiger Funktion\u00e4r.<\/p>\n<p> \t\tLi Jiantong<br \/> \t\tAls die Autorin Li Jiantong (1919-2005), die mit Liu Zhidan verwandt war,&nbsp; in den sp\u00e4ten f\u00fcnfziger Jahren Recherchen \u00fcber Liu Zhidan begann, interviewte sie auch einige Politiker die Liu kannten; dazu geh\u00f6rte Xi. Nach dem Tod Gao Gangs war Xi Zhongxun der bekannteste von den Shaanxi-Politikern. Als 1962 erste Fassungen des Romans bekannt wurden, wurden sowohl Li Jiantong als auch Xi Zhongxun kritisiert. (Xis &#8222;Unbeliebtheit&#8220; wuchs noch durch sein Interesse an Tibet und Kontakten zu tibetischen Pers\u00f6nlichkeiten, die wegen des chinesisch-indischen Grenzkriegs 1962 besonders heikel waren.)<\/p>\n<p> \t\tKang Sheng<br \/> \t\tDie Hauptkritik kam damals von Kang Sheng (1898-1975), der in den drei\u00dfiger Jahren zu den wichtigsten KP-Politikern geh\u00f6rte, Mitte der vierziger Jahre vor\u00fcbergehend an Einflu\u00df verlor, dann jedoch Ende der f\u00fcnfziger Jahre wieder in die Parteispitze zur\u00fcckkehrte. Kang argumentierte, da\u00df der Roman der Rehabilitierung Gao Gangs dienen sollte und deswegen gef\u00e4hrlich sei und verboten werden m\u00fcsse. Da der inzwischen zum Staatspr\u00e4sidenten bef\u00f6rderte Liu Shaoqi und Bo Yibo zu den Gegnern Gao Gangs z\u00e4hlten, hatten diese kein Interesse an dessen Rehabilitierung.<\/p>\n<p> \t\tWang Ming<br \/> \t\tTats\u00e4chlich ist jedoch davon auszugehen, da\u00df Kang Sheng andere Beweggr\u00fcnde hatte. Er war (zusammen mit Wang Ming, 1904-1974) Anfang der drei\u00dfiger Jahre in Shanghai und danach fast f\u00fcnf Jahre in Moskau gewesen; dies war die Zeit als sich Liu Zhidan und andere in ihrer Provinz mit der KP-Zentrale stritten. Eine detaillierte Aufarbeitung der Aktivit\u00e4ten von Liu Zhidan und Gao Gang h\u00e4tte auch zu Fragen \u00fcber die Rolle Kang Shengs f\u00fchren k\u00f6nnen; vor allem Kangs Kontakte mit Wang Ming w\u00e4ren problematisch gewesen; Wang war in den f\u00fcnfziger Jahren aus der VR China in die Sowjetunion geflohen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tXi Zhongxun<br \/> \t\tDie damalige Kontroverse verhinderte zun\u00e4chst eine weitere Bef\u00f6rderung Xi Zhongxuns; nach der Kulturrevolution stieg er allerdings ins Politb\u00fcro auf und unterst\u00fctzte Hu Yaobangs Politik. Bo Yibo wurde in der Kulturrevolution ebenfalls heftig kritisiert, danach dann rehabilitiert; er geh\u00f6rte zu den Gegnern Hu Yaobangs und war 1987 an dessen Sturz beteiligt.<\/p>\n<p> \t\tXi Jinping<br \/> \t\tDer 1953 geborene Xi Jinping ist der Sohn von Xi Zhongxun und Qi Xin. Sein Aufstieg zeigt, da\u00df auch die Kinder umstrittener Politiker manchmal gute Aufstiegschancen haben. Nach Recherchen westlicher Journalisten geh\u00f6rt die Familie Xi zu den reichsten Chinas; dies f\u00e4llt allerdings nicht so auf, weil der Besitz gr\u00f6\u00dftenteils von Xi Jinpings Schwester Qiaoqiao kontrolliert wird, die den Familiennamen ihrer Mutter (Qi) benutzt.<\/p>\n<p> \t\tPS.: Ein weiteres prominentes, aber j\u00fcngeres Mitglied der Familie Liu ist die Musikerin und Schriftstellerin Liu Sola.<\/p>\n<p> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;Literatur:<\/p>\n<p> \t\tLi Jiantong, Liu Zhidan, Beijing, 1979.<br \/> \t\tWang Jianying, Hongjun renwuzhi, Beijing, 1988.<\/p>\n<p> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Sprachkolumne: \u62cd\u9a6c\u5c41 &#8211; Streicheleinheiten f\u00fcr den Pferdepopo <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tWie muss man sich eine typische Stra\u00dfenszene im Peking* der Yuan-Dynastie vorstellen? Der Legende nach wie folgt: Ein mutiger Recke aus Kublai Khans Heer galoppiert durch die engen Gassen der Stadt und kommt an einer belebten Stra\u00dfenm\u00fcndung zum Stehen. Sofort spaziert ein Passant daher, streichelt das Hinterteil des Reittiers und sagt anerkennend: \u201e\u597d\u9a6c, ein gutes Pferd!\u201c Angeblich war dieses Lob anfangs noch ganz ernst gemeint. Doch wenn man das typische mongolische Kleinpferd neben einen Vollblutaraber stellt, l\u00e4sst sich dem Pferdepopo-Streichler bereits von Anfang an eine ganz andere Absicht unterstellen. Das Ziel der Streicheleinheit ist in Wirklichkeit nicht das Pferd, sondern der Reiter selbst. Auf diesem Wege hat sich \u201e\u62cd\u9a6c\u5c41\u201c, \u201eden Pferdepopo streicheln\u201c, bis heute als feststehende Wendung f\u00fcr Lobhudelei gehalten. Besonders f\u00e4hige Popostreichler werden dabei mit dem Pr\u00e4dikat \u201e\u9a6c\u5c41\u7cbe\u201c bedacht, was sich w\u00f6rtlich am ehesten als \u201ePferdepopo-Professional\u201c \u00fcbertragen l\u00e4sst und ins Deutsche \u00fcbersetzt schlichtweg \u201eSchleimer\u201c hei\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t*Damals noch auf den Namen\u5927\u90fd, die gro\u00dfe Hauptstadt, getauft.<\/p>\n<div class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"margin: 0px; text-align: justify;\">\n\t<img decoding=\"async\" alt=\"2012_66_pferdepo\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/147478\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bild1.jpg\" style=\"width: 645px; height: 263px;\"><br \/>\n\t&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tKublai Khan auf der Jagd &#8211; Rein hierarchiem\u00e4\u00dfig gesehen w\u00e4re sein Pferd sicherlich ein lohnenswertes Ziel f\u00fcr eine kleine Streicheleinheit gewesen. [Ausschnitt aus einem Gem\u00e4lde von Liu Guandao (\u5218\u8d2f\u9053),1280; via Wikimedia Commons]<\/p>\n<h3 id=\"anker_MeinLehrerderMikroblog:\" style=\"text-align: justify;\">\n\t\u5fae\u535a\u8001\u5e08 \u2013 Mein Lehrer, der Mikroblog: \u62cd\u9a6c\u5c41<\/h3>\n<div class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"margin: 0px; text-align: justify;\">\n\t<img decoding=\"async\" alt=\"2012_66_tweet1\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/147479\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/tweet1.png\" style=\"width: 588px; height: 111px;\"><br \/>\n\t&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201eArbeit: Die eine H\u00e4lfte ist \u201ePferdepopo\u201c, die andere ist K\u00f6nnen. Das ist sehr vern\u00fcnftig, da stimme ich voll und ganz zu. Aber ich kann nicht lobhudeln, was soll ich jetzt machen?\u201c<br \/> \t\u6211\u4e0d\u4f1a\u62cd\u9a6c\u5c41: Ich kann nicht lobhudeln.<\/p>\n<div class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"margin: 0px; text-align: justify;\">\n\t<img decoding=\"async\" alt=\"2012_66_tweet2\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/147480\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/tweet2.png\" style=\"width: 585px; height: 110px;\"><br \/>\n\t&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u201eMein Sohn spielt Computer, ich sitze daneben, streichle ihn und sage:\u201cMein Sohn, wie kannst du nur so h\u00fcbsch und brav sein!\u201c Er antwortet: \u201eMama schleim hier nicht so rum. Ich will Computer spielen\u201c. Ach ja, auch wenn er noch so gro\u00df ist, bleibe ich eben eine Mutter!\u201c<br \/> \t\u4f60\u5c31\u522b\u62cd\u6211\u9a6c\u5c41\u4e86: Schleim hier nicht so rum!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tFabian L\u00fcbke<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Antrittsvorlesung Prof. Dr. Enno Giele Am 07. November 2012 hielt Prof. Dr. Enno Giele seine Antrittsvorlesung f\u00fcr die Professur Klassische Sinologie. 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