{"id":335,"date":"2013-09-01T12:00:00","date_gmt":"2013-09-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2013\/09\/01\/newsletter-september-2013-nr-72\/"},"modified":"2026-05-20T18:35:32","modified_gmt":"2026-05-20T17:35:32","slug":"newsletter-september-2013-nr-72","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2013\/09\/01\/newsletter-september-2013-nr-72\/","title":{"rendered":"Newsletter September 2013 Nr. 72"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_SinologieindenBeruf\" style=\"text-align: justify;\">\n\tSinologie in den Beruf<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tMarina Rudyak, welche die Vortragsreihe \u201eSinologie in den Beruf\u201c<br \/> mitbegr\u00fcndet hat, war am 26. Juni im Sinologischen Institut zu Gast und<br \/> hat einen sehr spannenden Einblick in ihre Arbeit bei der GIZ (Deutsche<br \/> Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit) gegeben. Sie ist selbst<br \/> \u00fcber ein Praktikum zu ihrer jetzigen Stelle gekommen, bei dem sie ein<br \/> Projekt der GIZ in Kirgistan betreut hat. Bei ihrer jetzigen Arbeit<br \/> stehen vor allem die Bereitschaft, sich in neue Themengebiete<br \/> einzuarbeiten, sowie eine hohe Flexibilit\u00e4t im Vordergrund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<strong><a href=\"#1\">&gt;&gt;&nbsp; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Sprachkolumne:VonPferden\" style=\"text-align: justify;\">\n\tSprachkolumne: Von Pferden und Tigern<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIdiome k\u00f6nnen Anlass zu verzweifeltem Nachschlagen, Verwirrungen und<br \/> Verirrungen sein. Sie k\u00f6nnen aber ebenso wilde Bilder entstehen lassen<br \/> oder aus falschen Bildern entstanden sein. In dieser Sprachkolumne<br \/> werden wir Zeuge einer phantastischen Suche nach Pferden und Tigern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#2\"><strong>&gt;&gt;&nbsp; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_AlsSinologeindieStiftung\" style=\"text-align: justify;\">\n\tAls Sinologe in die Stiftungsarbeit<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSHAN-Gr\u00fcndungsmitglied Oliver Radtke berichtete im Rahmen der<br \/> Vortragsreihe \u201eBerufsperspektive Quereinstieg\u201c des Career Service der<br \/> Universit\u00e4t Heidelberg von seinem Werdegang und seiner aktuellen<br \/> T\u00e4tigkeit in der Robert Bosch Stiftung. Dabei gab er hilfreiche Tipps<br \/> zur Karriereplanung und Bewerbungsabl\u00e4ufen, die nicht nur f\u00fcr Sinologen<br \/> interessant sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#3\"><strong>&gt;&gt;&nbsp; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_VonMannheimnachShanghai:\" style=\"text-align: justify;\">\n\tVon Mannheim nach Shanghai: Wilhelm Mann (1916-2012)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tIn den Wirrungen des zweiten Weltkrieges gelangt ein Arzt nach China.<br \/> Dort wird er Teil einer illustren Gesellschaft all derer, die sein<br \/> Schicksal teilen. Ebenso interessant ist aber die R\u00fcckkehr dieses<br \/> Mannes, dessen Heimat nie ganz dort, nie ganz hier war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#4\"><strong>&gt;&gt;&nbsp; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Rezension:Shanghaifernvo\" style=\"text-align: justify;\">\n\tRezension: Shanghai fern von wo<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDer Roman \u201eShanghai fern von wo\u201c von Ursula Krechel gew\u00e4hrt einen<br \/> Einblick in das Leben j\u00fcdischer Fl\u00fcchtlinge in Shanghai zur Zeit des<br \/> Zweiten Weltkrieges. Janina Heker erz\u00e4hlt von ihren Eindr\u00fccken der<br \/> Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#5\"><strong>&gt;&gt;&nbsp; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Restaurantkritik:Asia-Si\" style=\"text-align: justify;\">\n\tRestaurantkritik: Asia &#8211; Sichuan am Neckar<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tDas Restaurant \u201eAsia\u201c mit Blick auf die Alte Br\u00fccke wird h\u00e4ufig von<br \/> chinesischen Reisegruppen angesteuert, auch das SHAN-PR-Team zieht es<br \/> von Zeit zu Zeit dorthin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#6\"><strong>&gt;&gt;&nbsp; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"1\" name=\"1\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Sinologie in den Beruf: Marina Rudyak \u00fcber ihre Arbeit bei der GIZ China <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm Juni 2013 freute sich SHAN ganz besonders Marina Rudyak,<br \/> Mitbegr\u00fcnderin der Reihe \u201eSinologie in den Beruf\u201c f\u00fcr einen Vortrag \u00fcber<br \/> ihre Arbeit bei der GIZ China gewinnen zu k\u00f6nnen. Rudyak studierte<br \/> Moderne Sinologie, Klassische Sinologie und \u00d6ffentliches Recht in<br \/> Heidelberg und arbeitet seit ihrem Magister-Abschluss 2009 f\u00fcr die<br \/> Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Peking.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tGIZ, fr\u00fcher: Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Technische Zusammenarbeit, was<br \/> ist das \u00fcberhaupt? Die GIZ ist ein Bundesunternehmen, das hei\u00dft, ein<br \/> Dienstleister, mit dessen Hilfe die Bundesregierung in \u00fcber 130 Staaten<br \/> nachhaltige Entwicklung f\u00f6rdert. Hauptauftraggeber ist somit das<br \/> Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.<br \/> Konkret bedeutet dies, dass Mitarbeiter der GIZ entwicklungspolitische<br \/> Projekte im Auftrag der Bundesregierung umsetzen. Dies k\u00f6nnen<br \/> beispielsweise Verwaltungsreformen und das Vorantreiben des Schutzes von<br \/> Frauen vor Gewalt in Pakistan sein. Oder aber die Etablierung<br \/> umweltfreundlicher Energien in Brasilien, eine Reform des<br \/> Ausbildungssystems von Jugendlichen in \u00c4gypten,<br \/> Finanzierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen in Indien<br \/> und und und.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAls Sinologen interessiert uns nat\u00fcrlich besonders die Arbeit der GIZ<br \/> in China, deren Programm sich hier in den letzten 25 Jahren immer wieder<br \/> stark gewandelt hat. So konzentrierte sich die GIZ in den 1980er Jahren<br \/> zun\u00e4chst auf die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums und die Bek\u00e4mpfung<br \/> der Armut, w\u00e4hrend in den 1990ern eine nachhaltige<br \/> Wirtschaftsentwicklung, die F\u00f6rderung des privaten Sektors und Projekte<br \/> im Bereich der beruflichen Weiterbildung im Vordergrund standen. Seit<br \/> den 2000ern umfasst die Arbeit der GIZ zudem Umwelt- und Klimaschutz,<br \/> Energieeffizienz sowie sozialpolitische Themen. Da China sich schon<br \/> l\u00e4nger nicht mehr als Entwicklungsland sieht, findet die Zusammenarbeit<br \/> mit der GIZ seit 2010 offiziell im Rahmen der Deutsch-Chinesischen<br \/> Strategischen Partnerschaft statt. Hierzu geh\u00f6rt zum Beispiel der<br \/> Rechtsstaatdialog. Ein Gro\u00dfteil der Mitarbeiter kommt aus China;<br \/> Hauptaufgabe der deutschen GIZler ist neben der Beratung zunehmend das<br \/> Networking, das hei\u00dft das Zusammenbringen der richtigen Leute mit dem<br \/> gew\u00fcnschten Knowhow.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWie nun kommt man zur GIZ? Zun\u00e4chst einmal sollte man, so Rudyak, ein<br \/> mehrmonatiges Praktikum absolviert haben. Die GIZ schreibt regelm\u00e4\u00dfig \u2013<br \/> verg\u00fctete \u2013 Praktikantenstellen auf ihrer Homepage aus. Oder aber man<br \/> bewirbt sich initiativ, wie dies Rudyak w\u00e4hrend ihres Studiums f\u00fcr ein<br \/> Projekt in Kirgistan gemacht hat. Wer bei der GIZ nach dem Studium<br \/> angestellt wird \u2013 Geisteswissenschaftler werden \u00fcbrigens zunehmend<br \/> gesucht \u2013 arbeitet zun\u00e4chst \u00fcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren in<br \/> mehreren Projekten gleichzeitig. Danach wird circa ein Drittel der<br \/> Mitarbeiter fest \u00fcbernommen. Aber aufgepasst: Die Arbeit bei der GIZ ist<br \/> nicht f\u00fcr jeden geeignet. Parallel an mehreren Projekten arbeiten,<br \/> verlangt ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t. Im Gegensatz zur Uni wird man<br \/> hier zum Generalisten statt Spezialisten und jettet alle paar Wochen<br \/> quer durch die Welt; Privatleben ist nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Auch ist<br \/> man nicht dauerhaft in einem Staat, sondern rotiert \u2013 \u00e4hnlich wie beim<br \/> Ausw\u00e4rtigen Amt \u2013 im Schnitt alle vier Jahre und wechselt das Land. Wer<br \/> sich dessen allerdings bewusst ist und bereit ist diesbez\u00fcgliche<br \/> Einschr\u00e4nkungen in Kauf zu nehmen, den erwarten hoch spannende Projekte!<br \/> Also, liebe Sinologen, \u00fcberlegt es euch und bewerbt euch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAndrea Warlies<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"2\" name=\"2\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Sprachkolumne: Von Pferden und Tigern <\/span><\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u00dcber das Idiom \u9a6c\u9a6c\u864e\u864e stolpern die meisten Lernenden bereits am Anfang<br \/> ihres langen Pfades zur Meisterung der chinesischen Sprache. Die<br \/> w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung, wie so viel im manchmal doch sehr verwirrenden<br \/> Mandarin, ergibt recht wenig Sinn. \u9a6c\u9a6c\u864e\u864e (mamahuhu) bedeutet etwa<br \/> \u201esolala\u201c, \u201enichts Besonderes\u201c oder \u201emittelm\u00e4\u00dfig\u201c. Wird das Idiom aber<br \/> Zeichen f\u00fcr Zeichen \u00fcbersetzt, steht man mit einem wenig<br \/> aussagekr\u00e4ftigen \u201ePferd Pferd Tiger Tiger\u201c da.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tAls Sinologin, deren Karriere noch in den Kinderschuhen steckt, m\u00f6chte<br \/> ich nat\u00fcrlich mein Bestes geben dieser Kuriosit\u00e4t auf den Grund zu gehen<br \/> und zerbreche mir schon seit Stunden den Kopf dar\u00fcber, was Pferde wohl<br \/> mit Tigern zu tun haben k\u00f6nnten. Aber vor allem: Wieso sind beide<br \/> zusammen nur \u201esolala\u201c? Ich pers\u00f6nlich halte sowohl Tiger als auch Pferde<br \/> f\u00fcr recht eindrucksvolle Tiere, und gleich zwei von jeder Sorte sind in<br \/> meinen Augen weit mehr als nur \u201esolala\u201c. Au\u00dferdem ist mir der<br \/> Zusammenhang zwischen Tigern und Pferden unklar. Zwar sind beide<br \/> S\u00e4ugetiere und in der Reihe der chinesischen Tierkreiszeichen<br \/> wiederzufinden, aber ich sehe nicht, wie mir diese Informationen hier<br \/> weiterhelfen k\u00f6nnen. Je weiter ich dar\u00fcber nachgr\u00fcble, desto abstruser<br \/> und grotesker werden die Ideen und \u00dcberlegungen, die ich mir<br \/> zusammenspinne: Wenn man eine Herde Pferde mit einem Rudel Tiger<br \/> zusammenl\u00e4sst, zerfleischen die Tiger vermutlich die Pferde und man<br \/> h\u00e4tte nur noch die Tiger. Das w\u00e4re wahrscheinlich ein ungew\u00fcnschtes<br \/> Resultat, und daher nur mittelm\u00e4\u00dfig, nur \u9a6c\u9a6c\u864e\u864e, \u00fcberlege ich \u2013 sch\u00e4tze<br \/> diese Idee wenig sp\u00e4ter aber als unrealistisch ein, als mir einf\u00e4llt,<br \/> dass Tiger sind Einzelg\u00e4nger und niemals im Rudel jagen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tNachdem mein Kopf schon vom Wiehern und Br\u00fcllen imagin\u00e4rer Pferde und<br \/> Tiger schmerzt und meine \u00dcberlegungen mich noch nicht weitergef\u00fchrt<br \/> haben, als dass die Chinesen vielleicht einfach nur ein lustig<br \/> klingendes Wort benutzen wollten. Das deutsche \u201esolala\u201c klingt in meinen<br \/> Ohren auch eher nach willk\u00fcrlich zusammengeworfenen Silben als nach dem<br \/> ernsthaften Versuch ein Wort bilden zu wollen. Schlie\u00dflich ringe ich<br \/> mich dazu durch ein W\u00f6rterbuch zu Rate zu ziehen. Ein Fehler. Zwar<br \/> best\u00e4tigt mich mein sonst hilfreicher Begleiter in Buchform in der<br \/> Bedeutung des Idioms, allerdings l\u00e4sst er mich auch wissen, dass sich<br \/> die Bedeutung ver\u00e4ndert, wenn ein Pferd und ein Tiger herausgestrichen<br \/> werden. Da steht: \u201c\u9a6c\u864e (mahu) nachl\u00e4ssig, unachtsam, fahrl\u00e4ssig.\u201c Zwei<br \/> Tiger und zwei Pferde sind nur mittelm\u00e4\u00dfig, aber trotzdem bin ich \u2013 wenn<br \/> ich jeweils einen von beiden vergesse \u2013 nachl\u00e4ssig und unachtsam?<br \/> Verwirrter und verzweifelter als zuvor f\u00fchre ich meine Suche nach<br \/> Pferden und Tigern im Dschungel der chinesischen Schriftzeichen und<br \/> Idiome fort und sto\u00dfe schlie\u00dflich auf einige Geschichten, die versuchen<br \/> das Idiom \u9a6c\u9a6c\u864e\u864ezu erkl\u00e4ren; die am weitesten verbreitete stammt aus der<br \/> Song-Dynastie:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;Ein Maler hatte gerade begonnen ein Bild eines Tigers zu malen,<br \/> tats\u00e4chlich hatte er bereits den Kopf fertig gemalt, als ein Kunde ein<br \/> Gem\u00e4lde eines Pferdes in Auftrag gab. Der faule Maler \u00fcberlegte nicht<br \/> lange und beendete sein Gem\u00e4lde schnell, indem er an den Kopf des Tigers<br \/> einen Pferdek\u00f6rper malte. Verst\u00e4ndlicherweise befand der Kunde das<br \/> Gem\u00e4lde als nicht zufriedenstellend, als solala, mittelm\u00e4\u00dfig, als \u9a6c\u9a6c\u864e\u864e<br \/> und kaufte es nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tSo kam es, dass jenes Gem\u00e4lde im Atelier des Malers blieb. Als eines<br \/> Tages der erste Sohn des Malers fragte, um was f\u00fcr ein Tier es sich<br \/> handle, antwortete der Vater: \u201eEin Tiger.\u201c Ein anderes Mal fragte der<br \/> zweite Sohn seinen Vater dasselbe und erhielt die Antwort: \u201eEin Pferd.\u201c<br \/> Als Jahre sp\u00e4ter der \u00e4ltere Sohn zum ersten Mal ein Pferd erblickte,<br \/> hielt er es f\u00fcr einen Tiger und t\u00f6tete es. Der Vater musste f\u00fcr den<br \/> Schaden, den sein Sohn verursacht hatte, aufkommen und war finanziell<br \/> ruiniert. Der zweite Sohn aber traf im Wald auf einen Tiger, hielt ihn<br \/> f\u00fcr ein Pferd und versuchte aufzusteigen. Der Tiger t\u00f6tete ihn. Nun<br \/> hatte der Maler einen Sohn verloren und war in den Ruin getrieben worden<br \/> \u2013 nur weil er nachl\u00e4ssig, fahrl\u00e4ssig, \u9a6c\u864e gehandelt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\u00dcbrigens: \u9a6c\u9a6c\u864e\u864e kann ab und zu auch, genau wie \u9a6c\u864e, \u201enachl\u00e4ssig\u201c bzw. \u201efahrl\u00e4ssig\u201c bedeuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \tJulia Junger<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Als Sinologe in die Stiftungsarbeit <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIn der Vortragsreihe &#8222;Berufsperspektive Quereinstieg&#8220; des Career<br \/> Service der Universit\u00e4t Heidelberg berichtete SHAN-Gr\u00fcndungsmitglied<br \/> Oliver Radtke \u00fcber Wege in die Stiftungsarbeit.<\/p>\n<p>\t\tOliver Radtke studierte Moderne Sinologie, Geschichte und Philosophie<br \/> in Heidelberg und Shanghai. Nach seinem Studium arbeitete er zun\u00e4chst<br \/> als Fernsehreporter in Singapur, anschlie\u00dfend war leitender Redakteur<br \/> bei dem Projekt &#8222;Deutschland und China &#8211; gemeinsam in Bewegung&#8220;.&nbsp;<br \/> Er schrieb mehrere B\u00fccher, war als freier Journalist t\u00e4tig und begann<br \/> 2010 eine Promotion in Heidelberg. Ein Jahr sp\u00e4ter erhielt er das<br \/> Angebot der Robert Bosch Stiftung und ist seither Leiter des<br \/> China-Programms.<\/p>\n<p>\t\tDie Robert Bosch Stiftung geh\u00f6rt zu den gro\u00dfen unternehmensverbundenen<br \/> Stiftungen in Deutschland. Sie f\u00f6rdert Projekte der Bereiche<br \/> Wissenschaft, Gesundheit, V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung, Bildung, Gesellschaft und<br \/> Kultur. In Bezug auf China werden eine Reihe unterschiedlicher Projekte<br \/> der Bereiche Good Governance, Medien, Bildung und Kultur<br \/> unterst\u00fctzt.&nbsp; So wird zum Beispiel der praxisorientierte Austausch<br \/> von Richtern organisiert oder der Dialog zwischen deutschen und<br \/> chinesischen Journalisten gef\u00f6rdert. Mit dem Programm \u201eMedienbotschafter<br \/> China \u2013 Deutschland\u201c&nbsp; werden junge Journalisten mittels<br \/> dreimonatiger Stipendien zum Austausch nach China bzw. nach Deutschland<br \/> geschickt. Ein \u00e4hnliches Projekt wurde mit dem \u201eMedienforum\u201c auf der<br \/> Ebene der Chefredakteure dieses Jahr bereits zum vierten Mal<br \/> durchgef\u00fchrt. F\u00fcr Sinologen ist z. B. das Lektorenprogramm in Osteuropa<br \/> und China interessant, welches Hochschulabsolventen die M\u00f6glichkeit gibt<br \/> Erfahrungen bei Projektarbeit und Deutschunterricht in China zu<br \/> sammeln.<\/p>\n<p>\t\tZwar sind Jobs in Stiftungen rar, aber davon sollte man sich nicht<br \/> abschrecken lassen. Als Einstieg bieten sich verg\u00fctete Praktika, die<br \/> Anstellung als Werkstudent oder halbj\u00e4hrige Hospitanzen direkt nach dem<br \/> Studienabschluss an. Generell r\u00e4t Radtke, keine Scheu zu haben sich<br \/> direkt zu bewerben. F\u00fcr Berufseinsteiger eignen sich beispielsweise<br \/> Stellen als Projektassistenz.&nbsp; Eine wichtige Eigenschaft sollte man<br \/> mitbringen: Begeisterungsf\u00e4higkeit. Ob im Bewerbungsgespr\u00e4ch oder im<br \/> Job, es ist immer wieder von N\u00f6ten andere davon zu \u00fcberzeugen, das<br \/> eigene Vorhaben zu unterst\u00fctzen. Inhalte und deren Relevanz an<br \/> Au\u00dfenstehende vermitteln zu k\u00f6nnen, ist gerade f\u00fcr Sinologen wichtig.<br \/> Ehrenamtliches Engagement wird von Studenten bei Bewerbungen oft<br \/> untersch\u00e4tzt: Oftmals heben gerade diese Erfahrungen die eigene<br \/> Bewerbung von denen anderer ab und k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus im Beruf<br \/> dienlich sein.<\/p>\n<p>\t\tRadtke verk\u00f6rpert zwar weniger deutlich den Quereinsteiger als andere<br \/> Vortragende der Reihe, die sich beispielsweise &#8222;von der Chemikerin zum<br \/> Coach&#8220; oder &#8222;Vom Lehrer zum IT-Berater&#8220; entwickelten. Als gemeinsames<br \/> Fazit der Vortragsreihe gilt jedoch: Nicht nur eine geradlinig<br \/> durchgeplante Karriere f\u00fchrt zu Erfolg und Gl\u00fcck. Oft kommt es nun<br \/> einmal anders als geplant. Wichtig ist es Erfahrungen zu sammeln und<br \/> einen Beruf zu finden, den man mit Leidenschaft ausf\u00fchren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>\t\tJanina Heker<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"4\" name=\"4\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Von Mannheim nach Shanghai: Wilhelm Mann (1916-2012) <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIm letzten Herbst starb der wenig bekannte Arzt Wilhelm Mann in<br \/> Berlin. Vermutlich hatte er in China mehr Freunde (und Patienten) als in<br \/> seinem Heimatland.&nbsp; Ende der drei\u00dfiger Jahre floh der 1916 in<br \/> Mannheim geborene, nach dem Abitur in Heidelberg studierende junge Mann<br \/> nach Ostasien; den \u00fcbrigen Familienmitgliedern gelang die Flucht in<br \/> andere L\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tEr traf offenbar 1939 in Shanghai ein und benutzte den chinesischen<br \/> Namen Meng Weilian \u5b5f\u5a01\u5ec9. Er verbrachte die ersten Kriegsjahre vor allem<br \/> in der s\u00fcdwestchinesischen Provinz Guizhou, wo er einige andere<br \/> europ\u00e4ische \u00c4rzte traf, die teilweise vorher am Spanischen B\u00fcrgerkrieg<br \/> teilgenommen hatten. (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/07\/01\/newsletter-juli-2010-nr-44\/#4\" title=\"Von Westeuropa nach Ostasien: &quot;Spanien\u00e4rzte&quot; in China\">Vgl. SHAN-Newsletter Nr. 44 Juni 2010<\/a>)<br \/> Dort hielt sich auch vor\u00fcbergehend die amerikanische Journalistin Agnes<br \/> Smedley auf, die in den zwanziger Jahren in Deutschland gelebt hatte. (<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/03\/01\/newsletter-maerz-2010-nr-42\/#3\" title=\"Ausl\u00e4nderinnen in China: Die amerikanische Journalistin Agnes Smedley und ihre chinesischen Freundinnen\">Vgl. SHAN-Newsletter Nr. 42 M\u00e4rz 2010<\/a>)<br \/> Dieses Gebiet wurde von der Nationalen Volkspartei (KMT) kontrolliert,<br \/> die eine Flucht der ausl\u00e4ndischen \u00c4rzte in den kommunistischen Norden<br \/> verhindern wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t1946 lie\u00df sich Mann in Shanghai nieder, wo er sein Studium an der St<br \/> John\u2019s University abschlie\u00dfen und gleichzeitig biochemische Forschung<br \/> betreiben konnte. Hier traf er viele mitteleurop\u00e4ische Fl\u00fcchtlinge, die<br \/> die Kriegsjahre in Shanghai verbracht hatten und gr\u00f6\u00dftenteils 1947<br \/> abreisten. Nach der Gr\u00fcndung der Volksrepublik China wechselte er zur<br \/> Akademie der Wissenschaften in Beijing. In den f\u00fcnfziger Jahren<br \/> beantragte er von dort aus einen Pass der DDR. Mitte der sechziger Jahre<br \/> verlie\u00df er die Volksrepublik und zog nach Ostberlin. (Er hatte in China<br \/> geheiratet, seine Frau durfte ihn jedoch nicht begleiten.)<\/p>\n<p>\t\tBis zu seiner Pensionierung arbeitete er an der Berliner Charit\u00e9 und<br \/> blieb auch nachher in der Stadt. Er heiratete noch einmal und konnte mit<br \/> seiner neuen Frau in den neunziger Jahren China besuchen. Zu dieser<br \/> Zeit wurde er auch von mehreren Journalisten und Wissenschaftlern<br \/> interviewt. Seine wissenschaftlichen Aufs\u00e4tze erschienen in Chinese<br \/> Journal of Physiology, Kexue tongbao, Zhongguo shenglixue zazhi, etc .<\/p>\n<p> \t\tLiteratur:<\/p>\n<p>\t\tMeng Weilian: Wo suo renshi de Wang Debao xiansheng, Shengming de huaxue, 2003\/2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tGuoji yuan Hua yiliaodui zai Guiyang, Guiyang, 2005.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tT. Kampen: Chinesen in Europa &#8211; Europ\u00e4er in China, Gossenberg, 2010.<\/p>\n<p> \t\tDr. Thomas Kampen<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"5\" name=\"5\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Rezension: Shanghai fern von wo <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tSeit Ursula Krechel 2012 den Deutschen Buchpreis f\u00fcr ihren Roman<br \/> \u201eLandgericht&#8220; erhielt, findet man auch erstmals den 2008 erschienenen<br \/> Roman \u201eShanghai fern von wo&#8220; stapelweise in den Buchhandlungen.<br \/> \u201eShanghai fern von wo\u201c ist zwar als Roman angelegt, beruht jedoch auf<br \/> umfangreicher Recherchearbeit der Autorin. Krechel st\u00fctzt sich auf<br \/> Lebensberichte von Shanghai-Juden, deren Briefwechsel, m\u00fcndliche<br \/> Erz\u00e4hlungen und Archivmaterial. Beim Lesen verschwimmen manchmal die<br \/> Grenzen zwischen Romangeschehen und Krechels Schlussfolgerungen aus der<br \/> Quellenlage. Sie weist immer wieder auf Leerstellen hin, l\u00e4sst<br \/> Unklarheiten offen und stellt Fragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDer Roman erz\u00e4hlt die Geschichten verschiedener Fl\u00fcchtlinge, die als<br \/> Einzelne oder als Familie kamen, deren Leben miteinander verwoben sind.<br \/> Teils durchlaufen sie nur dieselben Stationen, teils verbinden sie enge<br \/> Freundschaften. Die Zeitspanne umfasst die Flucht aus Deutschland oder<br \/> \u00d6sterreich, die Zeit des Sich-Durchschlagens in Shanghai bis zu den<br \/> Versuchen Einzelner nach dem Krieg wieder in einer neuen oder alten<br \/> Heimat Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tF\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge war Shanghai keineswegs eine Wunschstation, sie<br \/> litten stark unter der Hitze und den hygienischen Zust\u00e4nden in Shanghai.<br \/> Dort angekommen, wurden sie in \u00fcberf\u00fcllten Wohnheimen untergebracht.<br \/> Den \u00dcberlebenskampf, gepr\u00e4gt von Krankheit und Unterern\u00e4hrung,<br \/> Heimatlosigkeit und der Frage, ob man Shanghai noch lebend verlassen<br \/> wird, sollte manch einer nicht \u00fcberleben. Ehemals gut situierte<br \/> Fl\u00fcchtlinge mussten feststellen, dass ihre Qualifikationen in Shanghai<br \/> nicht gefragt waren. Was n\u00fctzte beispielsweise ein \u00f6sterreichischer<br \/> Anwalt, der das chinesische Recht nicht kannte und ohnehin kein Wort<br \/> Chinesisch verstand? Praktisches Geschick dagegen war gefragt, ob als<br \/> B\u00e4ckerin, Buchh\u00e4ndler oder Uhrmacher. Es entwickelte sich eine eigene<br \/> kleine Welt mit Gesch\u00e4ften und Caf\u00e9s, was romantisiert &#8222;Klein Wien&#8220;<br \/> genannt wird. Allerdings verschlechterte sich die Situation der<br \/> Fl\u00fcchtlinge deutlich, als 1943 alle Juden gezwungen wurden in das neu<br \/> eingegrenzte Gebiet des Ghettos von Hongkou \u00fcberzusiedeln und selbiges<br \/> nur noch mit Passierschein verlassen durften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tWenn Krechel die unertr\u00e4glichen Zust\u00e4nde in Shanghai beschreibt, wo<br \/> Tote auf den Stra\u00dfen kein seltener Anblick waren, so tut sie dies ohne<br \/> etwas zu verschleiern, aber dennoch respektvoll. Sie zeichnet Lebenswege<br \/> auf und geht dabei auf Dinge ein, an die man in der Regel erst einmal<br \/> nicht denkt. Daran, dass das Leben mit Geburt und Tod weiter geht, oder<br \/> was aus Fl\u00fcchtlingen nach ihrer Flucht wird. So erf\u00e4hrt man von<br \/> scheinbar absurdem Festhalten an der Ordnung, als z.B. Max Rosenbaum<br \/> seinen neugeborenen Sohn registrieren lassen m\u00f6chte &#8211; und sich<br \/> ausgerechnet an das Nazi-Konsulat in Shanghai wendet. Auch nach<br \/> Kriegsende gehen die Schwierigkeiten f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge weiter, wie man<br \/> beispielsweise anhand des ehemaligen Buchh\u00e4ndlers Ludwig Lazarus<br \/> erf\u00e4hrt. Nach seiner R\u00fcckkehr nach Deutschland k\u00e4mpft er jahrelang um<br \/> Anerkennung und Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Ghettoisierung in Shanghai.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tZwar w\u00e4re der Roman wohl auch mit ein paar weniger Handlungsstr\u00e4ngen<br \/> ausgekommen und dann \u00fcberschaubarer f\u00fcr den Leser gewesen. Jedoch<br \/> vermittelt gerade diese \u00dcberfrachtung nicht nur ein umfangreiches Bild<br \/> verschiedener Lebensl\u00e4ufe, sondern auch das Chaos und die unm\u00f6gliche<br \/> Situation, in der sich die Fl\u00fcchtlinge befanden. Der Einzelne ging<br \/> leicht unter in der Masse der Fl\u00fcchtlinge, mitten in einer ohnehin von<br \/> armen Menschen \u00fcberfluteten Stadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tFazit: Lesenswert!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tJanina Heker<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\">\n\t<a id=\"6\" name=\"6\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Restaurantkritik: Asia &#8211; Sichuan am Neckar <\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tIn unmittelbarer N\u00e4he zur Alten Br\u00fccke, in der Haspelgasse 2 gelegen,<br \/> ist das Asia ein fester Bestandteil in den Heidelberg-Touren<br \/> chinesischer Reisegruppen. Grund genug, einmal zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das<br \/> Asia mehr ist, als eine blo\u00dfe \u201eTouristenfalle\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tDie Lage des Asia \u00fcberzeugt sofort. &nbsp;Da man bei gutem Wetter<br \/> drau\u00dfen, gegen\u00fcber der Alten Br\u00fccke sitzen kann, konnte das PR-Team<br \/> seine chinesischen Lieblingsgerichte mit Neckarblick genie\u00dfen. F\u00fcr Ruhe<br \/> Suchende ist dieser Platz nur bedingt zu empfehlen, da hier aufgrund der<br \/> Touristenstr\u00f6me stets etwas Trubel herrscht, der erst gegen Abend<br \/> abebbt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAuf der Karte des Asia stehen Speisen aus Sichuan, zubereitet vom<br \/> \u201eMeisterkoch aus Chengdu\u201c, wie das Restaurant auf seiner Internetseite<br \/> berichtet. Das vielf\u00e4ltige Angebot reicht von Fisch und Meeresfr\u00fcchten<br \/> \u00fcber verschiedene Fleischgerichte bis zu vegetarischen Speisen.<br \/> &nbsp;Das PR-Team entschied sich f\u00fcr \u9c7c\u9999\u725b\u8089\u4e1d, \u5bab\u4fdd\u8c46\u8150, \u7f57\u6c49\u83dc, \u9ebb\u5a46\u8c46\u8150und \u6c34\u716e\u9c7c\u7247.<br \/> Auffallend positiv war die schnelle Zubereitungszeit. Die Gerichte<br \/> schmeckten ausgezeichnet und waren frisch zubereitet, von eint\u00f6nigen<br \/> Fertiggerichten, wie man sie in einer Touristenhochburg erwarten w\u00fcrde,<br \/> keine Spur. &nbsp;Einziges Manko: Die erhoffte Sichuan-Sch\u00e4rfe wurde an<br \/> den europ\u00e4ischen Gaumen angepasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tPreislich liegt das Asia, vermutlich lagebedingt, etwas \u00fcber den<br \/> anderen chinesischen Restaurants Heidelbergs. Die Hauptgerichte kosten<br \/> zwischen 9,50\u20ac f\u00fcr \u7f57\u6c49\u83dc und 19\u20ac f\u00fcr \u56db\u5ddd\u5e72\u713c\u5927\u867e. Inklusive der Getr\u00e4nke \u2013 von<br \/> der Weinschorle sei hier abzuraten \u2013 bezahlte das PR-Team f\u00fcr sechs<br \/> Personen 73, 90\u20ac.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAngesichts der Preise d\u00fcrfte das Asia f\u00fcr die meisten Studenten eher<br \/> etwas f\u00fcr besondere Anl\u00e4sse oder den Monatsanfang sein. Aufgrund seiner<br \/> Lage eignet sich das Restaurant aber wunderbar um Besuch auszuf\u00fchren und<br \/> das Flair der Heidelberger Altstadt zu genie\u00dfen. Dabei entsch\u00e4digt der<br \/> Ausblick auf die Alte Br\u00fccke und der exzellente Geschmack der Gerichte<br \/> f\u00fcr den einen oder anderen Euro mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t\tAnna Schiller<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> \t<a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Sinologie in den Beruf Marina Rudyak, welche die Vortragsreihe \u201eSinologie in den Beruf\u201c mitbegr\u00fcndet hat, war am 26. 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