{"id":362,"date":"2014-11-01T12:00:00","date_gmt":"2014-11-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2014\/11\/01\/newsletter-november-2014-nr-78\/"},"modified":"2026-05-20T18:35:20","modified_gmt":"2026-05-20T17:35:20","slug":"newsletter-november-2014-nr-78","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2014\/11\/01\/newsletter-november-2014-nr-78\/","title":{"rendered":"Newsletter November 2014 Nr. 78"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_SHANSchulteam-VonderTheo\" style=\"text-align: justify;\">Faktionen oder keine Faktionen: das ist hier die Frage! Factions or no factions \u2013 that\u2019s the question!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Josie-Marie Perkuhn rezensiert f\u00fcr uns das 2014 erschienene <em>The New Emperors: Power and the Princlings in China<\/em> von Kerry Brown.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#1\"><strong>&gt;&gt; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_SozialerAbstiegundAufsti\" style=\"text-align: justify;\">Liu Jinzhong in Beijing, Shanghai und Moskau<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas Kampen berichtet von den Spionaget\u00e4tigkeiten Richard Sorges und Liu Jinzhongs im China der 1930er-Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#2\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Sprachkolumne-Liebesgest\" style=\"text-align: justify;\">Die Sinologie und der Kalte Krieg<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welchen Wandel erfuhr die Sinologie im<br \/> Spannungsfeld zwischen Ost und West? Dieser Frage widmet sich Jason<br \/> Franz in seinem Artikel und gew\u00e4hrt einen Einblick in die<br \/> Sinologietraditionen zu beiden Seiten des &#8222;Eisernen Vorhangs&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#3\"><strong>&gt;&gt; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_WirbrauchendieQualittssi\">Wir brauchen die Qualit\u00e4tssicherungsmittel!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#4\"><strong>&gt;&gt; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"1\" name=\"1\"><\/a>Faktionen oder keine Faktionen: das ist hier die Frage!<\/h2>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" id=\"anker_Factionsornofactionsthat\" style=\"text-align: justify;\">Factions or no factions \u2013 that\u2019s the question!<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Kerry Brown, Professor an der<br \/> Universit\u00e4t Sydney, besticht in seinem j\u00fcngsten Buch \u201eThe New Emperors:<br \/> Power and the Princlings in China,\u201c (2014), zur Macht\u00fcbernahme der<br \/> amtierenden politischen Elite mit interessanten Einsichten und einem<br \/> informativen Faktenreichtum. Er schildert den steinigen Weg Xi Jinpings<br \/> auf dem Weg zum 18. Parteikongress und wirft einen l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen<br \/> Blick auf die f\u00fcnf \u201eglanzlosen Sterne\u201c neben den zwei \u201estrahlenden<br \/> Sonnen\u201c im Politb\u00fcro-Universum. Es ist ein anekdotenreiches Buch, das<br \/> zwei Jahre nach dem Machtwechsel mit der obsoleten Faktionszugeh\u00f6rigkeit<br \/> aufr\u00e4umt und ein Konzept politischer Eliten mit sich pluralisierenden<br \/> Netzwerken pr\u00e4sentiert.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die starre Dichotomie der politischen<br \/> Faktionen innerhalb der kommunistischen Partei geh\u00f6rt ins 20.<br \/> Jahrhundert verbannt, das Konzept hat seine Schuldigkeit getan und die<br \/> ideologisch verbr\u00e4mten Faktionen sind im Zuge von Reformbestrebungen und<br \/> Globalisierung schleichend durch ebenso wirkm\u00e4chtige Netzwerke ersetzt<br \/> worden. Mit einem nahezu polemischen Anstrich f\u00fchrt Brown den Feldzug<br \/> gegen Chinas Faktionalismusforschung an: \u201eFactionalism as a means to<br \/> understand elite politics in China probably reached its zenith in the<br \/> build-up to the 2007 Party Congress that year\u201c (S. 19). Brown beschreibt<br \/> den zunehmenden Einfluss elit\u00e4rer Netzwerke, der sich nicht nur auf<br \/> Chinas politisches Tagesgesch\u00e4ft auswirkt, sondern auch auf die Auswahl<br \/> und auf die unterst\u00fctzende Machtbasis der F\u00fchrungsspitze selbst<br \/> erstreckt. Kernst\u00fcck sowie gro\u00dfe St\u00e4rke des Buches ist unweigerlich die<br \/> biographische Verortung der so gleichf\u00f6rmig wirkenden sieben Mitglieder<br \/> des Politb\u00fcros in ihren vernetzten Hintergrund.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch beginnt mit einer anekdotischen<br \/> Einf\u00fchrung der vernetzwerkten F\u00fchrungsriege \u2013\u201ethe networked<br \/> leadership\u201c. In sechs Kapiteln behandelt Brown die Machtstruktur im<br \/> Politb\u00fcro, den ereignisreichen Vorlauf zum 18. Parteikongress, die<br \/> Macht\u00fcbernahme Xi Jinpings als \u201eEmperor\u201c mit Li Keqiang sowie den f\u00fcnf<br \/> weiteren Mitgliedern an der regierenden Spitze. Brown endet mit einem<br \/> Ausblick auf die Widerspr\u00fcche eines Modernen Chinas. Der Autor wirft auf<br \/> 244 Seiten Licht auf die Princlings in ihren meist \u201aschattigen\u2019<br \/> Unterst\u00fctzergruppen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sind elit\u00e4re Netzwerke, die sich seit<br \/> der Reform- und \u00d6ffnungspolitik gebildet haben und auch durch eine<br \/> anhaltende Pluralisierung des Politik- sowie Gesellschaftssystems<br \/> entlang sektoraler und provinzieller Linien weiterhin entstehen. Aus<br \/> einer politikwissenschaftlich liberalen Perspektive w\u00e4re die Rede also<br \/> von Interessengruppen, die Chinas Machtpolitik bestimmen.<br \/> Interessengruppen, die entweder einer Wirtschaftsbranche, wie der<br \/> \u00d6lindustrie, bzw. einer institutionalisierten Kooperation, wie der<br \/> Shanghai Group, entstammen oder den tradierten \u201enetworks from soil\u201c \u2013 in<br \/> Anlehnung an das einschl\u00e4gige Werk Fei Xiaotongs aus dem Jahr 1947 (S.<br \/> 37) \u2013 zugeordnet werden k\u00f6nnen. Auf die zahlreichen b\u00fcrokratischen<br \/> Netzwerke der Kommissionen und Institutionen wird zwar hinweisend<br \/> rekurriert (S. 48-49), eine detaillierte Verortung der b\u00fcrokratischen<br \/> Politik bleibt hingegen weitestgehend aus. Bei genauem Lesen wird ein<br \/> nachwirkender Einfluss der gesellschaftlichen Pr\u00e4gung durch die<br \/> traditionellen Lager und die Zuordnung zu denselben jedoch nicht<br \/> vollends negiert: so spielt die ideologische Fundierung weiterhin eine<br \/> wichtige Rolle, etwa wenn Wen Jiabao sich eines reformistischen<br \/> Zungenschlags bedient (S. 30) oder Xi Jinping an die moralische<br \/> Verantwortung eines Sozialismus in Anlehnung an Mao erinnert (S. 195).<br \/> Und von einer Absage an das famili\u00e4re Erbe der privilegierten Verbindung<br \/> bis in die Gr\u00fcndergeneration der Kommunistischen Partei ist die<br \/> professionalisierte Politikerriege weit entfernt, schlie\u00dflich baut auch<br \/> der gegenw\u00e4rtige Parteichef auf seine politische Herkunft (S.<br \/> 108-109).&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer anekdotischen Schilderung des<br \/> langen und mit Ger\u00fcchten gepflasterten Weges&nbsp; zum 18.<br \/> Parteikongress fasst Brown die Ereignisse um den gest\u00fcrzten Kontrahenten<br \/> Bo Xilai, das mediale Totsagen und die anschlie\u00dfende Widerauferstehung<br \/> Jiang Zemins sowie die ungl\u00fcckliche Amtszeit Hu Jintaos zusammen.<br \/> Insbesondere greift er den Hu gegen\u00fcber negativ gestimmten Zeitgeist<br \/> auf. Hus liberale Hand habe sich gegen ihn gewandt und Kritikern zu viel<br \/> Raum \u00fcberlassen.&nbsp; So wird Hus Politik mit dem Label \u201edo nothing,<br \/> stop everything\u201c (S. 68) bezeichnet, die innerparteilichen<br \/> Demokratiereformen als rudiment\u00e4r verschrien und die angestrebte<br \/> Reformpolitik als zu reaktiv abgestempelt. Brown schreibt dazu: \u201ecrises<br \/> were dealt with as and when they occurred, with no pre-emptive<br \/> constructive strategy to make sure they didn\u2019t happen in the first<br \/> place\u201c(S. 68). Gegen diesen Makel setzt der Hoffnungstr\u00e4ger Xi Jinping<br \/> eine \u201aPolitik der starken Hand\u2019 mit seinen F\u00fchrungskompetenzen und dem<br \/> beigestellten Regierungsnetzwerk: das Politb\u00fcro. Mit Sicherheit hat Hus<br \/> liberaler F\u00fchrungsstil&nbsp; eine Interessenpluralisierung bef\u00fcrwortet<br \/> und abweichende Meinungs\u00e4u\u00dferung zugelassen, ob das nun aber eine Gefahr<br \/> f\u00fcr ein sich wandelndes China ist oder ein gerade notwendiger Schritt,<br \/> der nun wieder unterbunden wird, steht und f\u00e4llt mit \u201aden<br \/> Sternen\u2019.&nbsp;&nbsp; In drei anschlie\u00dfenden Kapiteln widmet Brown sich<br \/> ausf\u00fchrlich den Mitgliedern des Politb\u00fcros. Den zwei \u201eSonnen im<br \/> Universum\u201c, Xi Jinping und Li Keqiang, kommt jeweils ein eigenes Kapitel<br \/> zu, w\u00e4hrend das f\u00fcnfte Kapitel unter dem verhei\u00dfungsvollen Titel \u201eThe<br \/> Stars around the Two Suns\u201c die f\u00fcnf \u201aunscheinbaren\u2019 Mitglieder ins<br \/> Scheinwerferlicht stellt. Browns Perspektive l\u00e4sst keinen Zweifel daran,<br \/> dass Xi Jinping sich selbst als neuen Herrscher \u2013\u201eNew Emperor\u201c\u2013<br \/> inthronisiert. Zielstrebig sucht der Regierungsf\u00fchrer die Wortphrasen<br \/> von moralisch sozialer Verantwortung und sozialistischer<br \/> Reformbem\u00fchungen mit Inhalten zu f\u00fcllen. In diesem Kontext steht auch<br \/> der Anti-Korruptionskampf des \u201eNeuen Chinas\u201c (S. 102 -103).&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Sohn von Xi Zhongxun steht Xi<br \/> Jinping in direkter Verbindung zur \u201eroyalen Elite\u201c der Kommunistischen<br \/> Partei und profitiert von dem Ruf seines Vaters. Xi Zhongxun sei nahezu<br \/> einzigartig in seiner Generation, da er in keinerlei Weise mit den<br \/> Lefties assoziiert werden k\u00f6nne, schreibt Brown (S. 109). Die<br \/> Familienbande seien als Machtbasis f\u00fcr Xi Jinping zwar ebenso wichtig,<br \/> wie f\u00fcr seine Vorg\u00e4nger, jedoch best\u00fcnde die gro\u00dfe F\u00e4higkeit darin, die<br \/> Familienangelegenheiten au\u00dferhalb des Tagesgesch\u00e4fts zu halten und sie<br \/> nicht in Konflikte zu verstricken. So vermutet Brown: \u201eone of the key<br \/> skills that has helped Xi in becoming Party leader, beyond patronage and<br \/> network building, has been managment of his relatives\u201c (S.<br \/> 117-118).&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die internationale Bedeutung Chinas<br \/> nimmt stetig zu und so ist das Anliegen Browns nur begr\u00fc\u00dfenswert, allen<br \/> sieben so \u201agleichf\u00f6rmig wirkenden M\u00e4nnern\u2019 im Politb\u00fcro eine geb\u00fchrende<br \/> Aufmerksamkeit zu schenken. Mit der juristischen Grundausbildung setzt<br \/> Xi Jinping auf Li Keqiang als f\u00e4higen und sachorientierten Anwalt aus<br \/> Anhui. Li setzt sich als amtierender Staatspr\u00e4sident (PM) stark f\u00fcr die<br \/> Umsetzung von Rechtsstaatlichkeit ein. Urspr\u00fcnglich zwar in der<br \/> Rechtswissenschaft ausgebildet, ist Li auch in Wirtschaftsfragen \u00e4u\u00dferst<br \/> bewandert. Brown spekuliert: \u201ewhether he has the instinctive<br \/> understanding of Chinese economics dynamics that Zhu Rongji had, or even<br \/> that of his new colleague on the Politburo Standing Committee, the<br \/> hugely respected Wang Qishan,\u201c (S. 144). Au\u00dferhalb jeder Spekulation<br \/> hei\u00dft es, Li \u201eis a problem solver, but not a policy initiator \u2013 somwone<br \/> who is competent, but not creative,\u201c (S.144). Zwar seien Lis medialen<br \/> Auftritte makellos und \u2013im Gegensatz zu Xi\u2013&nbsp; applaudiere man f\u00fcr<br \/> seine Englischkenntnisse (S.143); sie haben Li jedoch nicht davor<br \/> bewahrt, einen Kampf um mediale Aufmerksamkeit antreten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere mit der treffsicheren, wenn<br \/> auch nahezu flapsigen, Charakterisierung der \u201ef\u00fcnf Sterne\u201c besticht<br \/> Brown. So wird Wang Qishan zum \u201eJoker in the Pack\u201c, der durch seine<br \/> F\u00e4higkeiten als Krisenmanager bekannt geworden ist. Er wurde 2003 in die<br \/> Hauptstadt zur\u00fcckgeholt, um gegen die epidemische Verbreitung von SARS<br \/> vorzugehen (S. 153). Yu Zhengsheng wird als der \u201eBig Brother of the<br \/> Elite\u201c bezeichnet und&nbsp; in Zhang Gaoli vermutet man den wahren<br \/> \u201eMaster of GDP\u201c. Zhang Dejiang bezeichnet Brown schlicht als \u201eThe<br \/> Fixer\u201c. Er erhielt im Jahr 2003 besondere mediale Aufmerksamkeit als der<br \/> Wanderarbeiter Sun Zhigang totgeschlagen wurde, und Zhang einwilligte<br \/> \u201epro-Stabilit\u00e4tsma\u00dfnahmen\u201c gegen die Protestbewegung einzusetzen (S.<br \/> 171-172). Den als Chefideologen auftretenden Liu Yunshan bezeichnet<br \/> Brown als \u201ethe Politburo\u2019s first Journalist\u201c. An seinem Fall werde<br \/> besonders deutlich, dass faktionale Zuordnung wenig zum Verst\u00e4ndnis<br \/> seines Aufstieges beitrage: \u201eHis links to the Party Youth League were<br \/> brief. He had no major link to Jiang Zemin, nor any evident provincial<br \/> top leadership experience. He had never headed a ministery centrally.<br \/> His whole career had been in the field of ideology, as a teacher, then a<br \/> journalist, then a propaganda worker.\u201c Trotz fehlender<br \/> Provinzleitungserfahrung, ziehe er reichlich Unterst\u00fcztung aus der<br \/> intellektuellen Arbeit,&nbsp; denn \u201eIdeology, after all, matters to the<br \/> fifth-generatioon leadership\u201c (S.181). Kurzum, der Vergleich mit dem<br \/> Management eines multinationalen Konzerns trifft wohl genau ins<br \/> Schwarze.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allzu offensichtlich wendet sich der<br \/> Autor gegen die Verortung der aktuellen F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten zu<br \/> einer der historisch-ideologischen Faktionen, die in der Betrachtung der<br \/> neuen dynamischen Netzwerke obsolet geworden seien. Ohne die Pr\u00e4gung<br \/> der tradierten Faktionen sind jedoch auch die \u201eneuen elit\u00e4ren Kreise\u201c<br \/> nicht denkbar. Tr\u00e4gt nicht zuletzt die Bezeichnung Princling selbst zur<br \/> Fortf\u00fchrung der Tradition, die Verbindung zur parteipolitischen Elite<br \/> der Staatsgr\u00fcnder herauszustellen, bei? Brown beschreibt mit einem sehr<br \/> anekdotischen Stil Chinas Machtpolitik, erkl\u00e4rt \u00fcber sektorale und<br \/> interessenbestimmte Netzwerke den Aufstieg der aktuellen F\u00fchrungselite.<br \/> Brown greift die j\u00fcngsten Ereignisse auf und stellt sie in einen<br \/> machtpolitischen Kontext. Damit liefert der Autor einen herausragenden<br \/> deskriptiven Beitrag zum Verst\u00e4ndnis Chinas Gegenwartspolitik. Zwar<br \/> f\u00fchrt Brown das Konzept der dynamischen Elitennetzwerke zur Abbildung<br \/> einer gesellschaftspolitischen Pluralisierung, die sich in der<br \/> Ausdifferenzierung informeller machtpolitischer Strukturen<br \/> niederschl\u00e4gt, ein; ein wissenschaftlich ausgearbeitetes Konzept zur<br \/> Netzwerkanalyse bleibt aus. Dies ist \u2013 nach eigener Aussage \u2013 auch nicht<br \/> Ziel des Buches. Die Bedeutung einer faktionalen Zugeh\u00f6rigkeit<br \/> verschwindet nicht g\u00e4nzlich: w\u00e4hrend diese in Relation an Gewicht<br \/> verliert, kommen Profit und Gesch\u00e4ftspatronage als neue Komponenten<br \/> hinzu.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vorteil in der Netzwerkanalyse liegt<br \/> unweigerlich darin, die vorhandene Durchl\u00e4ssigkeit zwischen den<br \/> Netzwerkgruppen und Dynamik im Gerangel um Macht und Einflussnahme<br \/> darzustellen. Die informative und faktenreiche Schilderung j\u00fcngster<br \/> Machtk\u00e4mpfe mit vielen historischen Bez\u00fcgen und ausgewiesener<br \/> Quellenarbeit bieten tiefe Einblicke in das politische Geschehen. Mit<br \/> einer Mischung aus nuancierter und kolloquialer Sprache ist&nbsp; das<br \/> Buch lesenswert.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Autor&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kerry Brown ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender<br \/> Direktor und Professor f\u00fcr Chinesische Politik an der Universit\u00e4t Sydney<br \/> sowie \u201eAssociate Fellow of Chatham House, London. Er diente als \u201eFirst<br \/> Secretary\u201c der Britischen Botschaft in Peking und&nbsp; hat \u00fcber 20<br \/> Jahre in China gelebt. Zu seinen j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichungen geh\u00f6ren<br \/> \u201eContemporary China\u201c (2013); Friends and Enemies: The Past, Present and<br \/> Future of the Communist Party of China (With Will Hutton, 2009) and with<br \/> Jonathan Fenby: Struggling Giant: China in the 21st Centruy&nbsp;<br \/> (2007).<\/p>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Josie-Marie Perkuhn<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"2\" name=\"2\"><\/a>Liu Jinzhong in Beijing, Shanghai und Moskau<\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\"> \u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL78_Artikel2\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/183805\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__200_160_86d0757300e5ecc1d64c2a7fe9ff987f_liujz1.jpg\" style=\"width: 200px; height: 160px;\"><br \/> <em><span class=\"i-iwe2-image-caption\">Liu Jinzhong<\/span><\/em><\/span>\u200bVor kurzem wurde <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2014\/10\/01\/newsletter-oktober-2014-nr-77\/#4\">hier<\/a><br \/> \u00fcber die Hinrichtung des Agenten Richard Sorge im Jahre 1944 berichtet.<br \/> Ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod starb sein wichtigster<br \/> chinesischer Mitarbeiter Liu Jinzhong. Der 1901 in Nordchina geborene<br \/> Liu, der auch viele andere Namen benutzte, ver\u00f6ffentlichte 1992 in einer<br \/> kleinen Provinzzeitschrift in Shanxi einen kurzen Artikel \u00fcber einen<br \/> seiner \u2013 damals schon verstorbenen \u2013 Mitarbeiter. In diesem Artikel<br \/> beschrieb er auf knapp zwei Seiten den Spionagering f\u00fcr den sie in den<br \/> drei\u00dfiger Jahren gearbeitet hatten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Gr\u00fcndung<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Sorge 1930 in Shanghai seine<br \/> T\u00e4tigkeit aufgenommen hatte, suchte er zuverl\u00e4ssige chinesische<br \/> Mitarbeiter, die f\u00fcr die nicht Chinesisch sprechenden europ\u00e4ischen<br \/> Agenten Informationen beschaffen und \u00fcbersetzen sollten. Diese sollten \u2013<br \/> wie Sorge \u2013 Deutsch oder Englisch sprechen; Russischkenntnisse waren<br \/> unerw\u00fcnscht, denn die T\u00e4tigkeit f\u00fcr die sowjetische Armee sollte nicht<br \/> unn\u00f6tig auffallen. Durch Freunde lernte Sorge Herrn Liu kennen, der<br \/> Anglistik studiert hatte und der KP nahe stand, aber zu der Zeit nicht<br \/> Mitglied war. Sorges Wunsch entsprechend suchte Liu weitere Mitarbeiter<br \/> in seinem Freundeskreis. Die drei wichtigsten waren Liu Yiyao (nicht mit<br \/> Liu Jinzhong verwandt), Xiao Xiangping und Lu Haifang.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>T\u00e4tigkeit<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die drei \u00fcbernahmen unterschiedliche<br \/> T\u00e4tigkeiten in verschiedenen St\u00e4dten und warben wohl \u00fcber f\u00fcnfzig<br \/> weitere Mitarbeiter an. Liu Yiyao war h\u00e4ufig in Nordchina, Xiao in<br \/> Ostchina und gleichzeitig f\u00fcr Japan zust\u00e4ndig. Mehr als zwei Jahre<br \/> arbeitete und expandierte der Ring ohne gro\u00dfe Probleme. Im Winter<br \/> 1932-1933 kehrte Sorge nach Europa zur\u00fcck und wurde dann nach Japan<br \/> geschickt. Der Ring arbeitete zun\u00e4chst weiter. Im Herbst 1933 traf ein<br \/> Herr Bosch, der auch Walden und andere Namen benutzte, als neuer Chef in<br \/> Shanghai ein.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Aufl\u00f6sung<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bald darauf sollte Liu Jinzhong nach<br \/> Moskau reisen und er setzte Lu Haifang&nbsp; als seinen Nachfolger sein.<br \/> Durch eine Unachtsamkeit von Lu und dessen Bruder wurden diese und<br \/> Bosch 1935 verhaftet. Da die beiden Br\u00fcder fr\u00fch Gest\u00e4ndnisse ablegten,<br \/> wurden weitere Chinesen inhaftiert und einige erschossen. Bosch bleib<br \/> allerdings schweigsam, sodass ein Teil des Spionagerings intakt blieb<br \/> und weiter arbeiten konnte; er selbst konnte nach etwa zweij\u00e4hriger Haft<br \/> ausreisen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Flucht <\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liu Jinzhong, seine Frau (die als<br \/> Funkerin arbeitete) und zwei Kinder gingen in die Sowjetunion und<br \/> arbeiteten sp\u00e4ter in Nordwestchina. (Auch Liu Yiyao und Xiao Xiangping<br \/> konnten entkommen.) Von der Gruppe h\u00f6rte man jahrzehntelang nichts mehr.<br \/> Bosch ver\u00f6ffentlichte in den sechziger Jahren in der Sowjetunion<br \/> Erinnerungen an Sorge und die Shanghaier Zeit.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Rentnerleben<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus einem Nachruf, der im Jahr 2000<br \/> ver\u00f6ffentlicht wurde, geht hervor, dass Liu Jinzhong nach Gr\u00fcndung der<br \/> Volksrepublik weiterhin geheimdienstlich t\u00e4tig war. Als<br \/> Pensionierungsjahr wird 1982 angegeben, als letzter Arbeitgeber, das<br \/> inzwischen aufgel\u00f6ste Diaochabu. In den folgenden zw\u00f6lf Jahren<br \/> ver\u00f6ffentlichte er mehrere autobiographische Texte, benutzte daf\u00fcr<br \/> allerdings verschiedene Pseudonyme, sodass die Identifizierung schwierig<br \/> ist. Seine Frau war lange vor ihm gestorben; die beiden 1928 und 1931<br \/> geborenen \u201eKinder\u201c scheinen noch zu leben und haben auch selbst<br \/> autobiographische Texte verfasst.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">P.S.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere chinesische Mitarbeiter Sorges, die nicht direkt mit Liu zusammen arbeiteten, waren Herr <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2011\/06\/01\/newsletter-juni-2011-nr-53\/#4\">Wu Jianxi<\/a>, der in Deutschland studiert hatte, und Frau <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/07\/01\/newsletter-juli-2008-nr-24\/#3\">Zhang Wenqiu<\/a>; weitere Ausl\u00e4nder <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2006\/10\/01\/newsletter-oktober-2006-nr-4\/#2\">Ruth Werner<\/a> und <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/11\/01\/newsletter-november-2010-nr-47\/#6\">Helmuth Woidt<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Literatur:<\/p>\n<p>Werner, Ruth: Sonjas Rapport, Berlin, 1977.<\/p>\n<p>Kampen, Thomas: Chinesen in Europa \u2013 Europ\u00e4er in China, Gossenberg, 2010.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dr. Thomas Kampen<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"3\" name=\"3\"><span id=\"parent-fieldname-title\">Die Sinologie und der Kalte Krieg<\/span><\/a><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\" style=\"text-align: justify;\">\nIm Jahr 2008 unterschrieben mehr als 20 Sinologen einen \u00f6ffentlichen<br \/>\nBrief an den Bundestag im Protest gegen Forderungen nach einer<br \/>\nstaatlichen Kontrolle der China-Berichterstattung. (Den Offenen Brief<br \/>\nder 107 Chinawissenschaftler, Publizisten und Politiker von 27.8.2008.<br \/>\nfinden sie als doc-Datei <a href=\"https:\/\/www.uni-due.de\/imperia\/md\/content\/oapol\/offener_brief.27.10.08.doc\">hier<\/a>.)<br \/>\n Anlass war eine Redakteurin der Deutschen Welle gewesen, die aufgrund<br \/>\neiner positiven \u00c4u\u00dferung \u00fcber die Armutsbek\u00e4mpfung in China aus &#8222;Mangel<br \/>\nan Gesinnung\u201c von ihrem Posten enthoben worden war. Sinologen, Politiker<br \/>\n und Publizisten pl\u00e4dierten f\u00fcr ein differenzierteres China-Bild. Ein<br \/>\nderart \u201ewerteorientierter Journalismus\u201c rief Assoziationen mit dem<br \/>\nKalten Krieg hervor. Warum?&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Der Kalte Krieg bezeichnet den<br \/>\nKonflikt der Superm\u00e4chte Sowjetunion und USA, die zwischen 1947 und 1989<br \/>\n einen Gro\u00dfteil der Staatenwelt unter ihren nuklearen Schutzschirmen in<br \/>\ndie Bl\u00f6cke Ost und West aufteilte. Dieser Konflikt und das Wettr\u00fcsten<br \/>\nauf einen dritten Weltkrieg, der niemals eintreten sollte, erfasste auch<br \/>\n die Wissenschaft (und umgekehrt). Besonders in den USA fiel ihr die<br \/>\nAufgabe zuteil, den Staat mit der \u00dcberlegenheit der Vernunft aus seinem<br \/>\nSicherheitsdilemma zu erl\u00f6sen. Die \u201eapplied science\u201c wurde massiv von<br \/>\nder US-Regierung, dem Milit\u00e4r und privaten Stiftungen (Rockefeller,<br \/>\nFord, Mellon) gef\u00f6rdert; nicht nur um waffentechnische \u00dcberlegenheit zu<br \/>\ngarantieren, sondern auch den Vorsprung an strategischem Wissen. Dieser<br \/>\nverst\u00e4rkte R\u00fcckgriff auf wissenschaftliche Expertise lie\u00df die Grenzen<br \/>\nzwischen Staat und Akademia zunehmend verschwimmen. Mit der<br \/>\nInstitutionalisierung des neuen Komplexes der Wissensproduktion begann<br \/>\ndie Systematisierung der <em>social sciences<\/em> (Anm.: Damit wurde die<br \/>\n Modernisierungstheorie auch f\u00fcr die sozialwissenschaftlichen<br \/>\nChina-Forschung ma\u00dfgeblich. Einflussreich war dabei der Soziologe<br \/>\nTalcott Parsons, erster Direktor am Harvard Deparment of Social<br \/>\nRelations. Eine nachhaltige Kritik leistete 1984&nbsp; der Historiker<br \/>\nPaul A. Cohen mit seinem Werk <em>Discovering History of China<\/em>) und der Aufstieg der <em>area studies<\/em>,<br \/>\n die Bedrohungen durch fremde M\u00e4chte durch die Kenntnis von System,<br \/>\nGeschichte und Mentalit\u00e4t \u201ekalkulierbar\u201c machen sollten. Wie sich in der<br \/>\n Zeit gegenseitiger Abschottung die Erforschung von \u201eculture at a<br \/>\ndistance\u201c gestaltete, l\u00e4sst sich gut am Beispiel der<br \/>\n\u201eNationalcharakterstudien\u201c aufzeigen, die von ehemaligen Mitgliedern der<br \/>\n <em>Foreign Morale Analysis Division<\/em> begr\u00fcndet worden waren (z.B.<br \/>\nR. Benedict) und nationale Verhaltensmuster herauszuarbeiten versuchten.<br \/>\n Urspr\u00fcnglich anthropologisch ausgerichtet, f\u00fchrte man diese Studien<br \/>\nsp\u00e4ter in Form von variablengeleiteten, statistischen Analysen fort.<br \/>\nDiese Entwicklungen stellten die eher klassisch orientierte Sinologie<br \/>\nvor die Frage einer neuen Grenzziehung ihrer Disziplin, die h\u00f6here<br \/>\nF\u00f6rdergelder, aber auch Kompromisse bei der wissenschaftlichen<br \/>\nUnabh\u00e4ngigkeit in Aussicht stellen w\u00fcrde. Es entstanden ein<br \/>\nsozialwissenschaftlich-komparatistisches Lager, das die \u201esuccesses and<br \/>\nfailures\u201c der Modernisierung (Rot-)Chinas untersuchte, sowie ein<br \/>\ntraditionell-sinologisches Lager, das sich der Singularit\u00e4t Chinas in<br \/>\nihrer ganzen Bandbreite und textuellen Tiefe widmen wollte (Anm.:<br \/>\nInteressanterweise r\u00fcckten selbst einige der etabliertesten,<br \/>\nsozialwissenschaftlichen China-Experten nie von dem Gedanken der<br \/>\nSingularit\u00e4t\/ Unvergleichbarkeit Chinas ab, wie beispielsweise Lucian W.<br \/>\n Pye). Im Nachhinein eines hitzigen Symposiums \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von<br \/>\nSinologie, Geschichte und Sozialwissenschaften im Jahr 1964, versuchte<br \/>\nder Historiker D.C. Twitchett zu vers\u00f6hnen:<\/div>\n<div style=\"margin-left: 40px; text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"margin-left: 40px; text-align: justify;\"><em>\u201cWhen we think<br \/>\nof our predecessors of forty years ago, mostly working alone, starved of<br \/>\n funds, deprived of adequate libraries, ignorant\u2014through lack of<br \/>\ncommunication\u2014of work in progress elsewhere and of the work of our Far<br \/>\nEastern contemporaries, and bundled away by the academic world in some<br \/>\ndusty corner along with Egyptology and Sumerian Studies, we may<br \/>\nlegitimately rejoice that we live in more fortunate times, rather than<br \/>\nsneer at their fumblings.\u201d&nbsp; <\/em>(Twitchett 1964,110.)<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL78_Artikel3\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/183806\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__200_256_63346c02dac856232f338bd7d743e461_the_red_.jpg\" style=\"width: 200px; height: 256px;\"><br \/>\n<span class=\"i-iwe2-image-caption\">Bild 1<\/span><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/>\n\u200b<\/span>Eminente amerikanische China-Experten (\u201eold China hands\u201c)<br \/>\nr\u00fcckten 1949 zum ersten Mal ins Zentrum der Aufmerksamkeit, als man sie<br \/>\nf\u00fcr den \u201eloss of China\u201c (an die Kommunisten) verantwortlich machte. Zu<br \/>\nihnen z\u00e4hlten neben Milit\u00e4rs und Offizieren des w\u00e4hrend des zweiten<br \/>\nWeltkriegs aktiven CIA-Vorl\u00e4ufers OSS auch die Sinologen J.K. Fairbank,<br \/>\nO.E. Clubb und O. Lattimore. Die Vorw\u00fcrfe konzentrierten sich besonders<br \/>\nauf das internationalistische<em> Institute of Pacific Relations<\/em><br \/>\n(IPR) in New York, an dem neben Lattimore auch F.V. Field und K.A.<br \/>\nWittfogel t\u00e4tig waren. Die Kritik wurde lauter, als sich China 1950 mit<br \/>\nder Sowjetunion verbr\u00fcderte und in den Korea-Krieg (1950-53) eintrat. In<br \/>\n den USA ging die \u201eRote Angst\u201c um und neben den \u201eold China hands\u201c wurden<br \/>\n w\u00e4hrend der Verfolgungswellen unter Senator J. McCarthy auch zahlreiche<br \/>\n andere Sinologen (und Sinologie-Studenten) verh\u00f6rt. Das weiterhin unter<br \/>\n Beschuss stehenden IPR verlor 1955 seinen steuerfreien Status und wurde<br \/>\n f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter aufgel\u00f6st. Seine Funktionen wurden gr\u00f6\u00dftenteils von<br \/>\nder 1941 gegr\u00fcndeten <em>Association for Asian Stuides<\/em> (AAS)<br \/>\n\u00fcbernommen. Gleichzeitig investierte die US-Regierung in die Forschung<br \/>\nund Lehre \u201ekritischer Regionen und Sprachen\u201c (z.B. in der Form von&nbsp;<br \/>\n \u201eNational Defence Foreign Language Fellowships\u201c), sowie zahlreiche<br \/>\nFakult\u00e4ten f\u00fcr <em>East Asian Languages and Cultures<\/em> (EALC) eingerichtet. Mit dem <em>National Defense Education Act<\/em><br \/>\n von 1957 wurde das Budget nach dem Sputnikschock nochmal drastisch<br \/>\nerh\u00f6ht. \u00c4hnlich wie in Gro\u00dfbritannien rekrutierte sich die neue<br \/>\nGeneration von China-Experten als Teil der sp\u00e4teren \u201earea scholars\u201c vor<br \/>\nallem aus Kriegsveteranen (sp\u00e4ter auch aus dem Korea-Krieg) und<br \/>\nMitarbeitern des OSS, deren Studium gem\u00e4\u00df der bis 1956 geltenden <em>G.I. Bill<\/em><br \/>\n finanziell unterst\u00fctzt wurde. Viele waren w\u00e4hrend des Krieges im<br \/>\nPazifik stationiert gewesen und in Japanisch unterrichtet worden. Einige<br \/>\n beeinflussten sp\u00e4ter ma\u00dfgeblich die amerikanische Chinapolitik als<br \/>\nDiplomaten, Sicherheitsberater oder Offiziere der CIA. Wie das OSS war<br \/>\ndie CIA nach Regionen (statt Disziplinen) organisiert. In den 60ern<br \/>\nf\u00fchrte der Bruch zwischen China und der Sowjetunion bei den<br \/>\nChinawatchern zu einem Umdenken. Hatte man sich zuvor noch die \u201eAchse<br \/>\nMoskau-Beijing\u201c analysiert, konzentrierte man sich nun mit zahlreichen<br \/>\nBiografien auf die Person Mao Zedongs.&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Deutliche Ver\u00e4nderungen machten sich<br \/>\nab 1965 bemerkbar, als die USA direkt in den Vietnamkrieg eintraten.<br \/>\nSinologen begannen \u00f6ffentlich gegen die amerikanische Asienpolitik und<br \/>\nIsolation Chinas Stellung zu beziehen (z.B. 1966, als sich 198<br \/>\nChina-Spezialisten in einem \u00f6ffentlichen Brief an die Regierung<br \/>\nwandten). Auch die Wellen der Studentenproteste beeinflussten die<br \/>\nSinologie. Nach der letzten Zusammenkunft des SDS in Chicago entfachte<br \/>\nsich gro\u00dfes Interesse an dem zeitgleich in China tobenden Maoismus, zu<br \/>\ndem die \u00e4lteren Sinologen, in den USA wie in Europa, auf kritische<br \/>\nDistanz gingen. Hitzigere Debatten zwischen pro- und anti-maoistischen<br \/>\nSinologen fanden auch in Frankreich statt. In den USA kritisierte das<br \/>\n1968 gegr\u00fcndete <em>Committee of Concerned Asian Scholars<\/em> nicht nur<br \/>\n den Vietnamkrieg, sondern auch die staatliche Einflussnahme auf die<br \/>\neigene Disziplin. Nach der US-Invasion in Kambodscha erfolgte<br \/>\nschlie\u00dflich in den 70ern mit dem Nixon-Schock und dem nach Ende des<br \/>\nVietnamkriegs einsetzenden Tauwetters ein Paradigmenwechsel, der mit<br \/>\ndrastischen Budgetk\u00fcrzungen einherging. In der Wissenschaft setzten sich<br \/>\n internationalistische und anti-koloniale Str\u00f6mungen durch. An Stelle<br \/>\nder Nation r\u00fcckte die <em>Region<\/em> des Pazifiks mit ihren<br \/>\ninternationalen Beziehungen in den Vordergrund. An vielen Universit\u00e4ten<br \/>\nkam es zur Zusammenlegung der Disziplinen in der Fakult\u00e4t der <em>East Asian and International Studies<\/em>. J\u00fcngere Sinologen rebellierten gegen die China-Studien der Fairbank-Tradition (z.B. J. Esherick in seinem Pamphlet von 1972, <em>Harvard on China: The Apologetics of Imperialism<\/em>).<br \/>\n Ins Zentrum der Forschung gelangte nun verst\u00e4rkt das chinesische<br \/>\n\u201eHinterland\u201c. Der Riss zwischen konservativen und revoltierenden<br \/>\nSinologen wuchs wieder zusammen, nachdem die Schrecken der<br \/>\nKulturrevolution bekannt wurden. In den 80ern entsch\u00e4rfte sich mit dem<br \/>\nzunehmenden Methodenpluralismus und dem \u201ephilologic turn\u201c schlie\u00dflich<br \/>\nauch der Konflikt zwischen Sinologen und sozialwissenschaftlichen<br \/>\nChina-Experten.&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Andernorts versuchte man ab den 70ern<br \/>\ndie \u201eComtemporary China Studies\u201c mehr auf die eigene Chinapolitik<br \/>\nabzustimmen und zu emanzipieren (z.B. in Indien und Australien). So<br \/>\nPatricia Uberoi:<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"margin-left: 40px; text-align: justify;\"><em>\u201cvirtually all<br \/>\nthe Western centres where studies of modern China are carried out have<br \/>\ndrifted imperceptibly in the last decade into the intellectual orbit of<br \/>\nAmerican Sinology, just as East European Orientalism has been deeply<br \/>\ninfluenced by the Moscow political \u2018line\u2019.\u201d <\/em>(Uberoi 1971, 48.)<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL78_Artikel3a\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/183807\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__300_213_68c409a217adb2b8aa455afc66d49203_china-so.jpg\" style=\"width: 300px; height: 213px;\"><br \/>\n<span class=\"i-iwe2-image-caption\">Bild 2<\/span><\/span>Teilweise wandte<br \/>\nman sich den unabh\u00e4ngigeren Sinologietraditionen Tschechiens und Japans<br \/>\nzu, von denen letztere bis zum Ende der Kulturrevolution Kriegsende<br \/>\nstark marxistisch orientiert gewesen war. In Westeuropa wurde die<br \/>\nSinologie aufgrund der geringeren politischen Relevanz Chinas (mit<br \/>\nAusnahme Gro\u00dfbritanniens) nicht so stark gef\u00f6rdert wie in den USA. Den<br \/>\nauf Englisch publizierenden Sinologien in den Niederlanden und Schweden<br \/>\nkamen die fr\u00fchzeitig aufgenommenen diplomatischen Beziehungen zur<br \/>\nVolksrepublik zu Gute. Hinter dem \u201eeisernen Vorhang\u201c wurde die<br \/>\nFortf\u00fchrung sinologischer Traditionen durch die geforderte<br \/>\nParteilinientreue, sowie die starken Einschr\u00e4nkungen in der<br \/>\nKommunikations-, Publikations- und Bewegungsfreiheit erschwert. Zudem<br \/>\nwaren, wie in den Deutschlands der Nachkriegszeit, viele Sinologen in<br \/>\nden anglophonen Westen emigriert (z.B. S. Elis\u00e9eff und P. Boodberg). Im<br \/>\nOsten musste sich die Sinologie vorwiegend auf sozio\u00f6konomische oder<br \/>\npolitikferne Themen beschr\u00e4nken (v.a. Linguistik), in denen jedoch<br \/>\nwichtige Beitr\u00e4ge geleistet wurden. Die tschechische Sinologie erwarb<br \/>\nsich unter J. Pr\u016f\u0161ek und dem Journal <em>Archiv Orient\u00e1lny\u00ed<\/em> einen<br \/>\ninternationalen Ruf, sah sich jedoch nach dem Prager Fr\u00fchling starken<br \/>\nRepressionen ausgesetzt. Positiv wirkten sich die (bis zum Bruch 1961)<br \/>\nguten Beziehungen zur Volksrepublik aus, die Ost-Sinologen in den 50ern<br \/>\nl\u00e4ngere Forschungsaufenthalte in China erm\u00f6glichten.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Literatur:<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div>ENO, Robert (2011): <em>Western Sinology and Field Journals<\/em>. [online: www.indiana.edu\/~p374\/c511\/C511_9-Journals.pdf\u200e].<\/div>\n<div>FAIRBANK, John K. (1959): \u201cA Note of Ambiguity: Asian Studies in America\u201d, in <em>The Journal of Asian Studies<\/em> 19:1. S.3-9.<\/div>\n<div>FOGEL, Joshua A. (2012): \u201cJapanese Views of China in Historical Perspective\u201c, in<em> China Heritage Quarterly<\/em> 29. [online: http:\/\/www.chinaheritagequarterly.org\/ tien-hsia.php?searchterm=029_fogel.inc&amp;issue=029].&nbsp;<\/div>\n<div>JONES, David Martin (2001): <em>The Image of China in Western Social and Political Thought<\/em>. New York: Palgrave-Macmillan.<\/div>\n<div>KAMPEN, Thomas (1998): \u201eOstasienwissenschaften in der DDR und in<br \/>\nden neuen Bundesl\u00e4ndern\u201c, in KRAUTH, Wolf-Hagen &amp; Ralf WOLZ (Hrsg.):<br \/>\n <em>Wissenschaft und Wiedervereinigung : Asien- und Afrikawissenschaften im Umbruch<\/em>. Berlin: Akademie-Verlag. S.269-306.<\/div>\n<div>MUELLER, Tim B. (2013): \u201cThe Rockefeller Foundation, the Social Sciences, and the Humanities in the Cold War\u201d, in <em>Journal of Cold War Studies<\/em> 15: 3. S.108-135.<\/div>\n<div>NEWMAN, Robert P. (1992): <em>Owen Lattimore and the \u201cLoss\u201d of China<\/em>. Berkeley: University of California Press.<\/div>\n<div>TWITCHETT, Denis (1964): \u201cComments on the \u201cChinese Studies and the Disciplines\u201d Symposium: A Lone Cheer for Sinology\u201d, in <em>The Journal of Asian Studies<\/em> 24: 1. S. 109-112.<\/div>\n<div>UBEROI, Patricia (1971): \u201cBias in the Study of Modern China in the West\u201d, in <em>China Report<\/em> 7: 45. S. 45-48.<\/div>\n<div>VILTARD, Yves (1996): \u201c\u00c0 quoi servent les sinologues? De la<br \/>\ndifficult\u00e9 d&#8217;\u00eatre sinologue dans les ann\u00e9es soixante aux Etats-Unis\u201d, in<br \/>\n <em>Politix<\/em> 9:36. S.115-140.<\/div>\n<div>ZURNDORFER, Harriet T. (1993): \u201cJESHO and East Asia. Some Remarks on the Evolution of a Field of Study\u201d, in <em>Journal of Economic and Social History of the Orient<\/em> 36. S.183-191.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Bildquellen:<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Bild 1: <a href=\"http:\/\/fc07.deviantart.net\/fs70\/f\/2010\/099\/4\/4\/The_Red_Menace_Is_REAL_by_Hartter.jpg\">http:\/\/fc07.deviantart.net\/fs70\/f\/2010\/099\/4\/4\/The_Red_Menace_Is_REAL_by_Hartter.jpg<\/a><\/div>\n<div>Bild 2: <a href=\"http:\/\/www.cinaoggi.it\/images\/stories\/sigplus\/unione-sovietica-cina\/china-soviet-propaganda-001.jpg\">http:\/\/www.cinaoggi.it\/images\/stories\/sigplus\/unione-sovietica-cina\/china-soviet-propaganda-001.jpg<\/a><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><em>Jason Franz<\/em><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2><a id=\"4\" name=\"4\"><\/a>Wir brauchen die Qualit\u00e4tssicherungsmittel!<\/h2>\n<p>Unter dem Hashtag #IchBrauchDieQSM wird seit einigen Tagen in den<br \/> sozialen Netzwerken \u00fcber die von der Landesregierung geplante<br \/> \u201eUmschichtung von Programmmitteln in die Grundfinanzierung\u201c informiert.<br \/> Umschichtung? Das klingt eigentlich recht unspektakul\u00e4r. Leider betrifft<br \/> diese Umschichtung jedoch die Qualit\u00e4tssicherungsmittel (QSM), die erst<br \/> 2012 nach der Abschaffung der Studiengeb\u00fchren eingef\u00fchrt wurden.&nbsp;<\/p>\n<p>Ihre Aufgabe ist es, die Qualit\u00e4t der Lehre auch nach dem Wegfall der<br \/> Studiengeb\u00fchren, zu sichern. Bislang war es der Landesregierung ein<br \/> besonderes Anliegen, dass die Studierenden mitbestimmen d\u00fcrfen, wof\u00fcr<br \/> diese Mittel verwendet werden. Am Institut f\u00fcr Sinologie wird das<br \/> Mitbestimmungsrecht der Studierenden durch die studentischen Vertreter<br \/> im Fachrat gew\u00e4hrleistet. So werden mithilfe der QSM beispielsweise<br \/> Tutorien und die l\u00e4ngeren \u00d6ffnungszeiten der Bibliothek finanziert.<\/p>\n<p>Die gr\u00fcn-rote Landesregierung plant jedoch, einen Gro\u00dfteil der QSM in<br \/> die Grundfinanzierung der Hochschulen flie\u00dfen zu lassen. Damit w\u00fcrde<br \/> \u00fcber die Mittel nicht mehr von den Instituten und ihren studentischen<br \/> Vertretern verf\u00fcgt, sondern sie w\u00fcrden direkt bei den<br \/> Zentralverwaltungen der Universit\u00e4ten landen. Wenn nun nicht mehr die<br \/> Institute und die Studierenden \u00fcber die Verwendung der Gelder<br \/> entscheiden, sondern eine Zentralverwaltung, die kaum einsch\u00e4tzen kann,<br \/> woran es in den Instituten mangelt, dann ist die Qualit\u00e4t der Lehre<br \/> nicht mehr gesichert.<\/p>\n<p>Eine Petition des B\u00fcndnis \u201e#IchBrauchDieQSM\u201c, die dem<br \/> baden-w\u00fcrttembergischen Landtag vorgelegt werden soll, wurde seit dem<br \/> 23. November bereits mehr als tausendmal unterschrieben.&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00f6chten auch Sie die Petition unterst\u00fctzen, folgen sie bitte diesem <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/landtag-von-baden-w%C3%BCrttemberg-erhalten-sie-die-dezentrale-zweckgebundene-verteilung-der-qualit%C3%A4tssicherungsmittel-qsm-bei-studentischer-mitbestimmung\">Link<\/a>.<\/p>\n<p>Zum Eckpunkteplan der \u201ePerspektive 2020\u201c der Landesregierung geht es <a href=\"http:\/\/mwk.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/pdf\/aktuelle_ausschreibungen\/MINT\/065_PM_Eckpunkte_Perspektive_2020.pdf\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Anna Schiller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Faktionen oder keine Faktionen: das ist hier die Frage! Factions or no factions \u2013 that\u2019s the question! 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