{"id":384,"date":"2015-05-01T12:00:00","date_gmt":"2015-05-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2015\/05\/01\/newsletter-mai-2015-nr-82\/"},"modified":"2026-05-20T18:35:12","modified_gmt":"2026-05-20T17:35:12","slug":"newsletter-mai-2015-nr-82","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2015\/05\/01\/newsletter-mai-2015-nr-82\/","title":{"rendered":"Newsletter Mai 2015 Nr. 82"},"content":{"rendered":"<div id=\"text\">\n<div id=\"text\">\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_SHAN-Ehemaligenfeier:Pod\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\"><\/span><\/span>Oranienburg \u2013 Shanghai \u2013 Washington: Der Ehrenb\u00fcrger Blumenthal<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Michael Blumenthal hat seinen Kreis um<br \/> die Welt geschlossen. In Oranienbrug geboren, war er j\u00fcdischer Emigrant<br \/> in Shanghai, Finanzminister unter Carter, bis 2014 Direktor des<br \/> j\u00fcdischen Museums Berlin. Seine Autobiographie ist 2011 erschienen. Hier<br \/> ein Abriss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#1\"><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_CATS-ZukunftderHeidelber\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\">Die Schweiz Asiens: Bulgan Erdenechuluun zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und der Mongolei<\/span><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl sie der direkte Nachbar Russlands<br \/> und Chinas ist, erh\u00e4lt die Mongolei in ihrer &#8222;Sandwich-Position&#8220;<br \/> zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten von sinologischer Seite nur wenig<br \/> Aufmerksamkeit. Grund genug f\u00fcr SHAN, den Mongolei-Experten Bulgan<br \/> Erdenechuluun zu einem Vortrag einzuladen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#2\"><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Sinologieauschinesischer\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\"><\/span><\/span>&#8222;Und was macht man dann damit?&#8220;: Sinologie in den Beruf mit Petra Thiel<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf diese Frage, die wohl jeder von uns<br \/> gleich nach \u201eWie hei\u00dft du? Und was studierst du?\u201c regelm\u00e4\u00dfig gestellt<br \/> bekommt, hat Petra Thiel eine Antwort gefunden: Als Direktorin des<br \/> Konfuzius Institutes an der Universit\u00e4t Heidelberg arbeitet die<br \/> Heidelberger Absolventin nun im Bereich des Wissenschaftsmanagements.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#3\"><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_SinologischeZukunftsplan\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\">Weltmacht China? Prof. Dr. Anja Senz zu Chinas Rolle in der Weltpolitik<\/span><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist China eine Weltmacht? Dass diese<br \/> Frage nicht mit einem blo\u00dfen &#8222;Ja&#8220; oder &#8222;Nein&#8220; beantwortet werden kann,<br \/> scheint offensichtlich. Aber was bedeutet nun Chinas &#8222;Aufstieg&#8220; f\u00fcr die<br \/> Weltpolitik? Diesen und weiteren Fragen widmete sich ein Vortrag von<br \/> Prof. Dr. Anja Senz im Konfuzius-Institut Heidelberg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#4\"><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_AlterninChinaundDeutschl\" style=\"text-align: justify;\"><span dir=\"ltr\"><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\">Fotowettbewerb: Zeigen Sie uns Chinas und Taiwans sch\u00f6nste Seiten!<\/span><\/span><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Schluss sind Sie gefragt: SHAN sucht<br \/> ihre besten Schnappsch\u00fcsse aus China und Taiwan. Die Gewinnerfotos<br \/> werden bei der diesj\u00e4hrigen Ehemaligenfeier ausgestellt und pr\u00e4miert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#5\"><span class=\"internal-link\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"parent-fieldname-title\"><a id=\"1\" name=\"1\"><\/a>Oranienburg \u2013 Shanghai \u2013 Washington: Der Ehrenb\u00fcrger Blumenthal<\/span><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"NL82_Artikel1\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/195697\" height=\"248\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/blumenthal.jpg\" width=\"194\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>Wenige Tage vor dem Jahrestag des europ\u00e4ischen Kriegsendes<br \/> erhielt der fast neunzigj\u00e4hrige Werner Michael Blumenthal Ende April die<br \/> Ehrenb\u00fcrgerschaft von Berlin. Der 1926 in Oranienburg geborene \u201eSohn<br \/> einer wohlhabenden j\u00fcdischen Familie von Landbankiers\u201c war mit seiner<br \/> Familie im Jahr der Weltwirtschaftskrise (1929) &#8211; wegen des Bankrotts<br \/> der Bank &#8211; nach Berlin gezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 6. April 1939 stiegen die Blumenthals<br \/> am Anhalter Bahnhof in Berlin-Kreuzberg in den Zug, um Deutschland zu<br \/> verlassen; an Bord des japanischen Schiffes Haruna Maru reisten sie dann<br \/> von Neapel nach China. Einen Monat vor ihnen war bereits <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2014\/10\/01\/newsletter-oktober-2014-nr-77\/#2\">das Ehepaar Krips aus Frankfurt<\/a><br \/> \u00fcber Genua nach Shanghai gereist. Am 10. Mai trafen sie in Shanghai ein<br \/> und hatten zun\u00e4chst genug Geld, um im International Settlement zu<br \/> wohnen. Das Familiengl\u00fcck w\u00e4hrte nicht lange: Erst zog die \u00e4ltere<br \/> Schwester aus und bald trennte sich die Mutter vom Vater. In dieser Zeit<br \/> mussten sie auch in das Ghetto im Norden der Stadt (Hongkou) ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als der Krieg in Ostasien im August 1945<br \/> zu Ende ging, konnten die meisten Fl\u00fcchtlinge weder zur\u00fcck- noch<br \/> weiterreisen. Dem jungen Blumenthal gelang schlie\u00dflich (mit seiner<br \/> Schwester) die Fahrt \u00fcber den Pazifik \u2013 er traf am 24. September 1947 in<br \/> San Francisco ein. In Kalifornien konnte er dann arbeiten und sp\u00e4ter<br \/> studieren; er promovierte schlie\u00dflich in Princeton. Er interessierte<br \/> sich f\u00fcr Politik und stand auf der Seite der Demokratischen Partei: \u201eDie<br \/> Erfahrung verbreiteter Armut weckte mein Interesse an den<br \/> Sozialwissenschaften, insbesondere an der \u00d6konomie, und ist der Grund<br \/> daf\u00fcr, dass ich mein Leben lang ein \u00fcberzeugter Sozialliberaler war.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Pr\u00e4sident Carter arbeitete er in<br \/> den sp\u00e4ten siebziger Jahren als Finanzminister. Damals traf er &#8211; unter<br \/> anderem &#8211; Deng Xiaoping und Hua Guofeng.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Blumenthal war von 1997 bis 2014<br \/> Gr\u00fcndungsdirektor des J\u00fcdischen Museums Berlin. Neben der<br \/> Museumst\u00e4tigkeit fand der Direktor noch Zeit, Memoiren zu verfassen, die<br \/> zun\u00e4chst auf Englisch erschienen \u2013 leider ist die deutsche Fassung<br \/> nicht von ihm selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>W. Michael Blumenthal: In achtzig Jahren um die Welt, Berlin, 2011.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Bilder und weitere Informationen finden sie <a href=\"http:\/\/usa.chinadaily.com.cn\/weekly\/2011-11\/04\/content_14035490.htm\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/blog.sina.com.cn\/s\/blog_642f13c70102ee9g.html\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dr. Thomas Kampen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><span id=\"parent-fieldname-title\"><a id=\"2\" name=\"2\"><\/a><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\">Die Schweiz Asiens: Bulgan Erdenechuluun zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und der Mongolei<\/span><\/span><\/span><\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p>\u201eDie Schweiz Asiens\u201c: So bezeichnete der Gastredner Bulgan Erdenechuluun der LMU M\u00fcnchen in seinem Vortrag die Mongolei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>Der geb\u00fcrtige Mongole studierte International Relations an der<br \/> National University der Mongolei, absolvierte ein Jahr an der Tokyo<br \/> University und promoviert nun an der LMU M\u00fcnchen zum Thema<br \/> \u201eMarkterschlie\u00dfung und Markteintrittsbarrieren ausl\u00e4ndischer Investoren<br \/> auf dem mongolischen Markt am Beispiel chinesischer, deutscher und<br \/> japanischer Unternehmen\u201c. Im Institut f\u00fcr Sinologie hielt er nun im<br \/> Rahmen einer von SHAN e.V. organisierten Vortragsreihe zur Mongolei<br \/> einen Vortrag zum Thema \u201eWirtschaftsbeziehungen zwischen der Mongolei<br \/> und der VR China \u2013 Potentiale und Herausforderungen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mongolei brilliere, \u00e4hnlich wie<br \/> die&nbsp; Schweiz,&nbsp; mit einer prosperierenden Wirtschaft und pflege<br \/> zu vielen L\u00e4ndern gute Beziehungen, so der Doktorand der LMU. Neben<br \/> zahlreichen Entwicklungsprojekten der Asian Development Bank und der<br \/> World Bank, sowie unz\u00e4hligen Bauprojekten in der Hauptstadt Ulaanbaatar,<br \/> bestimmen vor allem die beiden Projekte Tavan Tolgoi und Oyu Tolgoi die<br \/> Wirtschaft der von Landflucht gepr\u00e4gten Mongolei. Bei Tavan Tolgoi<br \/> handelt es sich um einen Steinkohletagebau und Oyu Tolgoi bezeichnet ein<br \/> Projekt zu einer gro\u00dfen Kupfer- und Goldlagerst\u00e4tte. Diese beiden<br \/> Projekte sind es vor allem, die die Mongolei f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren<br \/> attraktiv machen. Aber auch die schnell wachsende junge Bev\u00f6lkerung,<br \/> niedrige Produktionskosten, Steuererleichterungen und die geringe Anzahl<br \/> an Konkurrenten sollten zu Investitionen anregen. Bulgan Erdenechuluun<br \/> stellte fest, dass die \u00fcberaus positiven Wachstumsaussichten und der<br \/> hohe Importbedarf andere L\u00e4nder dazu anregen sollten, mit der Mongolei<br \/> Handelsbeziehungen aufzubauen. Vor allem in den vergangenen Jahren ist<br \/> die demokratische Republik an neuen Handelsbeziehungen interessiert,<br \/> weil sie im Bereich der Wirtschaft mehr Unabh\u00e4ngigkeit von China<br \/> anstrebt. Die Volksrepublik stellt derzeit noch den Hauptteil der<br \/> Direktinvestitionen in die Mongolei&nbsp; und importiert bis dato \u00fcber<br \/> dreiviertel der mongolischen Exportg\u00fcter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: right;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"NL82_Artikel2b\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/195700\" height=\"240\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__320_240_e438c95fb2449ab103eba74e45a167df_img_5042.jpg\" width=\"320\"><\/span>Leider<br \/> hat die Mongolei ein gro\u00dfes Problem: Korruption. Allerdings versucht<br \/> die Regierung stark dagegen vorzugehen und kann bereits gro\u00dfe<span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: right;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span> Fortschritte verbuchen: 2011 lag die Mongolei im<br \/> Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) noch auf Platz 120 von 175 L\u00e4ndern,<br \/> 2014 steht sie nur noch auf Platz 80. Der Vortragsredner bem\u00e4ngelte die<br \/> ineffizienten Investitionen in Bildung und das daraus resultierende<br \/> Bildungsniveau. Viele Mongolen studierten im Ausland. Vor allem Russland<br \/> und China buhlten um junge Studenten aus der Mongolei. Aber auch mit<br \/> englischsprachigen L\u00e4ndern&nbsp; lieb\u00e4ugelten mongolische Studenten. Im<br \/> Ausland gut ausgebildete Arbeitskr\u00e4fte sollten eigentlich von Vorteil<br \/> sein, allerdings k\u00e4men viele nicht mehr in die Mongolei zur\u00fcck. Sorge<br \/> bereitet Bulgan Erdenechuluun auch die fortschreitende<br \/> Umweltverschmutzung in seinem Heimatland. Mittlerweile ist 70% des<br \/> Landes von Desertifikation betroffen und rund 30% der Seen seien seit<br \/> den 1990er-Jahren ausgetrocknet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige neuere Entwicklungen bereiten dem<br \/> Doktoranden jedoch Hoffnung: Vergangenes Jahr fand ein trilaterales<br \/> Treffen zwischen Russland, China und der Mongolei im Rahmen der Shanghai<br \/> Cooperation Organization statt. Hierbei wurden die Weichen f\u00fcr eine<br \/> engere wirtschaftliche Kooperation gestellt. So soll der Mongolei<br \/> beispielsweise der Zugang zu russischen und chinesischen H\u00e4fen durch<br \/> F\u00f6rderung des Infrastrukturausbaus erleichtert werden. \u00c4hnlich wie die<br \/> j\u00fcngst in China ausgerufene Devise des \u201eChina Traumes\u201c k\u00f6nnte sich auf<br \/> diesem Wege bald der \u201eMongolei Traum\u201c erf\u00fcllen, so Bulgan Erdenechuluun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Text: Giulia Merker<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Foto: Mariana M\u00fcnning<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><span id=\"parent-fieldname-title\"><a id=\"3\" name=\"3\"><\/a>&#8222;Und was macht man dann damit?&#8220;: Sinologie in den Beruf mit Petra Thiel<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"NL82_Artikel3\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/195701\" height=\"266\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__400_266_7254e81941d94f465af12877ed5eff7b_dsc07519.jpg\" width=\"400\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\">Petra Thiel (l.) mit Mariana M\u00fcnning<\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>&#8222;Und was macht man dann damit?&#8220; Eine Frage, die wohl schon die<br \/> meisten Sinologiestudenten einem ungl\u00e4ubig dreinschauenden Verwandten<br \/> beantworten mussten. Um den skeptischen Blicken beim n\u00e4chsten<br \/> Familientreffen etwas entgegensetzen zu k\u00f6nnen, organisiert das Team<br \/> Unternehmenskontakte von SHAN e.V. Im Rahmen der Reihe \u201eSinologie in den<br \/> Beruf\u201c regelm\u00e4\u00dfig Vortr\u00e4ge bei denen Absolventen der Heidelberger<br \/> Sinologie \u00fcber ihren beruflichen Werdegang sprechen. Zuletzt zeigte<br \/> Petra Thiel, gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des Konfuzius Instituts an der<br \/> Universit\u00e4t Heidelberg, dass ein Sinologiestudium die Basis f\u00fcr eine<br \/> erfolgreiche Karriere sein kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als l\u00e4nderspezifische Kultureinrichtung<br \/> z\u00e4hlt die Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur zu den<br \/> Hauptaufgaben des Konfuzius-Instituts, das mit Mitteln des chinesischen<br \/> Bildungsministeriums gef\u00f6rdert wird. In Heidelberg arbeitet das<br \/> Institut, das als Verein organisiert ist, eng mit der Stadt und der<br \/> lokalen Wirtschaft zusammen, schlie\u00dflich bilden Chinesen in der<br \/> Neckarstadt die gr\u00f6\u00dfte Migrantengruppe. Petra Thiels Aufgabengebiet<br \/> l\u00e4sst sich in den Bereich des Wissenschaftsmanagements einordnen. Als<br \/> Direktorin gestaltet sie die Programme,&nbsp; ihr obliegt die<br \/> Personalf\u00fchrung und Organisation von Gremiensitzungen, die Finanzierung<br \/> und Einwerbung von Drittmitteln, kurzum: Petra Thiel sorgt f\u00fcr einen<br \/> reibungslosen Ablauf auf allen Ebenen des Konfuzius-Instituts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben ihrer Arbeit als gesch\u00e4ftsf\u00fchrende<br \/> Direktorin promoviert Petra Thiel zurzeit am Heidelberger Institut f\u00fcr<br \/> Sinologie. Zur Sinologie kam sie allerdings \u00fcber Umwege: Nach ihrem<br \/> Abitur machte sie zun\u00e4chst eine Ausbildung zur Industriekauffrau. \u201eMeine<br \/> Ausbildung sehe ich heute als Vorteil. Ich habe gelernt, wie ein<br \/> Betrieb funktioniert und wie ein normaler Arbeitsalltag abl\u00e4uft.<br \/> Au\u00dferdem konnte ich dabei schon erste Kontakte nach Asien kn\u00fcpfen\u201c, so<br \/> die Sinologin. W\u00e4hrend ihres Studiums in Heidelberg arbeitete Petra<br \/> Thiel als wissenschaftliche Hilfskraft in der Bibliothek des Instituts<br \/> f\u00fcr Sinologie und als Urlaubsvertretung in mittelst\u00e4ndischen<br \/> Unternehmen. \u201eHiwi-Stellen sind nicht zu untersch\u00e4tzen. Man erh\u00e4lt einen<br \/> Einblick in den Forschungsbetrieb und lernt Professoren und Mitarbeiter<br \/> des Instituts kennen. Kontakte sind eine wichtige Komponente.<br \/> Networking &#8211; sowohl regional als auch international &#8211;&nbsp; ist daher<br \/> ein enorm wichtiger Punkt\u201c, erl\u00e4uterte die Alumna die Bedeutung von<br \/> au\u00dferuniversit\u00e4ren Kenntnissen schon w\u00e4hrend des Grundstudiums.<span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: right;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>\u200b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen ihrer Promotion konnte Petra Thiel lernen, Drittmittelantr\u00e4ge zu formulieren, Projekte selbstst\u00e4nd<span style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: right;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"NL82_Artikel3b\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/195703\" height=\"266\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__400_266_131f6b0a6284c9b1c8dd56a3c1bfdab9_dsc07526.jpg\" width=\"400\"><\/span>ig<br \/> zu leiten und auf internationalen Konferenzen vor vielen Zuh\u00f6rern<br \/> Vortr\u00e4ge zu halten. \u201eIch kann ihnen nur raten, w\u00e4hrend des Studiums die<br \/> Augen offen zu halten und sich selbst auszuprobieren. Durch Konferenzen<br \/> und Austauschprogramme bieten sich viele M\u00f6glichkeiten, auch au\u00dferhalb<br \/> Heidelbergs.\u201c Auch von den Sprachkenntnissen, die Petra Thiel w\u00e4hrend<br \/> ihres Sinologiestudiums erworben hat, profitiert sie bei ihrer Arbeit im<br \/> Konfuzius-Institut: Mit ihren Kollegen kommuniziert sie t\u00e4glich auf<br \/> Chinesisch, Englisch und Deutsch und Antr\u00e4ge muss sie h\u00e4ufig in<br \/> k\u00fcrzester Zeit in mehreren Sprachen verfassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neu waren f\u00fcr die Sinologin bei ihrem<br \/> Berufseinstieg allerdings Themen wie Didaktik, Personalf\u00fchrung oder<br \/> Vereins-, Steuer- und Arbeitsrecht. In mehreren Fortbildungen<br \/> erarbeitete sie sich das n\u00f6tige Wissen auf diesen Gebieten. Auf gewisse<br \/> Weise half ihr jedoch auch hier ihr Studium. \u201eW\u00e4hrend des<br \/> Sinologiestudiums muss man eine Art Kaltschn\u00e4uzigkeit entwickeln und<br \/> sich selbst sagen: \u201aIch mache das jetzt einfach, irgendwie wird es schon<br \/> klappen.\u2019 Vieles muss man sich einfach zutrauen, auch wenn man<br \/> vielleicht denkt, dass man der Stellenausschreibung nicht vollst\u00e4ndig<br \/> entspricht,\u201c machte die Direktorin des Konfuzius-Instituts den<br \/> anwesenden Studenten Mut. So h\u00e4tte Petra Thiels Vortrag sicherlich auch<br \/> den kritischsten Verwandten davon \u00fcberzeugt, dass nach einem<br \/> Sinologiestudium eine erfolgreiche Karriere im Wissenschaftsmanagement<br \/> warten kann.<\/p>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Text: Anna Schiller<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bilder: Heidi Marweg<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<\/div>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><span id=\"parent-fieldname-title\"><a id=\"4\" name=\"4\"><\/a><\/span><span class=\"special\"><span dir=\"ltr\">Weltmacht China? Prof. Dr. Anja Senz zu Chinas Rolle in der Weltpolitik<\/span><\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">I had the pleasure of attending an<br \/> informative lecture from Professor Senz on an increasingly complex and<br \/> multifaceted, if not controversial topic: is China a global superpower?<br \/> This session was hosted by the Confucius Institute at the University of<br \/> Heidelberg as part of the \u201cSinology goes Public\u201d lecture series. Despite<br \/> a Bundesliga game, great barbecue and \u201cbeach weather\u201d, Professor Senz\u2019s<br \/> lecture was extremely well-attended by the general public, members of<br \/> the Confucius Institute as well as fellow students and alumni of the<br \/> Chinese department of the university.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">To begin, Professor Senz reminded the<br \/> audience about the open-ended and multifaceted nature of this issue,<br \/> placing a question mark after the words \u201cworld superpower\u201d. To situate<br \/> this issue in a larger and more general context, she launched with an<br \/> introduction to the controversial and popular nature of this topic. The<br \/> negative press and perception from Western media sources were first<br \/> covered, as well as some of the predominant perceptions of the Western<br \/> public about China: China as the entity that is going to eat the West\u2019s<br \/> lunch, the country that steals industrial technology, the nation that<br \/> stands behind the likes of dictators such as Kim Jong-un, and the<br \/> regional bully that threatens to undermine stability in the Asia<br \/> Pacific.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">To illustrate the strength of the \u201cChina<br \/> threat\u201d narrative in some quarters, Professor Senz used some impressive<br \/> figures and statistics to emphasize some of the fear and mystery<br \/> surrounding the \u201cChina threat\u201d in the minds of many Western observers.<br \/> To lighten the mood and to make a point as well, the professor also<br \/> presented some humourous but significant statistics to illustrate the<br \/> economic place of China in the world (for example, if Walmart were a<br \/> country, it would be China\u2019s sixth biggest trading partner).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">After this poignant and<br \/> thought-provoking introduction, we switched tracks to the more serious<br \/> subject matter at hand. In order to answer the question of \u201cChina, the<br \/> world\u2019s next superpower,?\u201d we delved into defining of the concept<br \/> \u201csuperpower\u201d &#8211; subject matter that usually is overlooked by many. The<br \/> definitions revealed the multifaceted and complex nature of this<br \/> seemingly simple question. The professor used a variety of sources to<br \/> paint various perceptions of the nature of the Chinese \u201csuperpower\u201d,<br \/> pointing to metrics and indexes such as foreign currency reserves,<br \/> involvement at the international level, resource competition as well as<br \/> the presence of Chinese companies in the global market.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">After illustrating China\u2019s economic<br \/> power, the professor explored another aspect of China\u2019s perceived rise:<br \/> she presented an alternative definition and worldview of China\u2019s place<br \/> in the world. Here, we explored the issue of China\u2019s international<br \/> involvement and prestige. The professor provided us with the objections<br \/> from a number of Western scholars of Chinese studies about China\u2019s rise<br \/> as world superpower. A foil to the picture of the economic might of a<br \/> rising China was given: we saw a China that has few friends in its<br \/> neighbours, a large entity that is a passive power with a reactive and<br \/> risk-averse foreign policy.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Further exploring the multifaceted and<br \/> complicated nature of the subject at hand, the professor also brought<br \/> home another point: how does China see itself? By steering clear of the<br \/> approach taken by the Western media sources, i.e. to \u201cother\u201d this<br \/> potential rising superpower, the professor illustrated the perspective<br \/> from the \u201cother\u201d &#8211; that China seems to value the peaceful,<br \/> non-interventionist development of its foreign partners and that it has<br \/> decided to push for more and better dialogue with the world\u2019s current<br \/> prime superpower &#8211; as some would argue, naturally &#8211; the USA &#8211; as well as<br \/> with its neighbours.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Since understanding a potential rival<br \/> goes a long way in constructing helpful dialogue and exploring the issue<br \/> at hand, the professor highlighted China\u2019s interests: economic<br \/> development, domestic stability, a peaceful international environment,<br \/> access to energy and natural resources, as well as its international<br \/> reputation. Naturally, the thorny issue of Taiwanese sovereignty also<br \/> belonged in the above category.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">To conclude, the professor ended with<br \/> some suggestions and solutions: China needs time to adapt to a different<br \/> reality, needs to build domestic capacity, and needs to develop<br \/> understanding on global issues. In other words, a stable and slower<br \/> development would ensure that everyone wins.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Professor Senz presented the complexity<br \/> and the many layers of the question; \u201cChina, the next superpower?\u201d<br \/> cannot be answered with a simple \u201cyes\u201d or \u201cno\u201d. This presentation<br \/> enabled the audience to understand the multifaceted reality surrounding<br \/> China\u2019s perceived rise in the world. The importance of perception was<br \/> raised in this presentation, and I am sure that most of the audience<br \/> left with at least a better understanding of the complex nature of<br \/> China\u2019s perceived rise and threat as a superpower.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aaron Chiang<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 class=\"documentFirstHeading\" style=\"text-align: justify;\"><span id=\"parent-fieldname-title\"><a id=\"5\" name=\"5\"><\/a><\/span>Fotowettbewerb: Zeigen Sie uns Chinas und Taiwans sch\u00f6nste Seiten!<\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\" style=\"text-align: justify;\">Atemberaubende<br \/>\n Landschaften, weltber\u00fchmte Sehensw\u00fcrdigkeiten oder das Besondere im<br \/>\nAllt\u00e4glichen: In China und auf Taiwan finden Hobbyfotografen eine F\u00fclle<br \/>\nan sch\u00f6nen Motiven. Schlummern auch auf Ihrer Festplatte noch<br \/>\nsehenswerte Bilder, die darauf warten, endlich gew\u00fcrdigt zu werden? SHAN<br \/>\n e.V. sucht Ihre besten Reisefotos! Die gelungensten Aufnahmen werden<br \/>\nbei der diesj\u00e4hrigen Ehemaligenfeier ausgestellt und pr\u00e4miert.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie an unserem Fotowettbewerb<br \/>\nteilnehmen m\u00f6chten, schicken Sie einfach eine E-Mail mit ihren Fotos und<br \/>\n der Geschichte dahinter bis zum <strong>15. Juni<\/strong> an <a href=\"mailto:shan@zo.uni-heidelberg.de?subject=SHAN-Fotowettbewerb\">shan@zo.uni-heidelberg.de<\/a>.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Wir freuen uns auf Ihre Bilder und w\u00fcnschen viel Erfolg!<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#Inhalt\"><strong>&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Oranienburg \u2013 Shanghai \u2013 Washington: Der Ehrenb\u00fcrger Blumenthal Michael Blumenthal hat seinen Kreis um die Welt geschlossen. 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