{"id":400,"date":"2015-10-01T12:00:00","date_gmt":"2015-10-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2015\/10\/01\/newsletter-oktober-2015-nr-84\/"},"modified":"2026-05-20T18:35:08","modified_gmt":"2026-05-20T17:35:08","slug":"newsletter-oktober-2015-nr-84","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2015\/10\/01\/newsletter-oktober-2015-nr-84\/","title":{"rendered":"Newsletter Oktober 2015 Nr. 84"},"content":{"rendered":"<div id=\"text\">\n<div id=\"text\">\n<div id=\"text\">\n<div id=\"text\">\n<h2><a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_SHANSchulteam-VonderTheo\">Ein Autounfall in der chinesischen Hauptstadt und die Folgen f\u00fcr Ling Jihua und Hu Jintao<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fahrt mit seinem Ferrari endete f\u00fcr<br \/> einen jungen Chinesen t\u00f6dlich. Nach einer \u00fcberraschend langsamen<br \/> Aufkl\u00e4rung des Unfallhergangs entwickelte sich der Vorfall zu einem<br \/> politischen Skandal.<\/p>\n<p><a href=\"#1\"><strong>&gt;&gt; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_SozialerAbstiegundAufsti\">Buchrezension: Japan Inc. (2011) von Karl Pilny<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Biowaffen, die an Menschen getestet<br \/> werden, Yakuzas, Korruption und Fukushima: Mit diesen brisanten Themen<br \/> besch\u00e4ftigt sich der Politthriller <em>Japan Inc.<\/em> von Karl Pilny, einem deutschen Juristen und Unternehmensberater, der lange Zeit in Japan lebte.<\/p>\n<p><strong><a href=\"#2\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_Territorialkonflikteundz\">TCM: Hokuspokus oder ernstzunehmende Heilmethode?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Podiumsdiskussion, die von der<br \/> Global China Connection organisiert wurde, befasste sich mit der<br \/> wachsenden Popularit\u00e4t der Traditionellen Chinesischen Medizin bei<br \/> deutschen Patienten. Im Fokus der Veranstaltung stand auch die Frage<br \/> nach der wissenschaftlichen Legitimit\u00e4t der chinesischen Heilmethoden.<\/p>\n<p><strong><a href=\"#3\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_WirbrauchendieQualittssi\">Something different: Buck Clayton in Shanghai<\/h3>\n<p>Wer einmal einen Abend im <em>House of Blues and Jazz<\/em> in<br \/> Shanghai verbracht hat, wei\u00df um die gute Qualit\u00e4t der dortigen<br \/> Musikszene. Auch Jazzlegende Buck Clayton spielte schon in der Stadt am<br \/> Huangpu.<\/p>\n<p><a href=\"#4\"><strong>&gt;&gt; Zum Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"1\" name=\"1\"><\/a>Ein Autounfall in der chinesischen Hauptstadt und die Folgen f\u00fcr Ling Jihua und Hu Jintao<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als im Fr\u00fchjahr 2012 in Beijing der<br \/> junge Fahrer eines Ferrari ums Leben kam, wurde wochenlang \u00fcber dessen<br \/> Identit\u00e4t ger\u00e4tselt. Da die Zahl der in Frage kommenden&nbsp;<br \/> Ferraribesitzer \u00fcberschaubar war, \u00fcberraschte die Langsamkeit der<br \/> Aufkl\u00e4rung. Wie zu erwarten, war eine prominente Familie involviert.<br \/> Schlie\u00dflich wurde bekannt gegeben, dass der Fahrer Ling Gu hie\u00df und er<br \/> der Sohn von Ling Jihua und Gu Liping war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ling Jihua war Mitglied des<br \/> Zentralkomitees und geh\u00f6rte damals zu den wichtigsten Vertrauten von<br \/> Staats- und Parteichef Hu Jintao; als noch nicht 60-j\u00e4hriger besa\u00df er<br \/> noch Aufstiegschancen. Im Herbst 2012 fand ein Parteitag statt, Hu gab<br \/> erwartungsgem\u00e4\u00df seine \u00c4mter ab; Lings Aufstieg erfolgte jedoch nicht.<br \/> Der Verkehrsunfall hatte viele Fragen bez\u00fcglich der<br \/> Einkommensverh\u00e4ltnisse der Familie Ling provoziert. Es war Pech f\u00fcr die<br \/> Familie, dass Parteichef Xi Jinping zu dieser Zeit die<br \/> Korruptionsbek\u00e4mpfung zu eine seiner Hauptaufgaben gemacht hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 20. Juli 2015 meldeten die chinesischen Medien schlie\u00dflich den Parteiausschlu\u00df und die Festnahme von Ling Jihua.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Eine ungew\u00f6hnliche Familie<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left; text-align: left;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL84_Artikel1\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/203557\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__250_318_aa249ca82304d3bc21fd33aac99f8dd5_lingjh1.jpg\" style=\"width: 250px; height: 318px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\">Ling Jihua<\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>Im Zusammenhang mit der Aufkl\u00e4rung seines Falls wurden auch<br \/> zahlreiche andere Familienmitglieder untersucht und zum Teil verhaftet.<br \/> Verwirrend war die gro\u00dfe Zahl von Namen und Personen. Die Familie besa\u00df<br \/> urspr\u00fcnglich den seltenen Namen Linghu: einige Personen benutzen diesen<br \/> noch, andere \u2013 vor allem die KP-Mitglieder \u2013 nennen sich einfach Ling.<br \/> Der Vater Linghu Ye, der zur Zeit des Autounfalls schon \u00fcber hundert<br \/> Jahre alt war und in diesem Jahr gestorben ist, hatte viele Kinder,<br \/> darunter die S\u00f6hne Ling Fangzhen, Ling Zhengce, Ling Jihua und Ling<br \/> Wancheng; eine Tochter nennt sich Linghu Luxian. Auch die Mutter Wang<br \/> Liming starb im Fr\u00fchjahr 2015. Der Vater und die meisten Kinder traten<br \/> der KP bei. Der um die Jahrhundertwende h\u00f6chstrangige Politiker namens<br \/> Linghu war Linghu An; er war zehn Jahre \u00e4lter als Ling Jihua, schon 1965<br \/> KP-Mitglied und sp\u00e4ter ZK-Mitglied. Die Verwandschaftsverh\u00e4ltnisse sind<br \/> jedoch unklar. Ein Sohn des fr\u00fch verstorbenen Ling Fangzhen soll von<br \/> Ling Jihua adoptiert worden sein und lebt offenbar in den Vereinigten<br \/> Staaten. Frau Gu Liping soll bei einem Fluchtversuch (nach Japan) in<br \/> Shandong festgenommen worden sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Eine erstaunliche Provinz<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politisch und geographisch ist die<br \/> Angelegenheit auch dadurch interessant, dass die Familie Ling aus der<br \/> nordchinesischen Provinz Shanxi stammt. An sich nichts besonderes, aber<br \/> auch die prominente Familie Bo stammt auch aus Shanxi. Politb\u00fcromitglied<br \/> Bo Xilai, der Sohn des Spitzenpolitikers Bo Yibo, ist vor einigen<br \/> Jahren zu einer Gef\u00e4ngnisstrafe verurteilt worden, ebenso seine Frau <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2012\/12\/01\/newsletter-dezember-2012-nr-67\/#4\">Gu Kailai, die Tochter eines Shanxi-Politikers.<\/a> Eventuell sind durch die langwierigen Untersuchungen der Familie Bo auch Informationen \u00fcber die Familie Ling bekannt geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autounfall war nicht nur f\u00fcr die<br \/> Familie Ling peinlich, sondern auch f\u00fcr Hu Jintao. Ger\u00fcchte besagten,<br \/> dass die Kritik an Ling vor allem von Jiang Zemin und seinen Anh\u00e4ngern<br \/> kam. Jiang war der Vorg\u00e4nger von Hu und besitzt immer noch gro\u00dfen<br \/> Einfluss. Komplizierter wurde die Situation dadurch, dass Jiang den<br \/> Aufstieg des \u2013 inzwischen gest\u00fcrzten \u2013 Sicherheitschefs Zhou Yongkang<br \/> erm\u00f6glicht hatte \u2013 Jiang und Zhou stammen beide aus <a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2012\/10\/01\/newsletter-oktober-2012-nr-65\/#3\">Ostchina<\/a>. Der Skandal hat Hu Jintaos Ansehen geschadet und er wirkt jetzt schon schw\u00e4cher als Ex-Pr\u00e4sident Jiang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im August wurde bekannt, dass Ling<br \/> Wancheng auch in die USA geflohen ist. Xi Jinping, Jiang Zemin und Hu<br \/> Jintao nahmen an der gro\u00dfen Septemberparade teil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>BBC: China charges former president&#8217;s top aide Ling Jihua, 20. 7. 2015.<\/p>\n<p>New York Times (Dan Levin): Top Chinese Official Is Ousted From Communist Party, 20. 7. 2015.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dr. Thomas Kampen<\/em><\/p>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2><a id=\"2\" name=\"2\"><\/a>Buchrezension: Japan Inc. (2011) von Karl Pilny<\/h2>\n<div id=\"parent-fieldname-text\">\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Ostasienwissenschaftler kann es<br \/> manchmal ganz erfrischend sein, zeitgen\u00f6ssische Popul\u00e4rliteratur zu<br \/> Ostasien lesen. Wenn man bedenkt, dass solche Werke die deutschen China-<br \/> und Japan-Bilder vermutlich viel st\u00e4rker pr\u00e4gen als der<br \/> wissenschaftliche Betrieb an den universit\u00e4ren Ostasien-Zentren, kann<br \/> man dieser Literatur ruhig auch als Sinologie-Student mal seine Zeit<br \/> opfern. Das man dabei auch wunderbar prokrastinieren kann, durfte ich<br \/> letztens bei der Lekt\u00fcre des Buches <em>Japan Inc.<\/em> von Karl Pilny erfahren (2011 im Heyne-Verlag erschienen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pilny, ein deutscher Jurist, Sachbuchautor und Unternehmensberater, der lange Zeit in Japan gelebt und gelehrt hat, hat mit <em>Japan Inc.<\/em><br \/> einen Politthriller vorgelegt, um das Thema der<br \/> Vergangenheitsbew\u00e4ltigung in Japan und China f\u00fcr breitere Kreise<br \/> zug\u00e4nglich zu machen (<a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/es-geht-darum-nicht-das-gesicht-zu-verlieren.1013.de.html?dram:article_id=172504\">so Pilny in einem Interview 2011<\/a>).<br \/> Die Story entspinnt sich an dem gescheiterten Prozess gegen einen<br \/> skrupellosen, japanischen Pharmakonzern, den der Protagonist \u2013 ein<br \/> britischer Anwalt, dessen Biografie zahlreiche \u00c4hnlichkeiten mit der von<br \/> Pilny aufweist (au\u00dfer, dass er Brite ist) \u2013 nach Jahren wieder<br \/> aufrollt. Weil er dabei zahlreiche Kontinuit\u00e4ten zwischen der Gegenwart<br \/> und den d\u00fcsteren Zeit des Zweiten Weltkriegs aufdeckt, ger\u00e4t er ins<br \/> Visier der \u201eJapan Inc.\u201c, einem ultrarechten Zusammenschluss von Yakuzas,<br \/> Milit\u00e4rs und Konzernokraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte kreist dabei besonders um<br \/> die Menschenversuche der Einheit 731, die der Pharmakonzern insgeheim<br \/> f\u00fcr die Entwicklung seines Biowaffenprogramms weiter fortsetzt. Pilny<br \/> f\u00fcgt seine Erz\u00e4hlung kontinuierlich an historische Begebenheiten an und<br \/> vermischt dabei Fakt und Fiktion. So wird der fiktive Pharmakonzern<br \/> Kuroi von den fiktiven Nachfahren Shir\u014d Ishiis geleitet, dem<br \/> historischen Kommandanten der Einheit 731, der in historischen<br \/> R\u00fcckblicken auch selbst im Roman auftaucht. \u00c4hnlich wie die Narrativen<br \/> von Verschw\u00f6rungstheorien gewinnt Pilnys Erz\u00e4hlung dadurch eine gr\u00f6\u00dfere<br \/> Plausibilit\u00e4t, befeuert jedoch auch die um das Thema tobenden,<br \/> historischen Kontroversen. Die Sympathien liegen dabei eindeutig und<br \/> relativ unreflektiert auf Seiten Chinas. Bei aller moralischen<br \/> Entr\u00fcstung bleibt beispielsweise das Kalk\u00fcl des chinesischen Regimes<br \/> unbeleuchtet, das die japanischen Kriegsverbrechen seit der 1991\/92<br \/> gestarteten Kampagne zur patriotischen Erziehung propagandistisch<br \/> ausgeschlachtet hat. Dessen ungeachtet gelingt Pilny jedoch in Bezug auf<br \/> Japan, wo eindeutig seine kulturellen Kompetenzen liegen, eine<br \/> eindr\u00fcckliche Skizze der nationalen Identit\u00e4t. W\u00e4hrend es durch<br \/> Erinnerungen und Tagebucheintr\u00e4ge immer wieder R\u00fcckblenden in die<br \/> Vergangenheit gibt, ist die Haupthandlung des Buches in der nahen<br \/> Zukunft (nach 2011) angesiedelt. Dabei ist besonders Pilnys Versuch<br \/> spannend, die Auswirkungen des Fukushima-Schocks zu antizipieren. Sein<br \/> Japanbild scheint dabei allerdings stark der<br \/> Schwert-und-Chrysantheme-Lesart und der Unterscheidung zwischen Scham-<br \/> und Schuldkultur verpflichtet zu sein. Vielleicht \u00fcbertreibt er es etwas<br \/> mit der Psychologisierung, wenn er den \u201eScham-Komplex\u201c als Triebkraft<br \/> f\u00fcr einen Terroranschlag unter falscher Flagge auf das Shanghai World<br \/> Financial Center durch japanische Ultra-Rechte und einen Putschversuch<br \/> des japanischen Milit\u00e4rs herhalten l\u00e4sst. Aber dadurch wird es nat\u00fcrlich<br \/> auch nicht langweilig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was den Lesespa\u00df von<em> Japan Inc.<\/em><br \/> hingegen etwas verdirbt, sind Pilnys holzschnittartige Romanfiguren und<br \/> ihre klischeehaften Liebesbeziehungen. Prinzipiell sprechen und handeln<br \/> alle Charaktere von Anfang bis Ende so, wie es das Drehbuch eines<br \/> Hollywood-Blockbusters vorgeben w\u00fcrde (und vielleicht wird ja aus dem<br \/> Roman mal eins). Pilny reproduziert die kulturellen Stereotypen, die bei<br \/> der Skizzierung von abstrakten Ph\u00e4nomenen wie Mentalit\u00e4ten oder<br \/> Nationalcharakteren unumg\u00e4nglich sind, leider auch in seinen Figuren,<br \/> anstatt diese in ihnen wieder aufzubrechen und ihre G\u00fcltigkeit in der<br \/> Lebenswelt zu relativieren. Andererseits sind aber auch viele der<br \/> Figuren farblose Expats mit kosmopolitischer\/konsumistischer Identit\u00e4t,<br \/> darunter der Protagonist. Und bei diesem handelt es sich keineswegs um<br \/> den straighten Siegertyp. Immer wieder hat er mit Selbstzweifeln und<br \/> Depressionen zu k\u00e4mpfen, die er mit S\u00fcdsee-Kreuzfahrten mit seiner<br \/> Privatyacht bew\u00e4ltigen muss. Und letztendlich entdeckt man dann<br \/> nat\u00fcrlich doch bei allen Figuren einen authentischen, kulturellen Kern \u2013<br \/> ob es sich dabei um den britischen Anwalt, den amerikanischen Colonel<br \/> oder den koreanischen Filmproduzenten handelt \u2013 an den Stellen, in denen<br \/> sie psychologisch wirklich \u00fcberzeugen, scheinen sie alle so wie der<br \/> Autor Deutsche zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Schreibstil wurde ich bis zum<br \/> Ende nicht wirklich warm. Besonders die Dialoge befremden, weil die<br \/> Personen in nahezu jedem Satz den Vornamen ihres Gespr\u00e4chspartners<br \/> aussprechen und fast allesamt offen rassistisch sind (sexistisch<br \/> sowieso). Statt von \u201eJapanern\u201c oder \u201eChinesen\u201c ist die Rede \u00fcberwiegend<br \/> von \u201eJapsen\u201c und \u201eChinaken\u201c (?), \u201eWalfressern\u201c und \u201eReisfressern\u201c, oder<br \/> einfach \u201eSchlitzaugen\u201c. Hier stellt sich wieder die Frage, wie es um die<br \/> von Pilny ge\u00e4u\u00dferten, p\u00e4dagogischen Absichten bestellt ist. Es w\u00e4re<br \/> schon sehr deprimierend, wenn diese Bezeichnungen wirklich notwendig<br \/> w\u00e4ren, um das Thema \u201ebreiteren Kreisen\u201c zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Lesen von <em>Japan Inc. <\/em>bleibt<br \/> bei mir der Gesamteindruck zur\u00fcck, dass das Buch zwar an einigen<br \/> Stellen interessant und unterhaltsam war (insb. wenn es um die <em>Japan Inc. <\/em>geht),<br \/> aber dass ich auf den Durststrecken dazwischen fast verendet w\u00e4re und<br \/> mich besser um meine Hausarbeiten h\u00e4tte k\u00fcmmern sollen. Bleibenden<br \/> Eindruck hat nur das kontrafaktische Szenario eines Putschversuchs durch<br \/> ultra-rechte Kr\u00e4fte in Japan hinterlassen, das Pilny durch dessen<br \/> historische und regionalpolitische Einbettung doch unheimlich<br \/> \u00fcberzeugend gelungen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Jason Franz<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2><a id=\"3\" name=\"3\"><\/a>TCM: Hokuspokus oder ernstzunehmende Heilmethode?<\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\n \/* Font Definitions *\/\n@font-face\n\t{font-family:\"\uff2d\uff33 \u660e\u671d\";\n\tpanose-1:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0;\n\tmso-font-charset:128;\n\tmso-generic-font-family:roman;\n\tmso-font-format:other;\n\tmso-font-pitch:fixed;\n\tmso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;}\n@font-face\n\t{font-family:\"Cambria Math\";\n\tpanose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4;\n\tmso-font-charset:1;\n\tmso-generic-font-family:roman;\n\tmso-font-format:other;\n\tmso-font-pitch:variable;\n\tmso-font-signature:0 0 0 0 0 0;}\n@font-face\n\t{font-family:Cambria;\n\tpanose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4;\n\tmso-font-charset:0;\n\tmso-generic-font-family:auto;\n\tmso-font-pitch:variable;\n\tmso-font-signature:-536870145 1073743103 0 0 415 0;}\n \/* Style Definitions *\/\np.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-unhide:no;\n\tmso-style-qformat:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:Cambria;\n\tmso-ascii-font-family:Cambria;\n\tmso-ascii-theme-font:minor-latin;\n\tmso-fareast-font-family:\"\uff2d\uff33 \u660e\u671d\";\n\tmso-fareast-theme-font:minor-fareast;\n\tmso-hansi-font-family:Cambria;\n\tmso-hansi-theme-font:minor-latin;\n\tmso-bidi-font-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-bidi-theme-font:minor-bidi;}\n.MsoChpDefault\n\t{mso-style-type:export-only;\n\tmso-default-props:yes;\n\tfont-family:Cambria;\n\tmso-ascii-font-family:Cambria;\n\tmso-ascii-theme-font:minor-latin;\n\tmso-fareast-font-family:\"\uff2d\uff33 \u660e\u671d\";\n\tmso-fareast-theme-font:minor-fareast;\n\tmso-hansi-font-family:Cambria;\n\tmso-hansi-theme-font:minor-latin;\n\tmso-bidi-font-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-bidi-theme-font:minor-bidi;}\n@page WordSection1\n\t{size:612.0pt 792.0pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:36.0pt;\n\tmso-footer-margin:36.0pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.WordSection1\n\t{page:WordSection1;}\n-->\n<\/style>\n<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferhalb Chinas greifen bereits 800<br \/> Millionen Patienten auf traditionelle chinesische Heilmethoden zur\u00fcck<br \/> und schon jetzt wird in Deutschland j\u00e4hrlich mehr Geld f\u00fcr fern\u00f6stliche<br \/> Arzneien und Anwendungen ausgegeben als auf dem Gebiet der Gyn\u00e4kologie<br \/> oder der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese erstaunlichen Daten er\u00f6ffneten<br \/> eine von der Global China Connection (GCC) organisierte<br \/> Podiumsdiskussion zum Thema \u201eTradition in der Moderne: Welche Rolle<br \/> spielt die chinesische Medizin im Zeitalter der Globalisierung?\u201c. Die<br \/> Heidelberger Hochschulgruppe GCC hat sich den interkulturellen Austausch<br \/> zwischen China, Deutschland und der Welt auf ihre Fahnen geschrieben.<br \/> In einer Podiumsdiskussion widmete sich die studentisch organisierte<br \/> Gruppe nun dem Thema der traditionellen chinesischen Medizin (TCM),<br \/> ihrem heutigen Stellenwert in China und in Deutschland sowie ihrem<br \/> Verh\u00e4ltnis zur \u201emodernen\u201c westlichen Medizin. An der Diskussion nahmen<br \/> Prof. Henry Johannes Greten, Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr<br \/> Traditionelle Chinesische Medizin, Prof. Michael Wink, Direktor der<br \/> Abteilung Biologie des Instituts f\u00fcr Pharmazie und Molekulare<br \/> Biotechnologie an der Universit\u00e4t Heidelberg und Prof. Wolfgang Eich,<br \/> Spezialist f\u00fcr integrierte Psychosomatik am Zentrum f\u00fcr psychosoziale<br \/> Medizin des Universit\u00e4tsklinikums Heidelberg, teil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Anfang der traditionellen<br \/> chinesischen Medizin liegt im geschichtlichen Dunkel\u201c, erl\u00e4uterte<br \/> Professor Greten zu Beginn des Abends. So l\u00e4gen die Urspr\u00fcnge der<br \/> chinesischen Medizin bereits 6000 bis 7000 Jahre zur\u00fcck. Er zeigte<br \/> au\u00dferdem, dass sich hinter dem bekannten Symbol der Theorie von Yin und<br \/> Yang ein komplexes mathematisches System verberge und chinesische<br \/> Medizin auf mehr beruhe als reinen Placeboeffekten, wie von vielen<br \/> Kritikern behauptet. Au\u00dferdem best\u00fcnden zwischen der chinesischen und<br \/> der griechischen Medizinform, auf der die westliche Idee von Medizin<br \/> beruht, mehr Gemeinsamkeiten als man erwarten m\u00f6ge. So teilen<br \/> beispielsweise beide Modelle ihre Patienten in vier Menschentypen ein.<br \/> \u201eBeide sind Gleichgewichtsmodelle und wollen eine bestimmte Form von<br \/> Harmonie wieder herstellen\u201c, hob Professor Eich hervor. Professor Wink<br \/> stellte zudem \u00c4hnlichkeiten auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde fest.<br \/> So stimmten die verwendeten Heilpflanzen zu 90 Prozent miteinander<br \/> \u00fcberein. Allerdings verbinde die chinesische Medizin Stoffe in fixen<br \/> Kombinationen, w\u00e4hrend in der westlichen Medizin noch heute<br \/> haupts\u00e4chlich sogenannte Monopr\u00e4parte mit nur einem Wirkstoff verwendet<br \/> w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts dieser \u00c4hnlichkeiten<br \/> pl\u00e4dierte Professor Greten daf\u00fcr, die strenge Trennung zwischen<br \/> westlichen und \u00f6stlichen Heilmethoden, wie sie momentan noch in<br \/> Deutschland besteht, abzubauen: \u201eAuch in China werden westliche und<br \/> \u00f6stliche Medizin kombiniert. Jede Medizinform hat ihre Grenzen. Wenn wir<br \/> aber beide miteinander verbinden, haben wir weniger Grenzen. In China<br \/> geht man mit diesem Thema wesentlich unverkrampfter um; da macht man<br \/> einfach, was wirkt.\u201c Von einer willk\u00fcrlichen Kombination der beiden<br \/> Medizinformen riet Professor Eich jedoch vehement ab. \u201eIch warne davor,<br \/> die traditionelle chinesische Medizin zu idealisieren. Sie ist nicht<br \/> ausreichend evident nachgewiesen. Es ist nicht trivial, diese Mittel<br \/> alle miteinander zu kombinieren\u201c, gab der Internist besonders in Bezug<br \/> auf chinesische Medikamente zu bedenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kritische Stimmen konfrontieren die<br \/> westliche Medizin nicht selten mit einer Art Imperialismus-Vorwurf. So<br \/> hinterfragte auch Moderator Eric Lindberg kritisch, ob die westliche<br \/> Medizin nicht manchmal von sich selbst behaupte, den h\u00f6heren<br \/> Wahrheitsanspruch zu haben. \u201eWissenschaft ist ein Wettbewerb der Ideen.<br \/> Leider blockieren manchmal wirtschaftliche Interessen und Ideenkriege<br \/> den Blick auf das Ganze\u201c, entsch\u00e4rfte Professor Gretel den Vorwurf an<br \/> die westliche Medizin. Nicht wissenschaftliche \u00dcberheblichkeit, sondern<br \/> das \u00f6konomische Interesse der Krankenkassen bestimme, welche<br \/> Behandlungen akzeptiert w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland und China sind es heute<br \/> besonders die Eliten, die sich traditionellere Heilmethoden<br \/> zur\u00fcckw\u00fcnschen. Auch Professor Eich r\u00e4umte ein, dass immer mehr<br \/> Patienten vermeintlichen \u201eChemie-Medikamenten\u201c der westlichen Medizin<br \/> kritisch gegen\u00fcberstehen. \u201eViele Patienten suchen dort Hilfe. Die<br \/> westliche Medizin ist aber ein Akt der Ehrlichkeit. Wir sind eine<br \/> systematische Wissenschaft, die ihre Nebenwirkungen offen legt und jeden<br \/> Stoff erforscht. Da hat es der chinesische Mediziner einfacher: Er legt<br \/> die Hand auf, kann sich Zeit nehmen und ist nicht rechtlich gebunden\u201c,<br \/> so der Heidelberger Experte f\u00fcr Psychosomatik. Auch Professor Wink<br \/> betonte, dass einige Probleme auf dem Gebiet der Qualit\u00e4tskontrolle noch<br \/> ungel\u00f6st seien. \u201eViele Patienten glauben, chinesische Medikamente<br \/> h\u00e4tten mit Chemie nichts zu tun. Aber wenn sie nicht als Placebo wirken,<br \/> dann ist es auch nur eine normale Wirkstoffkette\u201c, kl\u00e4rte der Fachmann<br \/> f\u00fcr Arzneipflanzen auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er blickt jedoch optimistisch in die<br \/> Zukunft der chinesischen Medizin. In China werde die traditionelle<br \/> chinesische Medizin bereits mit naturwissenschaftlichen Methoden<br \/> erforscht. Basis hierf\u00fcr seien die zahlreichen chinesischen<br \/> Medizinstudenten, die mit ihren im Ausland erworbenen Kenntnissen in<br \/> ihre Heimat zur\u00fcckkehren. \u201eHier sehe ich gro\u00dfe Chancen. In China wird<br \/> bereits an vielen Stellen besonders von jungen Medizinern Forschung auf<br \/> diesem Gebiet betreiben\u201c, so der Professor f\u00fcr Pharmazeutische Biologie.<br \/> Auch Professor Gretel ist \u00fcberzeugt davon, dass sich die chinesische<br \/> Medizin dauerhaft in unserem Gesundheitssystem etablieren wird: \u201eDiese<br \/> Entwicklung l\u00e4sst sich nicht mehr umkehren; die traditionelle<br \/> chinesische Medizin ist schon da.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Anna Schiller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2><a id=\"4\" name=\"4\"><\/a>Something different: Buck Clayton in Shanghai<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left; text-align: left;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL84_Artikel4\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/203554\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/clayton2.jpg\" style=\"width: 299px; height: 240px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\">Clayton mit Band<\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>K\u00fcrzlich sah ich eine Jazz CD, die mit dem Titel \u201eOne O\u2019Clock<br \/> Jump\u201c beginnt. Zu den Musikern geh\u00f6rten neben Count Basie (1904-1984)<br \/> auch Lester Young (1909-1959) und Buck Clayton. Bemerkenswert ist das<br \/> Aufnahmedatum: 7. Juli 1937 \u2013 der Tag, der als Beginn des (2.)<br \/> Chinesisch-Japanischen Krieges angesehen wird. Der nahende Krieg war ein<br \/> Grund f\u00fcr die R\u00fcckkehr Buck Claytons nach Amerika, er hatte n\u00e4mlich<br \/> vorher in Shanghai gespielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u2013 im chinesischen Revolutionsjahr \u2013<br \/> 1911 in Kansas geborene Wilbur \u201eBuck\u201c Clayton war der bekannteste<br \/> amerikanische Jazztrompeter, der in den drei\u00dfiger Jahren in Shanghai<br \/> spielte. Da beide Eltern Musiker waren (und auch sangen) waren die<br \/> Voraussetzungen f\u00fcr eine Musikerkarriere g\u00fcnstig; ungew\u00f6hnlich war, da\u00df<br \/> sein Vater auch als Journalist t\u00e4tig war und seine Mutter als Lehrerin<br \/> arbeitete. Dies war vielleicht ein Grund daf\u00fcr, da\u00df Clayton zu den<br \/> wenigen Jazzmusikern geh\u00f6rte, die Memoiren schrieben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><u>Abreise<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den fr\u00fchen drei\u00dfiger Jahren traf<br \/> Clayton in Kalifornien Duke Ellington (1899-1974). Dort suchte gerade<br \/> ein anderer Musiker namens Teddy Weatherford (1903-1945), der aus China<br \/> kam, neue Bandmitglieder f\u00fcr Shanghai. Da dies die Zeit der gro\u00dfen<br \/> amerikanischen Wirtschaftskrise war, gewannen pl\u00f6tzlich ausl\u00e4ndische<br \/> Auftritte an Attraktivit\u00e4t; so sagten Clayton und einige Kollegen zu.<br \/> Dazu geh\u00f6rte auch eine S\u00e4ngerin, die Clayton vor der Abreise noch<br \/> heiratete &#8211; Duke Ellington ist auf dem Hochzeitsphoto zu sehen. (Die Ehe<br \/> \u00fcberstand das Shanghai-Abenteuer nicht.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px; float: left;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL84_Artikel4b\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/203555\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__300_509_6a19ba7a2fef67d4868462d9735eb6e2_canidrom.jpg\" style=\"width: 300px; height: 509px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>Schon vor den Amerikanern hatten philippinische und russische<br \/> Jazzmusiker in Shanghai gespielt, waren aber nicht so hoch angesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Shanghai spielten &nbsp;Buck Clayton<br \/> und die \u201eHarlem Gentlemen\u201d zun\u00e4chst im Canidrome Ballroom: \u201eOn our<br \/> opening night Madame Chiang Kai-shek was there. [\u2026] She was with her<br \/> sister, who insisted on learning tap-dancing.\u201c (Dies waren offenbar Song<br \/> Meiling und Song Ailing.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter wechselten sie zum Casa Nova<br \/> Ballroom, hier begannen sie auch, aktuelle chinesische Lieder zu<br \/> spielen. Nach einigen Monaten l\u00f6ste sich die Gruppe langsam auf,<br \/> einzelne Musiker kehrten in die USA zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>R\u00fcckkehr<\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Claytons Ankunft in Kalifornien<br \/> reiste er bald nach New York; nun folgten seine ersten Radio- und<br \/> Schallplattenaufnahmen mit Count Basie, Lester Young und Billie Holiday<br \/> (1915-1959). Nach dem Krieg spielte er auch in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1986 wurde das Buch <em>Buck Clayton\u2019s Jazz World<\/em> ver\u00f6ffentlicht; der Musiker starb 1991.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Jahr wurde Billie Holidays<br \/> hundertster Geburtstag gefeiert, in diesem Zusammenhang wurde Clayton<br \/> auch h\u00e4ufig erw\u00e4hnt. Auf den DVDs \u201eThe Story of Jazz\u201c (2011) und \u201cLady<br \/> Day \u2013 The many faces of Billie Holiday\u201d (2011) gibt es auch Aufnahmen<br \/> von Buck Clayton, Count Basie, Lester Young und Billie Holiday.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Buck Clayton: <em>Buck Clayton\u2019s Jazz World<\/em>, Houndmills, 1986.<\/p>\n<p>Lester Young: Lester\u2019s Be-Bop Boogie (CD).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dr. Thomas Kampen<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Ein Autounfall in der chinesischen Hauptstadt und die Folgen f\u00fcr Ling Jihua und Hu Jintao Die Fahrt mit seinem Ferrari endete f\u00fcr einen jungen Chinesen t\u00f6dlich. 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