{"id":469,"date":"2016-12-01T12:00:00","date_gmt":"2016-12-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2016\/12\/01\/newsletter-dezember-2016-nr-89\/"},"modified":"2026-05-20T18:34:57","modified_gmt":"2026-05-20T17:34:57","slug":"newsletter-dezember-2016-nr-89","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2016\/12\/01\/newsletter-dezember-2016-nr-89\/","title":{"rendered":"Newsletter Dezember 2016 Nr. 89"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"Inhalt\" name=\"Inhalt\">INHALT<\/a><\/h2>\n<h3 id=\"anker_DietschechischenJournali\">Die tschechischen Journalisten Otto Heller (1897-1945) und Egon Erwin Kisch (1885-1948) im Fernen Osten<\/h3>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm\">China zog auch die beiden<br \/> tschechischen, deutschsprachigen Journalisten Egon Erwin Kisch &#8211; auch<br \/> heute noch bekannt als \u201erasender Reporter\u201c &#8211; und Otto Heller, an. Ein<br \/> Bericht von Dr. Thomas Kampen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#1\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_WeitemeyerundWueindeutsc\">Weitemeyer und Wu \u2013 ein deutsch-chinesisches Paar in G\u00f6ttingen, Moskau und Shanghai<\/h3>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm\">Auch das Schicksal von Irene<br \/> Weitemeyer und Wu Zhaogao zeigt, welche Auswirkungen die globalen<br \/> politisch-ideologischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts auf den<br \/> Lebensweg einzelner Menschen haben konnten. Von Dr. Thomas Kampen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#2\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h3 id=\"anker_WiekanneinChina-Austausc\">Wie kann ein China-Austausch nachhaltig gestaltet werden?<\/h3>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"margin-bottom: 0cm\">Das SHAN-Schulteam engagiert<br \/> sich auch im Austausch zwischen chinesischen und deutschen Schulen, hier<br \/> zwischen Mannheim und Shanghai sowie Heidelberg und Danyang. Ein<br \/> Bericht von Leah Kunkel und Emily Graf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#3\">&gt;&gt; Zum Artikel<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"1\" name=\"1\">Die tschechischen Journalisten Otto Heller (1897-1945) und Egon Erwin Kisch (1885-1948) im Fernen Osten<\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px;\"><\/span><\/span><br \/> <br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px 0px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel1a\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243010\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/nl89_artikel1a.jpg\" style=\"width: 202px; height: 278px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px 0px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel1b\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243011\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__411_278_d2d2ffaa11e7139577e1263ac62360f2_nl89_art.jpg\" style=\"width: 411px; height: 278px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>\u200b<br style=\"clear: both;\"><br \/> Im deutschsprachigen Raum geh\u00f6rten Otto Heller und Egon Erwin Kisch in<br \/> der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten tschechischen<br \/> Journalisten. Nach 1949 wurde Kisch in der DDR in gro\u00dfen Auflagen immer<br \/> wieder nachgedruckt, Heller dagegen ignoriert; f\u00fcr die BRD waren beide<br \/> Autoren zu links, erst mit der Studentenbewegung wuchs zumindest das<br \/> Interesse an Kisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kisch war der \u00e4ltere, erfolgreichere und<br \/> ber\u00fchmtere und hatte in schwierigen Situationen oft Gl\u00fcck; Heller<br \/> geriet oft in Schwierigkeiten, wurde w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs<br \/> mehrfach inhaftiert und starb schlie\u00dflich \u2013 noch vor Kriegsende &#8211; im<br \/> M\u00e4rz 1945. Das Leben der beiden zeigt dennoch auffallend viele<br \/> Gemeinsamkeiten, die nicht nur mit gleicher Herkunft, Sprache und<br \/> politischer Orientierung zusammenh\u00e4ngen, sondern auch mit ihren Reisen<br \/> und daraus resultierenden Publikationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide lebten in Deutschland und in der<br \/> Sowjetunion, beide nahmen am Spanischen B\u00fcrgerkrieg teil und beide<br \/> reisten in den Fernen Osten. Ihre Werke erschienen in den gleichen<br \/> Verlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_Der50.Geburtstag\" style=\"text-align: justify;\">Der 50. Geburtstag<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fr\u00fchjahr 1935 ver\u00f6ffentlichte die Zeitschrift <em>Neue deutsche Bl\u00e4tter<\/em><br \/> ein Sonderheft f\u00fcr Egon Erwin Kisch, da dieser 50 wurde. Die Titelseite<br \/> zeigt, dass diese eine Exilzeitschrift war, die in<br \/> Prag-Wien-Z\u00fcrich-Paris-Amsterdam erschien, die meisten Autoren waren<br \/> Deutsche. Zur Redaktion geh\u00f6rte Anna Seghers, die in Heidelberg<br \/> Sinologie studiert hatte und dann als Schriftstellerin in Berlin lebte,<br \/> wo sie Kisch kennen lernte. Da sie selbst damals noch nicht nach China<br \/> reisen konnte, hatte sie gro\u00dfes Interesse an journalistischen<br \/> Reiseberichten \u00fcber Ostasien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Otto Heller schrieb in dem Heft: \u201eDas<br \/> letzte Mal trafen wir uns am Bahnhof von Z\u00fcrich, das vorletzte Mal am<br \/> Bahnhof in Chabarowsk. Du kamst damals aus China, ich fuhr nach<br \/> Wladiwostok. Deutschland \u201aregierte\u2018 bereits Herr von Papen. Es war ein<br \/> tr\u00fcber fern\u00f6stlicher Sp\u00e4tsommertag, regnerisch, neblig, wir \u00e4rgerten uns<br \/> beide \u00fcber Zugversp\u00e4tungen. Das seltsamste aber war, dass wir uns gar<br \/> nicht dar\u00fcber wunderten, wo wir uns trafen. Es war beinahe eine<br \/> Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Es ist alles was Du schreibst und erz\u00e4hlst, so<br \/> selbstverst\u00e4ndlich, es wirkt oft anekdotisch, ohne es zu sein.\u201c (S. 282)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da beide Autoren Mitglieder von<br \/> kommunistischen Parteien waren, wurden die Ostasienreisen vermutlich<br \/> irgendwie von sowjetischer Seite gef\u00f6rdert, unterst\u00fctzt oder angeordnet \u2013<br \/> hierzu gibt es aber kaum Informationen. Allerdings ist bekannt, dass<br \/> beide Journalisten in Berlin den Chinesen Xie Weijin kannten, der ihnen<br \/> bei der Vorbereitung der Reisen half; dieser war sp\u00e4ter auch in Spanien.<br \/> (<a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/06\/01\/newsletter-juni-2008-nr-23\/#3\">https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2008\/06\/01\/newsletter-juni-2008-nr-23\/#3<\/a>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hellers Text bezieht sich auf das Jahr<br \/> 1932, Kisch war im Fr\u00fchjahr nach China gereist &#8211; er war im M\u00e4rz in<br \/> Tschita, im Mai in Shanghai (wo er Ursula Hamburger und Agnes Smedley<br \/> traf) und danach in Peking und Nanking; im Herbst verfa\u00dfte er das Buch <em>China geheim<\/em> und ver\u00f6ffentlichte es zum Jahresende in Deutschland. Heller publizierte 1932 <em>Das Geheimnis der Mandschurei <\/em>und <em>Wladi Wostok: Der Kampf um den Fernen Osten<\/em>.<br \/> Der politische Hintergrund und das Hauptinteresse der Sowjetunion war<br \/> die japanische Expansion in der Mandschurei und in benachbarten Regionen<br \/> nahe der sowjetischen Grenze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Flucht aus Deutschland gingen<br \/> Heller und Xie in die Schweiz, Kisch und Seghers nach Frankreich, beide<br \/> landeten schlie\u00dflich in Mexiko und kehrten nach dem Krieg nach Europa<br \/> zur\u00fcck. (Seghers reiste mit einer DDR-Delegation in den f\u00fcnfziger Jahren<br \/> zum ersten und einzigen Mal nach China.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_PS\" style=\"text-align: justify;\">PS<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedrich (Friedrich) Kisch, ein Bruder<br \/> von Egon, war Arzt und nahm ebenfalls am Spanischen B\u00fcrgerkrieg teil;<br \/> danach reiste er mit anderen \u00c4rzten nach China, um den Kampf gegen Japan<br \/> zu unterst\u00fctzen, er starb 1968.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(<a href=\"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/07\/01\/newsletter-juli-2010-nr-44\/#4\">https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2010\/07\/01\/newsletter-juli-2010-nr-44\/#4<\/a>&nbsp;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Thomas Kampen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><a id=\"2\" name=\"2\">Weitemeyer und Wu \u2013 ein deutsch-chinesisches Paar in G\u00f6ttingen, Moskau und Shanghai<\/a><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Vor 110 Jahren wurde im Raum G\u00f6ttingen Irene Weitemeyer geboren; im<br \/> gleichen Jahr kamen (einige Monate vor ihr) in Berlin Ruth Werner und \u2013<br \/> weiter \u00f6stlich \u2013 Anna Wang zur Welt. Alle drei lebten in den drei\u00dfiger<br \/> Jahren in China und in den sechziger Jahren wieder in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Irene Weitemeyer sind jedoch im<br \/> Gegensatz zu den anderen Damen keine B\u00fccher bekannt, daher ist es auch<br \/> schwierig, ihr Leben zu rekonstruieren. Eine Gemeinsamkeit der drei ist,<br \/> dass sie fr\u00fch heirateten und sich auch fr\u00fch wieder von ihren Gatten<br \/> trennten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel2a\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243007\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/nl89_artikel2a.jpg\" style=\"width: 153px; height: 220px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>\u200b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_ChinesischeStudenten\" style=\"text-align: justify;\">Chinesische Studenten<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 1899 geborene chinesische Student Wu<br \/> Zhaogao (Wu Chao-kao) traf in den fr\u00fchen zwanziger Jahren in G\u00f6ttingen<br \/> ein und studierte dort Mathematik. Er lernte offenbar schon bald die<br \/> damals noch recht junge Irene kennen, beide hatten Kontakt zur KPD. Der<br \/> Chinese benutzte auch schon fr\u00fchzeitig den Namen Wu Jianxi (Wu<br \/> Chien-hsi); in verschiedenen Dokumenten taucht er auch als Wu Shao kao,<br \/> Wu Chao-kao und Wu Chao-kuo auf, wobei unklar ist, ob er selbst oder<br \/> andere die Varianten erfunden haben. Die sp\u00e4tere Gattin nannte sich<br \/> vor\u00fcbergehend Weitemeyer-Wu, wurde aber auch irrt\u00fcmlich als Wedemeier<br \/> und Wiedemeyer bezeichnet. Da sie sp\u00e4ter f\u00fcr die Sowjetunion arbeiteten,<br \/> bekamen sie auch noch russische Namen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herr Wu war einer von vielen<br \/> chinesischen Studenten in G\u00f6ttingen &#8211; die Stadt geh\u00f6rte in den zwanziger<br \/> Jahren zu den beliebtesten Studienorten in Deutschland. Die<br \/> bekanntesten waren Zhu De, der sp\u00e4tere Gr\u00fcnder der Roten Armee, und Xie<br \/> Weijin, der zwanzig Jahre in Europa verbrachte und am Spanischen<br \/> B\u00fcrgerkrieg teilnahm. Zhu und Xie hatten chinesische Freundinnen, die<br \/> beide etwa 1925 Kinder bekamen, sie waren zu der Zeit allerdings nicht<br \/> mehr in G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber Irene, mit der sie in Shanghai<br \/> zusammen arbeitete, schrieb Ruth Werner: sie \u201e.hatte ihr Kind in Moskau<br \/> zur\u00fcckgelassen und sehnte sich nach der Tochter, die noch nicht zwei<br \/> Jahre alt war. [\u2026] Von ihrem eigenen Kind sprach sie erst, nachdem sie<br \/> die Nachricht von seinem Tode erhalten hatte. Es war an einer<br \/> Gehirnhautentz\u00fcndung gestorben.\u201c Au\u00dferdem steht auf der gleichen Seite<br \/> eine Beschreibung der Freundin: \u201eSommersprossen auf wei\u00dfer Haut,<br \/> milchigblaue Augen und rotes widerspenstiges Haar\u201c (S.74). Auf Photos<br \/> sieht man, dass sie recht klein war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herr Wu ist auf mehreren Bildern der<br \/> zwanziger und fr\u00fchen drei\u00dfiger Jahre zu sehen, immer mit Brille, meist<br \/> mit Hut. (In Moskau hatten in den sp\u00e4ten zwanziger Jahren wohl beide f\u00fcr<br \/> die Kommunistische internationale gearbeitet.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_InShanghai\" style=\"text-align: justify;\">In Shanghai<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ruth Werner reiste im Juli 1930 (mit<br \/> ihrem Mann) mit dem Zug nach China. Ihre Freundin, die offenbar im<br \/> gleichen Jahr geheiratet hatte, reiste wohl im August oder September.<br \/> Irene soll im Herbst \u2013 vermutlich im November \u2013 eine Buchhandlung in<br \/> Shanghai er\u00f6ffnet haben. Ein halbes Jahr vor Ruth Werner war schon der<br \/> Agent Richard Sorge in der Stadt eingetroffen, f\u00fcr diesen arbeitete Herr<br \/> Wu. (Schon im Jahr davor war die amerikanische Journalistin Agnes<br \/> Smedley von Berlin \u00fcber Moskau nach China gereist \u2013 alle Genannten<br \/> hatten in Shanghai mit ihr Kontakt.) Anfang der drei\u00dfiger Jahre waren<br \/> auch einige KPD-Funktion\u00e4re in der Stadt, darunter die Herren Eisler,<br \/> Ewert und Stern; Ruth Werner war schon in Berlin Parteimitglied<br \/> geworden. Die beiden Frauen arbeiteten vor\u00fcbergehend gemeinsam im<br \/> Buchladen und hatten Kontakt mit Agnes Smedley, Song Qingling und dem<br \/> Schriftsteller Lu Xun. Die \u00d6sterreicherin Ruth Weiss, die 1933 in<br \/> Shanghai eintraf, erw\u00e4hnt in ihren Memoiren Herrn und Frau Wu, wusste<br \/> aber \u00fcber diese nicht viel (S.82).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_DieAbreise\" style=\"text-align: justify;\">Die Abreise<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende 1932 und in den ersten Monaten des<br \/> Jahres 1933 waren viele ausl\u00e4ndische Kommunisten in Shanghai von<br \/> Verhaftung bedroht und verliessen die Stadt. Sorge, Ruth Werner, Agnes<br \/> Smedley und Irene Wu hielten sich vor\u00fcbergehend in der Sowjetunion auf.<br \/> Sorge ging dann nach Japan, Ruth Werner in die Mandschurei; Agnes und<br \/> Irene kehrten nach Shanghai zur\u00fcck, wo die Buchh\u00e4ndlerin an anderer<br \/> Stelle einen neuen Laden er\u00f6ffnete. 1935 gab es eine neue<br \/> Verhaftungswelle \u2013 Irene und Ruth verliessen das Land endg\u00fcltig. Herr Wu<br \/> ging dagegen von Shanghai nach Peking, \u00e4nderte seinen Namen und<br \/> profilierte sich als Akademiker \u2013 unklar ist, ob er dort noch weiter f\u00fcr<br \/> den Spionagering arbeitete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_Nachkriegszeit\" style=\"text-align: justify;\">Nachkriegszeit<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Krieg lebte Wu in der<br \/> Volksrepublik China und war als Wissenschaftler, Universit\u00e4tsrektor,<br \/> Verlagschef und \u00dcbersetzer t\u00e4tig; er hatte zwar gute Posten, wurde aber<br \/> kein Spitzenpolitiker, \u00fcber seine Spionagevergangenheit wurde bis zu<br \/> seinem Tod (1973) nichts bekannt. Irene hatte in den drei\u00dfiger Jahren<br \/> zun\u00e4chst noch in Moskau gearbeitet, wurde aber \u2013 wie viele damals \u2013<br \/> inhaftiert. Sie durfte 1955 in die Bundesrepublik ausreisen und<br \/> verbrachte vermutlich ihre letzten Lebensjahre nahe ihres Geburtsorts,<br \/> sie soll 1978 gestorben sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_PS:_1\" style=\"text-align: justify;\">PS:<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein interessanter, aber wenig bekannter<br \/> Aspekt der Familiengeschichte ist die Tatsache, dass Wu einen j\u00fcngeren<br \/> Bruder hatte, der in den zwanziger Jahren in Amerika studierte. Zu<br \/> dieser Zeit versuchten sowohl Wu als auch Irene den Bruder (in<br \/> getrennten Briefen) f\u00fcr den Kommunismus zu begeistern. Auch der j\u00fcngere<br \/> Bruder lebte sp\u00e4ter in der VR, starb aber recht fr\u00fch. Die Br\u00fcder<br \/> stammten aus der Provinz Henan. In neueren Texten aus der VR wird auch<br \/> noch ein dort lebender Sohn von Wu Zhaogao erw\u00e4hnt, was auf eine weitere<br \/> Ehe schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> &nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_Literatur:\" style=\"text-align: justify;\">Literatur:<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ruth Werner: <em>Sonjas Rapport, <\/em>Berlin, 1977.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">J. &amp; S. MacKinnon: <em>Agnes Smedley, <\/em>Z\u00fcrich, 1989.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ruth Weiss: <em>Am Rande der Geschichte, <\/em>Osnabr\u00fcck, 1999.<\/p>\n<h5 id=\"anker_EinebersetzungvonWu:\" style=\"text-align: justify;\">Eine \u00dcbersetzung von Wu:<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cunow, Heinrich: <em>Jing ji tong shi <\/em>\u7d93\u6fdf\u901a\u53f2 (<em>Allgemeine Wirtschaftsgeschichte) <\/em><em>\/ <\/em>H.<br \/> Cunow zhu H. Cunow\u8457. Wu Jue xian yi \u5434\u89ba\u5148\u8b6f. &#8211; Chu ban \u521d\u7248. Shang hai \u4e0a\u6d77 :<br \/> Shang wu yin shu guan \u5546\u52d9\u5370\u66f8\u9928,&nbsp;Minguo 25 [1936]. &#8211; 2, 2, 24, 770 S.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 0px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel2b\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243008\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/nl89_artikel2b.jpg\" style=\"width: 350px; height: 350px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>\u200b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Thomas Kampen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n<h2 id=\"anker_WiekanneinChina-Austausc_1\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"3\" name=\"3\">Wie kann ein China-Austausch nachhaltig gestaltet werden?<\/a><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 id=\"anker_Schulteam-MitgliedLeahKu\" style=\"text-align: justify;\">Schulteam-Mitglied Leah Kunkel begleitet Sch\u00fcleraustausch des Feudenheim-Gymnasiums nach Shanghai<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px 0px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel3a\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243009\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/nl89_artikel3a.png\" style=\"width: 100%;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>\u200b<br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200bVom 20. Oktober bis zum 4. November letzten Jahres hatte ich die<br \/> spannende Gelegenheit, als Betreuerin Teil eines China-Austausches zu<br \/> werden und f\u00fcr zwei Wochen nach China zu reisen. Obgleich ich schon seit<br \/> 2011 am Institut f\u00fcr Sinologie Chinesisch studiere, war dies auch meine<br \/> erste Reise in die Volksrepublik, daher war ich auf diese Reise<br \/> nat\u00fcrlich besonders gespannt. Seit 2005 findet j\u00e4hrlich zwischen dem<br \/> Feudenheim-Gymnasium Mannheim (FGM) und der Shanghai World Foreign<br \/> Language Middle School (WFLMS) in Shanghai ein solcher China-Austausch<br \/> statt. Unsere Gruppe bestand aus insgesamt 15 Sch\u00fcler\/innen des FGM<br \/> unterschiedlichster Klassenstufen, Herrn Elvers (Deutsch- und<br \/> Ethik-Lehrer am FGM und Organisator des Austausches) und mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Programm bestand aus zwei Teilen. In<br \/> der ersten Woche standen der Schulunterricht an der WFLMS und der<br \/> Aufenthalt in den Gastfamilien der Sch\u00fcler\/innen auf dem Plan. Nachdem<br \/> wir von der Schule vor Ort in einer kurzweiligen Abschiedsfeier<br \/> verabschiedet worden waren, begaben wir uns dann in der zweiten Woche<br \/> auf eine Studienfahrt in die alte chinesische Hauptstadt Xi&#8217;an, die den<br \/> zweiten Teil unserer Reise bildete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Reise nach China begann am<br \/> Frankfurter Flughafen mit dem Kennenlernen unserer Gruppe. Mir war<br \/> einerseits bewusst, dass die kommende Fahrt viel Verantwortung verlangen<br \/> w\u00fcrde, andererseits war ich sehr gespannt und freute mich auf die<br \/> Reise. Mit den Sch\u00fcler\/innen verstand ich mich von Anfang an gut &#8211; bei<br \/> Fragen oder Problemen hatten sie keine Hemmungen, auf mich zuzukommen.<br \/> Im Laufe unserer ersten Woche begleitete ich die Sch\u00fcler\/innen in den<br \/> Unterricht und konnte dadurch einen interessanten Einblick in das<br \/> chinesische Bildungssystem gewinnen. Vor allem den Austausch mit<br \/> chinesischen Lehrer\/innen der Partnerschule empfand ich als sehr<br \/> informativ, da diese nicht nur \u00fcber die Organisation der Schule, sondern<br \/> auch \u00fcber ihre eigene berufliche Laufbahn berichteten. Auf der<br \/> anschlie\u00dfenden Studienfahrt in Xi&#8217;an lernten die Sch\u00fcler\/innen viel \u00fcber<br \/> die chinesische Kultur, und auch ich konnte mein theoretisches Wissen<br \/> aus dem Studium durch die Alltagspraxis und die einpr\u00e4gsamen<br \/> Reiseerlebnisse erweitern. Im Laufe des Besuches der ber\u00fchmten<br \/> Terrakotta-Armee beim Mausoleum von Qin Shihuangdi ist mir besonders die<br \/> gro\u00dfe Angst vieler Chinesen im Ged\u00e4chtnis geblieben, die das Grab des<br \/> ersten Kaisers bis heute nicht zu \u00f6ffnen wagen &#8211; aus Respekt und<br \/> vielleicht auch aus Angst vor dem Unbekannten oder Unvorhersehbaren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Reise habe ich in meiner<br \/> Funktion als Betreuerin nicht nur die &#8222;Lehrerseite&#8220;, sondern auch die<br \/> &#8222;Sch\u00fclerseite&#8220; besser kennen lernen d\u00fcrfen. In meinen Augen ist es<br \/> gerade dieser Aspekt, der die Attraktivit\u00e4t der Begleitung eines<br \/> Sch\u00fcleraustausches ausmacht. Pers\u00f6nlich konnte ich zudem viel \u00fcber<br \/> Organisation, Verantwortung, Kommunikation und den Umgang mit<br \/> Sch\u00fcler\/innen lernen. Unsere vielen Eindr\u00fccke und Erlebnisse lie\u00dfen wir<br \/> schlie\u00dflich im Rahmen eines Nachtreffens (mit Foto-Pr\u00e4sentation und<br \/> Fragerunde) gemeinsam mit den Eltern der Sch\u00fcler\/innen noch einmal Revue<br \/> passieren und rundeten die Reise dadurch erfolgreich ab. Meine Zeit als<br \/> Betreuerin eines Schulaustausches in China war eine tolle Erfahrung,<br \/> die mir viel gebracht hat und die ich nur jedem empfehlen kann.<\/p>\n<h4 id=\"anker_\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/h4>\n<h4 id=\"anker_DasSchulteamuntersttztda\" style=\"text-align: justify;\">Das Schulteam unterst\u00fctzt das Kurf\u00fcrst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg beim Empfang einer chinesischen Delegation aus Danyang<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px; float: right;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel3b\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243012\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__350_235_eacb7717acbdad172e5d726207d5215d_nl89_art.jpg\" style=\"width: 350px; height: 235px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>Am 28. Oktober 2016<br \/> hie\u00df das Kurf\u00fcrst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg (KFG) eine<br \/> chinesische Delegation aus seiner Partnerschule in Danyang (N\u00e4he<br \/> Shanghai) willkommen. Das Schulteam des Instituts f\u00fcr Sinologie<br \/> unterst\u00fctze diesen Austausch, indem es dolmetschend und beratend den<br \/> Schulen zur Seite stand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das KFG bietet seit sechs Jahren einen<br \/> China-Austausch an, der es seinen Sch\u00fcler\/innen erm\u00f6glicht, j\u00e4hrlich<br \/> zwei Wochen in China eine Schule zu besuchen und das Land zu erkunden.<br \/> In Zukunft wird dieser Austausch vom Schulteam des Instituts f\u00fcr<br \/> Sinologie durch die Etablierung einer w\u00f6chentlich stattfinden<br \/> Chinesisch-AG unterst\u00fctzt, in der die Sch\u00fcler\/innen Grundkenntnisse in<br \/> der chinesischen Sprache und \u00fcber das Land China in all seinen Facetten<br \/> erlernen, um einen intensiveren und nachhaltigen Austausch mit China zu<br \/> erm\u00f6glichen. Die AG ist nun im Januar dieses Jahres angelaufen und wird<br \/> von Daniel Simon betreut, der am Institut f\u00fcr Sinologie im<br \/> Erweiterungsfach Chinesisch im Lehramtsstudiengang studiert.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der j\u00e4hrliche Schulaustausch wird<br \/> gemeinsam mit einer Partnerschule aus Danyang organisiert, der Huanan<br \/> Experimental School. Im Juli besuchen chinesische Sch\u00fcler\/innen f\u00fcr zwei<br \/> Wochen das KFG und wohnen in dieser Zeit bei Gastfamilien in<br \/> Heidelberg. Im Oktober desselben Jahres besuchen daraufhin die<br \/> Sch\u00fcler\/innen des KFG die Danyang Huanan Experiemental School, wohnen<br \/> bei chinesischen Gastfamilien und reisen f\u00fcr eine weitere Woche nach<br \/> Shanghai und Xi\u2019an. Hierbei lernen sie den chinesischen Schulalltag<br \/> kennen, aber haben auch die Chance, Einblicke in die Geschichte und das<br \/> kulturelle Erbe Chinas zu bekommen. Einen Erfahrungsbericht des KFG zum<br \/> letzten Austausch finden sie <a href=\"http:\/\/www.modul100.de\/adr.php?id_kunden=505&amp;id=18204\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px; float: left;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel3c\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243013\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__300_201_daabe42d1bd07de7f249c41f00c08cbf_nl89_art.jpg\" style=\"width: 300px; height: 201px;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>Um die Zukunft des<br \/> Schulaustausches zu gestalten und sich auszutauschen, besuchte am 28.<br \/> Oktober eine chinesische Delegation das KFG. Der Schulleiter des KFG,<br \/> Herr Dr. Alperowitz, und die im Schulaustausch mitwirkenden Lehrerinnen<br \/> Frau Sagerer-Eichinger und Frau Schmidt hie\u00dfen die Vize-B\u00fcrgermeisterin<br \/> der Stadt Danyang, Frau Xu Wei, wie auch Vertreter aus der Abteilung f\u00fcr<br \/> Bildung der Stadt, gemeinsam mit den Schulleitern der Danyang Huanan<br \/> Experimental School, Herr Wang Xuping, und der No.3 Middle School, Herr<br \/> Wang Lixing, am KFG willkommen. Aus dem Schulteam nahmen an der<br \/> Besprechung Emily Graf, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr<br \/> Sinologie und Leiterin des Schulteams, und Daniel Simon,<br \/> Lehramtskandidat im Erweiterungsfach Chinesisch und AG-Leiter im<br \/> Schulteam, teil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px; float: right;\"><\/span><br \/> \u200b<span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px; float: right;\"><img decoding=\"async\" alt=\"NL89_Artikel3d\" data-node-id=\"\/2\/477\/478\/850\/851\/133921\/142586\/243014\" src=\"https:\/\/shan-hd.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fittosize__300_169_2d24a8fac28da9005e71d024562c5762_nl89_art.jpg\" style=\"width: 300px; height: 169px;\"> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><\/span>Ein<br \/> Unterrichtsbesuch in der 10. Klasse, Einblicke in die Geschichte des<br \/> KFG (gegr\u00fcndet 1546), wie auch der heutigen deutschen Schulpolitik und<br \/> ein darauffolgendes Gespr\u00e4ch \u00fcber die Erfahrungen der jeweiligen Schulen<br \/> im Austausch der letzten Jahre erm\u00f6glichten es der chinesischen Seite,<br \/> einen Einblick in den Alltag und auch in die strukturellen und<br \/> politischen Bedingungen deutscher Schulen zu gewinnen (z.B. Bedeutung<br \/> des Elternbeirats, der Sch\u00fclervertretung, der Gesamtlehrerkonferenz). Im<br \/> Gespr\u00e4ch wurde deutlich, dass auf beiden Seiten Erwartungen, Bedenken,<br \/> aber auch Hoffnungen \u00fcber die Praxis eines Schulaustausches bestehen. <span class=\"i-iwe2-image-container\" style=\"display: inline-block; margin: 5px; float: right;\"><br \/> <span class=\"i-iwe2-image-caption\"><\/span><br style=\"clear: both;\"><br \/> \u200b<\/span>Der Dialog zwischen den Schulen zeigte, dass beiden Seiten viel<br \/> an einem zuk\u00fcnftigen Weiterbestehen des Sch\u00fcleraustausches liegt und<br \/> dass seine Umsetzung nachhaltig gestaltet werden muss. Das Schulteam des<br \/> Instituts f\u00fcr Sinologie, welches mit dem Konfuzius-Institut an der<br \/> Universit\u00e4t Heidelberg kooperiert, hat sich bereit erkl\u00e4rt, das KFG mit<br \/> der Etablierung einer Chinesisch-AG hierbei zu unterst\u00fctzen. Der Besuch<br \/> der chinesischen Delegation aus Danyang war eine sehr gewinnbringende<br \/> Begegnung und zeigte, dass ein Austausch auf Ebene der Schulleitung und<br \/> des Lehrerkollegiums mindestens genauso lehrreich wie auch f\u00fcr eine<br \/> erfolgreiche Begegnung zweier Kulturen grundlegend ist, wie der<br \/> Austausch auf Seiten der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bericht: Leah Kunkel; Emily Graf<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Photographie: Marianne Sagerer-Eichinger, Emily Graf<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"#Inhalt\">&lt;&lt; Zur\u00fcck zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<hr>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INHALT Die tschechischen Journalisten Otto Heller (1897-1945) und Egon Erwin Kisch (1885-1948) im Fernen Osten China zog auch die beiden tschechischen, deutschsprachigen Journalisten Egon Erwin Kisch &#8211; auch heute noch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_EventAllDay":false,"_EventTimezone":"","_EventStartDate":"","_EventEndDate":"","_EventStartDateUTC":"","_EventEndDateUTC":"","_EventShowMap":false,"_EventShowMapLink":false,"_EventURL":"","_EventCost":"","_EventCostDescription":"","_EventCurrencySymbol":"","_EventCurrencyCode":"","_EventCurrencyPosition":"","_EventDateTimeSeparator":"","_EventTimeRangeSeparator":"","_EventOrganizerID":[],"_EventVenueID":[],"_OrganizerEmail":"","_OrganizerPhone":"","_OrganizerWebsite":"","_VenueAddress":"","_VenueCity":"","_VenueCountry":"","_VenueProvince":"","_VenueState":"","_VenueZip":"","_VenuePhone":"","_VenueURL":"","_VenueStateProvince":"","_VenueLat":"","_VenueLng":"","_VenueShowMap":false,"_VenueShowMapLink":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-469","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-newsletter"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - 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