{"id":770,"date":"2022-06-01T00:00:00","date_gmt":"2022-05-31T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2026\/05\/19\/in-memoriam-prof-dr-guenther-debon-stimmen-ehemaliger-studierender\/"},"modified":"2026-05-21T15:08:36","modified_gmt":"2026-05-21T14:08:36","slug":"in-memoriam-prof-dr-guenther-debon-stimmen-ehemaliger-studierender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shan-hd.de\/index.php\/2022\/06\/01\/in-memoriam-prof-dr-guenther-debon-stimmen-ehemaliger-studierender\/","title":{"rendered":"In memoriam Prof. Dr. G\u00fcnther Debon \u2013 Stimmen ehemaliger Studierender"},"content":{"rendered":"<h3 id=\"anker_EineandereKommilitoninBa\" style=\"text-align: justify;\">Von Barbara O.-F. B\u00f6ke<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erinnere mich sehr gerne an Prof. Debon und die Zeit am Sinologischen Seminar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders die klassische chinesische Lyrik, die er mit so viel tiefem Verst\u00e4ndnis und gro\u00dfer Begeisterung weitergegeben hat, ber\u00fchrt mich noch heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch die Erinnerung an seinen feinen Humor ist mir sehr pr\u00e4sent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders eine Begebenheit bei einer Feier im chinesischen Zentrum, damals auf der anderen Neckarseite in Neuenheim, ist mir sehr pr\u00e4sent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anlass ist mir entfallen, jedenfalls gab es Musik und es wurde getanzt. Ich habe immer gerne getanzt und Prof. Debon hatte das wohl mitbekommen, jedenfalls fand ich mich pl\u00f6tzlich mit ihm Walzer tanzend auf der Tanzfl\u00e4che. Ich war sehr verlegen und sicher hochrot im Gesicht. Da fragte er mich mit ernster Miene, ob ich es f\u00fcr eine gute Idee halten w\u00fcrde, statt der schriftlichen Pr\u00fcfungen Tanz-Pr\u00fcfungen einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dadurch war das Eis gebrochen und wir haben uns herrlich dar\u00fcber auslassen k\u00f6nnen, was in eine solche Pr\u00fcfung wohl hinein geh\u00f6ren w\u00fcrde. Er erz\u00e4hlte auch, dass er mit seiner Tochter einen Tanzkurs machen w\u00fcrde &#8211; ich glaube es war Stepptanz.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"anker_VonAngelaKrott-Krail\" style=\"text-align: justify;\">Von Angela Krott-Krail<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch mochte ihn sehr, unvergesslich f\u00fcr mich, wie er mich gleich zu Beginn unterst\u00fctzt hat. Oder wie er mich durch die Magisterpr\u00fcfung lenkte und mir die Nervosit\u00e4t nahm. Oder wie er uns nahe legte, Japanisch zu lernen, was ich dann auch gemacht habe, und zwar sehr gerne. Er war ein feiner Mensch! Schon l\u00e4nger habe ich ein kleines altes Gedichtb\u00e4ndchen, erschienen 1956 in der piper-b\u00fccherei \u201eIm Schnee die F\u00e4hre &#8211; japanische Gedichte&#8220;, von G\u00fcnther Debon \u00fcbertragen. Wundersch\u00f6ne Tanka, Haiku und Shintaishi. Da ich besonders Tanka und Haiku liebe, ist dieses B\u00fcchlein f\u00fcr mich etwas sehr Besonderes. Eines meiner Lieblings-Tanka ist \u201eDas wahre Ich&#8220; von Sasaki Nobutsuna. Das Tanka \u201eMein Weg&#8220;, ebenfalls von Sasaki Nobutsuna, hatte ich vorher schon unz\u00e4hlige Male irgendwo gelesen, wusste jedoch nicht, wer es \u00fcbertagen hatte &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe die oben stehenden Gedichte gew\u00e4hlt, weil sie meines Erachtens seine feine Art am besten darstellen. Dieser kleine Gedichtband stellt sozusagen eine Verbindung her zu meiner Zeit als Sinologie-Studentin in Heidelberg, die schon so lange zur\u00fcckliegt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prof. Debon ist also vielen bekannt als \u00dcbersetzer von chinesischer und japanischer Literatur und Poesie (u.a. Tang-Gedichte und das Daodejing), aber wussten Sie, dass er auch Limericks schrieb? \u201eEs gab einen Lehrer in Lehrte\u201c, bei Amazon erh\u00e4ltlich; er schrieb meines Wissens zun\u00e4chst unter dem Pseudonym Ernst Fabian und gab sich erst sp\u00e4ter als G\u00fcnther Debon zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Kommilitone, Klaus Mombrei, sandte mir diese Erinnerung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine erste Reaktion auf die Mail mit der Aufforderung etwas pers\u00f6nliches, anekdotisches etc. zum Gedenken an Professor Debon beizusteuern, war das Aufkommen eines gewissen Zwiespalts. Zum einen h\u00e4tte ich gerne meinem ehrlichen Respekt vor diesem Universalgelehrten alten Schlags Ausdruck gegeben (indem ich zum Beispiel von einer pers\u00f6nlichen Begegnung h\u00e4tte berichten k\u00f6nnen), zum anderen brachte gerade dieses klassenbewusste Mandarinentum auch eine Unnahbarkeit mit sich, von der, wie ich glaube, nur wenige, Studenten wie Mitarbeiter, behaupten k\u00f6nnen, sie je durchdrungen zu haben. Deshalb wird der Anekdotenschatz um G\u00fcnther Debon wahrscheinlich \u00fcberschaubar sein. Ich erinnere mich, dass Professor Debons Unterricht von einer gewissen Schematik gepr\u00e4gt war,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">der ihn sehr zur Freude der fauleren Studenten, zu deren ehernem Kern ich mich auch z\u00e4hlte, berechenbar machte, und es damit leicht war, sich so zu pr\u00e4parieren, dass man trotz kompletter Ahnungslosigkeit einigerma\u00dfen sturzfrei \u00fcber die Runden kam. Umso gr\u00f6\u00dfer allerdings war die Best\u00fcrzung, wenn unser Lehrer von Zeit zu Zeit die vorgegebenen Pfade verlie\u00df und einen ahnungslosen jungen Menschen mit einer \u00dcbersetzungs- oder Erkl\u00e4rungsaufgabe versah, die der nicht hatte kommen sehen und die bei vielen Panik in einer vorher nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenen Intensit\u00e4t ausl\u00f6ste. Nicht zuletzt auch deshalb waren diese Stunden bei aller Vorhersehbarkeit unterhaltsam und lehrreich. Selbst ich habe in ihnen das ein oder andere gelernt, und sie haben dar\u00fcber hinaus in mir eine bis heute andauernde Verbundenheit und Liebe zur chinesischen Kultur im Allgemeinen und zur klassischen chinesischen Lyrik im Besonderen geweckt. Das zu vermitteln war Herrn Debon, bei aller didaktischen Unvollkommenheit, allein durch sein ungeheures Wissen, seine Hingabe, sein Sprachverm\u00f6gen und seine Pers\u00f6nlichkeit gegeben. Auch wurde der Unterricht immer wieder von ultrafeinen Humorstrahlen der extratrockenen Art durchzogen und von freien Ausfl\u00fcgen in die globale Kulturgeschichte. So habe ich zum Beispiel, ich glaube bei einer \u00dcbersetzungseinheit zu Hs\u00fcn-Tzu, zum ersten Mal von der Jasperschen \u201eAchsenzeit\u201c geh\u00f6rt. Ein anderes Mal wurde mir durch seinen Vortrag die Augen (und Ohren) f\u00fcr grundlegende Elemente der Jazzrhythmik ge\u00f6ffnet. An eine sicher gar nicht so lustige oder humorvoll gemeinte Geschichte erinnere ich mich sogar noch ziemlich genau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus irgendeinem Grunde, wahrscheinlich bei der \u00dcbersetzung eines Gedichts, kam es zur Er\u00f6rterung des Begriffs des taoistischen \u201eHsien Jen\u201c, des Unsterblichen (\u4ed9\u2f08). Es ging auch darum, wie denn so ein Unsterblicher reist bzw. in die Unsterblichkeit sich begibt. Die Frage, die uns der Professor stellte, war: Wie, auf welche Art, diese Heiligen nun in den Himmel, das Nirvana, den T\u2019ian Shan o.\u00e4. aufsteigen w\u00fcrden? Mehrere unseren Lehrer nicht zufrieden stellende Antworten wurden angeboten und sein zunehmender Unmut wurde vom stetigen Sinken der Mundwinkel, einer sich leicht r\u00f6tenden Gesichtsf\u00e4rbung und einem dr\u00e4uenden Zucken um die Augenpartie herum signalisiert. Auf seine letzte, nachdr\u00fccklich vorgebrachte Nachfrage hin, was denn nun um Himmels Willen f\u00fcr einen Hsien Jen die einzig akzeptable Art und Weise sei, sich auf die Himmelfahrt zu begeben, traute sich keiner mehr, ihn noch weiter zu ver\u00e4rgern. Keine Hand hob sich. Geschlagen von der ersch\u00fctternden Abwesenheit jeglicher Kenntnisse der elementaren Ph\u00e4nomene des chinesischen Heiligenalltags sank der gute Professor in seinem Stuhl zusammen, straffte sich aber augenblicklich wieder und schleuderte mit einer f\u00fcr ihn ungewohnten Heftigkeit und mit nach oben verdrehten Augen ein : \u201e\u2026 na mit `nem Kraaaanich!\u201c in den Raum. Die Nachl\u00e4ssigkeit in seiner Formulierung bezeugte den Grad seiner Fassungslosigkeit und Entt\u00e4uschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fand diesen Ausbruch derma\u00dfen komisch, das ich dieses unsterbliche Unsterblichen-Zitat per Taschenmesser beim Nachbereitungsbier in einen der gro\u00dfen Holztische in der \u201eAlten Schmiede\u201c ritzte und ihn damit der Nachwelt zu erhalten hoffte. Wer auch immer diese Tische heute besitzt kann sich ja mal auf die Suche machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend etwas Pers\u00f6nliches. Ich wei\u00df und wusste auch damals, dass mein \u00e4u\u00dferes Erscheinungsbild, die viel zu langen Haare, die seltsamen Klamotten, die Ohrringe usw. dem Herrn Professor nicht gefiel. Er hielt diese Zurschaustellung einer antib\u00fcrgerlichen Attit\u00fcde wohl f\u00fcr unpassend und unreif bei einem ernsthaften Studenten, ganz sicher empfand er sie auch als Respektlosigkeit der Lehre und den Lehrern gegen\u00fcber. Und wenn er sich auch vielleicht im internen Kreise dar\u00fcber ge\u00e4u\u00dfert haben mag, mich hat er diesen Unwillen nie<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">explizit sp\u00fcren lassen, sondern ist in einer sehr distanzierten, aber stets h\u00f6flichen, fairen und korrekten Weise mit mir umgegangen. So hat er sich auch nach meiner Zeit in Taiwan interessiert gezeigt, mich zum Aufenthalt befragt und mich gebeten, einen Vortrag dar\u00fcber zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab und zu gehe ich auf dem Bergfriedhof spazieren, und wenn ich an Professor Debons Grab vorbeikomme, bleibe ich immer einen Augenblick stehen und erweise dem gro\u00dfen Manne Reverenz. Und ich bin stolz und dankbar, auch als ungeratener Student, ihn als Lehrer erlebt zu haben. &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Debons Vorlesung zur chinesischen Geschichte (dienstags nach der Mittagspause in der Aula der Neuen Uni, wir gingen in Gruppen zusammen hin\u00fcber), waren legend\u00e4r; eine gro\u00dfe Ehre, wer die Dias einschieben durfte. Seine Unterlagen habe ich heute noch, und da ich selbst Vorlesungen halte, ertappe ich mich bei Formulierungen, die er auch gew\u00e4hlt hatte. Ich habe sie noch im Ohr. Nach 40 Jahren; ich glaube, das ist f\u00fcr einen Lehrer ein Lob und w\u00fcrde ihn freuen. Vielleicht w\u00fcrde er sanft schmunzeln. Mehr nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"anker_VonProf.Dr.ManuelVermeer\" style=\"text-align: justify;\">Von Manuel Vermeer<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eJa, jetzt schnell die Zeile finden \u2026\u201c: Dieses vergn\u00fcgte Schmunzeln werde ich nie vergessen, wenn er, der uns bei \u00dcbersetzungs\u00fcbungen im Klassischen Chinesisch zumeist der Sitzordnung nach aufrief, pl\u00f6tzlich die Reihenfolge verkehrte und hektisches Bl\u00e4ttern ausl\u00f6ste! Das machte ihm Spa\u00df, und auch wenn es mich gelegentlich unvorbereitet erwischte, musste ich doch auch lachen. Sein sanftes L\u00e4cheln ist mir sehr pr\u00e4sent geblieben, diese stille Freude an manchen Dingen, sei es eine sch\u00f6ne \u00dcbersetzung (was bei uns eher selten vorkam), oder eine witzige oder auch freche Bemerkung eines Kommilitonen (h\u00e4ufiger). Er war kein Mann der lauten T\u00f6ne; und wenn er kritisierte, dann mit Nachsicht und unendlicher Geduld. Und Ren, das chinesische Zeichen f\u00fcr Toleranz, Geduld, hing auch in seinem Arbeitszimmer, wenn ich es recht erinnere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich begann mein Studium am Sinologischen Seminar der Uni HD im WS 1979\/80, Klassisches Chinesisch, sp\u00e4ter dann auch Moderne Sinologie. Und auch jetzt, 40 Jahre sp\u00e4ter, sind mir zumindest (ich wei\u00df, dass das nicht allen so geht) die R\u00e4ume in der Sandgasse in sehr guter Erinnerung. Es war eine fast famili\u00e4re Atmosph\u00e4re, auch wenn Prof. Debon recht unnahbar wirkte, meist in seinem Zimmer vergraben, selten in der Bibliothek, wo ich sp\u00e4ter auch als Hiwi sa\u00df. Wir hatten eher mit seiner Sekret\u00e4rin zu tun, Frau M\u00fcller; ein Kommilitone schrieb mir, er erinnere sich vor allem an den Veilchenduft in ihrem Zimmer!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann nur Blitzlichter schildern, die mir in Erinnerung sind; unvergessen seine Anekdote, wie er in britischer Kriegsgefangenschaft war. Man hatte wohl eine Lageruni gegr\u00fcndet und er hatte sich ein Buch bestellt von Arthur Waley, dem gro\u00dfen Waley der Sinologie. Der britische Lagerkommandant rief ihn zu sich, warum er denn dieses Buch bestelle. Debon sagte, er wolle Chinesisch lernen, und Waley sei sein gro\u00dfes Vorbild. Darauf der Kommandant: \u201eIch bin Arthur Waley!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weniger beindruckt, eher zutiefst erstaunt war ich 1982, als ich als Austauschstudent in Shanghai lebte und Prof Debon uns dort besuchte. Er wollte auf den Spuren der von ihm so gesch\u00e4tzten chinesischen Dichter nach Suzhou reisen, und ich sollte ihn begleiten. Und da erfuhr ich dann zum ersten Mal, dass er \u00fcberhaupt kein modernes Hochchinesisch sprach! Wie auch, er hatte es nie gelernt, aber ich hatte dar\u00fcber nicht nachgedacht. Und jetzt bat er, der gro\u00dfe Professor und Dichter, auf seiner ersten Chinareise \u00fcberhaupt, mich, f\u00fcr ihn zu bestellen und zu dolmetschen! In meiner Erinnerung war es eine sch\u00f6ne Reise, auch wenn er nie privat wurde oder von sich erz\u00e4hlte. Er blieb bei mir stets auf Abstand, professoral eben. Aber es passte zu ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich eine Woche vor meine Magisterpr\u00fcfung 1985 die Chance hatte, im Kanzleramt f\u00fcr Kohl zu dolmetschen, daf\u00fcr aber meine Pr\u00fcfung verschieben musste, erlaubte er mir dieses. Sehr unb\u00fcrokratisch; und das bedeutete mir sehr viel und dieser Termin war f\u00fcr meinen weiteren Werdegang sehr wichtig. Danke daf\u00fcr!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend (und kein Gedenken an G\u00fcnther Debon w\u00e4re ohne ein solches angemessen!) ein Gedicht, von unserem Kommilitonen Dr. Klaus Gottheiner, wie Barbara O.-F. B\u00f6ke, Angela Krott-Krail und Klaus Mombrei aus meinem Jahrgang, speziell zu diesem Anlass gedichtet!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 id=\"anker_AneinemhellenTagandenMei\">An einem hellen Tag an den Meister denkend<\/h3>\n<h5 id=\"anker_vonKlausGottheiner\">von Klaus Gottheiner<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Fr\u00fch las ich schon vom herbstlich hellen Licht,<\/em><\/p>\n<p><em>Ohne zu fragen, wer das eigentlich war,<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eG. D.\u201c, der das chinesische Gedicht<\/em><\/p>\n<p><em>Hier derart leuchten lie\u00df, so fremd und klar.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Viel sp\u00e4ter kam ich erst nach Heidelberg.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Saal blieb dunkel, China wurde licht<\/em><\/p>\n<p><em>Vom Perlflu\u00df bis ans Gro\u00dfe Mauerwerk.<\/em><\/p>\n<p><em>Erstaunt bemerkte ich: Dort steht und spricht<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>G. D. himself! War das vielleicht der Moment<\/em><\/p>\n<p><em>(Mehr als acht volle Lustren ist es her),<\/em><\/p>\n<p><em>Als meine Lebensweiche \u00fcberquer<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Gen Osten umsprang, und zwar permanent?<\/em><\/p>\n<p><em>So denk ich, denk ich an den Zentenar<\/em><\/p>\n<p><em>An Tagen wie heute, fr\u00fchlingshell und klar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Barbara O.-F. B\u00f6ke &nbsp; Ich erinnere mich sehr gerne an Prof. Debon und die Zeit am Sinologischen Seminar. 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