Autor: admin
-
„Das kommt dabei heraus, wenn man das Herz aus der Liebe herausnimmt“ – Erinnerungen an das erste Chinesisch-Propädeutikum 1989/90 mit Wilfried Spaar
Herr Spaar machte gleich am ersten Tag des Propädeutikums klar: Wer es bis hier geschafft hat und dieses Sprachprogramm erfolgreich besteht, gehört zum harten Kern – vielleicht fiel sogar das Wort Elite. Viele von uns fühlten sich in den darauffolgenden Monaten zurückversetzt in die Schulzeit: Von Montag bis Freitag hatten wir jeden Vormittag vier Stunden…
-
Aus dem Unterricht
„Ich habe Herrn Spaar als Lehrer sehr geschätzt, vielleicht war er fachlich und von seiner charismatischen Einprägsamkeit sogar einer der besten Lehrer, die ich je hatte. Und ich hatte das Glück, nie bei ihm in Ungnade zu fallen, er war sogar ausgesprochen nett zu mir und hat mir brilliante Literaturtipps für meine interdisziplinäre Staatsexamensarbeit,…
-
Meine Erinnerungen an Herrn Dr. Spaar
Von Herrn Dr. Spaars Tod zu erfahren, hat mich sehr getroffen. Für mich ist es nicht nur ein Verlust auf der Ebene der Wissenschaft und der Lehre, sondern auch auf der persönlichen Ebene. Ich habe ab dem Jahr 2004 an der Universität Heidelberg Sinologie studiert und strebe nun den Beruf des Chinesischlehrers am Gymnasium an.…
-
Meine Erinnerungen an Herrn Dr. Wilfried Spaar
Ich habe insgesamt zwei Kurse bei Herrn Dr. Spaar besucht. In seinem Hauptseminar „Zen-Gedichte“ im Sommersemester 2008 lernte ich ihn als sachkundigen und ausgesprochen gutmütigen Gelehrten kennen. Er hörte die Meinungen zur Übersetzung der poetischen Begriffe von den KursbesucherInnen immer ganz genau an, bevor er, sehr häufig, eine noch zutreffendere Übersetzung vorschlug und seine Wahl…
-
Interview mit Dr. Wilfried Spaar: Audio-Ausschnitt
Your browser does not support the audio element. Dies sind Ausschnitte des Interviews, das Mariana Münning am 12. Juli 2018 in der Akademiestraße führte. Das Foto machte Julia Huynh im Mai 2019 in der Interimsbibliothek.
-
Ja, aber was soll es bedeuten?
Ich durfte Herrn Dr. Spaar während meiner Zeit am Institut für Sinologie von 2005 bis 2012 aus ganz verschiedenen Perspektiven kennenlernen: vom „Ersti“ im Grammatikkurs, „Studi“ in der Politiksprache und einem Hanshan-Lyrikseminar bis hin zum „Hiwi“, der seinen Rechner repariert und „EDVler“, der mit ihm über die Schnittstelle von Sprachdidaktik und Digitalisierung in der Sinologie…
-
Deutsche Sinologen auf der Insel Formosa
In den fünfziger Jahren reisten westdeutsche Diplomaten, Geschäftsleute und Journalisten – trotz fehlender diplomatischer Beziehungen und Kriegsrecht auf die Pazifikinsel, bald darauf folgten die Sinologen. Zu den frühen Besuchern gehörte Hermann Kogelschatz, von Amerika reiste auch der Potsdamer Wolfram Eberhard an. Über Eberhard steht in einem Nachruf: „1958 war er in Burma, 1960…
-
Sinologisches aus Berlin, Bochum, Heidelberg und München
In den siebziger und achtziger Jahren entstanden einige Zeitschriften, die inzwischen wieder eingestellt wurden. Dazu gehörten in Berlin das neue China, in Hamburg China aktuell und in München die Chinablätter. China aktuell (C.a.) vom früheren Institut für Asienkunde hielt sich ab 1972 (Jahr der Aufnahme diplomatischer Beziehungen BRD/VRCh) über dreißig Jahre und ist inzwischen…
-
„Sie können alles sagen!“ Erinnerungen an Dr. Wilfried Spaar
Wir waren eine Gruppe von 24 Studierenden, die sich im Wintersemester 1996/1997 in der Akademiestraße einfand, um in einem einjährigen Intensiv-Sprachkurs, dem Propädeutikum, Hochchinesisch zu lernen. Unser Lehrbuch hieß Practical Chinese Reader, genannt „PCR“. Die grünen Bände mit Geschichten von Palanka, Gubo und Ding Yun begleiteten uns zwei Semester lang, nur kurz unterbrochen von einem…

